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Geländebau

 

Fernsprechanlagen – vorbildgetreue Details an der Modellbahnstrecke

Die Zeit der Telegrafenmasten, war die Zeit der Fernsprechbuden aus Wellblech.

Die Zeit der Telegrafenmasten, war die Zeit der Fernsprechbuden aus Wellblech.

Bausatz von Auhagen

Bausatz von Auhagen

Die Telegrafenmasten, in ihrer ursprünglichen Form, sind mittlerweile verschwunden, während man die Wellblechbuden noch allerorts finden kann.

Sie waren Witterungsschutz für die Fern­sprech­einrichtung und ein Unterstand für den Lok­führer bei Gesprächen mit dem Fahr­dienst­leiter.

Conrad Electronic bietet einen preiswerten Bausatz von Auhagen an. Die Wellblechvariante enthält zwei Buden und zwei einfache Weichen­spann­werke. Nachdem Sie die Bauteile vom Spritzling entfernt haben, entgraten Sie diese mit Messer, Feile und Sandpapier.

Die Überhänge des Daches sind etwas zu dick geraten. Durch vorsichtiges Abtragen des Kunststoffes mit dem Messer an den Rändern, ensteht jedoch ein glaubhafter Blech-Look.

Acrylfarben von Revell

Acrylfarben von Revell

Bringen Sie Farbe ins Spiel

Das fertig verleimte Häuschen können Sie auf die verklebte Grundplatte montieren. In unserem Beispiel wurde die Sockelvariante mit Geländer gewählt. Das Kunststoff­geländer können Sie auch durch einen Eigenbau ersetzen. 0,8 mm Messing­draht eignet sich dafür gut.

Lackieren Sie das Häuschen mit Acryl­farben von Revell. Ohne Lackierung hat das Häuschen einen schnöden Kunststoff­glanz.

Eine abschließende Patinierung, lasierend mit wasserlöslichen Lacken aufgetragen, hebt die Steine des Sockels und den Well­blech­charakter heraus. Sie können den Verwitterungsgrad durch unterschiedliche Verdünnung der Farbe regulieren.

Der Bausatz enthält ein F-Schild, das Sie aus der Packung schneiden können.

Übergänge kaschieren

Der Bausatz enthält ein F-Schild, das Sie aus der Packung schneiden können.

Ein Schild mit der Bezeichnung “Signalfernsprecher“ müssen Sie mit Ihrem PC selbst produzieren (ggf. mit einem Scanner zum Verkleinern der Schrift).

Stellen Sie das Gebäude auf und integrieren Sie es in die fertige Umgebung, indem Sie die Übergänge mit Begrünungsmaterial kaschieren.

Wirklichkeitsnahe Gestaltung des Modellbahngeländes

Flächen aus Geländematten eignen sich gut für den Vordergrundbereich schmaler Module und Seg­mente.

Flächen aus Geländematten eignen sich gut für den Vordergrundbereich schmaler Module und Seg­mente. Der Blick auf die Bahnstrecke wird nicht versperrt und gleichzeitig erhält man eine re­a­li­täts­nahe Landschaft.

Man findet bei den Bodendeckern sehr re­a­li­täts­nahe Produkte und diese haben ihren Preis.

Bodendecker

Preiswerte Qualität

Man findet bei den Bodendeckern sehr re­a­li­täts­nahe Produkte und diese haben ihren Preis.

Doch auch die etwas preiswerteren erzielen üb­er­zeugende Effekte. Erhältlich sind Feldmatten und Ackerflächen mit verschiedenen Strukturen.

Alle Produkte lassen sich leicht verarbeiten und eignen sich auch für die Gestaltung größerer Flächen.

So wird's noch realistischer

Äcker

So wird's noch realistischer

Teilweise bestehen die Ackerflächen aus Well­pappe. Diese sind zwar recht stark, aber lass­en sich trotzdem flexibel verarbeiten. Wenn Sie die Pappe von unten befeuchten, kann sie flexib­el angepasst werden.Für das Aufkleben eignet sich Weißleim am Besten.

Der "Kartoffelacker grün" ist sehr realistisch und muss auch mit Flocken nicht nachbearbeitet werd­en. Dennoch glänzt die Fläche etwas zu sehr und die Farbgestaltung ist etwas zu gleichmäßig.

Bürsten Sie mit einem harten Flachpinsel braune Trockenfarbe auf und betonen Sie einzelne Stell­en stärker, andere weniger. So gestalten Sie den Übergang von frisch gepflügten zu be­wachsen­en Flächen fließend.

Wiesengeländematten gibt es in verschiedenen farblichen und saisonalen Varianten

Wiesengelände

Wiesengeländematten gibt es in verschiedenen farblichen und saisonalen Varianten.

"Sommerwiese" und "Heidelandschaft" fallen zwar sehr kräftig aus, aber Sie können sich be­vorzugte Stellen auch herausschneiden. Die Matten zeigen kurze, aufrechte Grasfasern und sind nicht für große, wildgewachsene Wiesen in einzelnen Segmenten oder Modulen geeignet.

Als Basis für größere Flächen auf der klassischen Plattenanlage, bieten sie sich jedoch an.

Auch für den Anfänger stellt die Verarbeitung der Matten kein Problem dar.

Verarbeitung

Auch für den Anfänger stellt die Verarbeitung der Matten kein Problem dar. Schneiden Sie die Stöße kurvig und unregelmässig zu, indem Sie die entsprechenden Stücke übereinander legen und diese mit Weißleim verkleben. So wird der Übergang unregelmäßig und passgenau zu­gleich. Knüllen Sie die Matten zusammen, um sie unregelmäßigen Strukturen anzupassen.

Übergänge zu andersartigem Gelände können Sie mit Grasfasern kaschieren.

Modellbahnfahrzeuge – Schönheiten auf dem Schrottplatz

Ausgemusterte Dampflokomotiven sind faszinierende Objekte.

