Rated 5 out of 5 by
Jackii Eine kleine Kamera mit so viel tollen Funktionen
Die BenQ G1 Digitalkamera ist wirklich sehr zu empfehlen. Sie ist nicht besonders groß, heißt, sie passt in jede Hand- und auch Hosentasche, sieht super elegant aus, in ihrem matt schwarzem Design und ist auch noch super leicht zu bedienen. Sie ist für Anfänger, wie auch für Fortgeschrittene bestens geeignet. Ich selbst kam mit ihr sehr schnell klar und brauchte nicht lange, bis ich die Grundfunktionen wie Datum und Uhrzeit eingestellt hatte.
Das Design an sich ist auch sehr schön gestaltet. Es ist in einem grellen grün und steht im Kontrast zu dem Schwarz, was auch den Rest des Menüs ausfüllt.
Die Kamera bietet viele verschiedenen Funktionen an, die ich alle selbst auch ausprobiert habe und mit dem Ergebnis fast einstimmig zufrieden war. Was nicht ganz so gut rüber kommt, sind die Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Diese werden nicht sehr gut und verpixelt. An sich sind die anderen Fotos, die bei Tageslicht oder einen helleren Licht gemacht wurden, gut und sie haben auch eine hervorragende Qualität. Eine Funktion finde ich ja besonder toll, an dieser Digitalkamera. Es ist eine der Selbstauslöserfunktionen (die jede Digitalkamera ja sowieso schon haben sollte). Bei dieser Funktion könnt ihr die Kamera so einstellen, dass sie von euch ein Foto schießt, wenn ihr beginnt zu Lächeln. Die Kamera fokosier euer Lächeln und schießt dann erst ein Foto. Diese Funktion hat mich total fasziniert und ich bin immer noch echt begeistert davon.
Das Handling ist auch echt super. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und durch einen kleinen ergonomischen Griff am Rand der Kamera, kann man sie leicht festhalten ohne das es nach einer Weile anfängt zu schmerzen. Dies ist ja bei den meisten Kameras der Fall, aber nicht bei dieser hier.
Die Linse der Kamera fährt automatisch während dem Zoomen ein und aus und ist auch sehr gut verarbeitet, so wie der Rest der Kamera auch. Also sie sieht auf keinen Fall aus, wie ein Plastikding, sondern eher etwas edler.
Der dreh- und schwenkbare Display ist ja aber das Highlight der Kamera. Es erinnert an eine Videokamera, da man dort ja auch einen Display zum Aufnehmen aufklappen kann. Der Display lässt sich zur Seite, nach vorne und natürlich nach hinten schieben. Außerdem kann man ihn einmal um sich selbst drehen und schon könnt ihr problemlos ein Foto von euch von vorne machen, denn der Display wird zu euch gedreht und ihr seht dann, was die Kamera auch sieht. Wenn ihr diesen ausklappbaren Display aber nicht so mögt, weil ich es vielleicht anders gewohnt seid, dann könnt ihr ihn auch beiklappen, dann sieht es so aus, als wäre diese Kamera eine normale Digitalkamera. Das ist sie natürlich nicht, auf keinen Fall, denn sie ist mein neues Lieblingsstück, was ich jetzt regelmäßig dabei haben werde.
Die Kamera ist auch fähig HD-Videos zu drehen. Die Videoaufnahme an sich ist auch super. Der Ton kommt klar und deutlich rüber und das Bild ist auch echt klar und gut zu erkennen. Was allerdings ein Verschwimmen des Videos hervorruft ist, wenn man anfängt die Kamera schnell hin und her zu schwenken, dann verwackeln nämlich nicht nur Bilder, sondern auch ein Video.
Die etwas längeren Verarbeitungszeiten der Kamera waren zu Anfang auch etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Es dauert in manchen Modi sehr lange, bis ein aufgenommenes Bild fertig verarbeitet ist, dann erscheint nämlich ein Ladebalken auf dem Display der mir sagt "Fortschritt". Diese Sekunden könnt ihr aber abwarten und dann geht es direkt weiter mit dem Bilder schießen.
