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Kopfhörer

Kopfhörer – das richtige Modell für jeden Einsatzbereich

Kopfhörer gehören längst zum Alltag und können mit einer Vielzahl von Geräten verwendet werden – mit dem MP3-Player unterwegs Musik hören, am PC skypen, alle Klangfarben eines klassischen Konzerts im Wohnzimmer vor der HiFi-Anlage genießen, sich beim Joggen vom Rhythmus vorwärts treiben lassen. Das Angebot ist riesig: Die einzelnen Modelle unterscheiden sich durch ihre Bauform, die zur Tonerzeugung verwendeten Technologien, das Design sowie durch weitere Merkmale. Kopfhörer sind in jeder Preisklasse zu haben. Bei dieser enormen Vielfalt ist es für den Käufer nicht leicht, das passende Modell zu finden. Die folgende Übersicht hilft bei der Auswahl.

Marken

Bauformen

Derzeit sind ca. 1.000 Kopfhörer-Modelle in zahlreichen Varianten auf 
dem Markt. Die enorme Vielfalt lässt sich anhand der Bauform in zwei 
Kategorien einteilen: Ohrhörer (In-Ear- bzw. In-Ohr-Kopfhörer) und 
klassische Kopfhörer (On- oder Over-Ear-Kopfhörer). In-Ear-Kopfhörer 
werden im Ohr getragen, dagegen sitzen die klassischen Kopfhörer auf den
 Ohren.

In-Ear Ohrhörer und Ear Buds

Das gemeinsame Merkmal dieser Kopfhörer-Kategorie ist, dass sie im Ohr getragen werden. Je nachdem, wo sie genau platziert werden, wird zwischen In-Ear-Ohrhörern und Ear Buds unterschieden. In-Ear-Ohrhörer werden je nach Bauweise mehr oder weniger tief in den Gehörgang eingeführt. Sie werden aus verschiedenen Materialien angeboten; in der Regel haben sie einen Aufsatz aus Schaumstoff oder Silikon. Ear Buds werden in die Ohrmuschel gelegt. ‚Bud‘ heißt auf Englisch ‚Knospe‘ – eine Anspielung auf die Form der kleinen Ohrhörer.

HiFi-Kopfhörer oder Bügelkopfhörer

HiFi-Kopfhörer sitzen auf dem Ohr und lassen sich in einige Varianten unterteilen: Bei ohrumschließenden Modellen verschwinden die Ohren völlig unter den Muscheln des Kopfhörers; bei ohraufliegenden Modellen werden die Ohren nur bedeckt, aber umschließen sie nicht. Klassische HiFi-Kopfhörer werden – nach dem unverzichtbaren Bestandteil dieser Bauform – manchmal auch als Bügelkopfhörer bezeichnet: Ein Bügel verbindet die beiden Ohrmuscheln und sorgt dafür, dass der Kopfhörer gut sitzt. 
Für die Platzierung des Bügel gibt es verschiedene Arten. Nach wie vor liegt beim Großteil der Modelle der Bügel zwischen den Ohrmuscheln auf dem Kopf. Abwechslung von diesem Prinzip bringen Nackenbügel- und Ohrbügel-Kopfhörer.

Ohrbügel-Kopfhörer

Bei dieser Variante ist jeder Bügel direkt an der Ohrmuschel befestigt und wird direkt am Ohr fixiert. Ohrbügel gibt es sowohl für On-Ear-Modelle als auch für In-Ear-Modelle. Letztere sind bei Sportlern besonders beliebt: In-Ear-Ohrhörer mit Bügel machen (fast) jede Bewegung mit, ohne zu verrutschen.