Alte Lokomotiven aus vergangener Zeit sind auf stillen Gleisen und an Bahnhöfen nicht unbedingt selten an­zu­treffen, werden aber auf Modellbahnanlagen oft ver­gessen. Dabei gehören sie zu den reizvollsten At­trak­ti­onen in der Welt der Eisenbahn.

Ausgemusterte Dampflokomotiven sind faszinierende Objekte. Auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Reichsbahn sind sie heute noch zu entdecken.

Meist werden sie als Ersatzteillager für Loks verwendet, die immer noch betriebsfähig sind.

Am Beispiel eines älteren Piko-Modells der Baureihe 41 wird im Folgenden beschrieben, wie sich ein Heiz­lok­wrack als Modell umsetzen lässt.

Stahlschwellengleise

Stahlschwellengleise

Zerlegen Sie das Modell vollständig und bauen Sie den Motor aus. Beginnen Sie mit dem Fahr­werk.

Der Barrenrahmen wird in seine zwei Teile zerlegt und die Stromabnehmerschleifer sowie die Brem­sen werden entfernt. Anschließend wird der Rahm­en mit typischen Durchbrüchen versehen.

Sie benötigen eine Kleinbohrmaschine mit einem 1mm-Bohrer, einen Kegelfräser, ein kleines Bast­el­messer sowie runde und flache Nadel­feilen.

Ersatzteillager

Zerlegen Sie das Modell vollständig und bauen Sie den Motor aus. Beginnen Sie mit dem Fahr­werk.

Der Barrenrahmen wird in seine zwei Teile zerlegt und die Stromabnehmerschleifer sowie die Brem­sen werden entfernt. Anschließend wird der Rahm­en mit typischen Durchbrüchen versehen.

Sie benötigen eine Kleinbohrmaschine mit einem 1mm-Bohrer, einen Kegelfräser, ein kleines Bast­el­messer sowie runde und flache Nadel­feilen.

Entfernen und Ersetzen

Entfernen und Ersetzen

Jetzt ist der Kessel dran. Entfernen Sie die Kessel­armaturen, Leitungen und Waschluken.

Das Nummernschildblech sowie die Laterne werden ebenfalls entfernt und erhabene Teile mit dem Bastelmesser Schicht für Schicht ab­ge­trag­en.

Nachdem die Rahmendurchbrüche und Federn freigelegt sind, können Sie damit beginnen den Rahmen und die Radsätze mit schwarzer Farbe zu behandeln.

Auch den Bereich der Pufferbohle können Sie verfeinern. So können beispielsweise Lampen­bügel der bereits entfernten Lampen mit 0,4-mm-­Draht nach­empfunden werden.

Entfernen Sie am Führerhaus die Fenstereinsätze sowie die Nummern- und Gattungsschilder. Ergänzen Sie das Dach mit Regenschutzblechen (Blechstreifen 1x10 mm, Stärke 0,1 mm) sowie mit Dachhaken. Unter dem Führerhaus können Sie Leitungen und den Tritt ergänzen.

Farbe und Pastellkreide

Farbe und Pastellkreide

Färben Sie danach Kessel und Führerhaus Tiefschwarz (RAL 9005) und lackieren Sie die roten Partien nach.

Behandeln Sie, nachdem die rote Farbe durchgetrocknet ist, diese Bereiche mit stark verdünntem Schwarz.

Schenken Sie hierbei dem Barrenrahmen und den Radsätzen besondere Aufmerksamkeit. Die Farbe wird lasierend mit dem Pinsel aufgetragen.

Um die Farbflächen zu altern, arbeiten Sie mit Mattschwarz und ein wenig Weiß nach. Die schwarze Oberfläche wirkt jetzt ausgeblichen. Verwenden Sie allerdings keine graue Farbe. Der Effekt ist nicht der gleiche.

Zwar bietet sich ein Farbauftrag mit Spritzpistole an, Pastellkreidenstaub und Trockenfarben lass­en sich jedoch ebenfalls verwenden. Das Gemisch aus schwarzer und weißer Pastellkreide tragen Sie mit einem weichen Pinsel auf (Größe 8).

Roststellen können ebenfalls mit Kreidestaub gestaltet werden, doch seien Sie mit Roststellen sparsam.

Der Tender wird farblich genauso gestaltet und behandelt wie die Lok. Das Kohleimitat des Tenders können Sie aussägen und durch echte Modellkohle ersetzen. Diese wird mit verdünntem Weißleim auf dem Ballastgewicht fixiert.

Ein echter Hingucker.

Winterwunderland auf dem Modellbahngelände

Winterwunderland auf dem Modellbahngelände

Foto by rent-a-photograph.de

Um Schnee nachzubilden, wird Gips verwendet. Für die Darstellung von Winterlandschaften, gibt es jedoch Alternativmaterialien.

Klären Sie, bevor Sie sich an die Umsetzung eines Wintermotivs machen, eine wichtige Frage. Soll der Schnee liegen bleiben oder im Frühjahr wieder entfernt werden? Bei Schnee, der wieder entfernt werden soll, gibt es gestalterische Grenzen.

Schneepulver, das nicht gebunden ist, haftet nicht überall gut.

Der Umbau einer Herbstlandschaft in eine Winter­landschaft kann mit einfachen Mitteln erreicht werden

Landschaften umbauen

Achtung Umbauarbeiten!

Der Umbau einer Herbstlandschaft in eine Winter­landschaft kann mit einfachen Mitteln erreicht werden. Passen Sie zuerst die Vegetation an, indem Sie die Laubbäume gegen natürlich gewachsenes Wurzelwerk austauschen.