Der Akku der Kamera brauch auch sehr lange, bis er sich wieder aufgeladen hat. Deshalb solltet ihr die Kamera länger laden lassen um sie dann voll und ganz zu verwenden.
Ich kann euch diese Kamera nur weiter empfehlen, denn sie ist echt spitze! Super zum Bedienen und eine tolle Qualität was die Fotos angeht.
23. November 2012
Rated 5 out of 5 by
BeAngel Ein kompaktes Leichtgewicht für gute Fotos
Ich bin von der Wertigkeit und der Verarbeitung in der Tat beeindruckt. Das Gehäuse besteht aus Metall. Auch Knöpfe sind sehr hochwertig; Metallrädchen, Griffriefen und Linse sind top verarbeitet. Optisch wirkt Sie wie eine Große. Durch die eingelassene Lederimitatfläche kann man sie auch gut mit einer Hand halten. Der Finger findet auch einhändig den Knopf zum “abschiessen” und zoomen optimal. Auch das Etui in dem man die Kamera aufbewahren kann ist edel, sehr gut verarbeitet. Der praktische Umhängegurt ist recht dick und robust – die Befestigungen an der Kamera machten mir zuerst etwas sorgen, da sie doch, im Vergleich zum Rest, in meinen Augen etwas schwächlich wirkten, aber sie hielten meinen Zieh- und Zerrversuchen (natürlich ohne Kamera ;-)) stand.
Das Etue wird mit 2 dicken Druckknöpfen an der Unterseite geschlossen. Durch die Druckknöpfe hat man schnell das Etui auch wieder ab und kann erneut loslegen.
Ausstattung & Lieferumfang
Dafür das der Karton so handlich war, ging da trotzdem ordentlich was rein. Neben einem USB Kabel mit Netzteil, zum aufladen des Akkus, wird auch ein AV-Kabel mitgeliefert. Weiterhin eine CD auf der man das Programm “Media Impression 2″ findet und die Bedienungsanleitung. Das spart zumindest Papier und Verpackung- hat aber auch den Nachteil, dass man entweder am PC nachlesen muss oder sich zu Hause selbst die relevanten Seiten der Anleitung ausdruckt.
1. Schnellanleitung
2. Digitalkamera
3. USB-Kabel
4. Wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Akku
5. CD mit Software & Bedienungsanleitung
6. AC-Netzteil
7. AV-Kabel
Dazu gibt es noch ein “Retrotui” + Umhängeband (optional im Lieferumfang), mehr Retro als Etui in der Farbe “ocker”. [Aaaah AUGENKREBS!!!!] Wenn Ihr die Kamera da rein steckt, sieht sie wirklich so aus, wie der Fotoapparat von Opa der auf dem Dachboden steht. Die Farbe gefällt mir leider gar nicht so. Aber um das optionale Beiwerk soll es ja eigentlich auch nicht gehen. Es wird übrigens mit dem Stativgewinde an der Kamera festgeschraubt.
Erste Inbetriebnahme
Man sollte zuallererst das Display einmal drehen- sonst bleibt alles dunkel. Man kann es um 180° nach oben drehen und zum Fixieren vollständig auf die Rückseite der Kamera klappen. Nach dem Anmachen erscheint ein lilaner Bildschirm mit dem BenQ Logo. Hier könnte man später auch ein selbst gemachtes Bild als Wallpaper benutzen- eine kleine Spielerei des Herstellers. Dazu ertönt ein fröhliches “Pling”. Die Menüführung habe ich direkt verstanden. Durch das Drehrad kann man mit dem Daumen navigieren. Im Menü selbst werden einem die verschiedenen Optionstasten zudem auch nochmal angezeigt.
Mein nächstes Ziel war dann dieser Szenenmodus, der es einem enorm erleichtern soll verschiedene Einstellungen für die Kamera zu treffen, auch wenn man keine Ahnung hat. Beim ersten Test war ich wohl blind – denn das Rädchen war für mich zuerst unsichtbar. (Dazu komme ich später nochmal).
