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Ratgeber

VGA-Stecker: Schnittstelle zur Bewegtbild-Übertragung

VGA-Stecker sind schon lange am Markt etabliert und trotz vieler neuerer Alternativen aktuell auch nicht wegzudenken. Ihre mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten und ihre Kompatibilität mit vielen Arten von Geräten machen VGA-Stecker heute noch zu einer relevanten Lösung im Bereich der Bewegtbild-Übertragung. Wie VGA-Stecker funktionieren und worin ihre Vor- und Nachteile liegen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.


Was ist ein VGA-Stecker?

VGA steht für den englischen Begriff Video Graphics Array und bezeichnet eine Schnittstelle zur Bewegtbild-Übertragung. Ein VGA-Stecker wiederum ist der an einem VGA-Kabel zu findende Steckverbinder zwischen einem Gerät, welches das Bildsignal ausgibt, und dem Gerät, das dieses Signal wiedergeben soll. Die beiden Steckerenden eines solchen Kabels bezeichnet man als Anschluss A beziehungsweise Anschluss B; sie können in Stecker- oder Buchsen-Form ausgeführt sein. Ein VGA-Stecker ist in der Regel ein mit 15 Pins bestückter Mini-D-Sub-Stecker. 

Im Gegensatz zu den Schnittstellen HDMI und DisplayPort, die ihre jeweiligen Signale digital übertragen, werden über VGA Bildsignale analog übermittelt. Neben VGA und seinen rein digitalen Nachfolgern existiert noch der DVI-Anschluss, ein Standard, der in zwei seiner drei Formen (DVI-A und DVI-I) auch analoge VGA-Signale verarbeiten kann. DVI-D fehlt diese Option, da hier eine rein digitale Übertragung erfolgt.


Geeignete Endgeräte und Auflösung

Der bekannteste Einsatzbereich von VGA-Steckern waren lange Zeit Computer. Sowohl Desktop-PCs als auch Laptops können eine entsprechende Buchse aufweisen. Obwohl ein VGA-Anschluss bei neueren Geräten kaum noch verbreitet ist, sind nach wie vor viele mit einer VGA-Buchse ausgestattete Computer in Betrieb. Zahlreiche ältere Flachbild-Fernseher, Monitore und vor allem Beamer verfügen über einen VGA-Anschluss zur Bildübertragung. Gerade im industriellen Bereich ist VGA noch gängig, zumal die Stecker in der Regel als robuster und potenziell langlebiger gelten als die im Consumer-Bereich zum Standard gewordenen HDMI-Stecker. Der VGA-Standard wurde ursprünglich nur für eine heutzutage sehr niedrige Auflösung von 640 x 480 Pixeln entworfen. Ältere PC-Anwender kennen diese Auflösung unter Umständen noch als "VGA-Auflösung". Tatsächlich ist aber auch eine Bildübermittlung in 720p (HD) und 1080p (Full-HD) möglich, wenn hochwertige Zuspieler und Displays zum Einsatz kommen. Selbst noch höhere Auflösungen sind durch die Verwendung sehr guter VGA-Kabel nicht ausgeschlossen.


Vor- und Nachteile von VGA-Steckern

Gerade beim Einsatz von Beamern kann durch sehr lange Zuleitungskabel ein Problem entstehen: Kabel mit neueren Übertragungsstandards funktionieren unter Umständen nicht zuverlässig bei Längen im zweistelligen Meterbereich. Für DisplayPort-Kabel wird sogar empfohlen, eine Kabellänge von 3 Metern nicht zu überschreiten, wenn ein hochauflösendes Signal ohne Qualitätseinbußen übertragen werden soll. Ein VGA-Kabel hingegen liefert auf Längen bis zu 30 Metern zuverlässig sein Signal aus. Letzten Endes ist es aber auch die vielerorts vorhandene technische Infrastruktur, die die Nutzung von VGA unabdingbar macht – sei es im Arbeitsumfeld oder auch im Bildungsbereich. Es hängt von den technischen Gegebenheiten und den individuellen Anforderungen ab, ob ein VGA-Stecker die richtige Wahl für das zu übertragende Signal darstellt. 

Zu beachten ist dabei, dass VGA nur Bild, aber keinen Ton übertragen kann. Ist dies gewünscht, ist eine separate Verbindung für Tonsignale herzustellen. HDMI- und DisplayPort-Kabel übertragen hingegen Video und Audio. Beide unterstützen zudem deutlich höhere Auflösungen – ein 4K-Signal beispielsweise ist nicht für die Übertragung via VGA geeignet. Ein Anschlusskabel auf HDMI- oder DisplayPort-Basis ist in diesem Fall die übliche Wahl.


Unser Praxistipp: Im Zweifelsfall helfen Adapter und Konverter

Sollten Sie vor dem Problem stehen, dass zwei Ihrer Geräte nicht zusammenpassen, weil beispielsweise eines über eine VGA-Buchse verfügt, das andere aber auf DVI, HDMI oder DisplayPort setzt, können entsprechende Adapter oder Konverter eine Lösung sein. Die Verbindung zwischen VGA-Stecker und DVI-Buchse ist durch einen kostengünstigen Adapter möglich, wenn die DVI-Buchse als DVI-A oder DVI-I klassifiziert ist. Um ein analoges Signal auf VGA-Basis kompatibel zu HDMI- und DisplayPort-Geräten zu machen, sind hingegen spezielle Konverter nötig. Hier ist es wichtig, auf die korrekte Richtung der Umwandlung zu achten.

Außerdem kann es in diesem Fall durch den HDCP-Kopierschutz zu Problemen bei bestimmten Inhalten kommen – dann bleibt Ihr Bildschirm leider schwarz. Auch innerhalb des VGA-Standards sind Adapter für spezielle Anwendungsfälle erhältlich. So gibt es zum Beispiel Y-Kabel mit zwei VGA-Buchsen und einem VGA-Stecker. Diese Kabel ermöglichen es, zwei Monitore an eine Grafikkarte mit nur einem VGA-Port anzuschließen.


FAQ – häufig gestellte Fragen zu VGA-Steckern

Wie verbinde ich ein iOS-Device mit Lightning-Buchse mit einem VGA-Display?

Aktuelle mobile Apple-Geräte nutzen keine der bisher genannten Anschlussformen, sondern verfügen über eine sogenannte Lightning-Buchse. Auch für diesen Fall existieren passende Adapter. Unter anderem bietet Apple selbst einen Adapter an, der es ermöglicht, Videos vom iOS-Gerät an einen Monitor mit VGA-Schnittstelle zu übertragen. Dabei wird eine Auflösung bis zu 1080p unterstützt.

Mein VGA-Kabel ist zu kurz! Was tun?

Gerade in Kombination mit Beamern werden häufig lange VGA-Kabel benötigt. Zwar gibt es sehr lange VGA-Kabel mit 30 Metern Länge und mehr bereits fertig zu kaufen, oft ist aber auch der Einsatz eines Verlängerungskabels möglich. Dabei ist darauf zu achten, dass ein solches Verlängerungskabel von ebenso hoher Qualität sein sollte wie das Kabel, das verlängert wird. Ansonsten können Beeinträchtigungen der Bildqualität auftreten, was sich dann zum Beispiel in verminderter Schärfe widerspiegelt.

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