Auch abgestorbene Bonsais eignen sich sehr gut. Mit dem sogenannten Meerschaum können Sie kleinere Sträucher nachbilden und die Boden­vegetation mit der Spritzpistole weißen

Schnee aus Gips

Schnee aus Gips

Lassen Sie es schneien

Sprühen Sie die Flächen mit Wasser ein und bestreuen Sie diese mit Gips aus einem Teesieb. Diesen Vorgang können Sie nach Belieben wiederholen und so die Höhe der Schneedecken variieren. Sie können Verwehungen und schnee­geräumte Bereiche imitieren, Fuß- und Reifenspuren einarbeiten etc.

Ihre Kreativität ist gefragt.

Die Firma "Noch" bietet ein sehr feines, kaum glitzerndes Pulver an.

Modellschnee

Neuschnee von "Noch"

Die Firma "Noch" bietet ein sehr feines, kaum glitzerndes Pulver an. Dieses können Sie mit einem Sieb auf die Anlage streuen und mit dem Staubsauger wieder entfernen.Wenn Sie diesen Schnee fixieren wollen, ist der Einsatz von Weiß­leim nicht geeignet. Weißleim verfärbt den Schnee gelblich. Verwenden Sie den ent­sprechend angebotenen Kleb­stoff.

Winterlandschaft von "Faller"

"Faller" bietet ein Winter-Set für vorrübergehende Schneelandschaften. Dieses Set enthält weißes Glas­diamantin (leicht glitzernd), Silber-Glas­diamantin (stark glitzernd), Schnee­farbe, Spachtel­masse, Eiszapfen und einige kahle Winter­bäume.

Sie können mit der Spachtel­masse verschiedene Schnee­polster nachbilden. Tragen Sie die Masse gleichmäßig und nicht zu dick auf. Schneehaufen, Verwehungen und Räumungs­schneisen etc. können Sie ebenfalls mit der Masse gestalten.

Nach dem Trocknen können Sie die Schicht mit der Schneefarbe einfärben. Die Schneefarbe ist die Grundlage für die Deckschicht aus Glasdiamantin.

Diese wird am Ende auf eine dünne Schicht Colofix-Leim von Faller aufgestreut. Für eine Erhöhung des Silber­effekts verwenden Sie zusätzlich noch etwas Silber-Glasdiamantin.

Natursteinmauern für eine realitätsgetreue Modellbahnanlage

Natursteinmauern sind ein Blickfang.

Natursteinmauern sind ein Blickfang. Solche Mauerelemente lassen sich mit einfachen Bauplatten aus Kunststoff nachbilden.

Vorgefertigte Natur- oder Bruchsteinmauern können oftmals nicht überzeugen

Natur- oder Bruchsteinmauern

Vorgefertigte Natur- oder Bruchsteinmauern können oftmals nicht überzeugen. Die Artikel haben zwar feine und abwechslungsreiche Strukturen, doch verschwinden diese, in ihrer Wirkung, meist im Einheitsgrau des Materials. Durch einen Farbauftrag können Sie diese Strukturen zum Leben erwecken.

Mit einem einmaligen Farbauftrag verschwindet aber höchstens der Plastikglanz des Materials. Vor dem endgültigen Farbfinish auf der Anlage, müssen Sie die Struktur herausarbeiten.

Die folgende Methode stellt eine von vielen Möglichkeiten dar, Strukturplatten lebendiger und realistischer zu gestalten

Methode

Die folgende Methode stellt eine von vielen Möglichkeiten dar, Strukturplatten lebendiger und realistischer zu gestalten. Kaufen Sie sich mehrere Bauplatten, um Spielraum zum Experimentieren zu haben. Für das folgende Vorgehen eignen sich Styroplast- und Polystyrolplatten. Styroplastplatten weisen meist etwas ausgeprägtere Strukturen auf und eignen sich für diese Technik besonders gut.

Doch auch die, für unser Beispiel gezeigte, Polystyrolplatte als Bruchsteinausführung gewinnt deutlich an Wirkung.

Sobald der Gips ausgetrocknet ist, können Sie die Lackierung in der gewünschten Farbe vornehmen.

Schritt 2

Sobald der Gips ausgetrocknet ist, können Sie die Lackierung in der gewünschten Farbe vornehmen. Nehmen Sie beispielsweise etwas grau aus weißer und schwarzer Farbe gemischt sowie etwas Ocker für einen wärmeren Ton.

Halten Sie die Farbe etwas heller, als die Farbe die Sie anstreben. Im nächsten Arbeitsschritt wird nämlich durch flächiges Auftragen von verdünnter schwarz/brauner Farbe, die Struktur wieder hervorgehoben. Wiederholen Sie diesen Vorgang bis das Ergebnis kräftig genug ausfällt.

Sobald der Gips ausgetrocknet ist, können Sie die Lackierung in der gewünschten Farbe vornehmen.
Bevor Sie den nächsten Schritt ausführen, muss die verdünnte Farbe vollständig trocken sein.

Schritt 3

Bevor Sie den nächsten Schritt ausführen, muss die verdünnte Farbe vollständig trocken sein. Bislang wirkt die Wand immer noch etwas langweilig. Tragen Sie nun vorsichtig weiße oder beige Farbe auf.

Wischen Sie den Pinsel vorher auf einem Stück Karton ab, so dass nur wenig Farbe daran haftet und streichen Sie dann vorsichtig, mit wenig Druck, über die Oberfläche der Mauerstruktur bis der gewünschte Effekt erreicht ist.

Machen Sie es sichtbar

Schritt 4

Machen Sie es sichtbar

Den Abschluss bildet das Auftragen von Holzbeize. Die Beize macht die feinsten Strukturen des Gipsauftrags sichtbar.

Viel Spaß!

Gewässergestaltung für die Modellbahnlandschaft

In diesem Praxis-Tipp erfahren Sie, wie Sie auf Ihrer Modell­eisen­bahnanlage naturgetreue Gewässer, z.B. einen Bach oder See, entstehen lassen können.

In diesem Praxis-Tipp erfahren Sie, wie Sie auf Ihrer Modell­eisen­bahnanlage naturgetreue Gewässer, z.B. einen Bach oder See, entstehen lassen können.

