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Ratgeber

Leistungsstarke NVIDIA Grafikkarten für Gaming und Multimedia

Grafikkarten mit NVIDIA-Chipsatz ermöglichen eine flüssige Wiedergabe hochauflösender visueller Inhalte auf dem PC. Sie sind überaus leistungsstark und zählen zu dem Besten, was der Markt aktuell zu bieten hat. Was NVIDIA-Grafikkarten auszeichnet und worauf es beim Kauf zu achten gilt, verraten wir Ihnen in unserem Ratgeber.



Was zeichnet Grafikkarten mit NVIDIA-Chipsatz aus?

NVIDIA ist neben AMD Marktführer auf dem Gebiet der Grafikkarten. Das US-amerikanische Unternehmen wurde im Jahr 1993 gegründet und gilt als Pionier der Branche. Es hat sich in der Produktion leistungsstarker PC-Komponenten, allen voran Grafikprozessoren und Chipsätze für PCs, Server und Spielekonsolen, von Beginn an einen Namen gemacht.

Die meisten erhältlichen Grafikkarten von Drittanbietern, sogenannten Boardpartnern, sind mit Grafikprozessoren von NVIDIA ausgestattet. Dazu gehören Unternehmen wie MSI, Asus, Sapphire, EVGA, GigaByte, Zotac und einige mehr. Daneben bietet NVIDIA eigene Grafikkarten an.

Grafikkarten mit NVIDIA-Chipsatz bieten maximale Leistung und ermöglichen es, hochauflösende Bilder und 3D-Inhalte flüssig wiederzugeben. Mittlerweile arbeiten sie sogar KI-basiert, wodurch einmal mehr neue Leistungsdimensionen erzielt werden.

Das Sortiment an NVIDIA-Grafikkarten hält sowohl für Professionelle und Kreative als auch für Gamer und Gamerinnen geeignete Ausführungen bereit und deckt sämtliche Preisklassen ab. Günstige Lösungen sind genauso erhältlich wie High-End-Grafikkarten für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich Visualisierung.



Wozu braucht man eine Grafikkarte?

Grafikkarten sind Hardware-Komponenten für PCs, die für die Berechnung von Grafikdaten zuständig sind. Indem sie die Aufbereitung von Rohdaten zu Bildern und die anschließende Ausgabe übernehmen, entlasten sie die Central Processing Unit (englisch: „zentrale Recheneinheit”, kurz CPU) des Computers.

Diese kann sich, vereinfacht ausgedrückt, auf für das System wichtigere Aufgaben konzentrieren, wodurch der Rechner insgesamt mehr leisten kann. Grafikkarten dienen also im weiteren Sinne der Hardware-Beschleunigung.

Grafikkarten sind ihrer Funktion entsprechend spezialisiert. Sie werden je nach Bauart entweder direkt auf das Mainboard eines Computers gesteckt oder durch andere Schnittstellen wie HDMI oder USB-C angebunden.

In der Regel befinden sich auf einer Grafikkarte drei wesentliche Komponenten: Die sogenannte Graphics Processing Unit (GPU) ist das grafische Äquivalent zur CPU und Herzstück einer jeden Grafikkarte. Die GPU dient als Prozessor, berechnet also alle Daten, für die die Grafikkarte zuständig ist. GPUs sind aufgrund ihres Aufbaus besonders gut für den Umgang mit Grafikdaten geeignet.

Die Berechnungen als solches sind relativ einfach durchzuführen. Die Herausforderung liegt eher darin, dass visuell aufwendige Programme wie hochauflösende PC-Spiele oder Videos in Full-HD massenhaft Grafikdaten stellen. Im Vergleich zu CPUs von ähnlicher Qualität weisen GPUs deshalb eine geringere Taktfrequenz, aber mehr Prozessorkerne auf.

Um die berechneten Daten und ausgeführten Programme zwischenspeichern zu können, ist ein Arbeitsspeicher oder RAM (Random Access Memory) auf Grafikkarten vorhanden, auch Grafikspeicher genannt. Die durch die GPU verarbeiteten digitalen Daten werden anschließend über Schnittstellen auf einem oder mehreren Monitoren ausgegeben. 

Je nach Modell sind Grafikkarten mit unterschiedlichen Schnittstellen ausgestattet. Die gängigsten Anschlusstypen sind HDMI (High Definition Multimedia Interface) und DisplayPort. Ältere Geräte lassen sich über DVI (Digital Visual Interface) oder VGA (Video Graphics Array) anschließen.

Da VGA ein analoges Verfahren ist, müssen die digital vorliegenden Daten der Grafikkarte in analoge Bildsignale umgewandelt werden, um angezeigt werden zu können. Dazu dient bei Karten mit VGA-Anschluss ein von der GPU gesondert verbauter Chip, der Random Access Memory Digital/Analog Converter (RAMDAC).



NVIDIA-Grafikkarten für Gaming, Multimedia und Co.

