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Die Roboter kommen! Fünf faszinierend-unheimliche Beispiele

Vor allem in Japan
Vor allem in Japan forscht man intensiv an möglichst menschenähnlichen Robotern. (Bild: IBTimes, YouTube)

Roboter werden in den nächsten Jahren unsere Leben stark verändern: Sie werden uns helfen, sie werden uns Jobs wegnehmen und manche von ihnen werden für uns in den Krieg ziehen. Ein Überblick.


Künstlich erschaffene Wesen faszinieren die Menschheit schon seit langem und in den letzten Jahren und Jahrzehnten sind Roboter und robotische Maschinen in vielen Bereichen unseres Alltags angekommen. Industrieroboter beispielsweise, die präzise und schnell andere Maschinen zusammensetzen können oder ihre menschlichen Kollegen dabei unterstützen. Oder aber auch Staubsaugerroboter, die selbstständig unser Zuhause reinigen.

Diese Maschinen aber sind simpel im Vergleich zu dem, was die Entwickler und Forscher für die nächsten Jahre geplant haben. Die Maschinen werden dabei intelligenter, flexibler und damit alles in allem leistungsfähiger. Das ist auf der einen Seite faszinierend, macht aber auf der anderen Seite auch Angst. Schließlich ist die Idee vom außer Rand und Band geratenen Roboter praktisch schon genauso alt wie die Idee vom Roboter selbst. In zahlreichen Kurzgeschichten, Büchern, Fernsehserien, Kinofilmen und Computerspielen wird das thematisiert.

Und tatsächlich: Manche Roboter werden uns im Alltag helfen und wir werden sehr froh sein, sie an unserer Seite zu wissen. Andere aber werden sehr wahrscheinlich auch in den Dienst des Militärs gestellt. Und was heute noch ferngesteuert ist, könnte schon bald autonom funktionieren – ein Schritt, der alle möglichen ethischen Fragen aufwirft, für die dieser Beitrag aber nicht gedacht ist.

Vielmehr geht es darum zu zeigen, was es schon alles gibt und wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Los geht’s:

Chefkoch

Morley Robotics aus Kalifornien und Shadow Robot Company aus Großbritannien haben auf der Hannover Messe gerade mit ihrem robotischen Chefkoch für Staunen gesorgt. Er besteht aus zwei Armen samt Händen, die eine Küche wie ein Mensch benutzen – und hinterher sogar aufräumen. Muss man im Video gesehen haben:

Und nur um das noch einmal zu betonen: Was im Video wie eine reine Phantasie aussieht, hat in Hannover tatsächlich in 30 Minuten eine Mahlzeit zubereitet. Auf IBTimes sieht man die echten Roboterarme in Aktion. Wie man in dem Clip oben sieht, sollen sie neue Gerichte lernen, in dem sie sich an einem menschlichen Chefkoch orientieren. Wobei sich er und seine Kollegen wahrscheinlich nicht so viele Sorgen um ihren Job machen müssen, die vielen Assistenten und Helfer in einer Großküche allerdings schon. 2017 soll der robotische Koch auf den Markt kommen.

Wachhund

„Spot“ heißt das neueste Modell der Firma Boston Dynamics, die inzwischen wie so manche andere Firma aus diesem Bereich zu Google gehört. Was der Internetriese mit all diesen Zukäufen anstellen will, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich hofft man, dass sich hier ein lukratives neues Geschäftsfeld auftut, bevor das bisherige obsolet geworden ist. Wie dem auch sei – hier seht ihr Spot in Aktion und auch im Vergleich zu seinen Vorgängern:

Vielen kommen bei solchen Robotern erst einmal militärische Anwendungsmöglichkeiten in den Sinn. Und tatsächlich hatten Googles zugekaufte Roboterspezialisten auch entsprechende Verträge mit dem amerikanischen Militär. Der Internetriese hat aber klargestellt, dass er daran nicht beteiligt sein werde und alle Verträge dieser Art auslaufen lässt.

Wozu also dann? Denkbar sind Roboter wie Spot und spätere Generationen beispielsweise als mechanisch-elektronische Wachhunde. Sie würden dann zuverlässig ihre Runde drehen und könnten mit allerlei Spezialsinnen ausgestattet werden. Ein anderes Anwendungsfeld wäre die Katastrophenhilfe, denn wie man im Video oben sieht, kommen diese Roboter durchaus auch mit schwierigerem Terrain zurecht.