Ein wichtiger Hinweis: Gehen Sie sehr sparsam mit der Gieß­masse um – hierbei helfen Ihnen z.B. ausgediente Marmeladen­gläser.

Beachten Sie auch unbedingt die Sicherheits­hinweise: Denn obwohl ohne Lösungs­mittel, kann das Mittel Schäden anrichten. Sehr schwierig ist auch die rückstands­freie Ent­fernung von bereits ausgehärteter Gieß­masse. Erliegen Sie nicht der Verlockung, während der Aushärtungs­phase andere Arbeiten auf der Anlage zu verrichten, da sehr leicht Staub, Streugut oder Laub auf die klebrige Ober­fläche fallen können.

Die Anlage eines Baches

Die Anlage eines Baches

Das Ufer

Fangen Sie zum Beispiel mit einem Bach an.

Um eine möglichst realistische Wirkung von Gewässern zu erzielen, gestalten Sie den Uferbereich mit Natur­steinen. Das Stein­material sollte vorher gewaschen werden. Bei der Verwendung von „Tiroler Rot“ erscheint es dadurch dunkler und verfärbt sich dann hellrot.

Legen Sie die Steinchen einzeln und Stück für Stück an, so gestalten Sie eine naturgetreue Böschung. Zwischen die Steine streuen Sie den feineren Kies „Calston-Durite“. Beide Kies­sorten sind von der Firma „Noch“ erhältlich.

Anschließend wird Quarzsand gestreut, der aber einige Milli­meter unterhalb der Gesteins­schicht liegen und diese keinesfalls abdecken sollte.

Das Flussbett

Anschließend wird Quarzsand gestreut, der aber einige Milli­meter unterhalb der Gesteins­schicht liegen und diese keinesfalls abdecken sollte.

Zur Fixierung der Böschung verwenden Sie das bewährte Weißleim-­Wassergemisch; da der feine Quarzsand zwischen den Steinen fest aushärtet, stellt er eine sichere Verbindung her. Für den endgültigen Halt sorgt die Gießmasse.

Damit beim Ausgießen des Flussbettes die Gießmasse nicht einfach abfließt, bauen Sie eine Barriere aus Kunststoff­resten, die nach der Aus­härtung der Gießmasse leicht wieder abgenommen werden kann.

Die Rückseite der Barriere bekleben Sie mit Tesafilm, um sie später gut von der Gieß­masse trennen zu können. Zum Abdichten verwenden Sie einfach Knetmasse, da diese im Gegensatz zu Kitt keine feste Verbindung mit der Umwelt eingeht.

Bei der Gestaltung des Seeufers verfahren Sie genauso wie beim Bach. Nach dem Trocknen des Leimes reinigen Sie mit einem feuchten Lappen den Grund.

Die Anlage eines Sees

Bei der Gestaltung des Seeufers verfahren Sie genauso wie beim Bach. Nach dem Trocknen des Leimes reinigen Sie mit einem feuchten Lappen den Grund.

Mögliche Lücken in der dunklen Farbe sollten jetzt unbedingt geschlossen werden, um die spätere Wirkung nicht zu beeinträchtigen. Eine lebendigere Wirkung der Böschung erreichen Sie durch feines, unregelmäßig aufgetragenes Streu­gut. Platzieren Sie zwischen die Fels­brocken einzelne aus Island­moos herausgezupfte Büschelchen.

Da in der Realität selbst bei glasklarem Wasser nur ein 1 bis 2 m gehender Blick in die Tiefe möglich ist (abhängig von Licht­verhältnissen und Beschaffenheit des Grundes), stellen Sie die Gewächse nur am Rand auf, damit die Tiefenwirkung des Sees nicht eingeschränkt wird.

Hervorragend eignen sich hierfür auch Schilfgewächsansiedlungen, welche die Firma Woodland Scenics als „Feldgras (Field Grass)” anbietet.

Hervorragend eignen sich hierfür auch Schilfgewächsansiedlungen, welche die Firma Woodland Scenics als „Feldgras (Field Grass)” anbietet.

Steigern Sie die Tiefenwirkung

Der See wird in drei Schichten ausgegossen. Mit der ersten Schicht gleichen Sie Unebenheiten im Untergrund aus, die zweite steigert die Tiefen­wirkung. Das gelingt Ihnen, wenn sie die Gieß­masse leicht einfärben, Ton in Ton mit dem See­grund.

Der See wird in drei Schichten ausgegossen.

Hierfür eignen sich Trocken­farben. Aus Blau und Grün erhalten Sie einen Türkis-­Farbton, den Sie mit ein wenig Schwarz noch abdunkeln können.

Geben Sie der Gießmasse nur sehr wenig Farbe zu, da selbst ein dünner Auftrag den Blick auf den Grund oder zur Ufer­böschung verwehren kann.

Machen Sie unbedingt vorher ein paar Versuche mit der Mischung, da spätere Korrekturen nicht mehr möglich sind.

Bei der Gestaltung eines Wasser­falls kleiden Sie zunächst die Wände mit Felsgestein aus.
Seine Form erhält der Wasserfall durch Seefolie, die in dünne Streifen geschnitten wurde. Sie wurden gebündelt und an beiden Enden sicher fixiert.

Die Anlage eines Wasserfalls

Kreiern Sie ein Highlight im Wasser

Bei der Gestaltung eines Wasser­falls kleiden Sie zunächst die Wände mit Felsgestein aus. Anschließend folgt der eigentliche „Wasserfall“ in Form von Gießmasse: Damit die Flüssig­keit nicht gleich vollständig hinabfließt, verwenden Sie Seefolie, die in dünne Streifen geschnitten und zu dicken, mehrfach verdrehten Bündeln zusammengefasst werden.

An ihnen lassen Sie die Gießmasse mehrmals in kleinen Mengen langsam herunterlaufen, bis sie erstarrt.

