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M2M-Lösungen - Alarm per SMS

In vielen Landkreisen sorgen freiwillige Feuerwehren für Brandbekämpfung und Sicherheit. Im Einsatzfall müssen die ehrenamtlichen Retter schnell benachrichtigt werden. Die freiwillige Feuerwehr Eschenbach entwickelte hierfür ein neuartiges SMS-Alarmsystem.

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Praxisreport

Oft sind es alltägliche Probleme, die zu ungewöhnlichen technischen Lösungen führen. Thomas Schreml, Zugführer bei der freiwilligen Feuerwehr Eschenbach in der Oberpfalz, kann diese These sicher bestätigen. Er machte sich Gedanken über die schnelle Alarmierung seiner Kollegen. Denn im Gegensatz zur Berufsfeuerwehr werden die freiwilligen Helfer während ihrer 24-Stunden-Bereitschaft im Beruf, unterwegs oder zu Hause alarmiert. Meist geschieht dies per Funkmeldeempfänger, doch nicht alle Feuerwehrleute besitzen das teure Gerät. Zumal die analoge Technik derzeit ausläuft, wie Thomas Schreml berichtet: „In Deutschland wurde entschieden, die sogenannten BOS-Funksysteme auf Digitaltechnik umzustellen. BOS steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“. Bis diese Umstellung abgeschlossen ist, ergibt es natürlich wenig Sinn, noch in die alte analoge Technik zu investieren. Zumal ein einzelner Funkmeldeempfänger zwischen 400 bis 500 Euro kostet. Zur Überbrückung dieser Zeitspanne, aber nicht nur dafür, haben wir diese Art der SMS-Alarmierung entwickelt.“

Per Mobilfunk zum Einsatz
Als kostengünstige Ergänzung zur Funktechnik nutzte der versierte Techniker das GSM-Mobilfunknetz und kombiniert geschickt bestehende Technologien: „Kern des Systems ist ein einzelner, derzeit noch analoger, Funkmeldeempfänger. Dieser gibt im Alarmfall einen Impuls an das Conrad GX 106 GSM Modul. Im Fernschalt- und Alarmmodul befindet sich eine handelsübliche SIM Karte. Diese sendet eine initiale Alarm-SMS an den Mobilfunkprovider. Dort wird aus der einzelnen SMS eine Massen-SMS generiert. All das geschieht in wenigen Sekunden. So sind bis zu 100 Empfänger auf einmal erreichbar. Aus Rechtsgründen dürfen wir das System allerdings derzeit nur zusätzlich zum bestehenden Alarmierungssystem einsetzen. Natürlich darf man auch nicht anfangen, bestehende Alarmsirenen abzustellen,“ erklärt Schreml.

Extrem kurze Entwicklungszeit
Von der ersten Idee bis zum einsatzfähigen Prototypen vergingen nur knapp vier Wochen. Im März dieses Jahres begann die Entwicklung des SMS-Alarmsystems; bereits im April wurde die Technik fest installiert. „Mittlerweile haben wir bei annähernd 70 Einsätzen die Einsatzkräfte zusätzlich per SMS alarmiert. Dabei haben wir beste Erfahrungen gemacht. Da der erste Impuls durch einen Funkmeldeempfänger ausgelöst wird, kann der SMS-Versand natürlich nicht schneller sein, als der BOS-Funk. Erfahrungsgemäß liegt die Zeitverzögerung allerdings bei nur ca. 20 bis 30 Sekunden. Für uns ist das wichtigste, dass möglichst viele aktive Mitglieder der Feuerwehr den Alarm mitbekommen“, berichtet der Zugführer aus der Praxis. Dabei bietet der SMS Alarm im Alltag enorme Vorteile: Denn meist funktionieren die Funkzellen der Mobilfunkbetreiber selbst dort, wo Funkschatten dem analogen BOS-Funk zusetzen. Außerdem ist die Reichweite der BOS-Funkgeräte auf Landkreisgrenzen beschränkt. Hier erweist sich das GSM Mobilfunknetz als überlegen. „Gerade tagsüber ist es wichtig, möglichst viele Feuerwehrleute zu erreichen – schon allein um die Tagesalarmsicherheit zu gewährleisten. Das bedeutet, dass man auch tagsüber immer in ausreichender Stärke ausrücken können muss. Zum Teil sind unsere Mitglieder im Beruf gebunden und dürfen ihren Arbeitsplatz nicht verlassen. Deshalb muss nach Möglichkeit jeder, der ausrücken kann, auch erreicht werden“, beschreibt Thomas Schreml das Personalproblem.

