Franzis Verlag Lernpaket Verbrennungs-Motor
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Bewertung
Toller Bausatz mit hohem Lernfaktor.
Erster Eindruck:
Schon der Karton verriet viel über den Motor. Neben einen kleinen Text über Motoren waren dort auch noch ein paar Bilder des späteren Models. Ich hab mich auch „gefreut , dass ein Schraubenzieher enthalten war“ , denn als ich schon mal ein Model zusammenbauen wollte gab es nirgends den passenden Schraubendreher.
Der Modellbausatz wird in zahlreichen kleinen Tüten geliefert, dazu gibt es ein kleines Büchlein, welches die Anleitung beinhaltet. Der Motor kann komplett ohne Klebstoff zusammengebaut werden, sogar ein Schraubendreher liegt bei. In dem kleinen Büchlein gibt es viele Informationen über die Geschichte und Funktionsweise des Motors, die man später in der Praxis gut nachvollziehen kann. Besonders für Jugendliche/ Schüler in der 8 bzw. 9 Klasse ist das Lernpaket eine gute Hilfe. Gerade dann, wenn man ihn selber zusammenbaut merkt man sich die Funktionen der Teile besser und kann sie in Tests wiedergeben. Für Schüler also sehr zu empfehlen.
Wer zuhause gerne mal lötet und bastelt für den gibt es noch einen extra Teil mit Erweiterung hinten im Buch. Auch dieser ist gut bebildert. Allerdings muss man sich die Teile dafür selber besorgen.
Auf den ersten Blick erscheint es sehr leicht die einzelnen Teile zu finden. Auf jeden Fall waren die ersten Schritte kein Problem. Die Teile lassen sich gut aus der Schablone herauslösen.. Die Passgenauigkeit der Teile ist sehr groß. Bei der Anleitung handelt es sich um ein gut gebundenes Taschenbuch, welches nicht aufgeklappt bleibt. Man muss also immer wieder etwas drauf legen oder das Buch umklappen. Trotzdem ist dies ein Kritikpunkt, mit dem ein Bastler leben kann.
Ein weiteres Problem, welches aber nicht schlimm ist, war die falsche Nummerierung auf den Verteiler für die LED´s. Man kann einfach kurz testen und schon weiß man wo die LED hingehört, denn sie muss immer dann leuchten, wenn der Kolben die höchste Position erreicht hat. Außerdem waren bei mir die Kabel so in einander „verknotet“, dass man sie nicht auseinander bekommt. Dies ist aber kaum sichtbar und sollte kein Störfaktor sein, denn man guckt sich den Motor so wie so von der anderen Seite.
Nach ca. 1,5 Stunden konnte der Verbrennungsmotor dann endlich gestartet werden.Wie ein anderer Tester schon schrieb: Besonders meinen Sohn hat dieses optische Highlight imponiert, da er endlich mal sehen konnte, wie ein solcher Motor funktioniert.
FAZIT:
Trotz des relativ hohen Preises ein sehr toller Bausatz, den man gerne immer wieder mal in die Hand nimmt und ansieht.
24. Mai 2012
Ideal als Anschauungsmaterial
Ich durfte, zusammen mit meinem Freund, das Lernpaket „Verbrennungsmotor“ testen und zusammenbauen. Und hiervon möchte ich gerne berichten.
Als erstes war ich natürlich ein wenig erstaunt, als ich den Karton gesehen habe, denn ich habe mir das Ganze ein wenig größer vorgestellt.
Verpackung:
Doch der Karton war auf den ersten Blick mit vielen Infos und Wissenswertem rund um das Lernpaket. Bei dem Moto handelt es sich um einen Vierzylinder-Ottomotor, der dem Originalmotor eine Autos nachempfunden wurde. Solche Lernpakete werden viel in Schulen, Unis und im Beruf eingesetzt. Auf der Unterseite de Kartons sind di ganzen Einzelteile abgebildet, die darauf warten, zusammengebaut zu werden.
Dann wurde natürlich der Karton voller Erwartung aufgemacht und ganz viele Plastiktüten kamen zum Vorschein. Die Bauteile waren in den meisten Fällen aus dem Gusswerkzeug herausgekommen und mussten noch getrennt werden.