Feinarbeit der Imitation
Die dickflüssige Gießmasse wird über den Wasserfall gegossen

Feinarbeit der Imitation

Nun kommen Sie zur Imitation der Wasserfall­gischt. Mit einem Borsten­pinsel, der nur ganz dünn mit weißer Plakat- oder Dispersions­farbe benetzt ist, streichen sie mehrmals vorsichtig, dem Weg des Wassers folgend, über die Oberfläche. Zum Schluss überziehen Sie die matte Farbe noch mit Klarlack.

Der Bau eines Modell-Bahnsteigs

Der Bau eines Modell-Bahnsteigs

Was wäre eine Modelleisenbahnanlage ohne einen Bahnhof und ein Bahnhof ohne Bahnsteig? Wie leicht ein einfacher Bahnsteig (typisch für Nebenstrecken mit kleinen Haltepunkten) zu bauen ist und wie reizvoll und realitätsnah er auch auf Ihrer Anlage wirkt, wird in diesem Praxis-Tipp beschrieben.

Zuerst bauen Sie eine feste Bahnsteigkante

Die Bahnsteigkante

Zuerst bauen Sie eine feste Bahnsteigkante. Hierfür wählen Sie am besten ein Modell, das aus Massivsteinen besteht, deren oberer Abschluss Steinplatten bilden. Als Material empfiehlt sich, Poly­styrolplatten von „Auhagen“ zu verwenden, da diese eine Putzstruktur besitzen.

Aus diesen Platten schneiden Sie Streifen in 7 mm Breite für die Steinkante. Aus dem gleichen Material fertigen Sie auch 5 mm breite Streifen an, die den oberen Abschluss der Bahnsteigkante bilden.

Da die Polystyrolplatten eine Stärke von 1,5 mm haben, ergeben sich eine Bahnsteighöhe von 8,5 mm und somit eine fast maßstabsgetreue Höhe der Bahnsteigkante über der Schienenoberkante.

Anschließend markieren Sie mit Reißnadel und Stahlmaß die Fugen zwischen den einzelnen Steinen: Der Abstand bei den 7 mm breiten Streifen beträgt 20 mm, bei den 5 mm breiten Streifen 15 mm.

Nun kleben Sie die Bahnsteigkante auf die Grundplatte auf. Bei der Baugröße H0 sollte die Distanz Gleismitte – Bahnsteigkante 21 mm betragen, um einen reibungslosen Fahrbetrieb zu gewährleisten.

Strukturieren Sie Ihre Bahnsteigkanten

Das Auftragen der Farbe

Strukturieren Sie Ihre Bahnsteigkanten

Streichen Sie die Bahnsteigkante zuerst in der Farbe Steingrau. Mit schwarz-brauner Farbe heben Sie danach die Fugen hervor. Mit dieser Farbgebung erreichen Sie, dass die feine Strukturierung der Polystyrolplatten sichtbar wird.

Denn eine glatte Oberfläche wäre für die realistische Darstellung einer Steinkante ungeeignet.

Die Aufschüttung

Nun können Sie sich der Aufschüttung des Bahnsteigs zuwenden. Als Grundlage nehmen Sie ganz einfach Verpackungskarton, der in der Höhe etwas niedriger ist als der Bahnsteigkantenabschluss.

Den Karton befestigen Sie auf der Grundplatte und lackieren ihn anschließend erdigbraun. Nachdem die Farbe getrocknet ist, streichen Sie den Bahnsteig mit etwas verdünntem Weißleim oder Schotterkleber ein und bringen feinen Steinsplitt auf. Der Splitt wird mit Stahlmaß und Flachpinsel gleichmäßig verteilt. Danach tragen Sie nochmals etwas Schotterleim auf und entfernen nach dem Trocknen überschüssiges Material.

Zum Schluss streichen Sie jede zweite Kante der oberen Abschlussplatten mit einem feinen Pinsel (Größe 1) und weißer Farbe an – als Warnanstrich.

Schritt 1: Die Aufschüttung besteht im Modell aus einfachem Verpackungskarton, den jeder im Haus hat.
Schritt 1: Die Aufschüttung besteht im Modell aus einfachem Verpackungskarton, den jeder im Haus hat.
Schritt 2: Nachdem der Karton fixiert und lackiert ist, wird der Splitt aufgebracht und mit einem Stahlmaß geglättet.
Schritt 2: Nachdem der Karton fixiert und lackiert ist, wird der Splitt aufgebracht und mit einem Stahlmaß geglättet.
Schritt 3: Jeder zweite Stein der Bahnsteigkante erhält einen Warnanstrich. Es wird ein Pinsel der Größe 1 verwendet.
Schritt 3: Jeder zweite Stein der Bahnsteigkante erhält einen Warnanstrich. Es wird ein Pinsel der Größe 1 verwendet.

Die Gestaltung einiger Details

Auch wenn Sie jetzt einen Bahnsteig haben, fehlen doch ein paar Kleinigkeiten, die den echten Charakter ausmachen: ein Fernsprecher, eine Sitzbank oder ein Kilometerstein zwischen den Gleisen bzw. direkt auf dem Bahnsteig.

Sehr attraktiv und nicht schwer nachzubauen ist auch ein Geländer. Dazu benötigen Sie ein Messing-U-Profil mit einem Querschnitt von 1,5 mm x 1,5 mm und einen Messingdraht der Stärke 0,8 mm.

Die einzelnen Abschnitte des U-Profils können Sie am besten mit einem in eine Kleinbohrmaschine eingespannten Trennschleifer zurechtschneiden. Die Geländerhöhe bestimmen Sie anhand von Modell-Figuren. Dabei sollte beachtet werden, dass ca. 5 mm hinzukommen, da das Geländer sicher im Boden verankert werden muss.

