JavaScript deaktiviert! Das Abschicken einer Bestellung ist bei deaktiviertem JavaScript leider NICHT möglich!
Es stehen Ihnen nicht alle Shopfunktionalitäten zur Verfügung. Bitte kontrollieren Sie Ihre Interneteinstellungen. Für ein optimales Einkaufserlebnis empfehlen wir, JavaScript zu aktivieren. Bei Fragen: webmaster@conrad.de
{{#unless user.loggedIn}} {{#xif " digitalData.page.category.pageType !== 'checkout_confirmation' " }}
{{/xif}} {{/unless}}

Luftfeuchte-Messgeräte sind eine Gruppe von Messgeräten zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts der Luft oder in Materialien. Dabei handelt es sich in der Regel um kompakte Multifunktions-Messgeräte, die zudem weitere physikalische Größen wie Temperatur, CO2-Gehalt, Absolutdruck oder Strömung erfassen können.

 

              

Was sind Luftfeuchte-Messgeräte/Hygrometer?

Luftfeuchte-Messgeräte sind eine Gruppe von Messgeräten zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts der Luft oder in Materialien. Dabei handelt es sich in der Regel um kompakte Multifunktions-Messgeräte, die zudem weitere physikalische Größen wie Temperatur, CO2-Gehalt, Absolutdruck oder Strömung erfassen können. In dieser Kategorie von Messgeräten sind auch noch analoge Modelle vertreten.

Die Bezeichnung Hygrometer enthält das griechische Wort für „feucht“ oder „nass“: „hygros“.

Das Raumklima hat starken Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen, die sich darin aufhalten. Die CO2-Konzentration gilt als wesentlicher Indikator der Raumluftqualität. Schlechte Luftqualität mit zu hoher CO2-Konzentration führt zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und kann sogar gesundheitliche Beschwerden hervorrufen. Somit ist das Raumklima ein Arbeitsschutzfaktor. Einige der gängigsten Werte, ebenso auf Büroräume übertragbar, sind:

Ort Empfohlene Temperatur Empfohlene Luftfeuchtigkeit
Schlafzimmer 16 - 18 °C 50 – 70 %
Küche 18 °C 50 – 70 %
Wohnzimmer 20 °C 40 – 60 %
Bad 23 °C 50 – 70 %

Aber auch in sensiblen Produktionsstätten, zum Beispiel bei der Halbleiterproduktion, oder bei der Lagerung bestimmter Produkte, wie Lebensmitteln, bestehen oft spezielle Anforderungen an die Qualität der Luft. Mit Luftfeuchte-Messgeräten beziehungsweise Hygrometern kann sehr schnell die Qualität des Raumklimas ermittelt und rechtzeitig auf die Über- oder Unterschreitung von Normwerten reagiert werden. 

Wie funktionieren Luftfeuchte-Messgeräte/Hygrometer?

Das Grundprinzip der Messung besteht darin, dass sich die Eigenschaften eines (Mess-)Mediums bei Einwirkung von Feuchtigkeit ändern.

Ein Beispiel ist das Haarhygrometer, bei dem traditionell ein menschliches Haar als Sensor eingesetzt wird. Bei ansteigender Feuchtigkeit dehnt sich das Haar aus. Diese Ausdehnung wird auf einen Zeiger übertragen, der den Wert auf einer geeichten Skala anzeigt. Inzwischen werden für diese Art der Messung mitunter Kunstfasern verwendet.

Moderne Geräte nutzen die Veränderungen von elektrischen Parametern bei Einwirkung von Feuchtigkeit:

Kapazitive Sensoren

Zwischen zwei Elektroden befindet sich eine hygroskopische Schicht, sozusagen als Dielektrikum. Bei Veränderung des Feuchtigkeitsgehaltes dieser Schicht verändert sich die Kapazität zwischen den Elektroden. Damit arbeitet dieses Gebilde wie ein elektrischer Kondensator, dessen Wert aber veränderbar ist. Die Kapazität dient als Mess-Äquivalent für die Feuchte. Als Dielektrikum kommen Nichtleiter mit hygroskopischen Eigenschaften, wie Kunststoff-Polymere oder keramische Werkstoffe, zum Einsatz.

Impedanz-Sensoren

Diese Sensoren nutzen eine hygroskopische Schicht zwischen zwei Gleichstrom-Elektroden. Mit der Aufnahme oder dem Entzug von Feuchtigkeit ändert sich der elektrische (ohmsche) Widerstand. Dieser Wert wird als Feuchte-Äquivalent ausgewertet.

