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Praxistipps für Modellbahner

Praxistipps für Modellbahner

Unauffällige, aber unverzichtbare Details einer Modellbahnanlage

Ob Eigenbau oder Bausatzmodell - es gibt viele Details auf einer Modellbahnanlage, die einfach zu realisieren sind und zugleich die komplette Anlage optisch aufwerten. Hier finden Sie verschiedene Ideen, um Ihre Anlage individuell aufzuwerten.

Licht- & Signaltechnik

öffnen/schliessen Bahnhofsuhren für den originalgetreuen Modellbahnhof

Ein Bahnsteig ohne Bahnhofsuhr ist schwer vorstellbar. An jedem Bahnhofsgebäude ist eine Uhr zu finden.

Interessantes Detail

Auf den Personenbahnsteigen befanden sich von jeher Uhren.

Bei den älteren Bahnsteigen gibt es verschiedene Uhren, die mit unterschiedlichen Gehäusen und Masten ein interessantes Detail darstellen.

Uhren und Masten mit Gitter- oder Betonmasten lassen sich ohne viel Aufwand nachbilden.

Bahnhofsuhren für den originalgetreuen Modellbahnhof

Der Lampenmast ist für eine Uhr zu hoch und muss um die Hälfte gekürzt werden. Hier können Sie mit einer kleinen Trenn­scheibe arbeiten. Verwenden Sie für die Uhr das obere Stück des Mastes. Der Mast verjüngt sich nach oben und passt so proportional besser zu der Uhrgröße. Der Mast sollte noch 50 – 60 mm lang sein (plus Befest­igung am Bahnsteig). Trennen Sie nun die Uhr, ebenfalls mit einer Trennscheibe, von ihrem Mast.

Wenn Sie die Uhr später beleuchten wollen, müssen Sie behutsamer vorgehen. Die Kabel werden sonst durchtrennt. Feilen Sie den kleinen Sockel unter dem Uhrengehäuse schmaler bis dieser auf das Ende des Mastes passt.

Jetzt können Sie die Teile mit Zwei­komponenten­kleber verbinden. Bevor Sie die Uhr mit Zwei­komponenten­kleber und einer Bohrung im Bahnsteig miteinander verbinden, können Sie die Uhr lackieren.

Betonmast-Bahnhofsuhr


Geländebau

öffnen/schliessen Fernsprechanlagen – vorbildgetreue Details an der Modellbahnstrecke

Die Zeit der Telegrafenmasten, war die Zeit der Fernsprechbuden aus Wellblech.

Bausatz von Auhagen

Die Telegrafenmasten, in ihrer ursprünglichen Form, sind mittlerweile verschwunden, während man die Wellblechbuden noch allerorts finden kann.

Sie waren Witterungsschutz für die Fern­sprech­einrichtung und ein Unterstand für den Lok­führer bei Gesprächen mit dem Fahr­dienst­leiter.

Conrad Electronic bietet einen preiswerten Bausatz von Auhagen an. Die Wellblechvariante enthält zwei Buden und zwei einfache Weichen­spann­werke. Nachdem Sie die Bauteile vom Spritzling entfernt haben, entgraten Sie diese mit Messer, Feile und Sandpapier.

Die Überhänge des Daches sind etwas zu dick geraten. Durch vorsichtiges Abtragen des Kunststoffes mit dem Messer an den Rändern, ensteht jedoch ein glaubhafter Blech-Look.

Acrylfarben von Revell

Übergänge kaschieren

Der Bausatz enthält ein F-Schild, das Sie aus der Packung schneiden können.

Ein Schild mit der Bezeichnung “Signalfernsprecher“ müssen Sie mit Ihrem PC selbst produzieren (ggf. mit einem Scanner zum Verkleinern der Schrift).

Stellen Sie das Gebäude auf und integrieren Sie es in die fertige Umgebung, indem Sie die Übergänge mit Begrünungsmaterial kaschieren.


öffnen/schliessen Wirklichkeitsnahe Gestaltung des Modellbahngeländes

Flächen aus Geländematten eignen sich gut für den Vordergrundbereich schmaler Module und Seg­mente. Der Blick auf die Bahnstrecke wird nicht versperrt und gleichzeitig erhält man eine re­a­li­täts­nahe Landschaft.

Bodendecker

Preiswerte Qualität

Man findet bei den Bodendeckern sehr re­a­li­täts­nahe Produkte und diese haben ihren Preis.

Doch auch die etwas preiswerteren erzielen üb­er­zeugende Effekte. Erhältlich sind Feldmatten und Ackerflächen mit verschiedenen Strukturen.

Alle Produkte lassen sich leicht verarbeiten und eignen sich auch für die Gestaltung größerer Flächen.

Äcker

Wiesengelände

Wiesengeländematten gibt es in verschiedenen farblichen und saisonalen Varianten.

"Sommerwiese" und "Heidelandschaft" fallen zwar sehr kräftig aus, aber Sie können sich be­vorzugte Stellen auch herausschneiden. Die Matten zeigen kurze, aufrechte Grasfasern und sind nicht für große, wildgewachsene Wiesen in einzelnen Segmenten oder Modulen geeignet.

Als Basis für größere Flächen auf der klassischen Plattenanlage, bieten sie sich jedoch an.

Verarbeitung

öffnen/schliessen Modellbahnfahrzeuge – Schönheiten auf dem Schrottplatz

Ausgemusterte Lokomotiven - die stillen Veteranen. Auch wenn sie meist nur Ersatzteillager auf alten Gleisen sind, gehören sie doch zu den reizvollsten Attraktionen in der Welt der Eisenbahn.

Alte Lokomotiven aus vergangener Zeit sind auf stillen Gleisen und an Bahnhöfen nicht unbedingt selten an­zu­treffen, werden aber auf Modellbahnanlagen oft ver­gessen. Dabei gehören sie zu den reizvollsten At­trak­ti­onen in der Welt der Eisenbahn.

Ausgemusterte Dampflokomotiven sind faszinierende Objekte. Auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Reichsbahn sind sie heute noch zu entdecken.

Meist werden sie als Ersatzteillager für Loks verwendet, die immer noch betriebsfähig sind.

Am Beispiel eines älteren Piko-Modells der Baureihe 41 wird im Folgenden beschrieben, wie sich ein Heiz­lok­wrack als Modell umsetzen lässt.

Ersatzteillager

Ersatzteillager

Zerlegen Sie das Modell vollständig und bauen Sie den Motor aus. Beginnen Sie mit dem Fahr­werk.

Der Barrenrahmen wird in seine zwei Teile zerlegt und die Stromabnehmerschleifer sowie die Brem­sen werden entfernt. Anschließend wird der Rahm­en mit typischen Durchbrüchen versehen.

Sie benötigen eine Kleinbohrmaschine mit einem 1mm-Bohrer, einen Kegelfräser, ein kleines Bast­el­messer sowie runde und flache Nadel­feilen.

Entfernen und Ersetzen

Farbe und Pastellkreide

Färben Sie danach Kessel und Führerhaus Tiefschwarz (RAL 9005) und lackieren Sie die roten Partien nach.

Behandeln Sie, nachdem die rote Farbe durchgetrocknet ist, diese Bereiche mit stark verdünntem Schwarz.

Schenken Sie hierbei dem Barrenrahmen und den Radsätzen besondere Aufmerksamkeit. Die Farbe wird lasierend mit dem Pinsel aufgetragen.

Um die Farbflächen zu altern, arbeiten Sie mit Mattschwarz und ein wenig Weiß nach. Die schwarze Oberfläche wirkt jetzt ausgeblichen. Verwenden Sie allerdings keine graue Farbe. Der Effekt ist nicht der gleiche.

