JavaScript deaktiviert! Das Abschicken einer Bestellung ist bei deaktiviertem JavaScript leider NICHT möglich!
Es stehen Ihnen nicht alle Shopfunktionalitäten zur Verfügung. Bitte kontrollieren Sie Ihre Interneteinstellungen. Für ein optimales Einkaufserlebnis empfehlen wir, JavaScript zu aktivieren. Bei Fragen: webmaster@conrad.de
{{#unless user.loggedIn}} {{#xif " digitalData.page.category.pageType !== 'checkout_confirmation' " }}
{{/xif}} {{/unless}}

Bluetooth-Tracker-Schatz-wo-sind-die-schlussel?

Bluetooth-Tracker: Schatz, wo sind die Schlüssel?
Die „Schlüsselfinder“ des 21. Jahrhunderts haben einiges mehr drauf als ihre Vorgänger. (Foto: Tile)

Wir haben sie alle: kurze Momente der Unaufmerksamkeit. Schon können wir etwas nicht wiederfinden oder wir lassen gar unser Smartphone im Café liegen. Bluetooth-Tracker wollen hier helfen.

Schlüssel, Brieftasche, Handtasche, Rucksack…: Man glaubt ja manchmal selbst nicht, was man alles nicht (sofort) wiederfinden kann. Natürlich passiert das immer genau dann, wenn man gerade überhaupt gar keine Zeit hat. Ich habe mir da inzwischen angewöhnt, für die wesentlichen Dinge wie Brieftasche, Haustürschlüssel, Sonnenbrille, Kopfhörer etc. immer feste Plätze zu haben. Das funktioniert auch recht gut. Aber „immer“ ist hier natürlich relativ: Manchmal wird man kurz abgelenkt, legt etwas aus der Hand und weiß dann einige Minuten später nicht mehr, was passiert ist. Noch schwieriger wird es mit Dingen, die man gemeinsam mit anderen nutzt – man denke hier nur an die Schlüssel fürs Familienauto.

Insofern kein Wunder, dass es inzwischen etliche Lösungen gibt, die einem mit genau diesem Problem helfen wollen. Das Mittel der Wahl: Bluetooth-Funk und das eigene Smartphone. Möglich macht es Bluetooth 4.0. Dieser Standard hat diverse Vorteile gegenüber seinen Vorgängern. So kann er besonders stromsparend genutzt werden. Verbindungen zwischen den Geräten werden schneller hergestellt. Und zudem soll er bis zu 100 Meter Reichweite haben – wobei dieser Wert von vielen Faktoren beeinflusst wird und in der Praxis deutlich niedriger ausfallen kann. Man sollte eher von 50 Metern oder in Wohnungen auch noch weniger ausgehen.

Bluetooth 4.0 macht es alles in allem möglich, einen entsprechenden Sender in ein kompaktes Gadget einzusetzen, das man dann beispielsweise an den Gegenständen befestigen kann, die man häufig verlegt oder die man auf jeden Fall schnell wiederfinden muss. Dank Stromsparmodus kommen diese Geräte dann lange Zeit mit einer Batterieladung aus. Denn was nützt die schönste Suchhilfe, wenn sie im Fall der Fälle keinen Saft mehr hat?

Als Empfänger dient das eigene Smartphone, das sich entsprechend auf den modernen Bluetooth-Standard verstehen muss. Bei Android benötigt man in der Regel mindestens 4.3 „Jelly Bean“, oftmals auch Android 4.4. „KitKat“ (beide vorgestellt 2013) als Apple-Nutzer geht es seit iOS 5 (vorgestellt 2011, z.B. iPhone 4S). Es kann dann via App signalisieren, wo sich der gesuchte Gegenstand befindet. Manche Modelle funktionieren auch umgekehrt: Sie warnen einen, sobald man das Smartphone beispielsweise im Restaurant zurücklässt.

Einige Beispiele:

Pixie Points

Pixie Points
Die Pixie-App zeigt per Augmented Reality an, wo sich der gesuchte Gegenstand befindet. (Foto: Pixie)

Pixie Points nennt sich ein neuer Vertreter. Er kommt in einer kompakten und flachen Tropfenform daher (47 x 35 x 3,2 mm). Die dazu passende App hat eine Besonderheit: Augmented Reality. Bedeutet: Um einen gesuchten Gegenstand wiederzufinden, schaut man sich durch die Smartphone-Kamera um. Ein dickes „X“ markiert, wo das Smartphone das Gesuchte ortet.

Besonders gut funktioniert das offenbar dann, wenn man mehrere Pixie Points im Einsatz hat: Die Marker kommunizieren auch untereinander. Dadurch wird zum einen das Netzwerk auch durch Wände und auf größere Distanzen hinweg aufrecht erhalten. Zum anderen soll das Smartphone dadurch mit Hilfe von Triangulation den Ort des gesuchten Gegenstand recht genau feststellen können. Nur ein Test kann natürlich zeigen, inwiefern dieses Versprechen eingehalten werden kann. Nicht zuletzt merkt sich das System die zuletzt bekannte Position aller Objekte. Auf diese Weise soll man sie auch dann lokalisieren können, wenn sie aktuell nicht in Bluetooth-Reichweite sind. Die wird übrigens mit maximal rund 45 Metern angegeben.