Ansonsten war ich sehr zufrieden. Die ersten Bilder konnte ich ohne Wackler machen. Auch im Dunkeln wurde es Tageshell, dabei war gar kein Licht an! Sie hatte den ersten Test bestanden … dann versagte der werksmäßig geladene Akku.
Akku
Jetzt erstmal Akku laden. Aber … was ein kurzes Kabel! Hallo kommt da noch mehr? Leider nein. Ein vielleicht 30cm langes Kabel gesteht uns BenQ hier nur zu. Nun gut, also erstmal Verlängerung suchen und dann Akku laden. Im Display erscheint eine dicke (leere) Batterie die sich mit grüner Materie füllt … immer und immer wieder. Der Akku lädt – beim ersten Mal sollte man Ihn ordentlich aufladen, was ich auch tue.
Was super war: Nach diesem ersten aufladen hielt und hielt und hielt der Akku tagelang-auch mit regen Fotosessions. Ich glaubte schon fast er würde es ewig machen. Deswegen bin ich sehr zufrieden mit dieser Akkulaufzeit.
Erste Fingerabdrücke
Sorry! Ich Frau! … und das ist für mich ein Punkt der in eine solche Review gehört. Mit den vielen Displays die wir nun so touchen und klappen können sind Fingerabdrücke vorprogrammiert. Auch bei der Kamera bleibt das nicht aus – auch wenn es hier kein Touchscreen ist. Das Display ein paar mal gedreht und schon sind sie da. Deshalb war das erste was ich zur Kamera angeschafft habe: DISPLAYSCHUTZFOLIE mit AntiFingerabdruck-Effekt. Das kann ich Euch nur empfehlen;: A) schont es euer Display – auch gegen Kratzer und B) Keine Fingerabdrücke mehr.
Drehbares Display
Wie konnte ich nur ohne ein drehbares Display die Bilder der AMU’s machen? Ich hab keine Ahnung!
Das drehbare Display ist super praktisch- nicht nur, dass ich mich beim Video drehen sehen kann – ich kann auch bei den Aufnahmen von Augen MakeUps alles vorab genau sehen und ggfls. noch Position und Ansicht korrigieren. Dazu kommt das es mit 3 Zoll wirklich ein BIG DISPLAY ist. Nicht vergleichbar mit anderen kleinen Digitalkameras, wo man ab 30cm Abstand nichts mehr erkennt.
Funktionen
Alle Funktionen im Detail anzusprechen ist vielleicht etwas viel des Guten. Deswegen stelle ich Euch die Modi vor mit denen ich bisher die besten Erfahrungen gemacht habe und welche es grundsätzlich gibt. Natürlich kann man, wenn man sich auskennt, Brennweite und Belichtungsdauer auch selbst einstellen, auch das wäre möglich – aber ich kann das nicht und bin deshalb für jeden Modi dankbar. Und BenQ kommt mir da wirklich sehr entgegen.
Szenenmodi & Filter
Insgesamt hat die Kamera sieben Linsen, die sich in sechs Gruppen aufteilen inklusive der asphärischen Linse, damit Bildfehler auf ein Minimum reduziert werden können. Im Weitwinkelbereich bekommt man bei 24 Millimetern (Kleinbildformat) einen relativ großen Bildausschnitt bei Landschafts- und Gruppenaufnahmen. Die bereits erwähnte Anfangsblende von F1.8 ermöglicht noch Fotos bei extrem schlechten Lichtverhältnissen. Die Kombination aus optischem Bildstabilisator und sehr schnellem Bildprozessor ermöglicht scharfe Nachtaufnahmen ohne Stativ. Die geringe Schärfentiefe soll dem beliebten Bokeh-Effekt entgegenkommen, der das Motiv scharf in den Vordergrund stellt und die Umgebung sanft verwischt. Der optische Zoom vergrößert 4,6-fach, dass eine maximale Brennweite von 110 Millimetern entsteht. Die Anfangsblende liegt dann bei F4.6 und bietet noch eine gute Lichtausbeute an.