Die Bohrungen für die einzelnen Pfähle müssen im Abstand genau stimmen. Deshalb körnen Sie die Löcher vorher mit einer Reißnadel an. Nachdem die Pfähle mit Hilfe von Leim in den Bohrungen fest verankert sind, schieben Sie nun den Messingdraht durch die vorher in die U-Profile gebohrten Löcher und verlöten den Draht mit den Pfählen. Zu guter Letzt streichen Sie das Geländer, z.B. Grau.

Der Bahnsteig ist fertig. Es sollten nun aber noch einige Details aufgestellt werden und auch etwas Grün kann nicht schaden.

Der Bahnsteig ist fertig. Es sollten nun aber noch einige Details aufgestellt werden und auch etwas Grün kann nicht schaden.

Aus Messing-U-Profil und Draht entsteht ein Geländer. Werkzeuge wie eine Kleinbohrmaschine und Trennschleifer sind dabei sehr hilfreich.

Aus Messing-U-Profil und Draht entsteht ein Geländer. Werkzeuge wie eine Kleinbohrmaschine und Trennschleifer sind dabei sehr hilfreich.

Die Bohrungen für das Geländer müssen genau stimmen. Sie werden vor dem Bohren mit einer Reißnadel angekörnt.

Die Bohrungen für das Geländer müssen genau stimmen. Sie werden vor dem Bohren mit einer Reißnadel angekörnt.

Am Bahnsteig wurde ein Personenzug bereitgestellt. Die Schaffner-Figur zeigt, dass das Eigenbau-Geländer die richtige Höhe hat.

Am Bahnsteig wurde ein Personenzug bereitgestellt. Die Schaffner-Figur zeigt, dass das Eigenbau-Geländer die richtige Höhe hat.

Realitätsnahe Modellbahnstrecke

Realitätsnahe Modellbahnstrecke

Gleisanlagen wirklichkeitsgetreu aussehen lassen

Anregungen und Ideen, wie Sie die Gleise Ihrer Modellbahn noch realistischer gestalten können, vermittelt dieser Praxis-Tipp.

Gleisanlagen wirklichkeitsgetreu aussehen lassen

Die Grundlagen

Im Vorbild lassen sich Gleisanlagen im Prinzip in zwei Gruppen einteilen:
1. Sie sind neu und in einem guten Zustand oder
2. durch alters- oder verkehrsbedingte Umstände in einer schlechteren Verfassung
und gerade auf Nebenstrecken auch von Unkraut überwuchert.

Die hier abgebildeten Anlagen zeigen einen Modellbahnhof um 1980. Verwendet wurden Holzschwellengleise, teilweise auch Stahl­schwellen­gleise.

Machen Sie es lebensecht

Um eine lebensechte Wirkung zu erreichen, beziehen Sie in die farbliche Gestaltung neben dem Gleis auch das Schotterbett mit ein.

Schon vor dem Einschottern beginnt die farbliche Gestaltung durch das Einfärben des Gleises mit einem Gemisch aus schwarzer und brauner Farbe, dem ein wenig Weiß zugesetzt wurde, um eine leichte Grau­wirkung zu erreichen.

Damit die Gleis­unterlage nicht eventuell durchscheint, versehen Sie auch alle Zwischen­räume mit der gleichen Farbgebung. Dabei muss beachtet werden, dass nur matte und nicht zu dickflüssige Farbe Verwendung findet.

Gleisanlagen wirklichkeitsgetreu aussehen lassen

Die Schotterung

Sobald die Farbe getrocknet ist – dieser Vorgang wird mit einem Haar­trockner deutlich beschleunigt – können Sie mit dem Auftragen des Schotters beginnen. Als Material empfiehlt sich Gneis Rotbraun, da es scharf­kantig ist und in seiner Grundfarbe eine realitätsnahe Wirkung besitzt.Geben Sie aus einem kleinen Behältnis oder einem Teelöffel immer nur geringe Mengen des Schotters zwischen die Schwellen.

Verteilen und festdrücken

Dadurch verteilt sich das Material mit dem Pinsel besser und das Schotterbett bekommt ein ordentlicheres Gesamtbild. Anschließend drücken Sie mit dem Löffelstiel oder Finger die Steinchen etwas an, sodass der Schotter in der Gleismitte ca. 0,5 mm unterhalb der Schwelle liegt.

Vor dem Verkleben mit verdünntem Weißleim sprühen Sie das Schotterbett mit Wasser ein, dem ein wenig Spülmittel zugesetzt wurde.

Dadurch erreichen Sie, dass die Schotter­steinchen nicht aufschwemmen. Danach lassen Sie das Schotter­bett ungefähr einen Tag trocknen.

Bringen Sie Farbe ins Spiel

Die Farbgebung

Bringen Sie Farbe ins Spiel

Nun können Sie mit der eigentlichen Farbgebung beginnen. Streichen Sie das Schotterbett komplett mit Wachsbeize im rötlichen Ton „Mahagoni“ ein.

Damit der Schotter nicht zu dunkel wird, ist dieser Vorgang nur einmal nötig.

Lassen Sie es realistisch aussehen

Bei den Schwellen erreichen Sie ein wirklichkeits­nahes Aussehen, wenn Sie einen fast trockenen Flach­pinsel mit etwas weißer Farbe vorsichtig über die Schwellen führen – die so genannte „Dry-Brush“-Technik.

Bearbeiten Sie die Schienenprofile

Das Gleiche wird mit schwarzer Farbe wiederholt, noch bevor der weiße Anstrich getrocknet ist. So erzielen Sie unter­schiedliche Grautöne. Anschließend folgt das „Verschmutzen“ des Schotterbettes.

Dafür verwenden Sie am besten Asoa- Schotter­bett­verschmutzung, die mit einem Flachp­insel aufgetragen wird und auch den Schwellen eine weitere, bräunliche Farb­schattierung hinzufügt.

Bearbeiten Sie die Schienenprofile

Nun fehlt noch die Behandlung der Schienen­profile. Hier verwenden Sie matte rehbraune Farbe, die sie mit einem dünnen Pinsel auftragen. Vergessen Sie nicht, auch den Klein­eisen auf den Schwellen Farbe zu geben. Zuletzt tragen Sie braune Trocken­farbe auf die Profile auf.