Nackenbügel-Kopfhörer

Bei solchen Modellen sitzt der Bügel nicht auf dem Kopf, sondern im Nacken. Diese Variante hat zum einen den Vorteil, dass sorgfältig gestylte Frisuren nicht zerknautscht werden. Zum anderen bevorzugen manche Nutzer die Nackenbügel, weil sie besser halten und dadurch mehr Bewegungsfreiheit bieten. Dieses Argument zählt vor allem beim Sport. Es gibt auch sensible Nutzer, die das Aufliegen des Bügels am Kopf als unangenehm empfinden und deshalb die Bequemlichkeit von Nackenbügeln schätzen.

(Zwischen-)Fazit

„Wann will ich die Kopfhörer tragen?“ – Diese Frage sollte am Anfang des Entscheidungsprozesses für eine bestimmte Bauform stehen. Ein weiteres Kriterium ist der persönliche Geschmack. In-Ear-Modelle sind platzsparend, eignen sich bestens für unterwegs, egal ob beim Sport oder auf dem Weg zur Schule, und sind dezent zu tragen. Groß und auffallend sind dagegen die HiFi-, DJ- oder Studio-Kopfhörer, die früher vor allem innerhalb der eigenen vier Wände verwendet wurden. Heute sind diese jedoch auch in der Öffentlichkeit ein gewohnter Anblick: Viele Kopfhörer haben sich als stylisches Mode-Accessoire etabliert. Designermodelle in unterschiedlichen Farben bedienen jede Geschmacksrichtung.

Bauformen

Geschlossener, offener oder halboffener Kopfhörer

Bei den Kopfhörern ist zwischen der offenen, halboffenen und der geschlossenen Bauform zu unterschieden. Ein mögliches Missverständnis soll gleich vorab geklärt werden: Die Eigenschaftswörter „geschlossen“, „halboffen“ und „offen“ beziehen sich auf den Grad der Schallisolierung von den Umgebungsgeräuschen. Diese Bezeichnungen sagen nichts darüber aus, ob ein Kopfhörer das Ohr umschließt oder aufliegt. Grundsätzlich kann jede Bauform als offene, halboffene und geschlossene Kopfhörer-Variante vorkommen.

Offene Kopfhörer

Bei offenen Kopfhörern bleibt die akustische Verbindung zur Außenwelt erhalten. Umweltgeräusche werden also nicht völlig ausgeblendet. Die Abdeckung der Hörmuschel ist deshalb durchlässig. Dies verbessert auch den Wärmeaustausch, was den Tragekomfort erhöhen kann. Die Membran in der Hörmuschel gibt den Schall sowohl von innen nach außen als auch von außen nach innen ab. So wird der Klang räumlicher. Allerdings können Nebengeräusche auch stören: Die Umgebung mag nicht unbedingt den Sound des Kopfhörer-Trägers mithören; umgekehrt kann die Geräuschkulisse der Außenwelt den Spaß an der Musik verderben. In manchen Anwendungsbereichen sind nur offene Kopfhörer erlaubt, beispielsweise im Straßenverkehr. Hier kann die akustische Abschottung sogar lebensgefährlich sein.

Geschlossene Kopfhörer

Wer geschlossene Kopfhörer trägt, ist weitestgehend von den Geräuschen seiner Umwelt abgeschirmt. Die Ohrmuscheln des Kopfhörers sind wie eine Mauer, die Schallwellen abprallen lässt, die sich von außen Richtung Ohr bewegen. Diese Abschottung sorgt für ein ungestörtes Hörerlebnis. Weil der Schall nicht nach außen abgestrahlt wird, wird im Bassbereich mehr Druck aufgebaut. Geschlossene Kopfhörer ermöglichen ein intensives Klangerlebnis bei geringer Lautstärke. Ihre Vorzüge kann diese Bauform am besten in den Bereichen entfalten, die 100-prozentige Hingabe an das Hören verlangen, etwa im Tonstudio. Wer zuhause ohne Nebengeräusche konzentriert der Musik, einer Radiosendung oder einem Hörbuch folgen will, ist mit geschlossenen Kopfhörern ebenfalls bestens bedient. Weil Umgebungsgeräusche nicht wahrgenommen werden, sind Modelle dieser Bauform aber nicht für den Straßenverkehr geeignet. Auch das Klingeln an der Tür oder des Telefons wird damit überhört.