Zwar bietet sich ein Farbauftrag mit Spritzpistole an, Pastellkreidenstaub und Trockenfarben lass­en sich jedoch ebenfalls verwenden. Das Gemisch aus schwarzer und weißer Pastellkreide tragen Sie mit einem weichen Pinsel auf (Größe 8).

Roststellen können ebenfalls mit Kreidestaub gestaltet werden, doch seien Sie mit Roststellen sparsam.

Der Tender wird farblich genauso gestaltet und behandelt wie die Lok. Das Kohleimitat des Tenders können Sie aussägen und durch echte Modellkohle ersetzen. Diese wird mit verdünntem Weißleim auf dem Ballastgewicht fixiert.

Ein echter Hingucker.


öffnen/schliessen Winterwunderland auf dem Modellbahngelände

Foto by rent-a-photograph.de

Um Schnee nachzubilden, wird Gips verwendet. Für die Darstellung von Winterlandschaften, gibt es jedoch Alternativmaterialien.

Klären Sie, bevor Sie sich an die Umsetzung eines Wintermotivs machen, eine wichtige Frage. Soll der Schnee liegen bleiben oder im Frühjahr wieder entfernt werden? Bei Schnee, der wieder entfernt werden soll, gibt es gestalterische Grenzen.

Schneepulver, das nicht gebunden ist, haftet nicht überall gut.

Landschaften umbauen

Achtung Umbauarbeiten!

Der Umbau einer Herbstlandschaft in eine Winter­landschaft kann mit einfachen Mitteln erreicht werden. Passen Sie zuerst die Vegetation an, indem Sie die Laubbäume gegen natürlich gewachsenes Wurzelwerk austauschen.

Auch abgestorbene Bonsais eignen sich sehr gut. Mit dem sogenannten Meerschaum können Sie kleinere Sträucher nachbilden und die Boden­vegetation mit der Spritzpistole weißen.

Schnee aus Gibs

Modellschnee

Neuschnee von "Noch"

Die Firma "Noch" bietet ein sehr feines, kaum glitzerndes Pulver an. Dieses können Sie mit einem Sieb auf die Anlage streuen und mit dem Staubsauger wieder entfernen.Wenn Sie diesen Schnee fixieren wollen, ist der Einsatz von Weiß­leim nicht geeignet. Weißleim verfärbt den Schnee gelblich. Verwenden Sie den ent­sprechend angebotenen Kleb­stoff.

Winterlandschaft von "Faller"

"Faller" bietet ein Winter-Set für vorrübergehende Schneelandschaften. Dieses Set enthält weißes Glas­diamantin (leicht glitzernd), Silber-Glas­diamantin (stark glitzernd), Schnee­farbe, Spachtel­masse, Eiszapfen und einige kahle Winter­bäume.

Sie können mit der Spachtel­masse verschiedene Schnee­polster nachbilden. Tragen Sie die Masse gleichmäßig und nicht zu dick auf. Schneehaufen, Verwehungen und Räumungs­schneisen etc. können Sie ebenfalls mit der Masse gestalten.

Nach dem Trocknen können Sie die Schicht mit der Schneefarbe einfärben. Die Schneefarbe ist die Grundlage für die Deckschicht aus Glasdiamantin.

Diese wird am Ende auf eine dünne Schicht Colofix-Leim von Faller aufgestreut. Für eine Erhöhung des Silber­effekts verwenden Sie zusätzlich noch etwas Silber-Glasdiamantin.


öffnen/schliessen Natursteinmauern für eine realitätsgetreue Modellbahnanlage

Natursteinmauern sind ein Blickfang. Solche Mauerelemente lassen sich mit einfachen Bauplatten aus Kunststoff nachbilden.

Natur- oder Bruchsteinmauern

Vorgefertigte Natur- oder Bruchsteinmauern können oftmals nicht überzeugen. Die Artikel haben zwar feine und abwechslungsreiche Strukturen, doch verschwinden diese, in ihrer Wirkung, meist im Einheitsgrau des Materials. Durch einen Farbauftrag können Sie diese Strukturen zum Leben erwecken.

Mit einem einmaligen Farbauftrag verschwindet aber höchstens der Plastikglanz des Materials. Vor dem endgültigen Farbfinish auf der Anlage, müssen Sie die Struktur herausarbeiten.

Methode um Strukturplatten lebendiger zu gestalten

Schritt 1

Verwenden Sie als Grundierung Abtönfarben oder wasserlösliche Acryl- und Plakatfarben.

Der Farbton spielt bei der Grundierung keine Rolle. Die Farben sollten nur eine matte und stumpfe Oberfläche aufweisen.

Im folgenden Schritt überziehen Sie die Fläche dünn mit Gips oder Keramikgießpulver. So kann die fein strukturierte Oberfläche von Bruchsteinen gebildet werden.

Fugen, die durch den Gips verloren gegangen sind, lassen sich mit einem härteren Borstenpinsel wieder freilegen. Beim gröber strukturierten Styroplast ist dieser Arbeitsgang eventuell nicht notwendig.

Schritt 2

Sobald der Gips ausgetrocknet ist, können Sie die Lackierung in der gewünschten Farbe vornehmen. Nehmen Sie beispielsweise etwas grau aus weißer und schwarzer Farbe gemischt sowie etwas Ocker für einen wärmeren Ton.

Halten Sie die Farbe etwas heller, als die Farbe die Sie anstreben. Im nächsten Arbeitsschritt wird nämlich durch flächiges Auftragen von verdünnter schwarz/brauner Farbe, die Struktur wieder hervorgehoben. Wiederholen Sie diesen Vorgang bis das Ergebnis kräftig genug ausfällt.

Schritt 3

Bevor Sie den nächsten Schritt ausführen, muss die verdünnte Farbe vollständig trocken sein. Bislang wirkt die Wand immer noch etwas langweilig. Tragen Sie nun vorsichtig weiße oder beige Farbe auf.

Wischen Sie den Pinsel vorher auf einem Stück Karton ab, so dass nur wenig Farbe daran haftet und streichen Sie dann vorsichtig, mit wenig Druck, über die Oberfläche der Mauerstruktur bis der gewünschte Effekt erreicht ist.

Schritt 4

Machen Sie es sichtbar

Den Abschluss bildet das Auftragen von Holzbeize. Die Beize macht die feinsten Strukturen des Gipsauftrags sichtbar.

Viel Spaß!


öffnen/schliessen Gewässergestaltung für die Modellbahnlandschaft

In diesem Praxis-Tipp erfahren Sie, wie Sie auf Ihrer Modell­eisen­bahnanlage naturgetreue Gewässer, z.B. einen Bach oder See, entstehen lassen können.

Ein wichtiger Hinweis: Gehen Sie sehr sparsam mit der Gieß­masse um – hierbei helfen Ihnen z.B. ausgediente Marmeladen­gläser.

Beachten Sie auch unbedingt die Sicherheits­hinweise: Denn obwohl ohne Lösungs­mittel, kann das Mittel Schäden anrichten. Sehr schwierig ist auch die rückstands­freie Ent­fernung von bereits ausgehärteter Gieß­masse. Erliegen Sie nicht der Verlockung, während der Aushärtungs­phase andere Arbeiten auf der Anlage zu verrichten, da sehr leicht Staub, Streugut oder Laub auf die klebrige Ober­fläche fallen können.

Die Anlage eines Baches

Das Ufer

Fangen Sie zum Beispiel mit einem Bach an.

Um eine möglichst realistische Wirkung von Gewässern zu erzielen, gestalten Sie den Uferbereich mit Natur­steinen. Das Stein­material sollte vorher gewaschen werden. Bei der Verwendung von „Tiroler Rot“ erscheint es dadurch dunkler und verfärbt sich dann hellrot.

