Geocaching - Finde zum Schatz per GPS
Geocaching ist - sehr vereinfacht gesagt - eine Schatzsuche mit Hilfe von GPS-Geräten. Dabei werden kleinere und größere Dosen (meist Film- und Tupperwaredosen) versteckt und die dazu gehörenden Koordinaten im Internet veröffentlicht. Die Teilnahme an diesem Familienspaß ist grundsätzlich gratis und ein jeder, der ein Navi hat, kann sich selbst zum Schatzjäger machen.
Der Weg ist das Ziel
Schöne Wanderungen und Stadtrundgänge machen das Suchen nach Dosen zum Erlebnis. Für Kinder ist der Reiz, einen "Schatz" zu finden, mindestens ebenso wichtig. Viele Geocaches führen selbst Ortskundige immer wieder zu "Locations", die bis zu diesem Zeitpunkt gänzlich unbekannt sind.
Naturschutzgebiete, Wanderregionen und Städte können so auf einfache und lustvolle Weise erforscht werden. Und was besonders wichtig ist: es ist eine Outdoorsportart - man bewegt sich draußen an der frischen Luft!
Voraussetzungen
Um an diesem weltweiten Spiel teilnehmen zu können, bedarf es ein wenig Vorarbeit. Hier die wichtigsten Punkte:
Account bei einer Geocaching-Plattform
Die meisten Geocaching-Plattformen sind grund- sätzlich gratis. Alles was man daher für eine An- meldung benötigt, sind ein Nickname und eine gültige E-Mail-Adresse.
Bei der größten Plattform www.geocaching.com gibt es außerdem die Möglichkeit, sich für $ 30,- jährlich eine Premiummembership zu besorgen, was zusätzliche Vorteile und Erleichterungen bringt.

GPS-Gerät
Um erfolgreich zu suchen, braucht man zu allererst ein GPS-Gerät.
Als tauglich haben sich hier die Geräte von Garmin - insbesondere die Freizeit- und Outdoorgeräte - herausgestellt.
Diese sind genauer im Empfang (was vor allem bei Bewölkung und im Wald wichtig sein kann) und verfügen darüber hinaus über eine Kompass- anzeige, was beim Suchen der Dosen ein weiterer Vorteil ist.
Einige Geräte sind außerdem speziell fürs Geocachen entwickelt worden und erlauben es, die Beschreibungen der Caches am Gerät ablesen zu können.
Taschenlampe und Multitool
Eine gute Taschenlampe hilft schnell einmal, wenn die zu suchende Dose sich besonders gut versteckt oder man die Zeit übersehen hat und es schon dämmert.
Ein Multitool (z.B. von Leatherman) dagegen kann beim Bergen von Dosen wahre Wunder bewirken.
Notwendiges Zubehör
Gutes Schuhwerk, taugliche Kleidung und vor allem einen Kugelschreiber oder Bleistift.
Tauschgegenstände
Vor allem wenn man Kinder mit an Bord haben möchte, ist Tauschen fast Pflicht. Siehe hierzu auch den Punkt Tauschen »
Geschichte

Get some stuff, leave some stuff
DAVE ULMER
Geocaching Pionier
Zivile GPS-Nutzung
Im Jahr 2000 wurden vom damaligen US- Präsi- denten BILL CLINTON die bis dahin militärisch genutzten GPS-Satelliten zur zivilen Nutzung frei- gegeben.
Bei diesem System handelt es sich um 24 um die Erde kreisende Satelliten, die mit Hilfe spezieller Empfänger eine weltweite Lokalisierung des eigenen Standortes ermöglichen und worauf alle Navigationssysteme basieren.
Der 1. Geocache
Bereits einen Tag nach dieser Freigabe veröffent- lichte der US-Amerikaner DAVE ULMER den erst- en Geocache und dessen Positionskoordinaten im Usenet - einer Art Internet.
Sein Credo beim Veröffentlichen war "Get some stuff, leave some stuff" (also in etwa: "Nimm Zeug heraus, hinterlasse Zeug"), womit neben dem eigentlichen Cache auch ein weiteres Merkmal dieses Hobbys erschaffen war, nämlich das Tauschen von kleinen Gegenständen.
Gründung von Groundspeak
Da dieses neue Spiel binnen kürzester Zeit für Furore und Nachahmer sorgte, wurde die Firma "Groundspeak" und weiters die Website www.geocaching.com » gegründet.
Die weitaus meisten Caches werden auf www.geocaching.com » veröffentlicht und den Mitspielern damit zugänglich gemacht.
Weitere Seiten sind www.opencaching.org » und www.terracaching.com ».
"Verdosung" Deutschlands
Heute, 10 Jahre nach dem Legen der ersten Dose, sind weit mehr als eine Million aktive Caches weltweit zu finden.
In Deutschland sind ca. 100.000 Caches versteckt, wöchentlich kommen neue dazu. Deutschland zählt somit neben Österreich, Skandinavien und den USA zu den am dichtesten "bedosten" Ländern der Welt.
Benimmregeln beim Geocaching
Wie bei jedem anderen Hobby gibt es auch beim Geocachen einige einfache, aber wichtige Regeln:
Unauffälligkeit
Beim Suchen des Verstecks sollte man sich unauffällig benehmen. Viele Verstecke befinden sich an Stellen, wo oft andere Menschen vorbeikommen. Auffälliges Suchen lenkt nur die Aufmerksamkeit anderer auf sich und gefährdet so das Versteck. Auch haben nicht immer alle Mitmenschen Verständnis für dieses Hobby. Daher: bitte lieber sich umsehen und dann suchen, wenn die sprichwörtliche Luft rein ist…
Faires Tauschen
Bitte immer - wenn Tauschobjekte vorhanden sind - fair tauschen und auf die Gleichwertigkeit der Tauschobjekte achten. Bitte auch nur "jugendfreie" Tauschobjekte verwenden (also keine Zigaretten, Alkohol, Streichhölzer oder Feuerzeuge) bzw. keine Lebensmittel jeglicher Art hinterlegen!
Gutes Tarnen
Den Cache nach erfolgreichem Finden auch wieder gut verstecken. Die Lebensdauer eines Geocaches hängt nicht zuletzt von dessen Tarnung ab. Dies bedeutet aber nicht, den Cache einzugraben, denn das ist wiederum untersagt.
Loggen
Nach erfolgreichem Suchen und Finden gehört es auch zum Geocachen, den Fund im Internet zu dokumentieren. Jeder Geocache hat eine Kommentarfunktion, bei der man den Fund oder andere Anmerkungen der Community mitteilen kann. Bitte dabei ehrlich und doch nett formulieren. Und bitte auch immer ein wenig beschreiben, wie das Finden oder das Suchen so war. Fotos können ebenfalls gepostet werden und sind auch meist ausdrücklich erwünscht. Bitte aber darauf achten, dass man das Versteck nicht preisgibt - es soll ja auch für andere Finder noch den Reiz des Suchens geben.
Trackables schnell weitergeben
Trackables » sollen und müssen wieder weiter gegeben werden. Bitte sich auch daran zu halten. Ein paar Tage zu Hause behalten ist meist okay, aber wochenlang einen "Travelbug" oder einen "Geocoin" in Geiselhaft zu behalten, ist nicht okay und kontraproduktiv.






