Grafikkarten mit NVIDIA-Chips sind in unterschiedlichen Serien erhältlich, die sich für verschiedene Einsatzbereiche eignen. Wer seinen PC vorrangig für Multimedia- oder Office-Anwendungen nutzt und zum Zweck einer flüssigeren Wiedergabe aufrüsten möchte, liegt mit der Reihe NVIDIA GeForce GT richtig.

Hierbei handelt es sich um preiswerte Grafikkarten der Einstiegsklasse, die schon unter 100 Euro erhältlich sind und mit einer Top-Leistung punkten. Sie basieren auf Kepler-GPU-Architektur und zeichnen sich durch ein platzsparendes Design aus. Für die Integration in Home Theater Computern (HTPCs), Multimedia- und Office-PCs sind sie wunderbar geeignet.

Fürs Gaming hält NVIDIA ebenfalls Grafikkarten bereit. Einsteigertauglich sind Modelle der GeForce GTX-Reihe. Sie sind eine gute Wahl zum Aufrüsten von günstigen Gaming-PCs.

Besonders hervorzuheben sind die Grafikkarten der GTX 16er-Serie. Mit 6 GB RAM und Turing-GPU-Architektur ermöglichen sie es, PC-Spiele in Full-HD-Auflösung flüssig darzustellen. 

Orientiert man sich im High-End-Bereich, kommt man an der NVIDIA GeForce RTX-Reihe nicht vorbei. Sie markiert die aktuelle Oberklasse unter den Grafikkarten und unterstützt Echtzeit-Raytracing. Dabei handelt es sich um eine Technologie, die das Verhalten von Licht unter physikalischen Bedingungen simuliert und einen realistischen Wechsel von Licht und Schatten ermöglicht. Das trägt zu einem noch intensiveren Spielerlebnis bei.

GeForce-Grafikkarten werden ständig weiterentwickelt. Je nachdem, wie aktuell die zugrundeliegende Prozessor-Architektur und die unterstützten Technologien sind, weisen sie große Preis- und Leistungsunterschiede auf. Im September 2020 sind die Raytracing-Grafikkarten der RTX 30er Serie erschienen, die auf NVIDIA Ampere-GPU-Architektur basieren und mit einer KI-Rendering-Technologie zur Steigerung der Framerate ausgestattet sind. Sie sind in der Lage, Auflösungen von bis zu 8K darzustellen.



NVIDIA-Grafikkarten für professionelle Anwendungen

Im Kreativ- und Techniksektor werden besondere Anforderungen an die grafische Leistung eines PCs gestellt. In dem Zusammenhang bietet NVIDIA Chipsätze für enorm leistungsstarke Workstation-Grafikkarten an. Modelle der RTX- und Quadro-Reihe sind für professionelle Anwendungen in Komplett-PCs oder industriellen Rechnern vorgesehen, zum Beispiel zur Nutzung von sogenannten CAD-Programmen.

CAD steht für computer-aided design (Deutsch: „computerunterstütztes Gestalten”) und beschreibt die digitale Modellierung und Konstruktion eines Produkts, zum Beispiel eines Fahrzeugs oder eines Maschinenbauteils. CAD-Programme sind grafisch sehr anspruchsvoll und machen es in vielen Fällen erforderlich, mehrere Bildschirme für an eine Grafikkarte anzuschließen.

NVIDIA stellt hocheffiziente Grafikprozessoren bereit, die es Kreativen und Menschen aus dem Bereich der Ingenieurs- und Datenwissenschaften ermöglichen, den Workflow zu beschleunigen.



Kaufkriterien für Grafikkarten mit NVIDIA-Chip – worauf kommt es an?

Beim Kauf einer neuen Grafikkarte sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Eine wichtige Rolle spielt zunächst einmal der konkrete Verwendungszweck.

Wenn Sie eine Grafikkarte zum Aufrüsten suchen, Ihren PC aber vorrangig zum Surfen und für Office-Anwendungen nutzen, muss es freilich kein teures High-End-Modell sein. Hier genügen in der Regel günstigere Lösungen, zumal auch diese mit einer sehr guten Leistung überzeugen. 

Ist die Grafikkarte fürs Gaming gedacht, müssen weitere Parameter einbezogen werden. Möchten Sie grafisch sehr aufwendige Spiele spielen, sollten Sie zu GTX-Grafikkarten mit großem Grafikspeicher greifen. Empfehlenswert sind Modelle mit mindestens 8 bis 24 GB RAM. Spielen Sie keine High-End-Spiele oder ist Ihnen die Grafik nicht allzu wichtig, genügen Grafikkarten mit bis zu 6 GB RAM. Möchten Sie in Sachen Bildqualität keinerlei Kompromisse eingehen, ist die RTX-Reihe von NVIDIA das Nonplusultra. Die Serie hält nicht nur für High-End-Gaming, sondern auch für den Einstieg passende Modelle bereit.