Legen Sie die Steinchen einzeln und Stück für Stück an, so gestalten Sie eine naturgetreue Böschung. Zwischen die Steine streuen Sie den feineren Kies „Calston-Durite“. Beide Kies­sorten sind von der Firma „Noch“ erhältlich.

Das Flussbett

Anschließend wird Quarzsand gestreut, der aber einige Milli­meter unterhalb der Gesteins­schicht liegen und diese keinesfalls abdecken sollte.

Zur Fixierung der Böschung verwenden Sie das bewährte Weißleim-­Wassergemisch; da der feine Quarzsand zwischen den Steinen fest aushärtet, stellt er eine sichere Verbindung her. Für den endgültigen Halt sorgt die Gießmasse.

Damit beim Ausgießen des Flussbettes die Gießmasse nicht einfach abfließt, bauen Sie eine Barriere aus Kunststoff­resten, die nach der Aus­härtung der Gießmasse leicht wieder abgenommen werden kann.

Die Rückseite der Barriere bekleben Sie mit Tesafilm, um sie später gut von der Gieß­masse trennen zu können. Zum Abdichten verwenden Sie einfach Knetmasse, da diese im Gegensatz zu Kitt keine feste Verbindung mit der Umwelt eingeht.

Die Anlage eines Sees
Die Anlage eines Sees
Die Anlage eines Sees
Die Anlage eines Wasserfalls

Seine Form erhält der Wasserfall durch Seefolie, die in dünne Streifen geschnitten wurde. Sie wurden gebündelt und an beiden Enden sicher fixiert.

Die Anlage eines Wasserfalls

Die dickflüssige Gießmasse wird über den Wasserfall gegossen.

Die Anlage eines Wasserfalls

Kreiern Sie ein Highlight im Wasser

Bei der Gestaltung eines Wasser­falls kleiden Sie zunächst die Wände mit Felsgestein aus. Anschließend folgt der eigentliche „Wasserfall“ in Form von Gießmasse: Damit die Flüssig­keit nicht gleich vollständig hinabfließt, verwenden Sie Seefolie, die in dünne Streifen geschnitten und zu dicken, mehrfach verdrehten Bündeln zusammengefasst werden.

An ihnen lassen Sie die Gießmasse mehrmals in kleinen Mengen langsam herunterlaufen, bis sie erstarrt.

Feinarbeit der Imitation

Nun kommen Sie zur Imitation der Wasserfall­gischt. Mit einem Borsten­pinsel, der nur ganz dünn mit weißer Plakat- oder Dispersions­farbe benetzt ist, streichen sie mehrmals vorsichtig, dem Weg des Wassers folgend, über die Oberfläche.

Zum Schluss überziehen Sie die matte Farbe noch mit Klarlack.


öffnen/schliessen Der Bau eines Modell-Bahnsteigs

Was wäre eine Modelleisenbahnanlage ohne einen Bahnhof und ein Bahnhof ohne Bahnsteig? Wie leicht ein einfacher Bahnsteig (typisch für Nebenstrecken mit kleinen Haltepunkten) zu bauen ist und wie reizvoll und realitätsnah er auch auf Ihrer Anlage wirkt, wird in diesem Praxis-Tipp beschrieben.

Die Bahnsteigkante

Zuerst bauen Sie eine feste Bahnsteigkante. Hierfür wählen Sie am besten ein Modell, das aus Massivsteinen besteht, deren oberer Abschluss Steinplatten bilden. Als Material empfiehlt sich, Poly­styrolplatten von „Auhagen“ zu verwenden, da diese eine Putzstruktur besitzen.

Aus diesen Platten schneiden Sie Streifen in 7 mm Breite für die Steinkante. Aus dem gleichen Material fertigen Sie auch 5 mm breite Streifen an, die den oberen Abschluss der Bahnsteigkante bilden.

Da die Polystyrolplatten eine Stärke von 1,5 mm haben, ergeben sich eine Bahnsteighöhe von 8,5 mm und somit eine fast maßstabsgetreue Höhe der Bahnsteigkante über der Schienenoberkante.

Anschließend markieren Sie mit Reißnadel und Stahlmaß die Fugen zwischen den einzelnen Steinen: Der Abstand bei den 7 mm breiten Streifen beträgt 20 mm, bei den 5 mm breiten Streifen 15 mm.

Nun kleben Sie die Bahnsteigkante auf die Grundplatte auf. Bei der Baugröße H0 sollte die Distanz Gleismitte – Bahnsteigkante 21 mm betragen, um einen reibungslosen Fahrbetrieb zu gewährleisten.

Das Auftragen der Farbe

Die Aufschüttung

Nun können Sie sich der Aufschüttung des Bahnsteigs zuwenden. Als Grundlage nehmen Sie ganz einfach Verpackungskarton, der in der Höhe etwas niedriger ist als der Bahnsteigkantenabschluss.

Den Karton befestigen Sie auf der Grundplatte und lackieren ihn anschließend erdigbraun. Nachdem die Farbe getrocknet ist, streichen Sie den Bahnsteig mit etwas verdünntem Weißleim oder Schotterkleber ein und bringen feinen Steinsplitt auf. Der Splitt wird mit Stahlmaß und Flachpinsel gleichmäßig verteilt. Danach tragen Sie nochmals etwas Schotterleim auf und entfernen nach dem Trocknen überschüssiges Material.

Zum Schluss streichen Sie jede zweite Kante der oberen Abschlussplatten mit einem feinen Pinsel (Größe 1) und weißer Farbe an – als Warnanstrich.

Die Aufschüttung

Schritt 1: Die Aufschüttung besteht im Modell aus einfachem Verpackungskarton, den jeder im Haus hat.

Die Aufschüttung

Schritt 2: Nachdem der Karton fixiert und lackiert ist, wird der Splitt aufgebracht und mit einem Stahlmaß geglättet.

Die Aufschüttung

Schritt 3: Jeder zweite Stein der Bahnsteigkante erhält einen Warnanstrich. Es wird ein Pinsel der Größe 1 verwendet.

Die Gestaltung einiger Details

Auch wenn Sie jetzt einen Bahnsteig haben, fehlen doch ein paar Kleinigkeiten, die den echten Charakter ausmachen: ein Fernsprecher, eine Sitzbank oder ein Kilometerstein zwischen den Gleisen bzw. direkt auf dem Bahnsteig.

Sehr attraktiv und nicht schwer nachzubauen ist auch ein Geländer. Dazu benötigen Sie ein Messing-U-Profil mit einem Querschnitt von 1,5 mm x 1,5 mm und einen Messingdraht der Stärke 0,8 mm.

Die einzelnen Abschnitte des U-Profils können Sie am besten mit einem in eine Kleinbohrmaschine eingespannten Trennschleifer zurechtschneiden. Die Geländerhöhe bestimmen Sie anhand von Modell-Figuren. Dabei sollte beachtet werden, dass ca. 5 mm hinzukommen, da das Geländer sicher im Boden verankert werden muss.

Die Bohrungen für die einzelnen Pfähle müssen im Abstand genau stimmen. Deshalb körnen Sie die Löcher vorher mit einer Reißnadel an. Nachdem die Pfähle mit Hilfe von Leim in den Bohrungen fest verankert sind, schieben Sie nun den Messingdraht durch die vorher in die U-Profile gebohrten Löcher und verlöten den Draht mit den Pfählen. Zu guter Letzt streichen Sie das Geländer, z.B. Grau.

Der Bahnsteig ist fertig. Es sollten nun aber noch einige Details aufgestellt werden und auch etwas Grün kann nicht schaden.

Die Gestaltung einiger Details

Die Bohrungen für das Geländer müssen genau stimmen. Sie werden vor dem Bohren mit einer Reißnadel angekörnt.