Um die realistische Wirkung weiter zu steigern, bekommt auch das sich in unmittelbarer Schienen­nähe befindende Schotter­bett etwas davon ab.

Um die realistische Wirkung weiter zu steigern, bekommt auch das sich in unmittelbarer Schienen­nähe befindende Schotter­bett etwas davon ab. Abschließend füllen Sie die Gleis­zwischen­räume mit Drainage­material und reinigen die Schienen­köpfe.

So steht einem optisch reizvollen und reibungs­losen Fahr­betrieb nichts mehr im Wege.

Das Resultat kann sich sehen lassen: Eine Gleisanlage, die sich vom Vorbild kaum unterscheiden lässt.

Das Resultat kann sich sehen lassen: Eine Gleisanlage, die sich vom Vorbild kaum unterscheiden lässt.

Prellböcke – unverzichtbare Details einer Modellbahnanlage

Prellböcke - unverzichtbare Details einer Modellbahnanlage

Unauffällige, aber unverzichtbare Details einer Modellbahnanlage

Ob als Eigenbau oder Bausatzmodell – ein Prellbock ist auf einer Modellbahnanlage ein attraktiver und leicht zu realisierender Bestandteil. Wie es geht, zeigt dieser Praxis-Tipp.

Ein reizvoller Kontrast – vor einen Holzprellbock wurde ein modernerer Prellbock mit Stahlprofil gesetzt, im Hintergrund steht eine P 8.

Ein reizvoller Kontrast – vor einen Holzprellbock wurde ein modernerer Prellbock mit Stahlprofil gesetzt, im Hintergrund steht eine P 8.

Prellböcke als Bausatz

Prellböcke als Bausatz

Der Modellbahnbau bietet eine Vielzahl an Prell­böcken für die heimische Anlage: fertig geliefert oder als Bausatz erhältlich, detailgetreu oder eher einfach gehalten und aus unter­schiedlichen Materialien. Im Unterschied zum Vorbild werden Prell­böcke auf einer Modell­bahn­anlage natürlich nicht allzu sehr beansprucht.

Deshalb sind die meisten Modelle auch aus Kunststoff nachgebildet. Geld und Zeit sparen Bausätze – z. B. von „Tillig“, die es für H0 und TT gibt.

Dieser Bausatz enthält Prell­bock­varianten, wie man sie seit den 1930er Jahren bis in die Gegen­wart bei der Bahn sehen kann – im Vorbild bestehend aus Stahl­profilen, die miteinander vernietet oder verschraubt sind.

Der Satz besteht aus acht Einzelteilen im gleichen braunen Farbton und ist vielseitig verwendbar, da Sie das Prell­bock­modell in mehrfacher Aus­führung im Bahn­betriebs­werk oder im Bahnhof einsetzen können. Obwohl das Tillig-Modell bevorzugt mit Gleisen kompatibel ist, die einen Schienenkopf von 0,8 mm Breite haben, können Sie den Prellbock auch für breitere Profile verwenden.

Dazu werden vorher die Füße des Prell­bockes vorsichtig aufgebogen.

Die hier abgebildeten Anlagen zeigen einen Modellbahnhof um 1980. Verwendet wurden Holzschwellengleise, teilweise auch Stahl­schwellen­gleise.

Der Zusammenbau

Trennen und dann zusammenbauen

Die hier abgebildeten Anlagen zeigen einen Modellbahnhof um 1980. Verwendet wurden Holzschwellengleise, teilweise auch Stahl­schwellen­gleise.

Machen Sie es lebensecht

Zuerst trennen Sie die Einzel­teile sauber und vorsichtig aus den Spritz­lingen heraus. Nachdem die "Schienen­aufnahme­füßchen“ an die Seiten­teile geklebt wurden, stecken Sie das Ganze parallel auf ein Gleis­stück. Abschließend kleben Sie die Pufferbohle und das Versteifungskreuz auf.

Lassen Sie Ihre Gleise verrosten

Die Farbgebung

Lassen Sie Ihre Gleise verrosten

Um eine realitätsnahe Wirkung zu erreichen, kommt nun Farbe ins Spiel. Einen einheitlichen Farbton wird man beim Vorbild kaum finden, denn die Stahlprofile waren oft verrostet, da sie selten einen Anstrich oder (wenn überhaupt) nur einen Schutzanstrich in Grau oder Grün erhielten.

Zunächst streichen Sie den gesamten Bock, ausgenommen die Pufferbohlen, rostbraun.

Die Pufferbohle selbst erhält einen schwarz-braunen Anstrich. Wenn Sie Wert auf einen verwitterten Eindruck des Prellbocks legen, verwenden Sie für die Bohle silbergraue Farbe. Damit erzielen Sie einen Ton, der altem Holz entspricht.

Lassen Sie Ihre Prellböcke real aussehen

Geben Sie dem Prellbock im Anschluss mit Pigment- oder Trockenfarbe ein lebendigeres Aussehen – wenn die rostbraune Farbe noch nicht ganz trocken ist, kann sie die Farbpigmente besser aufnehmen.

Zu guter Letzt bringen Sie auf der Bohle ein vorgefertigtes Sh0-Schild an oder tragen es mit einem Pinsel der Größe 0 in schwarzer und weißer Farbe auf.

An dem einfachen Bausatz können Sie auch ohne viel Aufwand und preisgünstig Veränderungen vornehmen – z. B. ist es möglich, die mitgelieferte Doppel-Pufferbohle durch eine einfache Bohle aus Holz zu ersetzen.

Varianten

An dem einfachen Bausatz können Sie auch ohne viel Aufwand und preisgünstig Veränderungen vornehmen – z. B. ist es möglich, die mitgelieferte Doppel-Pufferbohle durch eine einfache Bohle aus Holz zu ersetzen.

