Bresser Optik Linsen-Teleskop Arcturus 60/700 45-11600 Arcturus 60/700 Teleskop
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Wie nennt man das Level vor dem Einsteiger???
Der Aufbau macht Spaß, auch die Software ist ganz interessant; die Bedienung, selbst die Berührung des Teleskops ist allerdings äußerst schwierig. Nur bei der kleinsten Vergrößerung ist ein Versuch einer Justierung angeraten, da ansonsten umgehend alles bisher gesehene dem Sichtkreis entschwindet - also selbst wenn Sicherungsschrauben und Fixierschräubchen angezogen sind ist selbst ein Okularwechsel uncool, da sich die ganze Ausrichtung des Teleskops ändert und man den Punkt längst verloren hat.
Für mich eher Teleskop, um auf Anhieb erkennen zu können, worauf beim Neukauf zu achten ist - und ob einem die Astronomie überhaupt liegt. Für andere Beobachtungen eh ungeeignet
23. Januar 2012
Es ist gut ,gibt aber bessere
Mansieht zwar mondkrater und Planeten, aber das stativ ist schlecht, denn es gibt Stative,die besser einstellbar sind
17. Dezember 2011
Nicht mal Spielzeug...
Das Arcturus scheint auf den ersten Blick einen guten Einstieg in die Himmelsbeobachtung zu bieten. Schließlich erhält man ein komplettes Set mit Teleskop, Okularen, Montierung und sogar einer Barlow-Linse sowie einem Mondfilter - alles inklusive Software, Buch und in einem leicht zu transoprtierenden Koffer.
Leider leidet das Set unter einigen gravierenden Schwachpunkten, welche eine sinnvolle Himmelsbeobachtung praktisch unmöglich machen. Einer der gröbsten ist sicher
Die Montierung
Diese besteht aus einem leichten Alustativ, auf welchem eine einfache Gabel montiert wird. Leider ist die Gabel nur mit einer Plastikhülse zum Stativ gekontert. Diese ist jedoch extrem instabil und kann - wenn man die Kontermutter anziehen möchte, um das Wackeln zu verringern - leicht einreissen. Auch sind die Toleranzen der Höhenverstellung (eine Stange mit Schraubmutter) zu hoch, um Stabilität in das System zu bringen. Ergebnis ist, dass das System nach jeder Berührung mindestens 10 Sekunden benötigt, um auszuschwingen. Da es sich um eine Az-Alt Montierung handelt, müssen jedoch bei der Beobachtung zwei Achsen nachgeführt werden, um ein Objekt im Blickfeld zu halten, sodaß man das System praktisch permanent berühren muss, was eine sinnvolle Beobachtung fast unmöglich macht.
Das Sucherfernrohr
Aus Plastik, mit drei Schrauben auf die Teleskopachse einzustellen. Auch hier macht die billige Fertigung aus Plastik bei Sucher und seiner Montierung eine Einstellung fast unmöglich, besser ist es, gleich entlang des Teleskops zu peilen.
Die Okulare und das Zubehör
Die Okulare sind sinnvoll ausgewählt, auch eine Barlow-Linse, ein Zenitspiegel sowie ein Mondfilter sind beigelegt. Die Qualität der Okulare entspricht dem Preis, für dieses System auf jeden Fall brauchbar. Bei mir lag noch eine CD mit dem Programm "Cartes du Ciel" bei, dieses kann jedoch im Internet als Freeware bezogen werden.
Das Teleskoprohr
Auch hier ist die Qualität dem Preis angemessen, der Okularauszug hakelt manchmal etwas. Die Optik zeigt die für einen Refraktor typischen Farbsäume. Die wackelige Montierung macht es jedoch schwer, genauere Aussagen über die Optik zu machen.
Was kann man erwarten?
Für den Einstieg in die Erd- und Mondbeobachtung ist dieses Set sicherlich ausreichend. Kommt jedoch einmal der Wunsch, wirklich in die Sterne zu blicken (und er WIRD kommen...), so wird man sicher bitterlich enttäuscht werden. Zur Beobachtung von Planeten oder gar Deep-Sky-Objekten wie Galaxien oder Sternenhaufen bringt ein 60er Refraktor einfach zu wenig Licht ins Auge. Diese sind maximal als diffuse Punkte zu erkennen. Die auf der Verpackung angegebene maximale Vergrößerung von 262fach ist kaum mehr als ein Marketinggag - bei einem 60er Refraktor ist die maximal sinnvolle Vergrößerung knapp die Hälfte, ca. 120fach, danach wird das Bild zu lichtschwach und unscharf. Zudem ist eine hohe Vergrößerung ohnehin nur bei Erd-, Mond und ggf. noch bei der Planetenbeobachtung sinnvoll. Bei allen anderen Himmelsobjekten zählt die Lichtstärke vor der Vergößerung - ein Refraktor dieser Größe ist hier definitiv nicht ausreichend.
Fazit:
Ein günstiges System zur Erd- und Mondbeobachtung?
Ja, wenn man sich nicht zu viel erwartet.
Ein hübsches Deko-Objekt?
Ja, definitiv.
Eine günstige "Einstiegsdroge" in die Himmelsbeobachtung?
Auf keinen Fall - zu schwer sind die Mängel.
Wer sich oder anderen um wenig Geld einen Einstieg in die Himmelsbeobachtung bieten will, lässt von diesem System besser die Finger. Ziemlich sicher wird es nach dem Kampf mit der Montierung und dem folgenden Blick in den Himmel nach einem enttäuschten "DAS ist ALLES?" wieder verpackt im Keller verstauben. Wenn man allerdings noch etwas spart, erhält man im Fachhandel um etwa den doppelten Preis schon einen 70er Refraktor oder auch einen 114er Newton-Reflektor - dann aber auch mit Glaslinsen bei Teleskop und Okularen und im Set mit einer Äquatorialen Montierung, welche zwar etwas schwerer aufzustellen, dafür aber leichter nachzuführen und um einiges stabiler ist.
6. April 2011
Sucherfernrohr im "Fadenkreuz"
Das Fadenkreuz im Sucherfernrohr ist sehr primitiv angebracht und kann beim Anpassen der Sehschäfe leicht zerstört werden. Hierfür sollten auch nicht zwei frei gespannte haarfeine Kupferdrähtchen verwendet werden, sondern das Markieren in bzw. an der Linse erfolgen.
26. Januar 2011