Halboffene Kopfhörer

Halboffene Kopfhörer sind der Versuch, das Beste aus den Welten der offenen und der geschlossenen Bauform zu vereinen. Das Ohr wird von den Umgebungsgeräuschen so weit wie möglich abgeschirmt, jedoch bieten die halboffenen Kopfhörer eine größere Durchlässigkeit als die geschlossene Bauform. Die Geräuschkulisse der Umwelt wird wesentlich stärker gedämpft als bei offenen Kopfhörern. Tiefe Töne werden nach außen abgegeben, was für einen natürlichen Klang sorgen soll.

Kabelgebundene oder kabellose Kopfhörer?

Kopfhörer und Kabel bildeten früher eine untrennbare Einheit. Heute haben sich Kopfhörer „ohne Anhang“ neben den kabelgebundenen Modellen fest etabliert. Es gibt den klassischen, analogen Funk-Kopfhörer und digitale Funk-Kopfhörer, bei dem die Daten beispielsweise über Bluetooth übertragen werden.

Kabelgebundene Kopfhörer

Das Signal wird bei diesen Modellen durch ein Kabel geleitet. Qualitativ hochwertige Kabel vorausgesetzt, verläuft diese Art der Übertragung störungsfrei. Diese Eigenschaft macht kabelgebundene Kopfhörer zur ersten Wahl für den Einsatz in Tonstudios. Aber nicht nur die Profis im Musikbetrieb entscheiden sich für diese Variante: Viele Nutzer greifen zu kabelgebundenen Modellen, weil sie ihr Hörerlebnis nicht durch zusätzliche Funkquellen aus der Umgebung oder durch ein Grundrauschen, das bei kabelloser Übertragung manchmal auftreten kann, beeinträchtig wissen wollen.

Kabel ist nicht gleich Kabel
Wer sich für den Kauf eines kabelgebundenen Kopfhörers entscheidet, sollte auf die Beschaffenheit des Kabels achten: Für kleine Kopfhörer werden häufig spiralförmige Kabel verwendet; durch ihre variable Länge sind sie platzsparend und passen in jede Jackentasche. Glatte Kabel wollen pfleglich behandelt und aufgewickelt werden, denn ihr Innenleben reagiert empfindlich auf Knicke und Knoten.


Kabellose Kopfhörer

Bei diesen Varianten der Kopfhörer wird das Signal nicht durch die Leitungen eines Kabels übertragen, sondern kabellos per Funk. Der Vorteil ist offensichtlich: Die Bewegungsfreiheit ist größer, weil der Aktionsradios nicht durch die Reichweite eines Kabels begrenzt wird.

Digitale Funk-Kopfhörer
Funksignale können analog oder digital übermittelt werden. Bei der analogen Übertragung schickt ein Sender üblicherweise per Frequenzmodulation (FM) Signale an den Kopfhörer als Empfänger. Dort wandelt ein FM-Demodulator das Funk- in ein Audio-Signal um. Bei der digitalen Übertragung wird das Funksignal durch einen Digital-Analog-Wandler im Kopfhörer in ein analoges Tonsignal umgewandelt. Diese Technologie verhindert Signal- und Ruherauschen, sodass keine Störgeräusche das Klangbild trüben. Dabei funktioniert ein digitaler Funk-Kopfhörer nach demselben Prinzip wie ein schnurloses Telefon: Eine Basisstation übermitteln Signale an den (Kopf-)Hörer.

Bluetooth-Kopfhörer
Anfang der 1990er-Jahre wurde Bluetooth als Industriestandard zur Datenübertragung per Funktechnik über kurze Distanzen entwickelt. Das Verfahren wird insbesondere zur Übertragung von Daten bei mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks verwendet. Über Bluetooth als Schnittstelle können verschiedene Geräte miteinander kommunizieren. Ein Bluetooth-Kopfhörer kommt ohne Sendestation aus; er ist über die Bluetooth-Schnittstelle mit dem jeweiligen Gerät verbunden.