Die Gestaltung einiger Details

öffnen/schliessen Realitätsnahe Modellbahnstrecke

Gleisanlagen wirklichkeitsgetreu aussehen lassen
Anregungen und Ideen, wie Sie die Gleise Ihrer Modellbahn noch realistischer gestalten können, vermittelt dieser Praxis-Tipp.

Die Grundlagen

Im Vorbild lassen sich Gleisanlagen im Prinzip in zwei Gruppen einteilen:
1. Sie sind neu und in einem guten Zustand oder
2. durch alters- oder verkehrsbedingte Umstände in einer schlechteren Verfassung und gerade auf Nebenstrecken auch von Unkraut überwuchert.

Die hier abgebildeten Anlagen zeigen einen Modellbahnhof um 1980. Verwendet wurden Holzschwellengleise, teilweise auch Stahl­schwellen­gleise.

Machen Sie es lebensecht

Um eine lebensechte Wirkung zu erreichen, beziehen Sie in die farbliche Gestaltung neben dem Gleis auch das Schotterbett mit ein.

Schon vor dem Einschottern beginnt die farbliche Gestaltung durch das Einfärben des Gleises mit einem Gemisch aus schwarzer und brauner Farbe, dem ein wenig Weiß zugesetzt wurde, um eine leichte Grau­wirkung zu erreichen.

Damit die Gleis­unterlage nicht eventuell durchscheint, versehen Sie auch alle Zwischen­räume mit der gleichen Farbgebung. Dabei muss beachtet werden, dass nur matte und nicht zu dickflüssige Farbe Verwendung findet.

Damit der Schotter etwas unter der Schwellen­oberkante liegt, wird er in der Gleismitte angedrückt.

Die Farbgebung

Bringen Sie Farbe ins Spiel

Nun können Sie mit der eigentlichen Farbgebung beginnen. Streichen Sie das Schotterbett komplett mit Wachsbeize im rötlichen Ton „Mahagoni“ ein.

Damit der Schotter nicht zu dunkel wird, ist dieser Vorgang nur einmal nötig.

Lassen Sie es realistisch aussehen

Bei den Schwellen erreichen Sie ein wirklichkeits­nahes Aussehen, wenn Sie einen fast trockenen Flach­pinsel mit etwas weißer Farbe vorsichtig über die Schwellen führen – die so genannte „Dry-Brush“-Technik.

Das Gleiche wird mit schwarzer Farbe wiederholt, noch bevor der weiße Anstrich getrocknet ist. So erzielen Sie unter­schiedliche Grautöne. Anschließend folgt das „Verschmutzen“ des Schotterbettes.

Dafür verwenden Sie am besten Asoa- Schotter­bett­verschmutzung, die mit einem Flachp­insel aufgetragen wird und auch den Schwellen eine weitere, bräunliche Farb­schattierung hinzufügt.

Bearbeiten Sie die Schienenprofile

Nun fehlt noch die Behandlung der Schienen­profile. Hier verwenden Sie matte rehbraune Farbe, die sie mit einem dünnen Pinsel auftragen. Vergessen Sie nicht, auch den Klein­eisen auf den Schwellen Farbe zu geben. Zuletzt tragen Sie braune Trocken­farbe auf die Profile auf.

Um die realistische Wirkung weiter zu steigern, bekommt auch das sich in unmittelbarer Schienen­nähe befindende Schotter­bett etwas davon ab. Abschließend füllen Sie die Gleis­zwischen­räume mit Drainage­material und reinigen die Schienen­köpfe.

So steht einem optisch reizvollen und reibungs­losen Fahr­betrieb nichts mehr im Wege.

Das Resultat kann sich sehen lassen: Eine Gleisanlage, die sich vom Vorbild kaum unterscheiden lässt.

Das Resultat kann sich sehen lassen: Eine Gleisanlage, die sich vom Vorbild kaum unterscheiden lässt.


öffnen/schliessen Prellböcke – unverzichtbare Details einer Modellbahnanlage

Unauffällige, aber unverzichtbare Details einer Modellbahnanlage

Ob als Eigenbau oder Bausatzmodell – ein Prellbock ist auf einer Modellbahnanlage ein attraktiver und leicht zu realisierender Bestandteil. Wie es geht, zeigt dieser Praxis-Tipp.

Ein reizvoller Kontrast – vor einen Holzprellbock wurde ein modernerer Prellbock mit Stahlprofil gesetzt, im Hintergrund steht eine P 8.

Prellböcke als Bausatz

Der Modellbahnbau bietet eine Vielzahl an Prell­böcken für die heimische Anlage: fertig geliefert oder als Bausatz erhältlich, detailgetreu oder eher einfach gehalten und aus unter­schiedlichen Materialien. Im Unterschied zum Vorbild werden Prell­böcke auf einer Modell­bahn­anlage natürlich nicht allzu sehr beansprucht.

Deshalb sind die meisten Modelle auch aus Kunststoff nachgebildet. Geld und Zeit sparen Bausätze – z. B. von „Tillig“, die es für H0 und TT gibt.

Dieser Bausatz enthält Prell­bock­varianten, wie man sie seit den 1930er Jahren bis in die Gegen­wart bei der Bahn sehen kann – im Vorbild bestehend aus Stahl­profilen, die miteinander vernietet oder verschraubt sind.

Der Satz besteht aus acht Einzelteilen im gleichen braunen Farbton und ist vielseitig verwendbar, da Sie das Prell­bock­modell in mehrfacher Aus­führung im Bahn­betriebs­werk oder im Bahnhof einsetzen können. Obwohl das Tillig-Modell bevorzugt mit Gleisen kompatibel ist, die einen Schienenkopf von 0,8 mm Breite haben, können Sie den Prellbock auch für breitere Profile verwenden.

Dazu werden vorher die Füße des Prell­bockes vorsichtig aufgebogen.

Vor einen alten Holzprellbock wurde ein moderner Stahlprellbock gesetzt

Die Farbgebung

Lassen Sie Ihre Gleise verrosten

Um eine realitätsnahe Wirkung zu erreichen, kommt nun Farbe ins Spiel. Einen einheitlichen Farbton wird man beim Vorbild kaum finden, denn die Stahlprofile waren oft verrostet, da sie selten einen Anstrich oder (wenn überhaupt) nur einen Schutzanstrich in Grau oder Grün erhielten.

Zunächst streichen Sie den gesamten Bock, ausgenommen die Pufferbohlen, rostbraun.

Die Pufferbohle selbst erhält einen schwarz-braunen Anstrich. Wenn Sie Wert auf einen verwitterten Eindruck des Prellbocks legen, verwenden Sie für die Bohle silbergraue Farbe. Damit erzielen Sie einen Ton, der altem Holz entspricht.

Lassen Sie Ihre Prellböcke real aussehen

Geben Sie dem Prellbock im Anschluss mit Pigment- oder Trockenfarbe ein lebendigeres Aussehen – wenn die rostbraune Farbe noch nicht ganz trocken ist, kann sie die Farbpigmente besser aufnehmen.

Zu guter Letzt bringen Sie auf der Bohle ein vorgefertigtes Sh0-Schild an oder tragen es mit einem Pinsel der Größe 0 in schwarzer und weißer Farbe auf.

Der Bausatz kann variiert werden: Die Pufferbohle wird gegen eine Bohle aus Holz getauscht und diese mit zwei zusätzlichen Puffern bestückt.

Vorbildgerecht und individuell – das überarbeitete Prellbockmodell.

Vorbildgerecht und individuell – das überarbeitete Prellbockmodell.