Mischform Impedanz/Kapazitiv

Wird Wechselstrom eingesetzt, entsteht eine Mischform, denn diese Sensoren messen sowohl die Änderung des Widerstandes eines schwachleitenden hygroskopischen Materials als auch dessen kapazitive Eigenschaften.

Die Ausgabe des Messergebnisses erfolgt auf stromsparenden digitalen Displays. Einige Geräte geben Warnsignale beim Unter- oder Überschreiten kritischer Werte ab oder reagieren mit einer Tonfolge, die der Änderung des Messwertes folgt.

Es gibt Luftfeuchte-Messgeräte/Hygrometer mit integrierten und mit abgesetzten Messsonden, die über Systemstecker mit dem Hygrometer verbunden werden.

Die Feuchtemessgeräte für Materialien haben anders ausgeführte Messsonden, meist als doppelte Metallspitze, mit denen durch Aufsetzen auf oder in das Medium der Feuchtigkeitswert anhand des durchfließenden Stromes ermittelt wird.

Viele der Geräte bei Conrad sind als Datenlogger verwendbar, um Messreihen auszuzeichnen und im Nachhinein am PC auszuwerten. Einige Modelle verfügen über einen SD-Karten-Slot, um Messergebnisse auf einer entsprechenden Karte aufzuzeichnen.

Wo werden die Luftfeuchte-Messgeräte/Hygrometer eingesetzt? 

  • Raumklimamessung
  • Einregeln und Prüfen von raumluft-technischen Anlagen
  • Messung des Drucktaupunkts in Druckluftsystemen
  • Beurteilung der Raumluftqualität mit Hilfe der IAQ-Sonde (IAQ bedeutet Indoor Air Quality)
  • Messung der Feuchtigkeit in Baumaterialien oder in Bestandteilen von Bauten

Kalibrierungsarten der Luftfeuchte-Messgeräte/Hygrometer

Kalibrierung nach ISO

Die qualitätsrelevanten Kenndaten des Gerätes werden mit kalibrierten Messinstrumenten nach der DIN EN ISO 9001:2015 gemessen.

Kalibrierung nach DAkks

Die Kalibrierung mittels Zertifikat eines akkreditierten Kalibrierlabors garantiert die Rückführbarkeit der Messergebnisse und somit deren internationale Vergleichbarkeit. Die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) ist dafür die nationale Akkreditierungsstelle.

Kalibrierung nach Werksstandard

Hierbei wird das Geräte nach den eigenen Vorgaben des Herstellers kalibriert und keiner Kalibrierungsstelle vorgelegt.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Luftfeuchte-Messgeräten/Hygrometern

Was ist beim Umgang mit Luftfeuchte-Messgeräten/Hygrometern zu beachten?

  • Das Messgerät darf man nur sach- und bestimmungsgemäß und innerhalb der in den technischen Daten vorgegebenen Parameter verwenden.
  • Mit den Messgeräten und Sonden sollte nicht an oder in der Nähe von spannungsführenden Teilen gemessen werden.
  • Messgerät/Messzellen sollten Sie nie zusammen mit Lösungsmitteln lagern und keine Trockenmittel bei der Lagerung verwenden.
  • Beachten Sie die Hinweise der Hersteller zur Produktsicherheit und zu Umständen, die die Gewährleistungsansprüche verfallen lassen. Daher darf man das Messgerät nur öffnen, wenn das zu Wartungs- oder Instandhaltungszwecken ausdrücklich in der Dokumentation vorgesehen ist.
  • Handgriffe und Zuleitungen sollte man nicht Temperaturen über 70 Grad Celsius aussetzen, wenn diese nicht ausdrücklich für höhere Temperaturen zugelassen sind. Temperaturangaben auf Sonden oder Messfühlern beziehen sich nur auf den Messbereich der Sensorik.
  • Bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten sollten Sie Original-Ersatzteile verwenden
  • Ein Messgerät ist nach Nutzungsende immer fachgerecht zu entsorgen.
  • Defekte Akkus oder leere Batterien müssen an den dafür vorgesehenen Sammelstellen abgegeben werden.

Wo dürfen Luftfeuchte-Messgeräte/Hygrometer nicht eingesetzt werden?

  • In explosionsgefährdeten Bereichen
  • Zu diagnostischen Messungen im medizinischen Bereich

Wie lange hält ein Luftfeuchte-Messgeräte/Hygrometer?

Die Geräte im Conrad-Profi-Shop unterliegen der gesetzlichen zweijährigen Gewährleistung. Bei sachgemäßer Verwendung, Aufbewahrung und Wartung ist eine um ein Vielfaches längere Lebensdauer möglich. Besonders wichtig sind die regelmäßige Prüfung und der rechtzeitige Austausch der Batterien oder Akkus.

Nach oben