Für die Leiste dienen als Maße 2 oder 3 x 3 x 29 mm für H0. Bei TT beträgt die Länge 21 mm, Breite und Höhe bleiben gleich.

Die Echtholzbohle wird mit zwei zusätzlichen Puffern versehen. So gestalten Sie vermeintlich unauffällige Details abwechslungsreich und geben Ihrer Modellbahnanlage eine persönliche Note.

Vorbildgerecht und individuell – das überarbeitete Prellbockmodell.

Vorbildgerecht und individuell – das überarbeitete Prellbockmodell.

Wasserkräne – Nostalgie am Modellschienenrand

Wasserkräne - Nostalgie am Moedellschienenrand

Nostalgie am Schienenrand: Wasserkräne im Modellbahnbau

Wasserkräne sind ein echter Blickfang für jede Modellbahnanlage. Dieser Praxis-Tipp beschreibt den Aufbau, die Bearbeitung und die Farbgebung.

Über lange Zeit waren sie aus der Eisen­bahn­land­schaft nicht wegzudenken und prägten mehrere Bahn­epochen: Wasser­kräne

Vorbetrachtungen

Über lange Zeit waren sie aus der Eisen­bahn­land­schaft nicht wegzudenken und prägten mehrere Bahn­epochen: Wasser­kräne. Sie versorgten Dampf­loks mit Wasser und befanden sich an unterschiedlichen Stellen: an in unmittelbarer Nachbar­schaft von Lok­schuppen und im Bahnhof direkt an den Haupt­gleisen der Reise- oder Güterzüge.

In Rangier- und Verschiebe­bahnhöfen konnte man sie im Bereich der dort arbeitenden Loks antreffen. Wo es besonders schnell gehen musste, besaßen Wasser­kräne Quer­ausleger mit großer Durch­lässig­keit.

Die Liefer­menge von Wasser schwankte zwischen einem Kubik­meter pro Minute bei Klein- und Neben­bahn­lokomotiven und zehn bei Schnell­zug­loks mit kurzem Aufent­halt.

Hierfür wurden sogar zwei Wasser­kräne benötigt. Seit den 1920er Jahren wurden Einheits­wasser­kräne für die DRG (Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft) nach preußischem Vorbild gebaut, die später von DB und DR übernommen wurden.

Ein Wasserkran steht auf einem Bahnsteig zwischen zwei Gleisen. Deutlich erkennt man den veränderten Querschnitt im Steigrohr.

 

Der Modellaufbau und die Bearbeitung

Der leichte Aufbau eines Wasserkrans

Anhand der Beschreibung des kosten­günstigen und vorbildnahen Bausatzes von „Auhagen“ können Sie leicht den Aufbau eines Wasser­krans nachvoll­ziehen. Dieser Modell­satz enthält zwei Spritz­linge für zwei Wasser­kräne.

Zuerst trennen Sie die Bauteile aus einem Spritzling vorsichtig mit einem Cutter oder Seiten­schneider heraus, um diese anschließend mit Nadel­feile oder Bastel­messer zu entgraten.

Das ist notwendig, weil besonders am Ausleger Spritz­guss­nähte und Material­über­schneidungen vorhanden sein können.

Mitunter auftretende Uneben­heiten füllen Sie mit etwas Kunst­stoff­spachtel auf. Diese Stellen werden nach dem Trocknen nochmals mit der Nadel­feile geebnet.

Mit einem Bohrer (2,2 mm) wird der Ausleger von Hand aufgebohrt, um die Ausfluss­öffnung zu markieren.

Bitte benutzen Sie keine Bohr­maschine, da das Material sich sonst zu stark erhitzen könnte. Nun werden die einzelnen Teile verklebt.|

Bauteile und Aufbauanleitung des Bausatzes.
Bauteile und Aufbauanleitung des Bausatzes.
Mit einer Feile werden Nähte und Überschneidungen entfernt.
Mit einer Feile werden Nähte und Überschneidungen entfernt.
Im Ausleger wird die Öffnung von Hand gebohrt.
Im Ausleger wird die Öffnung von Hand gebohrt.
Unebenheiten werden mit Kunststoffspachtel aufgefüllt.
Unebenheiten werden mit Kunststoffspachtel aufgefüllt.
Der Sockel wird mattweiß grundiert, der Kran in zwei Grautönen lackiert.
Der Sockel wird mattweiß grundiert, der Kran in zwei Grautönen lackiert.
Nach Farbgebung und Alterung erhält das Absperrschieber- Handrad blanke Griffspuren mit etwas Aluminiumfarbe.
Nach Farbgebung und Alterung erhält das Absperrschieber- Handrad blanke Griffspuren mit etwas Aluminiumfarbe.

Lackieren Sie den Wasserkran

Den gesamten Wasserkran lackieren Sie mit einem Pinsel zuerst mittelgrau, den Sockel mit mattem Weiß als Grundfarbe.

Um eine real­istischere Färbung zu erhalten, tragen Sie anschließend unregelmäßig dunkelgraue Farbe auf. So entstehen senkrechte Wisch- und Verlaufs­spuren, die nah am Vorbild sind.

Bevor der Sockel mit verdünnter schwarz-brauner Farbe überzogen werden kann, lackieren Sie die Nachbildung des Riffelbleches und den Tropfenkanal mit Rostfarbe.

Bis ins kleinste Detail

Um Abnutzungs­erscheinungen zu imitieren, werden einige Stellen am Handrad für den Absperr­schieber und am Ausleger­schwenk­griff mit Aluminiumf­arbe behandelt.

So erreichen Sie eine realitäts­nahe Wirkung Ihrer Modell­bahn­anlage bis ins Detail.

Auch eine Variationsmöglichkeit: ein blauer Wasserkran auf einem Betonsockel.

Auch eine Variationsmöglichkeit: ein blauer Wasserkran auf einem Betonsockel.