Praktische voreingestelle Modi
Über ein Drehrädchen kann man die einzelnen Modi auswählen. Dazu stellt man das obere Drehrad auf SCN und sucht sich dann das Passende. Zur Auswahl stehen folgende: LOMO, FISCHAUGE, SPIELZEUG, LANDSCHAFT, SPORT, GEGENLICHT, KERZENLICHT, NACHTSZENE, NACHTPORTRAIT, SCHNEE, FEUERWERK, WEICHE HAUTTÖNE, PARTY, TIERE, SONNENUNTERGANG, TEXT, PFLANZEN, HDR, und 360° PANORAMA.
Hiervon habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem TEXT Modus und den WEICHEN HAUTTÖNEN Modus gemacht. Für meine Zwecke erstmal optimal. Die anderen Modi laden aber auch dazu ein Kreativ zu werden. Dies wird auch noch von verschiedenen Filtern unterstützt, die die Aufnahmebedingungen ergänzen.
Tiefenschärfe/ Unschärfemodus
Der sehr beliebte Bokeh-Effekt ist mit der BenQ ebenfalls super easy zu machen. Ein sanfter, unscharfer Hintergrund mit Fokus auf das wesentliche Motiv. Sieht wirklich gut aus und ist gerade für Produktfotos total geil! Hier wäre allerdings zu erwähnen, dass die Bearbeitung nach dem Bild jedoch immer etwas dauert. Man kann daher nicht sehr schnell hintereeinander diese Effektbilder machen.
Schlechte Lichtverhältnisse
Am Abend oder auch im Dunkeln sind selbst Fotos bei extrem schlechten Lichtverhältnissen möglich. Dazu benötigt man dann nicht mal ein Stativ. Diese tolle Option ermöglicht eine Kombination aus optischem Bildstabilisator und einem sehr schnellem Bildprozessor.
Optischer und Digitaler Zoom
Der optische Zoom vergrößert 4,6-fach (Brennweite 110 Millimeter). Der Digital Zoom lässt sich bis auf die 12-fache Vergrößerung strecken – kann ich aber nicht sehr empfehlen, da man dann zuviel an Qualität einbüßt.
Videos
Auch mit der Videofunktion bin ich zufrieden und wer gerne experimentiert kann hier ebenfalls kreativ sein, z.B. im Slow-Motion Modus. Mini-HDMI Anschluss ist ebenfalls an der Kamera vorhanden, so kann man sie z.B. direkt an den Fernseher anschliessen.
Was ich auszusetzen hätte
1.) Zum Beispiel das erwähnte Kabel. Es ist absolut kurz und hätte ruhig länger sein dürfen.
2. Auch das Lederetui sieht toll aus… aber ist es dran dann sind der Stecker für das Ladekabel sowie der Deckel für die SD Karte verdeckt. Also muss man das erstmal abschrauben muss um dran zu kommen.
3.) Dann ist mir das Jog Dial Rädchen bei der ersten Sichtung der Kamera gar nicht aufgefallen. Das hat BenQ gut schwarz / Ton in Ton/ versteckt und ich musste wirklich erstmal die Anleitung lesen bevor ich das Aha-Erlebnis hatte.
4.) Am unangenehmsten empfand ich eigentlich nur eines, nämlich das man manchmal das Modusrädchen unbeabsichtigt dreht. Das bringt die Kamera dann etwas durcheinander und man wundert sich erst: “Huch, was ist jetzt?” bis man dann merkt; “Ok, Modus verstellt”. Die Einrastfunktion dürfte ruhig etwas “härter” eingestellt sein als aktuell.
Mein Fazit
Eine kleine feine Kamera, mit der auch ein Laie gut kann. Ich habe die Funktionen allesamt gut verstanden – zwar noch nicht alle erkundet, aber das werde ich noch nachholen. Ansonsten macht Sie das was ich will und das ohne das ich erst mal einstellen zig Dinge einstellen muss. Die praktischen Modi liebe ich besonders: Ich kann hier ernsthaft “am Rädchen” drehen und ruck Zuck ist die Kamera bereit für jedwege Aufnahmeart. Kreativität nach oben hin offen. Auch wenn Sie keine “Große” ist kann sie dieser trotzdem ordentlich Konkurrenz machen. Für unterwegs ist sie sowieso die bessere Alternative, finde ich.