Ein Pixie Point soll 18 Monate lang funktionieren. Leider lässt sich die Batterie im Innern weder austauschen noch wieder aufladen. Ein Set mit zwei Pixie Points kostet 19,98 US-Dollar. Im Sommer sollen sie auf den Markt kommen. Man kann sie auf der offiziellen Website vorbestellen.

Tile

Tile
Klein, kompakt und leicht sind sie alle. Die Batterie ist aber oft nicht austauschbar. (Foto: Tile)

Tile ist im Gegensatz zu den Pixie Points schon erhältlich und in vielerlei Hinsicht ähnlich. So sind auch die Tiles sehr kompakt und flach: 37 x 37 x 5,3 mm. Wie man schon an den Maßen sieht, sind sie quadratisch. Dazu haben sie eine Öffnung, um sie beispielsweise einfach an einem Schlüsselring befestigen zu können.

Die maximale Reichweite wird hier mit etwa 30 Metern angegeben. Eine Besonderheit: Nicht nur das eigene Smartphone kann die Tiles finden, sondern bei Bedarf jedes Smartphone mit der Tile-App. Auf diese Weise kann also die ganze Familie suchen helfen oder alle Kollegen oder im Fall der Fälle gar Freunde, Verwandte und Bekannte. Und wer ganz verzweifelt ist, kann sogar die Tile-Community mit einbeziehen, also jeden Nutzer der App.

Ebenso wie die Pixie Points merkt sich die Tile-App ebenfalls, wo es einen Gegenstand zuletzt geortet hat, wenn die Verbindung verloren geht.

Auf das schicke Augmented-Reality-Feature der Pixie Points muss man allerdings verzichten: Stattdessen zeigt die App die Signalstärke an. Im Grunde also eine 21.-Jahrhundert-Variante des „heiß/kalt“-Spiels: Wird das Signal schwächer, ist man in der falschen Richtung unterwegs.

Ebenso wie die Pixie Points ist die Batterie fest verbaut und nicht wieder aufladbar. Das sei der kompakten Bauweise geschuldet, sagt der Hersteller. Interessenten aus Deutschland können leider nicht über die offizielle Website bestellen. Hier muss man dann also sein Glück z.B. über einen amerikanischen Onlinestore versuchen. Einen Tile gibt es ab 25 US-Dollar.

Stick’N’Find

sticknfind
Beim Stick’N’Find hilft die „Radar“-Funktion, einen Gegenstand wiederzufinden. (Foto: Stick’N’Find)

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Stick’N’Find ist schon auf dem Markt und man kann diesen Schlüsselfinder auch problemlos in Deutschland kaufen. Diese Exemplare sind kreisrund mit einem Durchmesser von 24 mm. Sie sind lediglich 4 mm dünn. Die Batterie im Innern soll ein Jahr lang halten und in diesem Fall kann man sie auch austauschen: Es ist eine Knopfzelle, wie man sie beispielsweise von Armbanduhren kennt.

Zum Wiederfinden kann man auch hier eine App für Apple- und Android-Geräte nutzen, die eine geschätzte Entfernung in einer Art „Radar-Optik“ anzeigt. Außerdem kann das Gadget ebenso selbst auf sich aufmerksam machen: über den integrierten LED-Ring sowie den eingebauten Mini-Lautsprecher. Beides aktiviert man mit einem Fingertipp in der App.  Auch hier versprechen die Macher eine maximale Bluetooth-Reichweite von 30 Metern.

Die App merkt sich außerdem ebenfalls die letzte Ortung und kann sie auf einer Landkarte anzeigen. Im Fall der Fälle kann man außerdem alle Nutzer der App für die Suche aktivieren und nur man selbst bekommt eine Nachricht, sobald der gesuchte Gegenstand von einem Smartphone lokalisiert wurde.

Die Macher von Stick’N’Find haben außerdem noch eine interessante Anwendungsidee für Flugreisende: Man kann einen Bluetooth-Tracker am Koffer befestigen und wird dann am Gepäckband des Zielflughafens automatisch benachrichtigt, sobald er in der Nähe ist.

Fazit

Zugegeben: Wir reden hier über ein Luxusproblem. Auf der anderen Seite wissen doch viele von uns, wie sehr es nerven kann, wenn man Gegenstände nicht wiederfindet oder gar liegengelassen hat.

Dabei sind die modernen Schlüsselfinder um einiges leistungsfähiger als die klassischen Modelle, die beispielsweise auf Pfeifen oder Klatschen mit einem Alarmton reagierten. Unverschämt ist hingegen, dass einige Hersteller auf Wegwerf-Produkte setzen und die Batterie fest einbauen. Stick’N’Find zeigt, dass es auch anders geht.