Digitaler Funk oder Bluetooth?
Eine einwandfreie Datenübertragung ohne störende Nebengeräusche bieten beide Technologien. Das zentrale Kriterium für die Entscheidung zwischen digitalen Funk- und Bluetooth-Kopfhörern ist deshalb die voraussichtliche Nutzung. In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Eigenschaften von digitalem Funk und Bluetooth gegenübergestellt.
 

  Digitale Funk-Kopfhörer
Bluetooth-Kopfhörer
Reichweite in Gebäuden max. 100 m in Gebäuden max. 30 m
Voraussetzung für Übertragung Basisstation, Unabhängigkeit von Schnittstellen am Ausgabegeräte Bluetooth-Schnittstelle am Ausgabegerät
Eignung Optimal für Nutzer, die in den eigenen vier Wänden Klanggenuss ohne Kabel bevorzugen
Optimal für Nutzer, die Musik kabellos vom Smartphone, Tablet oder MP3-Player hören möchten
Kabelgebundene oder kabellose Kopfhörer

Die Spezialisten – Kopfhörer für den besonderen Einsatzzweck

In dem breiten Angebot für Kopfhörer hat sich neben den zahlreichen Alleskönnern inzwischen ein Segment für Spezial-Modelle herausgebildet. Dazu zählen Kopfhörer für Gaming, den Einsatz im Studio sowie für unterschiedliche Sportarten.

Studio-Kopfhörer für höchste Ansprüche

Ursprünglich wurden Studio-Kopfhörer für den professionellen Einsatz in Tonstudios entwickelt. Die Technik dieser Kopfhörer hat Spitzenniveau. Bei einigen Modellen ermöglicht das Monitoring-Verfahren, dass jeweils in einer Hörmuschel parallel unterschiedliche Tonspuren abgespielt werden. Studio-Kopfhörer zeichnen sich durch einen exzellenten Klang aus, insbesondere durch die gute Bass-Wiedergabe. Aufgrund dieser Eigenschaften haben die Studio-Kopfhörer den Weg aus dem Profi-Segment gefunden. Immer mehr Privatleute sind auf den Geschmack gekommen und investieren in Studio-Kopfhörer.

Gaming Kopfhörer und Headsets

Für den vollen Spiel-Spaß brauchen Gamer nicht nur Top-Qualität auf dem Bildschirm, sondern auch im Ohr. Erst der perfekte Klang macht das Spielen zum Erlebnis für alle Sinne. Deshalb wurden spezielle Kopfhörer und Gaming-Headsets entwickelt, oft auch Modelle mit Surround Sound. Gaming-Headsets lassen sich außerdem für weitere Anwendungen am Rechner nutzen, beispielsweise beim Chatten oder Skypen.

Sport-Kopfhörer

Vor allem bei Ausdauersportarten sorgt Musik für mehr Freude und Motivation. Wichtig ist, dass der Kopfhörer gut sitzt und durch die Bewegung nicht verrutscht. Deshalb sind im Sport In-Ear-Modelle und Ohrhörer oder Ear Buds besonders gefragt. Für extra starken Halt am Ohr sorgen Bügel, die den Ohrhörer am Ohr festmachen. Es gibt auch Modelle mit Nackenbügeln. Für Wassersportarten werden spezielle Kopfhörer angeboten, mit denen ambitionierte Schwimmer ihre Bahnen im Takt kraulen können.