Hilfe aus Hirschau
Die Zusammenarbeit mit Conrad Electronic beschränkte sich bei weitem nicht nur auf den Einkauf technischer Bauteile. Während der Entwicklung des Prototyps halfen Kundenbetreuer und Produktentwickler des Hirschauer Unternehmens mit detaillierten Informationen und gaben Tipps zum Anschluss der Komponenten. Das SMS-Alarmsystem ist inzwischen zudem mit einer USV gegen Netzausfälle gesichert. Integrierte Akkupacks garantieren die Betriebssicherheit auch im Fall von Stromausfällen für rund 40 Stunden. Der Entwickler Thomas Schreml plant derzeit bereits neue Funktionen: „Als Weiterentwicklung ist eine Alarmanlage für das Gerätehaus und die Überwachung der Heizungsanlage denkbar. Ein besonderer Vorteil in dieser Lösung ist die einfache Erweiterbarkeit und eben die Möglichkeit eines autarken Betriebes an jedem Feuerwehrstandort, losgelöst von Einsatzleitstellen und Einsatzleitrechnern.“

Ein Erfolgsmodell für die Region
Inzwischen hat sich die clevere Idee der Eschenbacher herumgesprochen. Denn aufwändige Funk- und Alarmsysteme sind speziell für die kleineren freiwilligen Feuerwehren der Region finanziell nur schwer zu stemmen. Thomas Schreml gilt inzwischen als Technik-Experte. „Durch einige Presseberichte bekamen wir Kontakt zu anderen Feuerwehren, die das gleiche Problem haben. Besonders für Feuerwehren, die nur per Sirene alarmieren und keine Funkmeldeempfänger nutzen, ist das SMS-Alarmsystem interessant. Denn ein Handy hat praktisch jeder. Ich selbst habe schon mehrere Systeme bei anderen Feuerwehren installiert. Unser SMS-Alarmsystem ist zudem sehr preisgünstig.“ Auch die heranziehende Konkurrenz in Form der neuen digitalen Funktechnik muss das smarte SMS-Alarmsystem nicht fürchten. Der Austausch des Funkmeldeempfängers gegen Digitaltechnik genügt, um bestehende Systeme einfach weiter zu betreiben. Das verwendete GSM Modul bleibt erhalten.

Wissen nach oben

Analoger BOS-Funk
Beim BOS-Funk handelt es sich um einen nichtöffentlichen UKW Landfunkdienst. Die Abkürzung steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“. Die Nutzung des Funknetzes ist der Polizei, dem Zoll, Feuerwehren sowie Rettungsdiensten und dem Katastrophenschutz vorbehalten. Allen Nutzern werden so genannte „Frequenzzuweisungen“ für den internen Gebrauch zugeteilt. Im Rahmen der gegenseitigen Zusammenarbeit dürfen ggf. auch die Frequenzen der anderen Dienste mit genutzt werden. Im Polizeifunk kommen zudem Sprachverschleierer zum Einsatz. Das analoge System soll in zahlreichen Bundesländern gegen Digitaltechnik ausgetauscht werden.

Der analoge Funk ist in drei Bereiche aufgeteilt:

  • 4-Meter-Band für die Leitungsebene
  • 2-Meter-Band für den Einsatzstellenfunk
  • 8-Meter sowie 70 cm-Band für Richtfunkstrecken
Steuern und kontrollieren nach oben

Mit dem GSM Fernschalt-/Mess-/Alarm-System GX 110 lassen sich elektrische Systeme per Mobilfunk fernsteuern. Das Produkt bietet zahlreiche Schnittstellen: einen analogen Eingang, zwei Optokoppler sowie zwei Temperatursensoren. Hinzu kommen insgesamt neun SMS-Ausgänge. Zwei der Ausgänge sind bereits ab Werk mit Relais versehen. Vier SMS-Ausgänge sind als Temperaturausgänge vorgesehen. Die freien Ausgänge können mit weiteren Relais bestückt werden. Die Programmierung erfolgt per USB-Schnittstelle. Durch die flexibel belegbaren Schnittstellen kann das GSM-Modul sowohl für Steuerungsaufgaben als auch für Signalgeber verwendet werden. Zum Betrieb des GSM-Moduls kann jede beliebige SIM-Karte verwendet werden. Die Einsatzmöglichkeiten des Produkts sind vielfältig: Die integrierten Relais können z. B. Türöffner steuern oder Alarmanlagen ein- und ausschalten. Dank der Optokoppler können Störungs- und Alarmmeldungen per SMS abgesetzt werden. Das stabile Gehäuse bietet die IP-Schutzklasse 54, durch eine entsprechende Verschraubung kann die Sicherheitsstufe sogar auf IP 66 erhöht werden. Im Lieferumfang ist u. a. eine selbstklebende GSM-Antenne, Parametriersoftware auf CD, ein USB-A-Kabel sowie eine umfangreiche Bedienungsanleitung enthalten.

zum GSM-Modul GX 110 »
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