Experten-Tipps zu DLNA
Woher weiß ich, ob mein Gerät DLNA kann?
Es gibt Geräte am Markt, welche den sogenannten UPnP AV Standard unterstützen. Das ist nicht gleichbe- deutend mit DLNA. UPnP AV-fähige Geräte arbeiten meistens mit der PLAYSTATION® 3 zusammen – verweigern jedoch die Widergabe von Dateien auf anderen DLNA Clients (wie Fernseher usw.). Am besten, Sie achten beim Kauf auf das DLNA- Logo oder die Aussage DLNA-Kompatibilität.
Welche Dateien können übertragen werden?
JPEG-Bilder und MP3-Musikdateien stellen keine hohen Anforderungen und werden im Regelfall immer problemlos übertragen. Bei Videodateien ist je nach Dateityp mehr oder weniger Rechenleistung nötig. So schließen die meisten DLNA Handys eine Videoübertragung aus. Auch viele DLNA Fernseher der ersten Generation können nur Bilder und Musikdateien abspielen. Im Grundsatz gilt: Je leistungsfähiger die CPU im Gerät, desto mehr Formate werden akzeptiert – dies gilt sowohl für die Client-Seiten als auch für die Server.
Netzwerkkabel, WLAN oder Powerline: Welche Netzwerkart ist empfehlenswert?
Hier spielt die benötigte Übertragungsrate eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich sind alle drei Arten geeignet. Beim Streamen von Full HD Videos (z.B. AVCHD Dateien) empfehlen wir den Anschluss via Netz- werkkabel oder Powerline 200. Selbst mit dem Wireless-N Standard (300 MBit/s) kann es bei der Wiedergabe zu unschönen Bildrucklern kommen. Vom Wireless-G Standard (54 MBit/s) welcher z.B. auch in der PLAYSTATION® 3 verendet wird, ist abzuraten.
Welche Sicherheit bietet DLNA?
Multimedia Dateien auf DLNA-Servern sind für alle Clients im Netzwerk sichtbar. Ein Zugriffs-Sicherheits- konzept wie es z.B. NAS-Server bieten, ist nicht vorgesehen und auch nicht erwünscht. Sonst wäre die Einrichtung nicht so einfach. Es gibt jedoch eine Reihe von DLNA-Netzwerk-Festplatten, die neben dem „offenen“ DLNA-Bereich noch weitere geschützte Verzeichnisse verwalten. Diese können dann als Backup für einzelne PCs im Netzwerk genutzt werden. Wichtig: Festplatten sind mechanische, magnetische Einheiten welche ausfallen können. Wir empfehlen dringend, von allen Daten eine Sicherheitskopie anzufertigen. Nichts wäre schlimmer, als wenn Ihr Fotoarchiv eines Tages komplett gelöscht wäre. DLNA-Server mit 2 oder 4 Festplatten die sich „spiegeln“, bieten von Haus aus einen größeren Schutz bei Festplatten-Ausfall.
Können mehrere Server oder Clients gleichzeitig betrieben werden?
Ja. Am jeweiligen Client wählt man zuerst den gewünschten Server aus und dann die abzuspielende Datei.
Wie werden iPod Touch / iPhone DLNA-fähig?
Dazu muss zuerst ein passendes App aus dem App-Store geladen werden. Am besten klappt es mit dem Suchbegriff DLNA. Da ständig neue Apps programmiert werden, kann an dieser Stelle keine Empfehlung ausgesprochen werden. Einfach ausprobieren!
Wie melde ich einen neuen Server / Client an?
Am Client gibt es meist eine Funktion „Medien Server suchen“ o.ä., die das gesamte Heimnetz nach DLNA-Servern durchsucht. Sind die Server erst mal gefunden, so braucht diese Suche nach Aus- und Ein- schalten des Geräts nicht wiederholt werden. Ausnahme stellen manche mobile Geräte da, welche dann mit einem erneuten Suchlauf wieder gefunden werden.
Wie bringe ich die Daten auf die DLNA-Netzwerkplatte?
Normalerweise auch über das Netzwerk. Der Rechner oder das Notebook erkennen die DLNA- Festplatte wie ein Netzwerklaufwerk und somit können Dateien hin und her kopiert werden. Praktisch ist auch, Wenn Daten von Digitalkameras oder Camcordern direkt auf die Netzwerkfestplatte gespeichert werden, anstatt sie zuerst auf die interne Festplatte im PC zu schreiben. Einige DLNA-Netzwerkfestplatten besitzen gleich einen USB-Anschluss und einen Kartenleser zum direkten Import von Daten ohne PC. Die Daten werden dann völlig autark von der Netzwerkfestplatte reorganisiert und stehen meist erst nach einiger Zeit zum Streamen bereit. USB-Anschluss des Rechners befüllt werden, bevor sie wieder am Server angeschossen werden. Hinweis: Oft wird vergessen, dass man am PC eine Software-Firewall (z.B. ZoneAlarm, Norton Security o.ä.) installiert hat. Diese verhindert zuverlässig den Zugriff auf Netzwerkfestplatten. Entweder Firewall ausschalten – oder besser – in den Einstellungen der Software-Firewall die Netzwerkfestplatte als „Zugriff erlaubt“ markieren.





