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Die wichtigsten technischen Werte von Kopfhörern

Frequenzgang

Neben der Amplitude ist die Frequenz eine physikalische Eigenschaft, um Schallwellen zu charakterisieren. Mit Frequenz wird die Anzahl von Wellentälern und Wellenhöhen in einer Zeitperiode bezeichnet. Anders ausgedrückt: Die Frequenz gibt an, wie häufig eine Schallwelle in einem bestimmten Zeitintervall schwingt. Die Frequenz wird in der Maßeinheit Hertz angegeben (1 Hertz definiert als ‚Eins dividiert durch Sekunde‘; 1 Hz = 1/s). Beim Kopfhörer bezeichnet der Frequenzgang das Klangspektrum. Gute Kopfhörer können Töne innerhalb der Frequenzbandbreite des menschlichen Ohrs wiedergeben, die zwischen 20 und 20.000 Hz liegt.

Impedanz

Die Impedanz bezeichnet den Widerstand – gemessen in Ohm (O) – des Kopfhörers gegenüber dem Sender, also beispielsweise dem Mobiltelefon oder der Stereoanlage. Je höher dieser Widerstand ausfällt, desto mehr Energie muss der Sender aufbringen.
Ob die Impedanz hoch oder niedrig ist, sagt zunächst nichts über die Qualität eines Kopfhörers aus. Beispielsweise ist eine hohe Impedanz für eine Top-HiFi-Anlage oder im Tonstudio unerlässlich. Das Spektrum der Impedanz reicht von niederohmig (4-100 O) über mittelohmig (100-1000 O) bis hochohmig (1-4 kO).
Einigen Musikquellen, etwa Soundkarten von Computern oder Smartphones, bereitet ein hoher Widerstand Probleme. Um Komplikationen zu vermeiden, hilft ein Vergleich der Herstellerangaben von Kopfhörer und „Sende-Gerät“. Der Widerstand am Kopfhörereingang der Musikquelle und des Kopfhörers sollten gleich sein oder nur minimale Abweichungen aufweisen. Normalerweise kann man jedoch mit dem Thema Impedanz entspannt umgehen. Die Hersteller tragen dafür Sorge, dass die Widerstände der einzelnen Kopfhörer-Typen zur jeweiligen Nutzungsart passen.

Klirrfaktor

Der Klirrfaktor ist ein technischer Wert, der den Grad der Tonverzerrung angibt. Je niedriger der Klirrfaktor, desto besser: Spitzenmodelle haben einen Wert von höchstens 0,1 Prozent oder weniger. Keinesfalls sollte der Klirrfaktor eines Kopfhörers die Ein-Prozent-Marke überschreiten.

Schalldruck

Der Schalldruck eines Kopfhörers gibt Auskunft über die maximale Lautstärke, die eine Wiedergabe ohne Klangveränderung ermöglicht. Die Maßeinheit für diese Lautstärke ist das Dezibel (dB). In der Regel genügt für Kopfhörer ein Schalldruck von 90 dB; nur DJs wünschen Kopfhörer mit einem Schalldruck von mindestens 100 dB. An dieser Stelle allerdings eine Warnung: Eine Dauerbeschallung mit einer Lautstärke von mehr als 85 Dezibel ist für das menschliche Ohr schädlich.

Noise Cancelling/aktive Geräuschunterdrückung

Bei der aktiven Geräuschunterdrückung (Noise Cancelling; aktive Schallisolierung) werden Umgebungsgeräusche herausgefiltert. Kleine Mikrofone an der Außenseite des Kopfhörers erfassen den Schall aus der Umwelt. Mithilfe eines Chips wird ein Korrektursignal erzeugt; die Kopfhörer „mischen“ die Musik und das Korrektursignal, sodass die Störgeräusche eliminiert werden. Durch diese Technik gelingt es, störende Nebengeräusche erheblich zu dämpfen. Diese aktive Schallisolierung ist nur bei offenen Kopfhörern sinnvoll; bei geschlossenen Modellen werden die Außengeräusche ohnehin abgeblockt.

