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Expertenwissen

Bequeme Sicherheitsschuhe sind ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Schutzbekleidung. Sie bieten ihrem Träger Schutz vor körperlichen Gefahren in der Heimwerkstatt, im Garten, auf Baustellen und am Arbeitsplatz. Viele Berufsgruppen sind gesetzlich dazu verpflichtet, Arbeitsschutzschuhe zu tragen.

   

Sicherheitsschuhe: Fußschutz für Heimwerker und am Arbeitsplatz (Quelle: Albatros)
Arbeitsschuhe mit effektiver Schutzfunktion

Bequeme Arbeitsschuhe mit effektiver Schutzfunktion

Mit der richtigen Schutzbekleidung lassen sich Unfälle vermeiden. Dazu gehören Sicherheitsschuhe von höchster Qualität, die Sie vor Verletzungen schützen, beispielsweise durch herabfallende Gegenstände, Werkzeuge, Maschinen, Flüssigkeiten und Quetschungen. Ein ordentliches Schuhwerk ist immer dann unerlässlich, wenn Sie privat beim Heimwerken und der Gartenarbeit oder beruflich Gefahren ausgesetzt sind.

Moderne Sicherheitsschuhe für Damen und Herren zeichnen sich durch Tragekomfort und Ergonomie, funktionale Materialien, geringes Gewicht und eine ansprechende Optik aus. Es gibt sie aus atmungsaktivem Textilgewebe, Leder, Kunststoffen und Materialmischungen. Sicherheits-Halbschuhe bieten einen sportlichen Arbeitsschutz. Für den Winter stehen wärmende Modelle zur Auswahl. Durch ihr zeitgemäßes Design und die gute Passform fallen schützende Arbeitsschuhe oft gar nicht auf. Trotzdem genießen Sie das gute Gefühl, Ihre Füße ausreichend geschützt zu haben. Rutschfeste Profilsohlen und anatomisch geformte Einlegesohle dämpfen Tritte und sorgen im Arbeitsalltag jederzeit für einen sicheren Stand und damit entspanntes Arbeiten.

Wichtige Gründe, Sicherheitsschuhe zu tragen

Ein effizienter Selbstschutz fängt mit dem richtigen Sicherheitsschuh als Schutzbekleidung an. Für viele Berufe in Handwerk, Industrie, Garten- und Landschaftsbau, auf Baustellen und in Küchen sind moderne Sicherheitsschuhe als Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) sogar vorgeschrieben, etwa von Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungen. Schreibt Ihr Arbeitsplatz Security-Schuhe vor, sind Sie, Ihre Kollegen und Mitarbeiter verpflichtet, Arbeitsschutzschuhe zu tragen.

Als Heimwerker und Hobbybastler sind vernünftige
Arbeitsschuhe empfehlenswert
, zum Beispiel bei Umbau- und Renovierungsarbeiten, Autoreparaturen oder dem Umgang mit Gartengeräten wie Motorsägen und Rasenmähern. Selbst vermeintlich einfache Tätigkeiten in Haus und Garten wie das Schleppen schwerer Möbel oder das Umgraben von Beeten beherbergen eine hohe Verletzungsgefahr für Ihre Füße, das Schutzbekleidung minimiert.

Sicherheitsschuehe Profil

Sicherheitsschuhe schützen Sie in der privaten Werkstatt und am Arbeitsplatz vor diesen allgegenwärtigen Risiken:

Gefahren durch herabfallende oder herumliegende Gegenstände

Gefahren durch Ausrutschen, Einklemmen,
Hineintreten oder Stürze

Gefahren durch auslaufende Chemikalien

Thermische Gefahren durch Kälte oder Hitze

Elektrische Einwirkungen und elektrostatische Aufladung

Was zeichnet gute Sicherheitsschuhe aus?

Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhe gibt es in verschiedenen Ausführungen. Üblich sind Halbschuhe oder überknöchelhohe Stiefel (Sicherheitsstiefel). Es gibt Sicherheitssandalen mit besonders guter Belüftung des Fußbereichs, die im Sommer oder in warmen Arbeitsumgebungen angenehm zu tragen sind. Modelle in Sneakers-Optik glänzen mit einer sportlichen Optik. Schnittschutzschuhe sind mit ihrer besonders robusten Zehenschutzkappe in der Lage, sogar das Sägeblatt einer Handkreissäge oder Kettensägen zu stoppen. Die bekanntesten Hersteller von Fußschutzschuhen sind Albatros, Giasco, Leipold + Döhle, PUMA Safety und Uvex.

Merkmale guter Sicherheitsschuhe

ESD-Schuhe (ESD = Electro Static Discharge: elektrostatische Entladung) eignen sich für Arbeitsbereiche, in denen mit empfindlichen elektronischen Bauteilen oder leicht entzündlichen Stoffen gearbeitet wird. ESD-Modelle sind antistatisch. Die ESD-Ausstattung verhindert eine elektrostatische Aufladung, die hochempfindliche Hightech-Bauteile schädigen oder einen Brand Explosion auslösen könnten. Mit einem ESD-Modell können Sie beispielsweise über einen Teppich gehen, ohne sich statisch aufzuladen. "Low ESD" steht für eine reduzierte elektrostatische Entladung Low ESD ( Low Electro Static Discharge) steht für eine reduzierte elektrostatische ESD-Entladung.

