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PhoneDrone: Dein Handy als Quadcopter

PhoneDrone: Dein Handy als Quadcopter
Smartphone einsetzen und abheben – das ist das Grundprinzip des Projekts PhoneDrone. (Foto: Kickstarter)

Das Projekt PhoneDrone kann man entweder als fliegende Handyhülle ansehen oder einen Quadcopter mit „Smartphone-Hirn“. Auf Kickstarter suchen die Macher nach Unterstützern für ihre Idee.

Wenn man von Smartphones als „Hosentaschen-Computern“ spricht, tut man ihnen großes Unrecht: Sie sind sehr viel mehr als das. Schließlich bringen sie beispielsweise außerdem Kameras mit, die inzwischen sogar eine erstaunlich hohe Qualität bei Fotos und Videos haben können. Und darüber hinaus sind sie mit einer ganzen Reihe von Sensoren ausgestattet und können dank GPS und anderer Technologien ihre Position sehr genau bestimmen. Alles das machen sich in letzter Zeit Projekte ganz verschiedener Art zu nutze. Man denke hier an die Virtual-Reality-Brillen vom Schlage eines Google Cardboard, die nicht mehr als eine Hülle sind, um sich das Smartphone vors Gesicht zu schnallen. Und mit dem Kickstarter-Projekt PhoneDrone soll man es zum Quadcopter machen.

So sieht das Ganze in dem Werbevideo aus, mit dem die Macher gerade um Unterstützer werben:

Wie schon beschrieben, dient ein Smartphone hier als zentrale Steuereinheit von PhoneDrone. Das kann ein iPhone oder ein Android-Gerät sein. Man hat drei Möglichkeiten, die Drohne zu steuern:

  1. Man gibt einen Flugweg vor, indem man innerhalb der PhoneDrone-App einfach mit dem Finger auf einer Landkarte malt. Das System soll dabei schlau genug sein, die Reichweite des Quadcopters nicht zu übersteigen. Wäre ja auch ein wenig schade, wenn das gute Stück samt dem eventuell recht wertvollen Handy zu Boden ginge… Zu der Problematik gleich noch mehr. Die maximale Flugzeit soll nebenbei bemerkt 20 bis 25 Minuten betragen. Bevor der Drohne der Saft ausgeht, soll sie von allein sicher zurückkehren.
  2. Man steuert die Drohne mit einem zweiten Smartphone vom Boden aus manuell. Dabei müssen die beiden Geräte nicht dasselbe Betriebssystem nutzen. Man kann also ein Android in PhoneDrone einsetzen und dann von unten per iPhone steuern oder umgekehrt. Sie sprechen via WLAN miteinander. Das wiederum begrenzt natürlich, wie weit sich der Quadcopter vom Nutzer entfernen kann.
  3. Man lässt sich automatisch von der Drohne verfolgen. In dem Fall braucht man ebenfalls zwei Smartphones – eines im Quadcopter, eines in der Hosentasche.

Im Quadcopter selbst kann man von recht alten bis hin zu topaktuellen Smartphones so ziemlich alles einsetzen. So reicht offenbar bereits ein iPhone 4S, aber auch das übergroße iPhone 6 Plus passt hinein. Bei Android werden beispielhaft das Samsung Galaxy SII sowie das Nexus 6 genannt. Insofern könnte man natürlich sein Not-, Zweit- oder Althandy in die Drohne einsetzen – was aber aus einem anderen Grund wieder schade wäre: Dann hätte man ja nicht die tolle Kamera aus dem aktuellsten Handy zur Verfügung, um seine Aufnahmen aus luftiger Höhe zu machen.

Das PhoneDrone-Gehäuse ist dabei so konstruiert, dass das Smartphone nach unten fotografieren und filmen kann. Außerdem haben die Macher an einen Spiegel gedacht, mit dem man in weiteren Winkeln Aufnahmen machen kann, auch geradeaus nach vorn.