Surround Sound

Modelle mit Surround Sound sind ein neuer Trend. Statt Stereo-Hören mit Klängen von rechts und links kreieren die sogenannten 5.1 oder 7.1 Kopfhörer ein völlig neues Hörerlebnis: Die Töne scheinen den Hörer von allen Seiten zu umfangen. Eigentlich ist echter Raumklang nur mit einem mehrteiligen Soundsystem zu haben. Die Kopfhörer mit Surround Sound erzielen diesen Effekt mit aufwendiger Technik. Die Hersteller setzen dabei auf unterschiedliche Varianten. Allerdings ist das Prinzip bei der Erzeugung von Raumklang stets ähnlich: Das Tonsignal im Kopfhörer wird auf mehrere Lautsprecher aufgeteilt. Wer einen Kopfhörer aufschraubt, sieht mindestens drei Lautsprecher pro Seite: einen für den Bass, einen weiteren für die Mitten und einen dritten für die Höhen. Intelligente Systeme spielen eine Schlüsselrolle für die Simulation von Raumklang. Chips verschieben die Phasen und Amplituden der akustischen Signale und erzeugen so die Illusion, die Töne kämen von mehreren Seiten.

5.1 oder 7.1 Kopfhörer

Die Bezeichnungen 5.1 oder 7.1 für Kopfhörer orientieren sich an der Benennung für Soundsysteme für den Raum. Die Ziffern stehen für die Anzahl der Komponenten: Zum 5.1 Lautsprechersystem gehören fünf Lautsprecher und ein Subwoofer für den Bass; das 7.1 Lautsprechersystem besteht aus sieben Lautsprechern und einem Subwoofer.

Kopfhörer passend zum Musikgeschmack

Eigentlich ist ein guter Kopfhörer ein Alleskönner und deshalb grundsätzlich tauglich für jede Musikrichtung. Dennoch unterscheiden sich Modelle durch Nuancen im Klangbild. Diese feinen Unterschiede ergeben die besondere Eignung für bestimmte Musikarten. Viele Hersteller haben für unterschiedliche Musikrichtungen die jeweils passenden Modelle im Sortiment. An diesen Empfehlungen kann man sich in der Regel gut orientieren. Grundsätzlich sind für die Wahl des Klangbilds jedoch die persönlichen Vorlieben entscheidend.

Liebhaber klassischer Musik sollten zum Beispiel Kopfhörer wählen, die ein besonders natürliches und harmonisches Klangbild bieten. Dagegen sind bei Hip-Hop, Soul, Rock und Heavy Metal kräftige Bässe gefragt. House und Techno klingen nur dann gut, wenn ausgeprägte Höhen in den Klangteppich gewebt sind. Auch für diese Ansprüche gibt es die passenden Kopfhörer, etwa speziell für DJs.

Kompatibilität – passt der Kopfhörer auch zu meinem Smartphone?

Kopfhörer für Apple iPhone, iPod und iPad, sowie Android Smartphones

Die meisten Kopfhörer, die in den Packungen von Smartphones mitgeliefert werden, sind einfache Standard-Modelle. Wer gehobene Ansprüche in puncto Klangerlebnis hat, wird früher oder später nicht umhinkommen, seine mobile Musikquelle mit hochwertigen In-Ears oder Kopfhörern nachzurüsten. Für das iPhone oder Smartphone mit Android Betriebssystem bietet sich der Kauf eines Headsets an, mit dem Sie auch Ihre Telefongespräche annehmen können. Allerdings sind nicht alle Kopfhörer oder In-Ears dafür geeignet. Um bei der Kompatibilität keine bösen Überraschungen zu erleben, empfiehlt sich vor dem Kauf z.B. eines iPhone-Kopfhörers ein genauer Blick in die Herstellerangaben.

Im Normalfall passen für alle Tablets und Smartphones Kopfhörer mit 3,5 mm Steckern. Jedoch gilt auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme.

Kopfhörer passend zum Musikgeschmack

Kopfhörertechnik – verschiedene Systeme der Tonerzeugung

Für die Erzeugung von Tönen gibt es bei Kopfhörern ebenso wie bei Lautsprechern unterschiedliche Verfahren der Schallwandlung. Sie bestimmen maßgeblich die Qualität der Tonwiedergabe – und erklären die enorme Preisspanne der Kopfhörer.