Es gibt allerdings auch ein paar Dinge, die nicht so optimal sind – allerdings sind das in meinen Augen mehr Hinweise als Nachteile, die BenQ mit einer G2 im Nullkomma Nix beheben könnte.
8. November 2012
Rated 4 out of 5 by XYZ52 Benq Camera G1
Leicht ,flach und trotzdem mit vielen Aufnahmenprogrammen.Interessant dabei die beiden HDR-Anwendungen(HDR-normal u.HDR-Art).Auch die weiteren Programme sind nützlich(Freihandaufnahme,Nachtszene u.a.)Besonders hilfreich das dreh u. schwenkbare Display.Bildqualität ist für solch eine kleine Camera überrraschend gut.Meine "immerdabei Camera" !!! Einzig die Suche nach einem Zweit/Ersatzakku
gestaltet sich schwierig.Habe bis heute noch keinen Anbieter gefunden.Daher muß man immer auf einen geladenen Akku achten.
4. November 2012
Rated 3 out of 5 by izli1988 BenQ G1 - Gute Kamera mit ein paar Schwächen
1. Lieferumfang
Die Kamera wird mit USB-Kabel, Adapter für Steckdosen, AV-Kabel, Akku, Kurzanleitung, CD mit Anleitung und Software, Tasche und Trageriemen zum Umhängen geliefert. Sowohl die Kamera als auch die mitgelieferte Tasche sind im Retro-Stile gehalten um machen einen sehr kultigen Eindruck.
Die Tasche hat einige Vorteile, so kann man ein Stativ nutzen ohne die Tasche entfernen zu müssen. Die Tasche macht einen sehr stabilen Eindruck, ist jedoch etwas klobig und unhandlich. Die Knöpfe zum Schließen der Tasche sind ungünstig auf der Unterseite platziert und stören beim Halten der Kamera etwas, man gewöhnt sich jedoch daran und hält die Kamera dann anders.
Die mitgelieferte Kurzanleitung ist aus meiner Sicht nicht sonderlich hilfreich, da Sie wirklich sehr kurz gehalten ist. Auf der beiliegenden CD wurde eine ausführliche und gut strukturierte Anleitung abgelegt, welche in vielen Punkten hilfreich sein kann.
Die beigelegte Software (Media Impression 2) zur Verwaltung der Bilder ist gut. Die Autokorrektur liefert auch bei sehr dunklen Bildern gute Ergebnisse.
2. Inbetriebnahme
Nach dem Auspacken der Kamera geht die erste Inbetriebnahme auch ohne Anleitung gut von der Hand. Akku und Speicherkarte (falls vorhanden) einlegen und schon kann es losgehen.
Wenn man jedoch besondere Einstellungen vornehmen will muss man sich etwas genauer mit der Kamera beschäftigen, dies bleibt jedoch in einem absolut vernünftigen Rahmen. Sollte man einmal mit bestimmten Einstellungen nicht zurechtkommen, so hilft die gute, ausführliche Anleitung auf der CD weiter.
Es fällt schon bei der ersten Nutzung auf, dass die Kamera viele Einstellmöglichkeiten bietet, die man über mehrere Drehräder einstellen kann. Mehr hierzu folgt im Kapitel Bedienbarkeit.
Es ist zu empfehlen, die Kamera vor der ersten Nutzung 12h aufzuladen, da trotz der Anzeige, dass der Ladevorgang beendet sei, die Kamera relativ kurz einsatzbereit ist. (In meinem Fall war der Akku nach 10min HD Video und 70 Bildern leer.) Hier fällt auch auf, dass die Kamera sich manchmal bei leerem Akku einfach ausschaltet ohne das Objektiv einzufahren. Nach dem ersten vollständigen Aufladen hielt der Akku ca. zwei Stunden Dauerbetrieb aus, bevor er leer war. Auch mehrmaliges Drücken des On/Off-Knopfs führte nicht zum einfahren des Objektivs. Hierdurch kann die Kamera nicht mehr in die Tasche gepackt werden. Sobald die Kamera wieder geladen wird (oder man einen Ersatzakku einlegt) wird das Objektiv wieder eingefahren.
