Praxistipps für Modellbahner
Tipp 17: Gleise, Schotter, Schwellen
Gleisanlagen wirklichkeitsgetreu aussehen lassen
Anregungen und Ideen, wie Sie die Gleise Ihrer Modellbahn noch realistischer gestalten können, vermittelt dieser Praxis-Tipp.
Die Grundlagen
Ihre Grundfarbe erhalten die Gleise durch das Auftragen eines schwarz-braun-grauen Farbgemisches. Im Vorbild lassen sich Gleisanlagen im Prinzip in zwei Gruppen einteilen: 
1. Sie sind neu und in einem guten Zustand oder
2. durch alters- oder verkehrsbedingte Umstände in einer schlechteren Verfassung und gerade auf Nebenstrecken auch von Unkraut überwuchert.
Die hier abgebildeten Anlagen zeigen einen Modellbahnhof um 1980. Verwendet wurden Holzschwellengleise, teilweise auch Stahlschwellengleise.
Machen Sie es lebensecht
Um eine lebensechte Wirkung zu erreichen, beziehen Sie in die farbliche Gestaltung neben dem Gleis auch das Schotterbett mit ein.
Schon vor dem Einschottern beginnt die farbliche Gestaltung durch das Einfärben des Gleises mit einem Gemisch aus schwarzer und brauner Farbe, dem ein wenig Weiß zugesetzt wurde, um eine leichte Grauwirkung zu erreichen.
Damit die Gleisunterlage nicht eventuell durchscheint, versehen Sie auch alle Zwischenräume mit der gleichen Farbgebung. Dabei muss beachtet werden, dass nur matte und nicht zu dickflüssige Farbe Verwendung findet.
Die Schotterung
Damit der Schotter etwas unter der Schwellenoberkante liegt, wird er in der Gleismitte angedrückt.
und in seiner Grundfarbe eine realitätsnahe Wirkung besitzt.Geben Sie aus einem kleinen Behältnis oder einem Teelöffel immer nur geringe Mengen des Schotters zwischen die Schwellen.
Verteilen und festdrücken
Dadurch verteilt sich das Material mit dem Pinsel besser und das Schotterbett bekommt ein ordentlicheres Gesamtbild. Anschließend drücken Sie mit dem Löffelstiel oder Finger die Steinchen etwas an, sodass der Schotter in der Gleismitte ca. 0,5 mm unterhalb der Schwelle liegt.
Vor dem Verkleben mit verdünntem Weißleim sprühen Sie das Schotterbett mit Wasser ein, dem ein wenig Spülmittel zugesetzt wurde.
Dadurch erreichen Sie, dass die Schottersteinchen nicht aufschwemmen. Danach lassen Sie das Schotterbett ungefähr einen Tag trocknen.
Die Farbgebung
Noch bevor die Farbgebung der Schwellen beginnt, wird das Schotterbett eingebeizt.
Mit weißer und schwarzer Farbe werden die Schwellen in der „Dry-Brush“-Technik behandelt und bekommen so ein lebensechtes Aussehen.
Die Schotterbettverschmutzung verleiht Gleisen und Schotterbett ein realistisches Aussehen.
Bringen Sie Farbe ins Spiel
Nun können Sie mit der eigentlichen Farbgebung beginnen. Streichen Sie das Schotterbett komplett mit Wachsbeize im rötlichen Ton „Mahagoni“ ein.
Damit der Schotter nicht zu dunkel wird, ist dieser Vorgang nur einmal nötig.
Lassen Sie es realistisch aussehen
Bei den Schwellen erreichen Sie ein wirklichkeitsnahes Aussehen, wenn Sie einen fast trockenen Flachpinsel mit etwas weißer Farbe vorsichtig über die Schwellen führen – die so genannte „Dry-Brush“-Technik.
Das Gleiche wird mit schwarzer Farbe wiederholt, noch bevor der weiße Anstrich getrocknet ist. So erzielen Sie unterschiedliche Grautöne. Anschließend folgt das „Verschmutzen“ des Schotterbettes.
Dafür verwenden Sie am besten Asoa- Schotterbettverschmutzung, die mit einem Flachpinsel aufgetragen wird und auch den Schwellen eine weitere, bräunliche Farbschattierung hinzufügt.
Bearbeiten Sie die Schienenprofile
Nun fehlt noch die Behandlung der Schienenprofile. Hier verwenden Sie matte rehbraune Farbe, die sie mit einem dünnen Pinsel auftragen. Vergessen Sie nicht, auch den Kleineisen auf den Schwellen Farbe zu geben. Zuletzt tragen Sie braune Trockenfarbe auf die Profile auf.
Um die realistische Wirkung weiter zu steigern, bekommt auch das sich in unmittelbarer Schienennähe befindende Schotterbett etwas davon ab. Abschließend füllen Sie die Gleiszwischenräume mit Drainagematerial und reinigen die Schienenköpfe.
So steht einem optisch reizvollen und reibungslosen Fahrbetrieb nichts mehr im Wege.
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Das Resultat kann sich sehen lassen: Eine Gleisanlage, die sich vom Vorbild kaum unterscheiden lässt.

























