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Bewegungsmelder – Schluss mit unnötigem Stromverbrauch!

Über 10 Prozent* des durchschnittlichen Stromverbrauchs in bundesdeutschen Haushalten entfallen auf die Beleuchtung. Ein nicht unerheblicher Anteil davon wird für unnötig eingeschaltetes Licht verschwendet. Ebenso unnötig werden dadurch die Stromkosten in die Höhe getrieben. Doch mit elektronischen Lichtschaltern (Bewegungsmeldern) lassen sich diese vermeidbaren Kosten leicht einsparen. Licht brennt nur dann, wenn es auch wirklich benötigt wird.


Doch nicht nur das! Zusätzlich sorgen Bewegungsmelder für ein Plus an Komfort und Sicherheit. So geht das Licht automatisch an, selbst wenn man keine Hand für einen Lichtschalter frei hat. Auch der Hauseingang mit Treppen und Stufen kann bei Dunkelheit zuverlässig beleuchtet werden, wenn Besuch kommt. Zudem können sicherheitsrelevante Bereiche taghell beleuchtet werden, wenn Personen sich nähern.

(*Durchschnittlicher Stromverbrauch bei einem Musterhaushalt ohne elektrische Warmwasseraufbereitung. Quelle: musterhaushalt.de)

Was ist ein elektronischer Bewegungsmelder?

Ein Bewegungsmelder ist ein elektronischer Sensor, der Bewegungen bzw. Veränderungen innerhalb seines Überwachungsbereichs erkennt und entsprechend reagiert. Je nach Bauausführung kann der Bewegungsmelder Alarm auslösen, Türen öffnen oder einfach „nur“ eine Lampe schalten.
Je nach verwendeter Technik werden die Bewegungsmelder in zwei unterschiedliche Gruppen eingeteilt:  
 

PIR-Bewegungsmelder

Der wohl gängigste Bewegungsmelder ist der Infrarot-(IR) Bewegungsmelder. Sein Sensor empfängt die Wärmestrahlung von Menschen, Tieren und auch Kraftfahrzeugen in seiner näheren Umgebung. Wenn sich die Wärmequelle innerhalb des Überwachungsbereichs bewegt, führt er eine Schaltfunktion aus. Da der Sensor die Wärmestrahlung (IR-Strahlung) nur empfängt und aktiv keine Signale aussendet, werden diese Melder auch Passiv-Infrarotmelder (PIR-Melder) genannt.  


 

Der Hochfrequenz-Bewegungsmelder

Hochfrequenz (HF)-Bewegungsmelder senden aktiv hochfrequente elektromagnetische Wellen aus (z. B. im Bereich von 5,8 oder auch 24,05 GHz = 5,8 oder 24,05 Milliarden Schwingungen pro Sekunde). Diese werden von Gegenständen und Hindernissen in der nahen Umgebung reflektiert und vom Sensor wieder empfangen. Bereits kleinste Bewegungen führen zur messbaren Veränderungen des Echosignals. Sobald eine Veränderung vom Sensor wahrgenommen wird, löst ein integrierter Mikroprozessor den Schaltbefehl
aus. Selbst eine Erfassung durch Türen, Glasscheiben oder durch dünne Wände hindurch ist mit einem Hochfrequenz-Bewegungsmelder möglich. Somit eignen sich diese Systeme auch ideal für die verdeckte Montage in Bädern und Toiletten. Aufgrund dieses Funktionsprinzips werden Hochfrequenz-Bewegungsmelder auch Radar-Bewegungsmelder genannt.  



 

Elektronischer Bewegungsmelder

 

 

Wie werden Bewegungsmelder in der Lichttechnik eingesetzt?

Damit Bewegungsmelder die angeschlossenen Lampen praxisgerecht steuern können, müssen Sie einen Helligkeitssensor besitzen. Nur so ist gewährleistet, dass die Beleuchtung nur unterhalb eines bestimmten Helligkeitswerts eingeschaltet wird. Zusätzlich benötigen sie einen internen Timer, damit die Beleuchtung nach einer bestimmten Zeit wieder ausgeschaltet wird. Bei vielen Bewegungsmeldern lassen sich die Helligkeits- und Zeitwerte zudem individuell einstellen.