öffnen/schliessen Wasserkräne – Nostalgie am Modellschienenrand

Nostalgie am Schienenrand: Wasserkräne im Modellbahnbau
Wasserkräne sind ein echter Blickfang für jede Modellbahnanlage. Dieser Praxis-Tipp beschreibt den Aufbau, die Bearbeitung und die Farbgebung.

Vorbetrachtungen

Über lange Zeit waren sie aus der Eisen­bahn­land­schaft nicht wegzudenken und prägten mehrere Bahn­epochen: Wasser­kräne. Sie versorgten Dampf­loks mit Wasser und befanden sich an unterschiedlichen Stellen: an in unmittelbarer Nachbar­schaft von Lok­schuppen und im Bahnhof direkt an den Haupt­gleisen der Reise- oder Güterzüge.

In Rangier- und Verschiebe­bahnhöfen konnte man sie im Bereich der dort arbeitenden Loks antreffen. Wo es besonders schnell gehen musste, besaßen Wasser­kräne Quer­ausleger mit großer Durch­lässig­keit.

Die Liefer­menge von Wasser schwankte zwischen einem Kubik­meter pro Minute bei Klein- und Neben­bahn­lokomotiven und zehn bei Schnell­zug­loks mit kurzem Aufent­halt.

Hierfür wurden sogar zwei Wasser­kräne benötigt. Seit den 1920er Jahren wurden Einheits­wasser­kräne für die DRG (Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft) nach preußischem Vorbild gebaut, die später von DB und DR übernommen wurden.

Ein Wasserkran steht auf einem Bahnsteig zwischen zwei Gleisen. Deutlich erkennt man den veränderten Querschnitt im Steigrohr.

Ein Wasserkran steht auf einem Bahnsteig zwischen zwei Gleisen. Deutlich erkennt man den veränderten Querschnitt im Steigrohr.

Der Modellaufbau und die Bearbeitung

Der leichte Aufbau eines Wasserkrans

Anhand der Beschreibung des kosten­günstigen und vorbildnahen Bausatzes von „Auhagen“ können Sie leicht den Aufbau eines Wasser­krans nachvoll­ziehen. Dieser Modell­satz enthält zwei Spritz­linge für zwei Wasser­kräne.

Zuerst trennen Sie die Bauteile aus einem Spritzling vorsichtig mit einem Cutter oder Seiten­schneider heraus, um diese anschließend mit Nadel­feile oder Bastel­messer zu entgraten.

Das ist notwendig, weil besonders am Ausleger Spritz­guss­nähte und Material­über­schneidungen vorhanden sein können.

Mitunter auftretende Uneben­heiten füllen Sie mit etwas Kunst­stoff­spachtel auf. Diese Stellen werden nach dem Trocknen nochmals mit der Nadel­feile geebnet.

Mit einem Bohrer (2,2 mm) wird der Ausleger von Hand aufgebohrt, um die Ausfluss­öffnung zu markieren.

Bitte benutzen Sie keine Bohr­maschine, da das Material sich sonst zu stark erhitzen könnte. Nun werden die einzelnen Teile verklebt.|

Bauteile und Aufbauanleitung des Bausatzes.

Bauteile und Aufbauanleitung des Bausatzes.

Mit einer Feile werden Nähte und Überschneidungen entfernt.

Mit einer Feile werden Nähte und Überschneidungen entfernt.

Im Ausleger wird die Öffnung von Hand gebohrt.

Im Ausleger wird die Öffnung von Hand gebohrt.

Unebenheiten werden mit Kunststoffspachtel aufgefüllt.

Unebenheiten werden mit Kunststoffspachtel aufgefüllt.

Der Sockel wird mattweiß grundiert, der Kran in zwei Grautönen lackiert.

Der Sockel wird mattweiß grundiert, der Kran in zwei Grautönen lackiert.

Nach Farbgebung und Alterung erhält das Absperrschieber- Handrad blanke Griffspuren mit etwas Aluminiumfarbe.

Nach Farbgebung und Alterung erhält das Absperrschieber- Handrad blanke Griffspuren mit etwas Aluminiumfarbe.

Lackieren Sie den Wasserkran

Den gesamten Wasserkran lackieren Sie mit einem Pinsel zuerst mittelgrau, den Sockel mit mattem Weiß als Grundfarbe.

Um eine real­istischere Färbung zu erhalten, tragen Sie anschließend unregelmäßig dunkelgraue Farbe auf. So entstehen senkrechte Wisch- und Verlaufs­spuren, die nah am Vorbild sind.

Bevor der Sockel mit verdünnter schwarz-brauner Farbe überzogen werden kann, lackieren Sie die Nachbildung des Riffelbleches und den Tropfenkanal mit Rostfarbe.

Bis ins kleinste Detail

Um Abnutzungs­erscheinungen zu imitieren, werden einige Stellen am Handrad für den Absperr­schieber und am Ausleger­schwenk­griff mit Aluminiumf­arbe behandelt.

So erreichen Sie eine realitäts­nahe Wirkung Ihrer Modell­bahn­anlage bis ins Detail.

Auch eine Variationsmöglichkeit: ein blauer Wasserkran auf einem Betonsockel.

Auch eine Variationsmöglichkeit: ein blauer Wasserkran auf einem Betonsockel.



Gebäudebau

öffnen/schliessen Modellbahn-Fassadengestaltung

Für fließende Übergänge von der Modellbahn zur Zimmerwand, können Sie plastische Hinter­grund­kulissen in Form von Fassadenteilen ideal einsetzen.

Fassaden als Hintergrund

Anlagenrand gestalten

Sie können mit Bäumen und Gebäuden die Über­gänge abrunden. Das Problem: Meist ist am An­lagenrand wenig Platz.

Ein flaches Gebäuderelief ist für eine solche Ge­staltung die optimale Lösung. Conrad Electronic bietet für diesen Fall Fabrik­wand­fassaden an.

Ein Hintergrundgebäude fällt nicht, wie ein Bild, nur zweidimensional aus, sondern wird durch das Relief dreidimensional angedeutet.

Leichte Bearbeitung

Der Bau geht einfach und schnell. Legen Sie den Grundriss fest und schneiden Sie die Wände auf die gewünschte Größe.

Zwar sehen die Fassaden schon unbehandelt sehr realistisch aus, aber Sie können mit Ihrer Farbgebung der Fassade Ihren ganz eigenen An­strich geben.

Obwohl die Bauteile eine matte Oberfläche hab­en, können Sie eine Neulackierung mit matt­en, kräftigeren Farben vornehmen.

Nachdem Sie beispielsweise ein sattes Rot auf­ge­tragen haben, lässt sich mit verdünnter, grau­er Farblasur die Steinstruktur hervorheben (Lasur nicht wieder abwischen!).

Testen Sie den richtigen Verdünnungsgrad an einem Probestück.

Individuelle Gestaltung

Montage

Die Fassaden werden mit Weißleim auf der Grundplatte befestigt und miteinander durch Kunstoffkleber verbunden.

Verkleben Sie zuerst die unteren Bereiche der Stoßstellen. Sobald der Kleber ausgehärtet ist, arbeiten Sie sich nach oben vor. Fixieren Sie die Stöße an den oberen Bereichen mit Zwirn bis der Kleber fest ist.

Sie können die offenen Fenster mit schwarzem Buntpapier hinterlegen und für die Dächer Poly­styrolplatten verwenden.


öffnen/schliessen Modellbahn-Empfangswartehalle für Kleinbahnhöfe

Kleinbahngesellschaften hatten im Staatsbahnbahnhof häufig einen eigenen Bahnsteig mit Empfangsgebäude.

Individuelle Gebäude

Werden Sie Baumeister

Der Baustil dieser Häuser war oft sehr schlicht und ähnelte dem von Wohnhäusern. Die meisten Strecken der Kleinbahngesellschaften sind stillgelegt, aber die Empfangsgebäude sind noch zu finden.