Dynamische Schallwandlung

Nach diesem Prinzip funktioniert der Großteil der marktgängigen Kopfhörer: In jeder Hörmuschel befinden sich ein Magnet und eine Spule; dazwischen ist eine Membran. Bei Stromdurchfluss lädt sich die Spule magnetisch auf; folglich wirken zwei Magnete auf die Membran, die in Schwingungen versetzt wird. Auf diese Weise werden Schallwellen erzeugt.

Elektrostatische Schallwandlung

In hochpreisigen Kopfhörern wird häufig das Verfahren der elektrostatischen Schallwandlung eingesetzt. Dabei wird eine dünne, leitfähig beschichtete Polyester-Membranfolie zwischen zwei perforierten Metallplatten (Statoren) eingespannt. Die teilweise nur Mikrometer dicke Membran schwingt zwischen den Statoren schnell und gleichmäßig, was zu einer unveränderten Widergabe des Tonsignals führt. Deshalb haben Kopfhörer mit elektrostatischer Schallwandlung einen besseren Klang als Modelle mit dynamischen Verfahren der Schallwandlung. Diese Tonqualität hat allerdings ihren Preis: Aufgrund des höheren Aufwands bei der Fertigung sind Kopfhörer mit elektrostatischer Schallwandlung teurer.

Balanced-Armature Schallwandlung (BA)

Dieses Verfahren wird in qualitativ hochwertigen In-Ear-Kopfhörern eingesetzt. Wörtlich übersetzt heißt Balanced Armature (BA)‚ ausgewogener Anker‘: In das Magnetfeld eines Permanentmagneten wird ein beweglich gelagerter Anker platziert. Fließt Strom durch die Spule des Ankers, magnetisiert er und bewegt sich leicht. Dadurch gerät die mit einem Antrieb am Anker befestigte Membran in Bewegung und erzeugt Schallwellen. Das Balanced-Armature-Prinzip macht es möglich, mit wenig Strom einen guten Klang zu erzeugen. In Highend-In-Ear-Kopfhörern werden mehrere BA-Treiber kombiniert, um das Klangspektrum umfassend wiederzugeben.

Zubehör für Kopfhörer

Die Auswahl an Zubehör für Kopfhörer ist immens. Hier ein kurzer Überblick.

Adapter für Kopfhörer und Headsets

Adapter sorgen dafür, dass sich Kopfhörer und Headsets mit einer Vielzahl unterschiedlicher Geräte verbinden lassen. Hat etwa ein Computer keine Bluetooth-Schnittstelle, kommt mithilfe eines Bluetooth-Adapters das kabellose Bluetooth-Headset dennoch zum Einsatz, oder mittels eines Doppelsteckers (Splitters) können zwei Kopfhörer gleichzeitig an einem Gerät verwendet werden.

Polster für Kopfhörer, Ohrhörer und In-Ear-Ohrhörer

Diese Polster sind nicht für die Ewigkeit gedacht: Aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich, die Teile nach einiger Zeit auszutauschen. Ein Wechsel ist auch angesagt, wenn es Probleme mit der Passform oder der Materialverträglichkeit gibt. Bei vielen Modellen von Ear Buds oder klassischen Kopfhörern ist der Austausch des Polsters völlig unkompliziert. Schwierig werden kann nur die Qual der Wahl, denn die Kopfhörerpolster gibt es längst nicht mehr ausschließlich in Schwarz, sondern in einer breiten Farbpalette.

Kopfhörerverstärker

Der Einsatz von Kopfhörerverstärkern holt selbst aus guten Kopfhörern noch bessere Eigenschaften heraus, etwa mehr Lautstärke. Obwohl Kopfhörerverstärker ursprünglich für den Einsatz zuhause entwickelt wurden, gibt es inzwischen handliche Modelle für das Smartphone oder den MP3 Player.
 

Zubehör