Um eine Beleuchtung mit einem Bewegungsmelder zu steuern, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:  
 

Integrierte Bewegungsmelder

Viele Lampenhersteller gehen mittlerweile dazu über, ihre anschlussfertigen Leuchten bereits ab Werk mit PIR- oder Hochfrequenz-Bewegungsmeldern auszustatten. Der große Vorteil liegt im reduzierten Installationsaufwand für den Kunden, und der Bewegungsmelder
ist perfekt an die Funktion und den Montageort der Leuchte angepasst. Nachteilig ist, dass nicht jede Leuchte ab Werk mit einem Bewegungsmelder ausgestattet ist oder ausgestattet werden kann.  

Externe Bewegungsmelder

Externe Bewegungsmelder werden genutzt, um bestehende Lampen oder Beleuchtungssysteme automatisch zu schalten. Da zur Installation das Verlegen von Stromleitungen und ein Eingriff in das bestehende Stromnetz erforderlich ist, dürfen diese Arbeiten nur von einer qualifizierten Fachkraft (z. B. Elektriker) durchgeführt werden, die mit den einschlägigen Vorschriften (z. B. VDE) vertraut ist.  

Bewegungsmelder für den Innenbereich

Bewegungsmelder, die im Innenbereich eingesetzt werden, müssen ganz besondere Eigenschaften erfüllen. Je nach Aufgabenstellung sollen sie sich in bestehende Schalterprogramme integrieren, in genormte Unterputzdosen unterbringen oder auch versteckt einbauen lassen. Trotz voller Funktionalität sollen sie sich optisch dezent im Hintergrund halten. Manche Bewegungsmelder sind so konstruiert, dass sie sogar problemlos und mit wenigen Handgriffen anstelle eines herkömmlichen Lichtschalters verwendet werden können. Dafür bieten wir Ein- bzw. Anbau-Bewegungsmelder an – zur Nachrüstung oder um diese abgesetzt montieren zu können.  


Bewegungsmelder für den Außenbereich

Im Außenbereich werden von Bewegungsmelder ganz andere Leistungsmerkmale erwartet. Auch wenn die Bewegungsmelder größtenteils im überdachten Außenbereich eingesetzt werden, müssen sie doch den harten Umweltbedingungen mit starken
Temperaturschwankungen, Feuchtigkeits- und UV-Belastung standhalten. Demzufolge steht bei den Gehäusen die notwendige Robustheit im Vordergrund.

Bewegungsmelder in der Lichttechnik

 

IP-Schutzart

Ob ein Gerät auch für den Außenbereich geeignet ist, können Sie der IP-Schutzgrad-Bezeichnung auf dem Typenschild oder in den technischen Unterlagen entnehmen. Dieser IP-Schutzgrad sagt genau aus, gegen welche äußeren Einflüsse das jeweilige Produkt geschützt ist. Da diese Schutz-Kennzeichnung international genormt und somit in allen Ländern gleich ist, werden die Buchstaben IP (für International Protection) verwendet. Für die genaue Klassifizierung wird gemäß DIN 40 050 eine zweistellige Zahl genutzt. Die erste Ziffer ist die Kennzeichnung des Berührungs- bzw. Fremdkörper-Schutzes. Die zweite Ziffer ist die Kennzeichnung des Wasser-Schutzes.    
 

  1. Ziffer 2.Ziffer
  Schutz gegen Berührung Schutz gegen Fremkörper Schutz gegen Wasser
0 Kein Schutz Kein Schutz Kein Schutz
1 Großflächige Körperteile (z. B. Handrücken) Große Fremdkörper (Ø > 50 mm) Schutz gegen senkrecht fallendes Tropf-Wasser
2 Finger Mittelgroße Fremdkörper (Ø > 12 mm) Schutz gegen schräg (bis 15°) fallendes Tropf-Wasser
3 Werkzeuge und Drähte (Ø > 2,5 mm) Kleine Fremdkörper (Ø > 2,5 mm) Schutz gegen Sprüh-Wasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Werkzeuge und Drähte (Ø > 1 mm) Kornförmige Fremdkörper (Ø > 1 mm) Schutz gegen allseitiges Spritz-Wasser
5 Vollständiger Berührungs-Schutz Staub-Ablagerung Schutz gegen Strahl-Wasser
6 Vollständiger Berührungs-Schutz Staub- Eintritt Schutz gegen starkes Strahl-Wasser
7     Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8     Schutz gegen dauerndes Untertauchen


Ein Produkt mit der Kennzeichnung IP44 ist demzufolge vor Werkzeugen und Drähten (Ø > 1 mm), kornförmigen Fremdkörpern (Ø > 1 mm) und gegen allseitiges Spritz-Wasser geschützt.  