Sicherheitsschuhe unterscheiden sich von gewöhnlichen Arbeitsschuhen durch einen speziellen Aufbau. Zur Grundausstattung gehören ein Zehenkappenschutz aus Kunststoff, Aluminium, Fiberglas oder Stahl im vorderen Teil des Schuhs sowie eine öl-, benzin- und Feuchtigkeitsresistente Laufsohle. Die weiteren Eigenschaften regeln genormte Sicherheitsklassen, von denen die Kategorien S1, S1P, S2 und S3 am gebräuchlichsten sind.

Was hat es mit der Sicherheitsklasse auf sich?

Sicherheitsschuhe werden in unterschiedlichen Sicherheitsklassen angeboten. Die Codes S1 bis S5 stehen für die betreffende Kategorie. Die Klassifizierung hilft Ihnen, ein für das jeweilige Arbeitsumfeld benötigtes Modell auszuwählen. Die Kategorien gewährleisten, dass Ihre neuen Schuhe die vorgeschriebene Ausstattung haben. Hinter den Sicherheitsklassen stehen ganz offizielle DIN- und ISO-Normen (DIN EN ISO), die Sicherheitsschuhe im Rahmen einer Prüfung erfüllen müssen. So wollen Hersteller, Berufsgenossenschaften und Versicherungen sicherstellen, dass etwa der Zehen- und Fersenschutz bestimmte Voraussetzungen bis hin zu höchsten Anforderungen erfüllt.

Sicherheitsklasse S1

Sicherheitsschuhe der Kategorie S1 müssen eine Zehenschutzkappe haben, die mindestens 200 Joule Druck aushält. Der Fersenbereich muss geschlossen und stoßdämpfend (Fachbegriff: Energieaufnahme im Fersenbereich) sein. Außerdem ist eine antistatische, rutschhemmende sowie öl- und benzinresistente Sohle vorgeschrieben.

Sicherheitsklasse S1P

Die S1P-Modelle sind zusätzlich mit einer durchtrittsicheren Profillaufsohle ausgestattet. Nägel oder andere spitze Gegenstände können beim Drauftreten mit einem S1P-Schuh nicht nach innen gelangen.

Sicherheitsklasse S2

Schuhe der Kategorie S2 sind zusätzlich zur S1-Klasse kraftstoffbeständig und weitgehend wasserdicht. Innerhalb von 90 Minuten dürfen maximal zwei Gramm Wasser durch das Schuhoberteil eindringen. Damit hält ein S2-Modell Ihre Füße in feuchter Umgebung trocken.

Sicherheitsklasse S3

Die Kategorie S3 kombiniert die positiven Eigenschaften von S1P- und S2-Schuhen mit einem starken Profil. Zehenschutz, Antistatik, Stoßabsorption, fester Fersenbereich, Rutschhemmung, Durchtrittschutz und Wasserdichtigkeit sorgen bei S3-Sicherheitschuhen für eine großartige Rundumabsicherung.

Sicherheitsklasse S4

In diese Spezialkategorie fallen sichere Arbeitsschuhe der Klasse S2, die als Stiefel komplett aus einem polymeren Material hergestellt sind. Typische S4-Vertreter sind Sicherheitsgummistiefel und PUR-Security-Stiefel.

Sicherheitsklasse S5

Entspricht Sicherheitsstiefeln der S4-Klasse, deren Sohle zusätzlich durchtrittsicher sind.

Neben den Stufen S1, S1P, S2, S3, S4 und S5 gibt es noch Sicherheitsschuhe der Kategorie SB, etwa für Pflegepersonal in Krankenhäusern. Sie besitzen lediglich eine Zehenschutzkappe, jedoch keinen geschlossenen Fersenbereich.

Was bedeuten die Abkürzungen wie A, FO und P?

Die Fachleute der Gremien, die hinter den Sicherheitsklassen stehen, haben sich eine Reihe kryptisch anmutender Abkürzungen ausgedacht, die bestimmte Merkmale von Sicherheitsschuhen beschreiben. A steht für Antistatik, AN für Fußknöchelschutz, CI für Kälteisolierung, CR bedeutet Schnittfestigkeit und E besagt, dass die Schuhe eine bestimmte Energiemenge im Fersenbereich aufnehmen können. FO repräsentiert eine Öl- und benzinresistente Sohle, HI steht für Wärmeisolierung, I für elektrisches Isolierschuhwerk (Stichwort ESD), P für Durchtrittsicherheit und WRU für die Beständigkeit des Schuhoberteils gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme.

Mit diesen Kürzeln lassen sich die einzelnen Schutzklassen prima beschreiben: S1 ist ein zehengeschütztes Modell mit A, FO und E. Ein S2-Schuh entspricht einem S1-Modell plus WRU (A, FO, E und WRU).

Lassen Sie sich von all den Kürzeln nicht verwirren: Es genügt, wenn Ihr neuer Schuh der an Ihrem Arbeitsplatz geforderten Sicherheitsklasse entspricht. Im privaten Umfeld können Sie die Sicherheitsklasse und damit das Schuhmodell frei auswählen.  

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