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Betriebsstunden-Zähler-Module sind Messgeräte, die die Zeit erfassen, in der sich ein technisches Gerät in Betrieb befindet. Das ist wichtig, um zum Beispiel Fristen für Wartungsarbeiten einzuhalten. Wir verraten Ihnen, welche Arten der Zähler es gibt und inwiefern sie sich in ihrer Funktionalität unterscheiden.

Was sind Betriebsstunden-Zähler-Module?

Was sind Betriebsstunden-Zähler-Module?

Zur Erfassung der Betriebsstunden nutzen die Zähler-Module nicht nur Ein- und Ausschaltvorgänge, sondern werten unter anderem Umdrehungen, Vibrationen oder lineare Bewegungen aus. Letztere werden immer in ein elektrisches Signal umgesetzt. Die eingehenden Impulse werden mit der internen Zeitbasis des Zählers ins Verhältnis gesetzt. Diese Angaben sind in vielen technischen Bereichen erforderlich, um maximal zulässige Betriebszeiten sowie Wartungs- und Prüffristen für Maschinen und Anlagen einzuhalten.

Viele Betriebsstunden-Zähler sind multifunktional: Sie können andere zeitbasierte Werte wie Geschwindigkeit oder Frequenz erfassen und anzeigen. Dazu müssen manche Geräte geöffnet und mit sogenannten Dip-Schaltern auf die jeweilige Aufgabe eingestellt werden.

Betriebsstunden-Zähler-Module sind mehrheitlich für den Einsatz in Industrieumgebungen gedacht. Daher verfügt die sichtbare Frontseite über eine zugesicherte Schutzart, während das gesamte Modul eine andere Schutzart aufweist. Betriebsstunden werden mitunter „unsichtbar“ gezählt, zum Beispiel in einem Kfz, das zum nötigen Zeitpunkt einen Wartungs-Hinweis an der Instrumententafel ausgibt.

Wozu Betriebsstunden zählen?

Geräte und Einrichtungen jeder Art unterliegen im Betrieb einem Verschleiß, der in vielen Fällen sicherheitsrelevante Aspekte hat. Für eine Vielzahl von industriellen und privaten Bereichen ist die Dauer, die eine technische Einrichtung in Betrieb ist, von Belang. Der allgemeine Begriff der Zuverlässigkeit beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass ein System unter definierten Bedingungen eine gewisse Zeit lang fehlerfrei arbeitet. Diese Zeit muss erfasst werden.

Um den Gefahren durch Komponenten-Ausfall entgegenzusteuern, sind für bestimmte Prozesse und Geräte Zeiten festgelegt, innerhalb derer Wartungsarbeiten auszuführen oder Komponenten zu erneuern sind. Beispiele dafür sind die Hauptuntersuchung von Kfz, die Prüfung von Hebezeugen, Druckbehältern oder Fahrstühlen sowie die Wartung von Flugzeugen und Heizungsanlagen.

Zu diesem Zweck kommen Betriebsstunden-Zähler zum Einsatz, die ab Nutzungsbeginn einer technischen Einrichtung die tatsächlich genutzte Zeit erfassen.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass man bei technischen Anlagen, die an Betriebs- und Wartungsfristen gebunden sind, die langfristigen Kosten für den Unterhalt, die Wartung und Neuanschaffungen durch Betriebsstunden-Erfassung sehr genau kalkulieren kann.

Nicht berücksichtigen können diese Messgeräte, ob eine Anlage bestimmungsgemäß verwendet wird, ob Leistungsparameter, zulässige Laufzeiten oder Wartungsintervalle eingehalten oder überschritten werden. Das obliegt stets dem Betreiber oder Nutzer.

Entwicklung der Betriebsstunden-Zähler

Entwicklung der Betriebsstunden-Zähler

Die Notwendigkeit, bestimmte Betriebs- und Wartungszyklen an technischen Einrichtungen einzuhalten, wurde schon früh erkannt. Ältere Betriebsstundenzähler nutzten herkömmliche Uhrwerke, die mechanisch entsperrt und wieder angehalten wurden, um die Nutzungsdauer festzustellen. Bei Flugzeugen wurde ein Sensor an der Flügelvorderkante verwendet, um die Zählung über den dort auftretenden Über-/Unterdruck zu starten oder zu stoppen. Mit der Entwicklung elektromechanischer Zählwerke wurde es möglich, Zählvorgänge mittels elektrischer Impulse auszulösen. Dazu erhielten mechanische Zählwerke ein „Upgrade“ mit gleichmäßig laufenden Motoren oder mit Elektromagneten.

Andere historische Bauformen von Betriebsstunden-Zählern bedienten sich einer Kapillare, in der ein Quecksilbertropfen zu eingebrachten Endkontakten wanderte.

Welche Betriebsstunden-Zähler-Module gibt es bei Conrad?

Welche Betriebsstunden-Zähler-Module gibt es bei Conrad?

Betriebsstunden-Zähler-Module verschiedener Marken finden Sie in unserem Shop im Bereich der Einbau-Messinstrumente.

In technischer Hinsicht werden die Zähler unterschieden nach:

Schutzart: Umfasst den Bereich von IP40 bis IP54. 

Rückstellung: Methode, wie der Ursprungszustand des Zähler-Moduls wiederhergestellt werden kann: elektrisch, manuell, kombiniert. Manche Betriebsstunden-Zähler können nicht zurückgestellt werden.

Auf den jeweiligen Produktseiten finden Sie Bedienungsanleitungen zum Download.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Betriebsstunden-Zähler-Modulen

Was ist beim Umgang mit den Zähler-Modulen wichtig?

Beachten Sie die Anschlusshinweise der Hersteller. Es können bestimmte Kabel empfohlen sein, die die Richtlinien der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) erfüllen. Solche Kabel erhalten Sie ebenfalls bei uns, zum Beispiel geeignete Datenkabel.

Die Signalleitungen sollten eine Gesamtlänge von 30 Metern nicht überschreiten.

Wie machen sich Fehler an digitalen Einbau-Messgeräten bemerkbar?

Der Umgang mit den Geräten erfordert qualifiziertes Personal, das mit der Montage, Inbetriebnahme und dem Betrieb dieser Zähler-Module vertraut ist, speziell beim Anschluss weiterer gesteuerter Komponenten an das Niederspannungsnetz.

Setzen Sie bei erkennbarer Beschädigung oder Funktionsstörung das Gerät umgehend außer Betrieb und sorgen Sie für Ersatz.

Digitale Einbau-Messgeräte können als Elektronikschrott gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der Wiederverwertung zugeführt werden. 

Wenn die Geräte eine Lithium-Batterie für den internen Speicher besitzen, darf diese nicht verbrannt oder einem Temperaturbereich unter -20 oder über +70 Grad Celsius ausgesetzt werden. Sie müssen getrennt vom Elektronikschrott entsorgt werden. Benutzen Sie nur unbeschädigte Batterien und halten Sie Batteriefächer und deren Verschlüsse sauber und leichtgängig. Solche Kleinzellen sollten immer mit Werkzeug eingesetzt werden, um ein Berühren mit den Fingern zu vermeiden. Bei ausgelaufenen Batterien darf ein Messgerät nicht mehr weiterbenutzt werden.

Wie machen sich Fehler an digitalen Einbau-Messgeräten bemerkbar?

  • Keine Anzeige im Display aufgrund eines defekten Messgerätes, fehlender Versorgungsspannung oder ausbleibender Messimpulse der zu messenden Betriebszeit.
  • Schlecht ablesbare Anzeige durch falsch eingestellten Kontrastregler.
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