JavaScript deaktiviert! Das Abschicken einer Bestellung ist bei deaktiviertem JavaScript leider NICHT möglich!
Es stehen Ihnen nicht alle Shopfunktionalitäten zur Verfügung. Bitte kontrollieren Sie Ihre Interneteinstellungen. Für ein optimales Einkaufserlebnis empfehlen wir, JavaScript zu aktivieren. Bei Fragen: webmaster@conrad.de
{{#unless user.loggedIn}} {{#xif " digitalData.page.category.pageType !== 'checkout_confirmation' " }}
{{/xif}} {{/unless}}

 

Mit OLED werden Lichtlösungen neu definiert

 

Organische Licht–emittierende Dioden (OLED) eröffnen in der Lichtgestaltung neue Möglichkeiten und sind sehr umweltfreundlich. Die ultraflachen Leuchtmodule erzeugen flächiges Licht ohne Hitzeentwicklung und sparen Energie.

Der wichtigste Unterschied zu allen bisherigen Lichtquellen: OLEDs sind Flächenlichtquellen, keine Punktlichtquellen. Lediglich wenige Millimeter dünn geben sie ihr angenehmes, warmes und homogenes Licht über die gesamte Oberfläche diffus ab. Sie bestehen aus einem (Glas–) Substrat, einer transparenten Elektrode, einer oder mehreren organischen Schichten sowie einer Gegenelektrode, die ebenfalls transparent sein kann. OLED–Komponenten sind vergossen und somit gegen Oxidation und Feuchtigkeit geschützt. Sie lassen sich vollständig und stufenlos dimmen.

OLED-Modul

Die Vorteile im Überblick

  • OLEDs können in beliebigen Strukturen und Mustern gefertigt werden
  • Geringerer Strombedarf als bei LEDs
  • Besserer Kontrast als TFT–LCDs ohne Einschränkung des Blickwinkels
  • Keine Hintergrundbeleuchtung notwendig wie LCDs
  • Großer Temperaturbereich; funktioniert auch bei Minusgraden zuverlässig

Das Interview: Wissenwertes zu OLED

Holger Morgenstern

Herr Morgenstern, was genau versteht man unter dem Begriff „OLED“?
OLED steht für „organic light emitting diode“ – das bedeutet so viel wie „organische Leuchtdiode“. Damit ist eigentlich das Funktionsprinzip einer OLED schon erklärt: Auf eine Glasplatte zum Beispiel wird in extrem dünnen Schichten organischer Kunststoff aufgedampft. Wir sprechen bei den Schichten von 200 bis 400 Nanometern, vergleichbar mit dem Hundertsten eines Menschenhaares. Dieser organische Kunststoff ist das Ergebnis chemischer Prozesse – einer so genannten Polymerisation – und in der Lage, selbst Licht auszusenden.

Da stellt sich gleich die Frage nach den Anwendungsgebieten.
Generell werden OLEDs zur Zeit vorrangig in Anzeigen und Displays eingesetzt. Aber als Beleuchtung, etwa in Büroräumlichkeiten, können sie ideal Leuchtstoffröhren ersetzen. Der Grund: Im Gegensatz zu herkömmlichen Leuchtmitteln, LEDs zum Beispiel, verbreiten OLEDs das Licht nicht punktförmig, sondern flächenhaft. Deshalb sind sie auch für Designer hochinteressant.

Erläutern Sie bitte kurz einmal die Unterschiede zwischen LEDs und OLEDs.
Wie schon gesagt, augenfälligster Unterschied ist die Art der Lichtabstrahlung: LEDs sind Punktlichtquellen, OLEDs dagegen Flächenlichtquellen. Das heißt, dass OLEDs im Gegensatz zu LEDs keinen Reflektor brauchen, da sie ja über die gesamte Fläche abstrahlen.

Wie sehen Sie das Marktpotenzial für OLEDs?
Es gibt schon eine Menge Produkte im Displaybereich am Markt, ich nenne hier nur mal Mobiltelefone oder Digitalkameras. Aber das Potenzial ist noch viel größer: OLED-Fernseher werden in Zukunft eine Rolle spielen; auch Leuchttapeten, leuchtende Spiegel oder Fenster sind vorstellbar. Knackpunkt ist derzeit noch das im Vergleich mit LEDs etwas ungünstigere Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich glaube aber, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch hier die Massenproduktion den Preis drückt – denken Sie nur daran, was eine Energiesparlampe früher kostete.

Apropos Energiesparlampe – wie sieht es denn mit der Effizienz und Umweltverträglichkeit bei OLEDs aus?
Heute entspricht die OLED–Effizienz ungefähr der einer Leuchtstoffröhre – da ist noch Luft nach oben. Aber im Vergleich mit einem LC-Display kommt die OLED in der Energiebilanz sehr gut weg, da sie ja keine Hintergrundbeleuchtung braucht. Zum Thema Umwelt: Anders als Energiesparlampen enthalten OLEDs keine giftigen Stoffe, sondern nur Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und einige andere Elemente. Außerdem sind sie recyclingfähig.

Herr Morgenstern, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Eindrucksvolle Nutzungsbeispiele

Eindrucksvolle Nutzungsbeispiele

Das leuchtet ein – Zukunftsvisionen für OLED

Die Entwicklung von OLEDs schreitet zügig voran. Machen sie noch vorrangig bei Displays eine gute Figur, begegnen uns die ultradünnen Leuchtquellen wahrscheinlich bald überall.

Zum Beispiel könnten OLED–Panels komplette Fenstergläser ersetzen: Während im ausgeschalteten Zustand diese Art Fenster ganz normal durchsichtig sind, verbreiten sie im Leuchtzustand Licht in der gewünschten Farbe und verhindern gleichzeitig unerwünschte Einblicke von außen. Auch der Spiegel im Bad könnte zukünftig nach diesem Prinzip als Leuchtquelle funktionieren. Ebenfalls zum Greifen nah: Mit transparenten OLEDs lassen sich durchsichtige Bildschirme herstellen und etwa in Windschutzscheiben von Autos oder in Schaufenster einbauen.

Das leuchtet ein – Zukunftsvisionen für OLED