Sind Sie auf der Suche nach einem individuellen Empfangsgebäude, wollen aber nicht selbst entwerfen und bauen?

Sie können aus einem Siedlungshaus mit einer Zusatzbehandlung ein solches Empfangsgebäude machen.

Modifizieren Sie die Bausätze

Der Bausatz des hier gezeigten Empfangs­gebäudes ist eigentlich ein Siedlungshaus, dass Sie zwar im Prinzip nach Anleitung montieren können, aber einige Veränderungen bekommt. Verspachteln Sie die vier Seitenteile mit Kunststoff­spachtel. Das Untergeschoss soll verputzte Wände aufweisen. Die Fassade der Bahnsteig­seite wird bis unter das Dach “verputzt“.

Unterschiedlich breite Streifen aus Messing­blech eignen sich gut zum Spachteln. Nach dem Trocknen der Spachtelmasse können Sie die Wände mit einer flachen Nagelfeile und anschließend mit Sand­papier bearbeiten. Lackieren Sie die Ziegelsteine Backsteinrot und die verputzten Wände Mattweiß.

Gestalten Sie es noch realistischer

Die Fugen können Sie mit dünner, hellgrauer Farbe hervorheben. Die Steine wirken noch realistischer, wenn Sie mit Trocken­farben oder Pastell­kreiden nacharbeiten.

Modellbau - Bringen Sie Farbe ins Spiel

Glaubhafte Darstellung

Endprodukt: Realistisches Wohnhaus

Das zum Empfangsgebäude abgewandelte Wohnhaus wirkt glaubhaft und kann sich sehen lassen.


öffnen/schliessen Modellbahn-Wartehalle individuell gestalten

Kleiner Haltepunkt mit Wartehalle
Was im Vorbild auf Nebenstrecken leider immer seltener anzutreffen ist, lässt sich in Ihre Modellbahnanlage reizvoll und ohne viel Mühe integrieren: Ein kleiner Haltepunkt mit Wartehalle. Dieser Praxis-Tipp zeigt Ihnen, wie das geht.

Der Bausatz

Schlicht und einfach

Preiswerte und einfache Bausätze für das Haltepunktgebäude gibt es überall im Fachhandel, natürlich auch bei Conrad Electronic.

Die Modelle sind genauso einfach und schlicht gehalten, wie ihre Vorbilder an den weniger bedeutenden Bahnstrecken. Der Bausatz besteht aus relativ wenigen Bauteilen, die Wartehalle kann also schnell zusammengesetzt werden.

Doch wenn Sie vorher Farbe ins Spiel bringen, können Sie das unscheinbare Gebäude „veredeln“.

Die Wände

Das Dach

Bringen Sie Farbe ins Spiel

Das Dach, eine Wellblech-Imitation, fällt in der Materialstärke sehr reichlich aus, da es, wie die anderen Bauteile auch, aus Kunststoff-Spritzguss gefertigt ist.

So erreicht das Modell-Dach fast schon Wellblechstärke im Maßstab 1 : 1. Sie können das mit einem einfachen Trick aber ändern: Sie verjüngen mit einem Cutter die Dachkanten.

Jetzt lackieren Sie das „Wellblech“ mit mittelgrauer Farbe – dieser geben Sie noch etwas „Eisenmetallic“ hinzu.

Aus Neu wird Alt

So entsteht ein realitätsgetreuer Grundanstrich. Die Jahre sind auch an Ihrer Wartehalle nicht spurlos vorbeigegangen: Durch Regenwasser haben sich Rostspuren entwickelt. Diese bringen Sie mit Pigmentfarbe auf.

Nachdem Sie alle anderen Bauteile auch entsprechend lackiert haben, kann das Gebäude zusammengesetzt werden. Die Grundplatte streichen Sie in einem passenden Grauton, bevor Sie die einzelnen Wandteile draufkleben.

Die fertige Wartehalle kann nun auf einem Bahnsteig eingebaut werden. Sollten Sie noch keinen Bahnsteig gebaut haben, schauen Sie sich einfach den Praxis-Tipp „Der Bau eines Bahnsteigs“ an.


öffnen/schliessen LaserCut-Modelle richtig erstellen

LaserCut-Modelle sind einfach aufgebaut und bieten Spaß und Faszination

Als erstes werden die Kanten und gravierten Flächen mit Pinsel oder Bürste von den Laserrückständen gesäubert. Anschließend klebt man mit Modellbau-Hartkleber die Teile zusammen.

Dabei bitte darauf achten, dass die Kartonteile vor dem Bemalen mit einer klaren, lösungsmittelhaltigen Grundierung behandelt werden. Das schützt und gibt eine höhere Festigkeit. Einmal satt überstreichen reicht – die Teile dürfen nicht glänzen.

Danach werden die Pulverpigmentfarben mit Wasser und nur wenig Acrylbinder zu einem pastösen Brei gemischt. Mit einem feuchten Malschwamm wird etwas Farbe dünn auf den Rohbau aufgetragen. Lieber etwas weniger Farbe nehmen und dafür öfter dünn auftragen. Die Holzteile können auch mit handelsüblichem Sprühlack eingefärbt werden. Das Fachwerk wird danach mit Kleber versehen und in die vorbereiteten Aussparungen geklebt.

Wenn der Rohbau fertig ist werden die mit Folie versehenen Fenster aufgebracht. Jetzt kann das Dach aufgeklebt und in der vorher beschriebenen Weise bemalt werden – erst die dunklen und dann die hellen Farben. Zum Schluss wird mit einem Zackenpinsel dem Dach eine unregelmäßige Struktur gegeben.

Die Bauanleitung

Schritt 1: Mit einem Pinsel oder Bürste die Kanten und gravierten Fläche von den Laser­rück­ständen säubern.

Schritt 1: Mit einem Pinsel oder Bürste die Kanten und gravierten Fläche von den Laser­rück­ständen säubern.

Schritt 2: Teile mit Hartkleberversehen und zusammen kleben.

Schritt 2: Teile mit Hartkleberversehen und zusammen kleben.

Schritt 3: Wichtig: Vor dem Bemalen die Kartonteile mit einer klaren lösungs­mittel­haltigen Grund­ierung einlassen. Man kann die Grundierung 1:1 mit Nitroverdünnung verdünnen.

Schritt 3: Wichtig: Vor dem Bemalen die Kartonteile mit einer klaren lösungs­mittel­haltigen Grund­ierung einlassen. Man kann die Grundierung 1:1 mit Nitroverdünnung verdünnen.

Schritt 4: Dies schützt den Karton vor Feuchtigkeit und gibt ihm eine höhere Festigkeit. Einmal satt überstreichen reicht in der Regel. Die Teile dürfen nicht glänzen.

Schritt 4: Dies schützt den Karton vor Feuchtigkeit und gibt ihm eine höhere Festigkeit. Einmal satt überstreichen reicht in der Regel. Die Teile dürfen nicht glänzen.

Schritt 5: Die Pulverpigmentfarben werden mit Wasser und ein kleinwenig Acryl­binder zu einem pastösen Brei gemischt.

Schritt 5: Die Pulverpigmentfarben werden mit Wasser und ein kleinwenig Acryl­binder zu einem pastösen Brei gemischt.

Mit einem feuchten Mal­schwamm wird etwas Farbe aufgenommen und dünn auf den Rohbau auf­getragen.

Schritt 6: Mit einem feuchten Mal­schwamm wird etwas Farbe aufgenommen und dünn auf den Rohbau auf­getragen.

Schritt 7: Wenig Farbe verwenden. Es ist besser öfter aber dünn die Farbe aufzutragen als einmal zu viel.