Wir haben uns erst mal ans Werk gemacht und alle Einzelteile sortiert und je nach Bedarf entgratet, sodass keine Ecken überstanden.
So, bei der Kontrolle der einzelnen Bauteile ist uns erst einmal eins aufgefallen und zwar, dass eine Feder fehlte. Nach einem längeren Hin und Her und einem genaueren Hinschauen, fiel uns auf, dass sich 2 Federn ineinander gedreht haben. Also alle Bauteile da, los geht’s mit der Montage des Verbrennungsmotors.
Benutzerheft
Zur einfachen Montage des Bausatzes war ein Benutzerheft mit Zeichnungen und Fotos in dem Set enthalten.
Das Benutzerheft war für Laien sehr ausführlich beschrieben, da wirklich jeder Vorgang Schritt für Schritt erklärt wurde. Was uns allerdings sehr störte waren die Zeichnungen. Teilweise waren die viel zu klein und bei manchen Bauschritten hatte man die Zeichnung auf einer anderen Seite, wie der Bauschritt. Leider konnte man das Benutzerheft auch nicht aufgeschlagen auf den Tisch (Bei uns war es der Boden) legen, da es sich sofort wieder zuklappte. Das erschwert unserer Meinung nach total das Zusammenbauen, da man 5mal Lesen muss, bis man sich den nächsten Schritt gemerkt hat. Dann schaut man sich die Zeichnung an und dann muss das Heft zur Seite gelegt werden, damit man mit der Montage weitermachen kann.
Mir als gelernte Werkzeugmechanikerin haben ein wenig größere Zeichnungen gefehlt.
Montage des Verbrennungsmotors:
Nachdem wir uns erst einmal ein wenig durch das Heft gelesen haben fing die Montage los.
Im Großen und Ganzen haben die Einzelteile gut zusammengepasst. Wir hatten bei den Kolben das Problem mit dem Einpassen in den Zylinder. Hier mussten wir ziemlich viel mit Schmirgelpapier nachhelfen und anpassen, da sie sich nicht bewegt haben. Nun müssen sich aber die Kolben vernünftig bewegen lassen, da sonst der Motor nicht funktioniert.
Das nächste Problem hatten wir beim Zusammenbau von Motorblock und Zylinderkopf.
Hier ist es nämlich so, dass die Bauteile in beiden Richtungen montierbar sind. Da wir beim Zusammenbauen auch nicht drauf geachtet haben wie rum es ist, war der Zylinderkopf natürlich falsch herum aufgebaut und wir mussten alles nochmal auseinandernehmen um den Fehler zu korrigieren. Da diese beiden Komponenten bei einem Originalmotor so gebaut und konzipiert sind, dass Sie nur in EINE Richtung passen und somit keine Verwechslungsgefahr der Seiten besteht und solche Fehler ausgeschlossen werden, sollte man das bei dem Lernpaket noch einmal überarbeiten.
Nachdem wir diesen Fehler korrigiert haben waren wir schnell fertig mit dem Zusammenbau und dann mussten wir die Zündung einstellen.
Dieser Punkt war in dem Heft nicht vernünftig beschrieben und erforderte schon ein wenig Fachwissen. Da mein Freund als gelernter KFZ-Mechatroniker ein wenig Ahnung davon hat war das Problem der Zündungseinstellung auch recht schnell gelöst und unser Motor lief.
Nach knapp 2,5 Stunden stand und lief unser Motor ohne Probleme und wir waren total stolz, dass unser Motor funktionierte.
Fazit:
Das Zusammenbau des Motors hat, bis auf der paar kleinen Probleme sehr viel Spaß gemacht. Es ist super interessant, sich anzuschauen, wie ein Verbrennungsmotor funktioniert, und wie sich die Einzelteile während des Betriebes bewegen.
Durch die 4 LED-Lämpchen sieht man genau wie die Kolben zueinander arbeiten.
Ich finde, dass dieser Motor-Bausatz gerade in der Berufsschule und in der Uni sehr interessant sein kann, da man dadurch sehr anschaulich sieht, wie der Motor funktioniert.