Kompakt, aber absturzgefährdet

Kompakt, aber absturzgefährdet
Dank der einklappbaren Arme für die vier Rotoren kann man PhoneDrone recht bequem per Rucksack oder Handtasche transportieren. (Foto: Kickstarter)

Alles in allem ist die PhoneDrone sehr kompakt, da man die Arme mit den Rotoren ein- und ausklappen kann. Zusammengefaltet ist sie etwa 19 x 14,5 x 6,5 cm groß. Dafür sind die Propeller allerdings vollkommen ungeschützt. Jeder, der schon einmal mit so einem Gerät herumgespielt hat, weiß was das bedeuten kann: Eine unvorsichtige Berührung mit einer Wand, einem Strauch oder einem anderen Hindernis und das Unglück ist passiert. Fatal wird das Ganze, wenn man den automatischen Modus nutzt, bei dem der Quadcopter stur dem vorgezeichneten Flugpfad folgt. Die PhoneDrone-Macher sind sich dessen durchaus bewusst: Sie erklären, dass sie an einer automatischen Hinderniserkennung via Ultraschall arbeiten. Das ist aber nur für die Zukunft in Aussicht gestellt und nicht ein fester Teil der jetzigen Kickstarter-Aktion.

Und wo wir schon bei den Machern hinter den Kulissen sind: J. D. Claridge und Charles Manning haben mit dem X PlusOne bereits eine Drohnenidee erfolgreich via Kickstarter umgesetzt. Sie sind also keine Anfänger.

Trotzdem ist die PhoneDrone zum jetzigen Zeitpunkt noch kein fertiges Produkt und über Kickstarter Geld vorzuschießen sollte man nicht mit einer Vorbestellung verwechseln. Die Macher wollen das Geld einsetzen, damit sie ihre Idee auf den Markt bringen können. Im November 2015 soll das soweit sein.

Aktuell gibt es die PhoneDrone via Kickstarter für 229 US-Dollar. Ist das ausverkauft, sind es 20 US-Dollar mehr. Für 499 US-Dollar gibt es ein Paket mit einigem weiteren Zubehör sowie einem Samsung Galaxy S4. Geld sparen können vor allem Bastelfreunde mit Zugriff auf einen 3D-Drucker: Beim „DIY Package“ für 99 US-Dollar stellt man sich die Gehäuseteile selbst her und bekommt nur die Elektronik und andere Bauteile geliefert.

Kompakt, aber absturzgefährdet
Da die Rotoren ungeschützt sind, muss man sehr vorsichtig vorgehen – gerade wenn man die PhoneDrone wie hier gezeigt in geschlossenen Räumen benutzt. (Foto: Kickstarter)

Fazit

Die PhoneDrone-Macher sind nicht die ersten, die auf diese Idee kommen. Siehe dazu beispielsweise dieses Projekt der TU Wien. Deren „Smartcopter“ ist seit 2012 in der Entwicklung. Oder das Kickstarter-Projekt „Living Aerial Bot“, das allerdings die erhoffte Mindestsumme nicht einspielen konnte. Auch die PhoneDrone ist zum jetzigen Stand der Dinge noch ein gutes Stück von den 250.000 US-Dollar entfernt, die die Macher einsammeln wollen.

Ich persönlich finde die Idee sehr sympathisch, auch wenn ich nicht weiß, ob ich wirklich mein Smartphone fliegen lassen möchte. Ein wenig abschreckend finde ich noch den Preis, vor allem weil das DIY-Kit so viel billiger ist. Kosten die Kunststoff-Bauteile und die Montage tatsächlich so viel?

Problematisch finde ich wie oben bereits erwähnt den fehlenden Schutz vor Kollisionen. Die Drohne selbst erkennt keine Hindernisse und die Rotoren sind zugleich ungeschützt. Da ist ein unsanfter Absturz fast schon programmiert…

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