Schritt 7: Wenig Farbe verwenden. Es ist besser öfter aber dünn die Farbe aufzutragen als einmal zu viel.

Schritt 8: Die Holzteile können auch mit handelsüblichem Sprühlack eingefärbt werden.

Schritt 8: Die Holzteile können auch mit handelsüblichem Sprühlack eingefärbt werden.

Schritt 9: Das Holzfachwerk mit Kleber versehen und in die vorbereiteten Aussparungen kleben.

Schritt 9: Das Holzfachwerk mit Kleber versehen und in die vorbereiteten Aussparungen kleben.

Schritt 10: Wenn der Rohbau fertig bemalt ist werden die Fenster mit Folie versehen und eingeklebt.

Schritt 10: Wenn der Rohbau fertig bemalt ist werden die Fenster mit Folie versehen und eingeklebt.

Schritt 11: Schließlich das Dach auf­kleben und in der vor­ge­schriebenen Weise bemalen. Zuerst die dunklen Farben und dann die Hellen.

Schritt 11: Schließlich das Dach auf­kleben und in der vor­ge­schriebenen Weise bemalen. Zuerst die dunklen Farben und dann die Hellen.

Schritt 12: Zum Schluss mit einem Zacken­pinsel dem Dach eine unregel­mäßige Struktur geben.

Schritt 12: Zum Schluss mit einem Zacken­pinsel dem Dach eine unregel­mäßige Struktur geben.



Gleisbau

öffnen/schliessen Modellbahngleise – so sehen sie aus wie echt

Stahlschwellengleise werden seit 60 Jahren nicht mehr verlegt, aber sie sind heute noch überall zu finden.

Stahlschwellengleise

Realisitsches Aussehen

Tillig ist der einzige Hersteller der für H0 noch Stahl­schwellen­gleise anbietet. Diese sind eine Nachbildung des Reichsbahn-Oberbaues von 1925. Stahlschwellen wurden auch für Länder­bahnen verlegt, nur hier war der Schwellen­abstand größer (90 cm bei Neben­gleisen).

Wenn Sie nicht unbedingt die Epoche 1 verfolgen, können Sie die Abstände der Tillig-Gleise aber ruhig belassen.

Die deutsche Reichsbahn verwendete Holz- und Stahlschwellen in gleichem Maße. 1938 wurde die Herstellung von Stahlschwellen zugunsten der Aufrüstung jedoch aufgegeben. Auf einigen Strecken liegen sie jedoch bis heute. Tillig Stahl­schwellen­gleise bestechen durch ihr realistisches Aussehen.

Das liegt sowohl an den zierlichen Gleisprofilen wie auch an ihrer typischen Form. Dennoch können Sie die Gleise farblich aufwerten und veredeln. Nachdem Sie die Gleise mit Weißleim aufgeklebt haben, können Sie mit einem Anstrich beginnen.

Veredelung

Ein Farbton genügt, da Gleisprofile, Kleineisen und Schwellen einen ähnlich rostigen Ton haben. Sie können mit Pinsel oder Spritz­pistole arbeiten, weil nur ein Farbton verwendet wird. Danach müssen Sie, noch bevor die Farbe vollständig trocken ist, die Schienen­köpfe reinigen. Ist die Farbe trocken, müssen Sie mit Reinigungsblock» oder mit feinstem Sandpapier (600-1000er) arbeiten.

Vor der abschließenden Farbgebung mit Trockenfarbe müssen die Gleise eingeschottert sein. Verwenden Sie dazu nur echten, maßstabs­getreuen Schotter. Es wäre sonst schade um die naturgetreuen Modell­gleise. Mit rostroter Trockenfarbe » können Sie nun den Abschluss­anstrich aufbringen. Verwenden Sie dazu einen Pinsel, der nicht breiter ist als die Schwellen selbst. Eine Geduldsarbeit. Viel Spaß!

Betonschwellen Betonschwellen


Rollendes Material

öffnen/schliessen Modellbahn-Waggons mit persönlicher Note

H0-Güterwagen als Bausätze sind in Deutschland eher unüblich, obgleich diese eine preiswerte Alternative bieten.

Stahlschwellengleise

Bauen Sie Ihren eigenen Waggon

Waggon-Bausätze von Conrad Electronic lassen sich nicht nur leicht montieren, sondern bieten auch viel Spielraum für individuelle Varianten. Öffnen Sie die Verpackung vorsichtig. Klein­teile können sonst leicht verloren gehen. Ordnen Sie die Teile und verschaffen Sie sich einen Überblick.

Der Zusammenbau eines Conrad Electronic Bausatzes soll hier am Beispiel eines zweiachsigen, gedeckten Güter­wagens gezeigt werden. Beginnen Sie mit dem Fahrwerk. Die Kupplungs­deichsel wird in den Schwalben­schwanz der Kulissen­führung eingelegt. Die beiden Achs­halterungen werden danach eingeklipst und das Fahrwerk umgedreht, um die Kupplungs­federn mit einer Pinzette einzuhängen. Seien Sie dabei vorsichtig. Die Kupplungs­feder kann wegspringen.

Nachdem Sie die Radsätze und Puffer eingesetzt haben (mit etwas Kleber sichern), können Sie den Wagenkasten ohne Kleber aufsetzen. Vergessen Sie das Ballastgewicht nicht. Der Wagen ist einsatzbereit.

Modellbahn - Individuelle Wagen
Modellbahn - Individuelle Wagen
Modellbahn - Individuelle Wagen
Modellbahn - Individuelle Wagen
Modellbahn - Individuelle Wagen
Modellbahn - Individuelle Wagen

Betonschwellen

Heben Sie Details hervor

Wenn Sie es etwas individueller mögen, können Sie ebenfalls mit Conrad-Electronic Bausätzen arbeiten. Diese erhält man, je nach Belieben, bedruckt, unbedruckt, unlackiert und unbeschriftet. Entsprechende Beschriftungs­sätze sind ebenfalls erhältlich. Hier können Sie zwischen verschiedenen Bahngesellschaften und Epochen wählen. Ohne Beschriftung können die Waggons Werkswagen, Bahnhofswagen oder rollende Material­lager darstellen. Nach dem Ausscheiden aus dem Güter­verkehr wurden die Waggons oft noch Jahre in dieser Weise verwendet. Lackieren Sie beispielsweise den Zweiachser mit dem Pinsel Weiß. Die Farbe muss nicht gleich­mäßig gut decken. Ein ausgemusteter Wagen kann ruhig etwas mitgenommen aussehen. Je nach Verdünnung können Sie eine unter­schiedliche Farbgebung regulieren. Lackieren Sie das Fahrwerk Matt­schwarz und das Dach Grau.

Pinsel­streifen der frischen Farbe, dürfen dabei zu sehen sein. Auch ein Weiß, zur Aufhellung des Daches, können Sie der noch frischen Farbe beimischen. Den Abschluss nehmen Sie mit Trockenfarben vor. Die Handläufe und Griffe fallen, fertigungs­bedingt, etwas grob aus.Wenn Sie möchten, tauschen Sie die Hand­läufe an den Ecken des Wagens gegen Messing­draht aus. Dazu müssen Sie die Kunststoff­läufe vorsichtig abtrennen.

Das geht bei fertigen Waggons nicht. Im Gegenteil. Sie müssen bei fertigen Wagen eventuell produktions­bedingte und ungewollte Farbgebung mühsam entfernen. Die fertigen Bausatz-Wagen können sich nicht nur sehen lassen, sondern lassen sich von Fertig-Modellen kaum unterscheiden.

Bei Conrad-Electronic reicht die Auswahl der Bausätze von offenen Zweiachsern bis zu modernen Kessel­wagen. Sie sind preiswerter, individueller und der Zusammenbau macht Spaß.