3. Bedienbarkeit
Die Kamera lässt sich, für einfaches fotografieren im Automatikmodus intuitiv bedienen. Der manuelle Modus ist ebenfalls gut strukturiert, jedoch empfiehlt es sich auch für erfahrene Fotografen die Bedienungsanleitung zu lesen, um alle Einstellmöglichkeiten optimal nutzen zu können. Für Anfänger wäre eine Erklärung der möglichen Einstellungen (Blendenwerte, Verschlusszeit, …) und deren Auswirkungen auf die Fotos sehr hilfreich. Dies ist jedoch nur ein winziger Kritikpunkt, da interessierte Nutzer sich hierzu auch anderweitig problemlos informieren könnten.
Die Einstellung der verschiedenen Modi ist sehr leichtgängig, was dazu führt, dass eine Umstellung der Modi häufig unabsichtlich passiert. Dies wird auch durch die Platzierung des Auslösers (liegt so, dass man mit dem Finger der den Auslöser betätigt über das Drehrad für die Auswahl des Aufnahmemodus „greifen“ muss) gefördert. Dies ist besonders in Situationen ärgerlich, in denen man schnell mal ein Foto machen will und dann feststellt, dass der Modus verändert wurde.
Ebenfalls wäre es gut, wenn die Kamera beim wiedereinschalten in den beim ausschalten festgelegten Modus zurückkehrt. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Ich konnte nicht rekonstruieren unter welchen Umständen die Rückkehr in den richtigen Modus funktioniert und unter welchen nicht. Es scheint mir willkürlich zu sein was die Kamera hier tut. Eine Verbesserung durch eine neue Firmware-Version wäre hier definitiv notwendig.
Die anderen Knöpfe und Drehräder, sowie der Auslöser und der Zoom, sind sehr Bedienerfreundlich und größtenteils selbsterklärend. Die klare Beschriftung der Knöpfe, bzw. die Erklärung im Display erleichtert die Bedienbarkeit.
Das schwenkbare Display ist sehr praktisch und reagiert, dank des Lagesensors, der auch die Fotos dreht, hervorragend auf die Ausrichtung des Displays. Professionellen Fotografen dürfte der fehlende Sucher negativ auffallen, hier hätte man noch ein kleines Extra hinzufügen können, dass die Kamera aufwertet. Für die normale Anwendung ist das Display jedoch vollkommen ausreichend. Die Auflösung des Displays ist gut, die Bilder werden auf dem Display gut wiedergegeben.
4. Funktionsumfang
Neben dem zu erwartenden Automatikmodus, der durchaus gute Ergebnisse liefert bietet die Kamera verschiedenste manuelle Modi, in denen Verschlusszeiten, Blendenwerte, Fokus, etc… eingestellt werden können. Durch die vielfältigen Einstellungen sollte es möglich sein, sehr gute Bilder in den verschiedensten Situationen zu machen.
Durch die Szenen-Modi und verschiedenen Filter (MagiQ (für ein surreales Bild); HDR-Art (verhindert eine Überbelichtung des Fotos); Ölgemälde; Skizze; Farbakzent; Sepia; Schwarz-Weiß; Betonung von Rot, Grün oder Blau) können interessante Effekte erzielt werden. Die Filter und Szene-Einstellungen funktionieren gut, jedoch stellt sich die Kamera beim wiedereinschalten nicht immer auf den zuvor gewählten Modus ein.
Die Qualität der Videoaufnahmen kann auf HD eingestellt werden. Die so aufgenommenen Videos sind gut, jedoch dauert die Scharfstellung bei Videos, in denen die Kamera bewegt wird, teilweise etwas zu lange, so dass unscharfe Aufnahmen entstehen. Durch eine Umstellung der Autofokus-Variante wird dies jedoch besser.