Grundsätzlich ist zu prüfen, wie viele Steckplätze auf dem Mainboard für die Integration einer Grafikkarte zur Verfügung stehen. Je nach Ausführung beanspruchen beispielsweise GTX-Karten einen (Single), zwei (Dual) oder drei (Triple) Slots. Triple-Slot-Grafikkarten zeichnen sich im Vergleich zu den anderen beiden Typen durch die beste Kühlleistung aus. GTX-Grafikkarten sind übrigens nicht nur dem Gaming-Bereich vorbehalten, sondern auch eine gute Wahl, wenn man Filme und Serien in hoher Auflösung anschauen möchte.

Zum Aufrüsten einfacher Bürorechner sind Grafikkarten mit einem Arbeitsspeicher von 2 GB im Regelfall völlig ausreichend. Anders sieht es aus, wenn man grafikintensive Programme nutzt, etwa zu Designzwecken. 

GPU- und Boost-Takt geben indirekt Aufschluss über die Leistungsfähigkeit einer Grafikkarte. Je höher die Werte ausfallen, desto schneller und leistungsstärker ist das Modell. Für die professionelle Bildbearbeitung eignen sich Grafikkarten, die spezielle Features wie 3D-Vision bieten.

Generell ist immer auf eine ausreichende Kühlung zu achten, da diese die Performance einer Grafikkarte wesentlich beeinflusst. Für einfache Anwendungen genügen Grafikkarten mit passiver Kühlung wie die GeForce GT 610. Sie ist ohne bewegliche Teile konstruiert, was den Vorteil hat, dass keine Lüftergeräusche entstehen – perfekt für eine ruhige Arbeitsatmosphäre im Büro.

Allerdings sind Grafikkarten mit passiver Kühlung eher für einfache Arbeitsrechner und Office-Anwendungen geeignet. Grafikkarten mit höheren Taktraten sind meist mit einer aktiven Kühlung versehen.

Zu bedenken ist, dass der Stromverbrauch eines PCs nach dem Aufrüsten höher ist, denn NVIDIA Grafikkarten benötigen selbst eine Stromversorgung. Die meisten Karten ziehen zwischen 150 und 280 W. High-End-Karten können durchaus mehr als 300 W verbrauchen, einfachere Modelle schlagen dagegen mit 30 bis 75 W zu Buche. 

Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die richtigen Schnittstellen vorliegen, damit eine Grafikkarte überhaupt ein Bild auf dem Monitor ausgeben kann. Die meisten Grafikkarten sind mit DisplayPort- oder HDMI-Anschlüssen ausgestattet. Beide ermöglichen hohe Auflösungen und schnelle Bildwiederholraten. Zudem können DisplayPort und HDMI Bild und Ton gleichzeitig übertragen.

Wichtig ist auch, dass der Computerbildschirm die von der Grafikkarte angebotene Auflösung unterstützt. Eine GeForce RTX-Karte, die bis zu 8K darstellt, wäre beispielsweise ungeeignet für ein Display, das nur Full HD abbilden kann. Die Investition wäre schlichtweg unsinnig.



Unser Praxistipp: G-Sync-Technologie für eine ruckelfreie Bildwiedergabe

G-Sync ist eine eigens von NVIDIA entwickelte Technologie, die dem sogenannten Screen Tearing, also Bildrucklern und -verzerrungen vorbeugt. Sie sorgt für eine flüssige, verzögerungsfreie Bildwiedergabe, indem sie die eigentlich fixe Bildwiederholrate des Monitors aufhebt und eine Kommunikation mit der Grafikkarte ermöglicht. Die G-Sync-Technologie ist ab GTX 650 Ti integriert, erfordert jedoch einen Monitor, der mit G-Sync-kompatibel ist.



FAQ – häufig gestellte Fragen zu NVIDIA-Grafikkarten

Was unterscheidet NVIDIA-Grafikkarten von AMD-Grafikkarten?

AMD und NVIDIA sind die Platzhirsche auf dem Markt der Grafikkarten. Beide Hersteller bieten Ausführungen im unteren, mittleren und gehobenen Preissegment an, so dass sich für jeden Geldbeutel und Bedarf etwas Passendes findet. Die Grafikkarten der Einstiegs- und Mittelklasse liegen in Sachen Performance etwa gleichauf. Vergleicht man die High-End-Modelle NVIDIA GeForce RTX 3080 und AMD Radeon RX 6800 XT miteinander, gilt es unterschiedliche Vor- und Nachteile abzuwägen. Die Radeon ist deutlich günstiger als die GeForce, dafür bietet letztere das bessere Raytracing und hat eine KI integriert, die höhere Bildraten bei konstanter Bildqualität ermöglicht. 


Welche NVIDIA Grafikkarte braucht man für VR?

Das ist von der Bildwiederholrate des VR-Headsets abhängig. Eine Oculus Rift S bietet beispielsweise eine Rate von 80 Hertz, daher sollte die Grafikkarte in der Lage sein, wenigstens 80 Bilder pro Sekunde zu berechnen. Geeignete Modelle sind etwa die NVIDIA RTX 2060, eine GTX 1070 oder GTX 1650.

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