öffnen/schliessen Modellbahnfahrzeuge wie die großen Vorbilder

Realistisches Verschmutzen, Patinieren und Altern von Bahndienstfahrzeugen
Modelle unterscheiden sich vom Vorbild nicht nur in der Größe – auch sichtbare Abnutzungen und Verschmutzungen sind natürlich in der Realität wesentlich stärker. Was für den Sammler von Modellbahn-Fahrzeugen eher nicht in Frage kommt, spielt beim leidenschaftlichen Modelleisenbahner eine wesentliche Rolle: Wie kann man Güterwagen und Co. ein echtes „Alltagsgesicht“ verpassen? Dieser Praxis-Tipp zeigt Ihnen an einem Beispiel, wie einfach das geht.

Die Vorbereitungen

Bereiten Sie alles vor

Als Modell steht ein Gleisbauzug-Set aus dem Conrad- Electronic-Sortiment Pate. Ein Bauzug ist im Vorbild im täglichen Einsatz unterwegs, sodass nicht viel Zeit zur Pflege bleibt. So treten schnell Verwitterungs­erscheinungen auf, besonders bei der Verwendung von Dampf- und Diesellokomotiven.

An Materialien benötigen Sie weiche Rund- und harte Flachpinsel in den Größen 1 bis 8, Trocken­farben, z.B. von „Elita“, in den Grund­farb­tönen Ocker, Rostbraun, Weiß und Schwarz, weiterhin matten Klar­lack und Bastel­farben in mattem Schwarz und Grau sowie in glänzendem Schwarz.

Bevor nun das „Verschmutzen“ anfängt, versehen Sie die Modelle zuerst voll­ständig mit den eventuell bei­liegenden Zurüstteilen, wie z.B. Dachlüftern oder Faltenbälge.

Die Dampflok rangiert einen offenen Bauzugwagen, dahinter steht der Wohnwagen. Der offene Güterwagen wird nicht nur mit den hier vorgestellten Methoden patiniert, sondern auch noch mit Bauteilen zusätzlich detailliert.

Ölspuren an Fahrwerk und Puffern werden mit glänzendem, stark verdünntem Schwarz imitiert. Als Haftgrund für die Trockenfarbe dient matter Klarlack. Dieser wird einfach mit einem Pinsel aufgetragen, wie es hier am Beispiel des Wohnwagens zu sehen ist.

Das Patinieren eines Güterwagens

Verschmutzen Sie Ihren Güterwagen

Wie zuvor beim Bauzug­wohnwagen beschrieben, erfolgt das Verschmutzen eines Güterwagens in den gleichen Schritten.

Tragen Sie zuerst wieder Klarlack als Haft­grundlage auf und lassen anschließend die Ladefläche mit einem schwarz-braunen Farbgemisch „altern“. Wenn Sie Wert auf eine Ausbleichung legen, verwenden Sie mehr Grautöne, das heißt: Sie mischen noch etwas weiße Trockenfarbe unter.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie den Dreh­gestellen und dem Fahrwerk widmen, weil diese beim Betrachter eines patinierten Wagens einen erheblichen Eindruck hinterlassen.

Als Haftgrund verwenden Sie hierbei nicht Klar­lack, sondern eine verdünnte Mischung aus matter schwarzer und grauer Farbe. Damit streichen Sie den gesamten Fahrwerksbereich, einschließlich Radscheiben, ein. Danach reinigen sie die Radlaufflächen.

Bevor die zuletzt aufgetragene Mischung völlig getrocknet ist, können Sie schon die Trockenfarben zum Einsatz kommen lassen. Zuerst behandeln Sie das Fahrwerk komplett mit Braun, danach tragen Sie etwas Schwarz auf, um die „rostige“ Wirkung zu mildern und hellen anschließend mit Ocker die Kanten auf.

Zum Schluss widmen Sie sich den „Ölflecken“. Mit einem Pinsel (Größe 1) tupfen Sie stark verdünnte, glänzende schwarze Farbe zum Beispiel auf die Achslager oder die Federpakete.

Das Fahrwerk erhält einen lasierenden Farbauftrag, gemischt aus mattem und schwarzem Grau.

Das Fahrwerk erhält einen lasierenden Farbauftrag, gemischt aus mattem und schwarzem Grau.

Die Alterung erfolgt mit brauner, schwarzer und ockerner Trockenfarbe.

Die Alterung erfolgt mit brauner, schwarzer und ockerner Trockenfarbe.

Das Verschmutzen eines Bauzugwohnwagens

Das Dach des Wohnwagens weist Rost- und Verwitterungsspuren auf. Auch die Ladefläche des Flach- bzw. Güterwagens wurde mit Trockenfarben behandelt.


öffnen/schliessen Echtkohle für den Modell-Loktender

Echte Kohle für den Modell-Loktender
Die Detailgenauigkeit bei H0-Dampflokomotiven nimmt zur Freude der Modelleisenbahner immer mehr zu. Die realitätsgetreue Nachahmung der Kohle für den Tender lässt hingegen noch zu wünschen übrig. In diesem Praxis-Tipp zeigen wir Ihnen anhand einer H0-Lok, wie Sie (übertragbar auch auf andere Modelle) den Tender mit echter Kohle aufwerten können.

Nachdem der Rangierdienst im Bahnhof erledigt ist, wird das Fahrwerk erst einmal abgeschmiert. Viel zur realistischen Wirkung der Szenerie trägt auch der mit echter, maßstäblicher Kohle bestückte Tender bei.

Zerlegen des Tenders

Gestalten Sie es realer

Sie fangen mit dem Zerlegen des Tenders an. Dazu spreizen Sie das Tendergehäuse unten leicht auf und ziehen es nach oben ab.

Falls das bei Ihrem Modell anders gehandhabt wird, können Sie auch auf die der Lok beiliegende Anleitung zurückgreifen.

Legen Sie die Steinchen einzeln und Stück für Stück an, so gestalten Sie eine naturgetreue Böschung. Zwischen die Steine streuen Sie den feineren Kies „Calston-Durite“. Beide Kies­sorten sind von der Firma „Noch“ erhältlich.

Danach wird die Kohleattrappe entfernt. Die Attrappe kann aber nicht einfach ausgeschnitten werden, da das für das Tendergehäuse verwendete Material aus Kunststoff besteht und entsprechend robust ist.

Lösung: Sie bohren den Inhalt aus. Setzen Sie den Bohrer nicht zu dicht am Gehäuse an. Sonst könnten durch ein Verlaufen des Bohrers bzw. die auftretende Wärmeentwicklung Schäden am Gehäuse entstehen.

Möglich ist die Entfernung der Kohleattrappe auch mit Hilfe einer Laubsäge. Dazu bohren Sie Löcher in die vier Ecken. Da sich beim Sägen jedoch auch Hitze entwickeln kann, ist das Ausbohren die bessere und schnelle Alternative.

Nun säubern Sie die Innenwände des Tenders mit einer Feile und einem Bastelmesser.

Wiedereinsetzen des Ballastgewichtes

Schaffen der Auflagefläche

Bereiten Sie alles vor

Um die Kohle einfüllen zu können, bringen Sie vorher eine Auflagefläche an.

Dabei verwenden Sie 0,5 mm starkes Polystyrol, das so passgenau wie möglich in den Tender eingefügt und festgeklebt wird. Eventuell auftretende Spalten füllen Sie mit Kunststoffspachtel aus, damit nichts von der Kohle in den Motorraum gelangt.

Anschließend streichen Sie die Auflagefläche erst mit Klarlack und dann mit schwarzer Farbe ein.

Das Einfüllen der Kohle

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