Die Möglichkeit Videos in Slow-Motion aufzunehmen ist sehr interessant und funktioniert sehr gut. Ob dies oder die Aufnahme mit weniger Bildern pro Sekunde (geringere Größe und kaum Qualitätsverlust bei schnellerem abspielen) ein notwendiges Feature ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, Ich könnte auf dieses Feature auch verzichten.
5. Qualität der Fotos und Videos
Die mit der BenQ G1 gemachten Fotos haben Stärken und Schwächen. Die Farbtreue sowie die Belichtung der Fotos sind gut und können mit den meisten auch teureren Kameras gut mithalten . Schwäche der BenQ sind jedoch die Unschärfe der Fotos bei sich bewegenden Objekten, hier führt auch die Einstellung des Sport-Modus oder die Verkürzung der Verschlusszeiten nicht zu einem guten Ergebnis und die verwackelten Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen, hier kann jedoch der „Freihand-Nacht-Modus“ Abhilfe schaffen. Durch die lange Dauer bis zur Auslösung ist es ebenfalls schwierig schnelle Objekte so einzufangen wie man sich das bei drücken des Auslösers vorstellt.
Besonders hervorzuheben sind aus meiner Sicht die Aufnahmen mit den verschiedenen Filtern, da diese sehr bemerkenswerte Effekte erlauben. Hier sind neben dem Spielzeugeffekt, bei dem die Aufgenommen Bilder wie Bilder aus einer Modelllandschaft aussehen, auch der Lomo-Effekt, MagiQ und der Filter Farbakzente hervorzuheben. Die so entstehenden Bilder sind äußerst interessant und sorgen bei Personen denen Sie die Bilder zeigen sicher für erstaunen.
Die Qualität der Videos ist für eine Digitalkamera ok. Bei Aufnahmen in denen sich der Fokus nicht verändert liefert die BenQ G1 sehr gute Bilder. Der Ton bei den Videoaufnahmen ist klar und deutlich.
Die Aufnahmen mit SlowMotion und FastMotion sind gut, es ist jedoch schade, dass diese „nur“ in VGA-Qualität aufgenommen werden können. Dies ist jedoch vollkommen ausreichen.
6. Fazit
Bei der BenQ G1 handelt es sich um eine Digitalkamera, welche für den Hausgebrauch und Fotos im Urlaub gut geeignet ist. Durch die vielen Einstellungen, Modi und Filter können schöne Fotos gemacht werden. Bei schnellen Bewegungen und ungünstigen Lichtverhältnissen gerät die Kamera jedoch schnell an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Wenn man eine Kamera sucht, die eine Digitale-Spiegelreflexkamera fast ersetzen soll (was wohl keine Digitalkamera schafft) ist die BenQ G1 nicht zu empfehlen. Sollten Sie jedoch eine Digitalkamera suchen, mit der Sie gute Fotos machen können und neben einem guten Automatikmodus auch viele Einstellungsmöglichkeiten haben, so ist die BenQ G1 durchaus eine Alternative zu den bekannteren Herstellern von Digitalkameras. Aus meiner Sicht und der Sicht anderer (teilweise professioneller Fotografen) ist die BenQ G1 jedoch keine Innovation und lässt sich auch durch andere Kameras derselben Preisklasse ersetzen.
Aufgrund des obigen Tests erhält die BenQ G1 von mir 3 von 5 möglichen Sternen. Die Hauptkritikpunkte sind die zu leichte Verstellbarkeit der Modi (hierfür gibt es einen Punkt Abzug) sowie die Schwächen bei schlecht beleuchteten oder sich schnell bewegenden Bildern. In Verbindung mit den langen Start- und Auslösezeiten führt dies zum zweiten Punktabzug.
Diese Produktbewertung finden Sie auch unter:
http://community.conrad.de/review/izli1988/121029/benq-g1-gute-kamera-mit-ein-paar-schw%C3%A4chen
5. November 2012