 

 

Welche Leuchtmittel können mit Bewegungsmeldern kombiniert werden?

In einem Bewegungsmelder kann entweder ein mechanischer Relaiskontakt oder ein elektronischer Halbleiter (Triac) verbaut sein.
Unabhängig von der Bauausführung des Schaltelementes muss immer auf die max. zulässige Schaltleistung, die in den technischen Daten des Bewegungsmelders angegeben ist, geachtet werden.

Wichtig:

Die Schaltleistung darf in keinem Fall überschritten werden.
Sollte ein Bewegungsmelder zusätzlich auch für induktive Lasten (Niedervolt–Halogentrafos oder Leuchtstoffröhren) geeignet sein, wird das im Regelfall ebenfalls bei den technischen Daten ausgewiesen.

Achtung:

Aufgrund der Schalthäufigkeit ist der Einsatz von Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren in Verbindung mit Bewegungsmeldern nicht empfehlenswert.

Wichtig:

Bei Bewegungsmeldern, die einen elektronischen Schalter (Triac) nutzen, kann es beim Anschluss von Hochvolt-LED-Leuchtmitteln zu Fehlfunktionen kommen. Die Stromaufnahme von LED-Leuchtmitteln kann je nach Lichtleistung sehr gering sein und somit unterhalb der Mindestschaltleistung liegen. In diesem Fall sind Bewegungsmelder mit einem Relaiskontakt zu verwenden.

 

 

 

Wie werden Bewegungsmelder richtig montiert?

Während im Innenbereich vorwiegend Decken- und Unterputzeinbau-Bewegungsmelder zum Einsatz kommen, die sich harmonisch in das Schalterprogramm oder Wohnambiente einfügen, finden im Außenbereich eher Anbau- und Aufbau-Bewegungsmelder Verwendung.
 

Innenbereich

Außenbereich


Erfassungsbereich

Aufgrund von vorgeschalteten Linsen wird der Erfassungsbereich eines PIR-Bewegungsmelders in verschiedene fächerartige Zonen unterteilt. In den nachfolgenden Skizzen sind diese Zonen schematisch dargestellt. Ein Schaltvorgang erfolgt dann, wenn sich die Wärmequelle durch diese fächerartigen Zonen bewegt. Je nach Ausführung des Bewegungsmelders kann die Reichweite des Erfassungsbereichs mithilfe von Einstellreglern justiert werden. Mithilfe von Blenden, die über die Linse geschoben werden, kann die Form des fächerförmigen Erfassungsbereichs individuell angepasst werden. So lassen sich bestimmte Bereiche im Erfassungsfeld ausblenden.

Montagehöhe

Damit PIR-Bewegungsmelder die in den technischen Unterlagen angegebenen Reichweiten auch wirklich erreichen, ist die Einhaltung der richtigen Montagehöhe erforderlich. In der nebenstehenden Zeichnung ist der Zusammenhang von Montagehöhe und Reichweite schematisch dargestellt.

Montagehöhe

Montageort

Neben der Montagehöhe ist auch der Montageort bzw. die „Blickrichtung“ eines PIR-Bewegungsmelders von entscheidender Bedeutung. Die beste Erkennbarkeit ergibt sich, wenn die Bewegungsrichtung einer zu erfassenden Person (schwarzer Pfeil in Skizze) im 90°-Winkel zur Blickrichtung verläuft. Wenn die zu erfassende Person auf den PIR-Bewegungsmelder zuläuft, erfolgt eine Erfassung erst sehr spät.

Montageort

Wichtiger Hinweis

Bei der Montage im Innenraum kann es vorkommen, dass durch Sonneneinstrahlung oder Heizkörper erwärmte Luft im Zimmer nach oben steigt und eine Fehlschaltung auslöst.