Der Bausatz kostet nach UVP 79,95€. Der Preis ist meiner Meinung nach auch komplett gerecht fertigt, da di Bauteile zum größten Teil sehr akkurat gefertigt wurden und somit kaum Nacharbeit erforderlich war. Auch die Bauanleitung war sehr präzise. Für meinen Teil waren die Zeichnungen zu Klein, vielleicht sollte man das Format des Benutzerheftes mal überarbeiten, oder Bauteilzeichnungen extra dazu legen.
21. Mai 2012
einfach verständlich
Zusammenbau des Motors:
Jeder einzelne Schritt des Zusammenbaus ist in dem mitgelieferten Buch genau erklärt.
Schriftlich wird der Punkt genau und einfach erklärt, versehen mit den Nummern der einzelnen Bauteile, ist der Vorgang gut nach zu vollziehen.
Zusätzlich ist Bild der Bauteile und der Arbeitschritte vorhanden.
Dies hat mir auch sehr geholfen. Manchmal war es für mich nicht so schnell nach zu vollziehen, was im Text gemeint war, aber mit einem Blick auf das dazugehörige Bild war es dann klar.
Zusammenbau der Kolben und Pleuels, Kurbelwelle, Zylinderblock, Ventilfedern, Nockenwelle, verschiedene Ritzel und Abdeckungen.
Bei einigen Teilen ist es notwendig diese mit Silikon oder Pflanzenfett zu beschmieren, um die Reibung zu verringern. Im Prinzip wie beim richtigen Motor auch, wo die Schmierung mittels Öl hergestellt wird.
Ich habe Silikon verwendet, zum Beispiel bei den Wellenlagern und den Kolben. Ohne Schmierung läuft es halt nicht so rund.
Anbringen des Zündverteilers, einsetzen der Zündkerzen (hier in Form von kleinen Glühlampen) und anbau des Elektromotors.
Test des Motors:
Nach gut 2,5 Stunden ist der Zusammenbau des Motors komplett und es geht ans starten.
Zwei AA Batterien einlegen und den Startknopf betätigen.
Aus dem Batteriegehäuse ertönt das Startgeräusch eines Verbrennungsmotors und der Elektromotor bringt die Kurbelwelle zum drehen.
Zu den entsprechenden Zeiten zünden die Zündkerzen (Glühlampen) und die Kolben bewegen sich dur ch die Explosition nach unten.
Die Nockenwelle steuert über die Kipphebel die Ein- und Auslassventile, welche das Treibstoffgemisch in den Zylinder leiten, bzw. die Abgase heraus lassen.
Ergebniss:
Der Ablauf der einzelnen Komponenten und der Zusammenspiel wird an diesem Modell sehr deutlich.
Für die Schule, die Uni, die Ausbildung und auch aus reinem Interesse ist das Lernpaket optimal geeignet.
Es bringt einem das Wissen, in diesem Fall über einen Verbrennungsmotor, hautnah und detailreich rüber.
Zu dem hat es mir sehr viel Spaß gemacht.
Spaß es zusammen zu bauen und es zum laufen zu bringen.
Ich kann das Franzis Lernpaket nur wärmstens empfehlen.
4. Mai 2012
Kleine Fehler erschweren das Leben
Der Modellbausatz wird in zahlreichen kleinen Tüten geliefert, dazu gibt es ein kleines Büchlein, welches die Anleitung beinhaltet.
Neben einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Beschreibung mit zahlreichen Bildern, wird dem Bastler genau die Funktionalität des Verbrennungs-Motors erklärt. Dieser Erklärungen sind detailliert und sehr lehreich. An Hand des später zusammengebauten Modells kann man die Theorie wunderbar nachvollziehen. Besonders Jugendliche können hier eine Menge lernen und begreifen. Weiter hinten werden Möglichkeiten aufgezeigt, das Grundmodell zu verfeinern. Wer gerne bastelt, lötet und entdeckt, wird hier genügend Anregungen finden, weitere Bastelstunden zu füllen. Ganz am Ende des Buches gibt es noch eine kleine Übersicht über alle wichtigen Fachbegriffe samt ihrer Definition. Doch nun zum Modellbausatz selbst.
