Praxistipps für Modellbahner
Tipp 7: Würdigung für die Helden von Gestern

Ausgemusterte Lokomotiven - die stillen Veteranen. Auch wenn sie meist nur Ersatzteillager auf alten Gleisen sind, gehören sie doch zu den reizvollsten Attraktionen in der Welt der Eisenbahn.

Alte Lokomotiven aus vergangener Zeit sind auf stillen Gleisen und an Bahnhöfen nicht unbedingt selten anzutreffen, werden aber auf Modellbahnanlagen oft vergessen. Dabei gehören sie zu den reizvollsten Attraktionen in der Welt der Eisenbahn.
Ausgemusterte Dampflokomotiven sind faszinierende Objekte. Auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Reichsbahn sind sie heute noch zu entdecken.
Meist werden sie als Ersatzteillager für Loks verwendet, die immer noch betriebsfähig sind.
Am Beispiel eines älteren Piko-Modells der Baureihe 41 wird im Folgenden beschrieben, wie sich ein Heizlokwrack als Modell umsetzen lässt. [ nach oben ]
Ersatzteillager
Zerlegen Sie das Modell vollständig und bauen Sie den Motor aus. Beginnen Sie mit dem Fahrwerk.
Der Barrenrahmen wird in seine zwei Teile zerlegt und die Stromabnehmerschleifer sowie die Bremsen werden entfernt. Anschließend wird der Rahmen mit typischen Durchbrüchen versehen.
Sie benötigen eine Kleinbohrmaschine mit einem 1mm-Bohrer, einen Kegelfräser, ein kleines Bastelmesser sowie runde und flache Nadelfeilen.

Nachdem die Loks aus ihrem Dienstleben ausgeschieden sind, wurden einige Ersatzteile entfernt.
Entfernen und Ersetzen
Die erhabenen und nicht durchbrochenen Griffe ersetzen Sie durch selbst gebogenen 0,33-mm-Draht.
Nachdem die Rahmendurchbrüche und Federn freigelegt sind, können Sie damit beginnen den Rahmen und die Radsätze mit schwarzer Farbe zu behandeln.
Auch den Bereich der Pufferbohle können Sie verfeinern. So können beispielsweise Lampenbügel der bereits entfernten Lampen mit 0,4-mm-Draht nachempfunden werden.
Entfernen Sie am Führerhaus die Fenstereinsätze sowie die Nummern- und Gattungsschilder.
Ergänzen Sie das Dach mit Regenschutzblechen (Blechstreifen 1x10 mm, Stärke 0,1 mm) sowiemit Dachhaken. Unter dem Führerhaus können Sie Leitungen und den Tritt ergänzen.

Jetzt ist der Kessel dran. Entfernen Sie die Kesselarmaturen, Leitungen und Waschluken.
Das Nummernschildblech sowie die Laterne werden ebenfalls entfernt und erhabene Teile mit dem Bastelmesser Schicht für Schicht abgetragen.
Farbe und Pastellkreide
Um die Farbflächen zu altern, arbeiten Sie mit Mattschwarz und ein wenig Weiß nach. Die schwarze Oberfläche wirkt jetzt ausgeblichen. Verwenden Sie allerdings keine graue Farbe. Der Effekt ist nicht der gleiche.
Zwar bietet sich ein Farbauftrag mit Spritzpistole an, Pastellkreidenstaub und Trockenfarben lassen sich jedoch ebenfalls verwenden. Das Gemisch aus schwarzer und weißer Pastellkreide tragen Sie mit einem weichen Pinsel auf (Größe 8).
Roststellen können ebenfalls mit Kreidestaub gestaltet werden, doch seien Sie mit Roststellen sparsam.
Der Tender wird farblich genauso gestaltet und behandelt wie die Lok. Das Kohleimitat des Tenders können Sie aussägen und durch echte Modellkohle ersetzen. Diese wird mit verdünntem Weißleim auf dem Ballastgewicht fixiert.
Ein echter Hingucker.

Färben Sie danach Kessel und Führerhaus Tiefschwarz (RAL 9005) und lackieren Sie die roten Partien nach.
Behandeln Sie, nachdem die rote Farbe durchgetrocknet ist, diese Bereiche mit stark verdünntem Schwarz.
Schenken Sie hierbei dem Barrenrahmen und den Radsätzen besondere Aufmerksamkeit. Die Farbe wird lasierend mit dem Pinsel aufgetragen.























