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Dieser „smarte“ Rucksack lädt deine Gadgets auf

Dieser „smarte“ Rucksack lädt deine Gadgets auf
Foto: ampl-labs.com/press

Unter dem Namen „Ampl“ stellt ein Startup aus Kalifornien einen Rucksack für Digitalnomaden vor: Er kann nicht nur Gadgets vom Smartphone bis zum Laptop aufladen, sondern ist Dank zahlreicher Sensoren und einer passenden App auch noch „smart“. Die Firma will via Indiegogo erstes Geld einsammeln.Ich hatte das Thema neulich schon einmal für euch behandelt: Strom für unterwegs. Denn wer wie ich viel unterwegs und zugleich auf seine Gadgets wie Smartphone, Tablet und Laptop angewiesen ist, hat vor allem ein Problem: Wo ist die nächste Steckdose?

Der „Ampl“-Rucksack soll nun gleich zwei Probleme auf einmal lösen: Er transportiert alle Geräte sicher und bequem und versorgt sie dabei außerdem mit Strom. Das Ganze sieht nicht zuletzt durchaus schlicht und elegant aus. Und weil das den Machern offenbar noch nicht reichte, hat der Rucksack zudem einige Tricks in petto, über deren Sinngehalt man durchaus streiten kann. Aber dazu gleich mehr.

Modular dank Erweiterungsslots

Modular dank Erweiterungsslots
Foto: ampl-labs.com/press

Von Haus aus ist im Ampl ein Akku mit 18,5 Wh eingebaut. Damit soll man laut offiziellen Angaben ein Smartphone bis zu dreimal aufladen oder auch ein kleines Tablet einmal mit frischem Saft versorgen können. Wer noch mehr Strom benötigt, hat dafür drei Erweiterungsslots zur Verfügung. In die passen die ebenfalls von Ampl angebotenen Akkumodule. Das Kleinste liefert noch einmal 18,5 Wh und ist für Tablets und andere USB-Geräte gedacht. Der „Laptop Booster“ mit 55 Wh soll viele tragbare PCs aufladen können. Und das dritte Modell ist für MacBooks gedacht und alles, was man normalerweise an eine Steckdose anschließen würde.

Die Macher versprechen dabei, dass die Akkus doppelt so schnell aufgeladen werden können wie handelsübliche Li-Ion-Akkus und dabei zugleich langlebiger sind. Nicht zuletzt sollen sie sich beim Aufladen nicht erhitzen, höchstens leicht erwärmen. Praktischerweise lassen sich diese Akkus übrigens unabhängig vom Rucksack mitnehmen.

Sensoren und eine eigene App

Sensoren und eine eigene App
Foto: ampl-labs.com/press

Der Rucksack selbst macht einen durchdachten Eindruck. So findet sich am Boden eine gummierte Platte, die Stürze abfedern und ihn beim Abstellen aufrecht halten soll. Das Außenmaterial ist zudem wasserabweisend.

So weit, so gut, dachten sich wohl die Macher des Ampl. Aber das war ihnen noch nicht genug. Also integrierten sie allerlei Sensoren in ihr Modell, einen OLED-Touchscreen in die Oberseite und entwickelten eine App. Richtig gelesen: Auch Rucksäcke können heute ihre eigene App haben. In der kann man dann ablesen, wie hoch die Temperatur im Innern gerade ist und welches Gerät wie aufgeladen wird. Wer will, kann via App auch festlegen, dass beispielsweise das Tablet gegenüber dem Laptop beim Aufladen bevorzugt werden soll. Und der OLED-Touchscreen wiederum zeigt bspw. den Ladezustand des Rucksacks an.

Momentan bei Indiegogo

Derzeit ist Ampl ein Projekt auf der Plattform Indiegogo. Bedeutet: Wem das Produkt gefällt, kann den Machern hier Geld vorschießen. Die nutzen das wiederum, um ihre Idee auf den Markt zu bringen. „Crowdfunding“ nennt sich das, weil eine unbestimmte Menge an Menschen („crowd“) eine Idee finanziell ermöglicht („funding“). Als Anreiz gibt es oft Rabatte, so auch hier. Ein wichtiger Hinweis ist allerdings: Man darf das nicht mit einem Onlineshop verwechseln. Es gibt einerseits Erfolgsgeschichten wie die Smartwatch Pebble. Es gibt aber andererseits Projekte, die sich verschätzen und nie ausliefern können.

Das Ampl-Team scheint jedenfalls erfahren und gut vorbereitet. Allerdings stellen sie auf der Indiegogo-Projektseite auch klar, dass es Verzögerungen im Zeitplan kommen kann, denn bis zur Auslieferung stehen noch etliche Schritte an. Klappt alles wie am Schnürchen, sollen die Rucksäcke im September bei den Unterstützern ankommen. Wem das alles nicht so geheuer ist, kann sich auf der offiziellen Website in einen Newsletter eintragen lassen und bekommt dann Bescheid, sobald der stromliefernde, schlaue Rucksack im Handel ist. Dabei ist allerdings noch vollkommen offen, ob und wann er auch hierzulande erhältlich sein wird.

Fazit

Der Ampl sieht nach einer schönen Lösung für alle aus, die häufig mit ihren Gadgets unterwegs sind und zugleich All-in-one-Produkte mögen. Denn natürlich kann man sich einen Rucksack und passende Powerbanks auch separat kaufen. Und inwiefern man die genannten Sensoren inklusive OLED-Touchscreen auf der Oberseite und Smartphone-App braucht, lasse ich einmal dahingestellt. Letztlich hat der Ampl vor allem einen gehörigen Nachteil: Er ist heftig teuer. 249 US-Dollar kostet er in der Grundkonfiguration auf Indiegogo. Später im Handel sollen es noch 75 US-Dollar mehr sein. Hinzu kommen bei Bedarf die bis zu drei zusätzlichen Akkus. Alle diese Preise verstehen sich wie in den USA üblich ohne Steuern. Da würde ich mir dann doch eine „Basic“- oder „Mini“-Version dieses Rucksacks wünschen – weniger Stauraum, weniger Sensoren- und App-Schnickschnack und dafür ein guter Preis, der nur unwesentlich über der Kombination aus Rucksack plus Akkus liegt. Ein wenig Aufpreis ist schon okay, schließlich handelt es sich um eine durchaus elegante Lösung. So aber bleibe zumindest ich erst einmal skeptisch, was den Ampl angeht.