An Hand eines Teilekataloges scheint es auf den ersten Blick sehr leicht, die nötigen Teile für jeden Schritt zu finden. So waren die ersten Schritte absolut kein Problem. Die Teile lassen sich leicht aus den Tüten und aus den Schablonen entfernen. Das Zusammensetzen funktionierte anfänglich ebenfalls sehr gut. Lediglich die Anleitung sorgte für einige Wutanfälle. Dies hat zwei Gründe. Zum einen handelt sich das Buch um ein gut gebundenes Taschenbuch, welches nicht aufgeklappt bleibt. Man muss es also immer wieder umdrehen, lesen, sich die Schritte genau einprägen, und dann das Buch wieder zur Seite legen. Da wirklich jeder kleine Schritt beschrieben wird, muss man sich nicht viel merken. Allerdings wäre es einfacherer, wenn man das Buch aufgeklappt hätte vor sich liegen lassen können. Denn damit wäre das zweite Problem nicht ganz so schlimm. Der Text für den jeweiligen Arbeitsschritt befindet sich auf der rechten Seite, das dazugehörige Bild, allerdings auf der nächsten linken Seite. Man muss also viel blättern.Trotzdem ist dies ein Kritikpunkt, mit dem ein Bastler leben kann.
Doch schon nach 30 Minuten tauchte das erste handfeste Problem auf. Für ein Ein- / Auslassventil fehlte eine Feder. Für den Bastelprofi sicherlich kein Problem, aber für einen Jugendlichen, der noch nicht viel Erfahrung hat, das Todesurteil. In meinem Fall wurde sie durch die Feder eines Kugelschreibs ersetzt, und auch wenn diese deutlich stabiler ist, funktioniert es tadellos. Trotzdem ist es schon mangelhaft wenn bei einem solchen Bausatz auch nur ein Teil fehlt, egal ob es mit Trick 17 ersetzt werden kann, oder nicht.
Das nächste Problem stellten die Lampen, die die Zundkerze darstellen, dar.Trotz exakter Umsetzung der Anleitung passte die Zündeinstellung nicht, um die Zündkerze Nummer vier zum Leuchten zu bringen. Immer leuchtete die Lampe Nummer drei. Daher liegt die Vermutung nahe, dass bei der Nummerierung der Lampen ein Fehler unterlaufen ist. Jedoch habe ich so lange herumexperimentiert, bis die richtigen Lampen bei OT-Stellung des Kolbens leuchteten.
Nach etwas 1,5 Stunden konnte der Verbrennungsmotor dann endlich gestartet werden. Besonders meinen Sohn hat dieses optische Highligh imponiert, da er endlich mal sehen konnte, wie ein solcher Motor funktioniert. Trotz der erwähnten Schwierigkeiten funktionierte alles einwandfrei, zu der Zeit, wo es passieren sollte.
Als kleiner Tipp, für alle,die ebenfalls den Verbrennungs-Motor zusammen bauen wollen. Wendet den Tipp, mit dem Öl an. Dadurch muss das Plastik nicht aufeinander reiben, sondern ist etwas gleitfähiger. Ich kann diesen Tipp nur aus eigener Erfahrung empfehlen.
===Fazit===
Dieser Bausatz ist sehr interessant und macht sich bei einem Auto-Narren auf der Fensterbank sehr gut. Für Jugendliche, die sich für technische Dinge begeistern, ist es das perfekte Geschenk, und seinen Preis wert. Negativ ist wirklich nur das fehlende Teil bei unserem Bausatz, die Problematik mit den Lampen und das unhandliche Handbuch. Aus diesem Grund bekommt der Modellbaussatz lediglich drei Sterne. Für einen Erwachsenen sind fehlende Teile und kleinere Fehler weniger tragisch, wie für jugendliche, die vielleicht zum ersten Mal so etwas bauen. Aus diesem Grund auch der starke Abzug, obwohl das Ergebnis volle fünf Sterne verdient.
19. April 2012