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IP-Schutzarten & Schutzklassen

Bei vielen Anwendungen müssen elektrische und elektronische Geräte unter erschwerten Umweltbedin- gungen über viele Jahre sicher arbeiten. Außer dem zulässigen Temperaturbereich stellt die chemische Belastung eine Einsatzbeschränkung dar. Zudem muss das Eindringen von Nässe und Fremdkörpern, wie zum Beispiel Staub, für eine zuverlässige Funktion verhindert werden. Über all diese Kriterien geben die zweistelligen IP-Schutzgrad-Bezeichnungen auf dem Typenschild oder in den technischen Unterlagen Auskunft. IP steht für „International Protection“, da diese Schutz-Kennzeichnung international genormt ist.
Die erste Ziffer kennzeichnet den Berührungs- bzw. Fremdkörperschutz, die zweite Ziffer den Schutz gegen Wasser und Nässe. Die folgende Tabelle erklärt die Details.

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IP-Schutzarten

IP = International Protection (Internationaler Schutz)
Wenn für die Kennzeichnung die 1. oder 2. Stelle nicht von Bedeutung sind, so wird sie durch ein X ersetzt.

IP  X  X

2. Kennziffer
1. Kennziffer
Code-Buchstaben

1. Kennziffer „Schutz gegen Berührung und Fremdkörper“

Kennziffer Schutz gegen Berührung Schutz gegen Fremdkörper Symbol
IP 0 XKein SchutzKein Schutz
IP 1 XGroßflächige KörperteileGroße Fremdkörper
(x > 50 mm)
IP 2 XFingerMittelgroße Fremdkörper
(x >12 mm)
IP 3 XWerkzeug und Drähte
(x > 2,5 mm)
Kleine Fremdkörper
(x > 2,5 mm)
IP 4 XWerkezug und Drähte
(x > 1 mm)
Kornförmige Fremdkörper
(x > 1 mm)
IP 5 XVollständiger BerührungsschutzStaubablagerungen
IP 6 XVollständiger BerührungsschutzStaubeintritt

2. Kennziffer „Schutz gegen Wasser und Nässe“

Kennziffer Schutz gegen Wasser und Nässe Symbol
IP X 0Kein Schutz
IP X 1Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
IP X 2Schutz gegen schräg fallendes (bis 15°) Tropfwasser)
IP X 3Schutz gegen Sprühwasser (bis 60°) gegen die Senkrechte
IP X 4Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
IP X 5Schutz gegen Strahlwasser
IP X 6Schutz gegen starkes Strahlwasser
IP X 7Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
IP X 8Schutz gegen dauerndes Untertauchen
Schutzklassen nach oben

Die Schutzklassen sind für alle elektrischen Betriebsmittel übergeordnet festgelegt.
Es gibt vier Schutzklassen für elektrische Betriebsmittel. Wobei Schutzklasse eins bis drei die gängigsten sind. Zur Kennzeichnung der Betriebsmittel mit der betreffenden Schutzklasse sind Symbole vorgesehen.

Die Schutzklasse ist von der mit der IP klassifizierten Schutzart zu unterscheiden. Während Schutzklassen Maßnahmen definieren, die gegen berührungsgefährliche Spannungen schützen, beschreiben die IP-Schutzarten den Schutzgrad des Gehäuses gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser.

Schutzklasse I:
Schutzmaßnahme mit Schutzleiter (z.B Geräte mit Metallgehäuse)
Im Fehlerfall kann der Strom über den Schutzleiter fließen, d.h. im Idealfall bekommt der Mensch im Fehlerfall überhaupt keinen Strom ab.

Schutzklasse II:
Schutzisoliert (z.B. Kunststoffgehäuse bzw. bei Heizungen das Glasgehäuse)
Durch die gute Gehäuseisolierung kann es im Fehlerfall zu keinen gefährlichen Strömen durch den Menschen kommen.

Schutzklasse III:
Schutzkleinspannung
Hier werden elektrische Betriebsmittel mit einer Nennspannung bis 50 V Wechselspannung bzw. 120 V Gleichspannung betrieben.
Damit wird versucht, im Falle eines Defektes, den Strom durch den Menschen klein zu halten.

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