Androide

Google hat mit seinem Maskottchen zum Betriebssystem „Android“ ja leider für einige Verwirrung gesorgt: Ein Android ist nicht eine grüne Mülltonne mit Ärmchen und Beinchen, sondern ein Roboter, der einem Menschen zum Verwechseln ähnlich sieht. Man denke also eher an „Data“ aus Star Trek.

Menschenähnliche Roboter sind für so manchen im Gebiet der Robotik so etwas wie der heilige Gral. Sie sind bei alldem faszinierend, extrem schwer umzusetzen und zugleich umstritten. Das große Problem ist: Wir sind so darauf gedrillt, jede kleinste Feinheit in einem menschlichen Gegenüber wahrzunehmen, dass ein Androide schon beim kleinsten Problem unheimlich und abschreckend wirkt und nicht etwa vertraut und angenehm. Nehmt euch einmal die Zeit für dieses kurze Video, in dem ihr einige der neuesten Androiden aus Japan sehen könnt:

Faszinierend? Unheimlich? Genau: beides. Ich persönlich stelle mir da ja die Frage, ob es nicht sogar ein Irrweg ist, Menschen nachbauen zu wollen. Wäre es nicht viel sinnvoller, Kunstwesen auch eindeutig als Kunstwesen erkennbar zu machen?

Krankenpfleger

Ein Gebiet, auf dem ich eine Menge positiver Einsatzmöglichkeiten von Robotern sehe: Pflege und Unterstützung für kranke, alte und aus anderen Gründen hilfsbedürftige Menschen. Natürlich freuen wir uns gerade in solchen Situationen, es mit einem echten Menschen zu tun zu haben. Aber mit einem Blick auf die Altersentwicklung der Bevölkerung in vielen der „entwickelten Industrienationen“ wird schnell klar: Kranken- und Altenpfleger werden in einigen Jahrzehnten froh über ihre robotischen Assistenten sein.

Manche Prototypen erinnern dabei übrigens durchaus an den luftig-aufgeblasenen „Baymax“ aus Disneys Animationsfilm „Big Hero 6“:

Wie man sieht, verzichten die Macher hier gänzlich darauf, der Maschine ein menschliches Gesicht zu geben – stattdessen entschied man sich für einen freundlichen Comic-Bär. Und seine Ähnlichkeit zu „Baymax“: Teile seiner Arme und andere Bereich sind aufblasbar und sollen Patienten auf eine sanfte und bequeme Weise transportieren können.

Butler

Und da das Wort „Assistent“ schon fiel: Natürlich könnten uns die Roboter der Zukunft viele alltägliche Aufgaben abnehmen. Und zugleich könnten sie einen natürlicheren Zugang zu Informationen bieten, die wir heute noch manuell per Computer, Tablet oder Smartphone abrufen müssen. Ein aktuelles Beispiel ist hier der „soziale Roboter“ Jibo, der via Indiegogo vorfinanziert wurde und seit Kurzem dort auch vorbestellt werden kann. Dieser Werbefilm zeigt die Vision dahinter:

Wie man sieht, kann Jibo nicht wirklich sehr viel mehr, als Smartphone oder Smartwatch heute schon können. Aber es geht eben nicht immer nur um die nackten Features, sondern auch um die Umsetzung und wie wir mit Informationen und Daten interagieren. Noch ist offen, wie gut Jibo und andere Geräte dieser Art tatsächlich funktionieren. Vielleicht sind die ersten Generationen nicht mehr als eine Spielerei. Aber wenn wir die technische Entwicklung mit einbeziehen und die Fortschritte in den nächsten Jahren ableiten, ist ein robotischer Butler eine ziemlich realistische und naheliegende Idee. Er wäre dann sicherlich auch die perfekte Schnittstelle zum Smart Home.

Fazit

Die steigende Intelligenz von Software und die steigende Flexibilität und Leistungsfähigkeit von Robotern sind Dinge, die Angst machen können. Dabei geht es nicht nur um die schon angesprochenen ethischen Fragen von autonom agierenden Kampfrobotern, die inzwischen eine sehr reale Möglichkeit sind. Es geht dabei auch darum, wie unsere Gesellschaft darauf reagiert, wenn Roboter und Automaten noch sehr viel mehr Jobs von Menschen übernehmen. Neulich las ich die Faustregel: Je mehr Routine es in deinem Beruf gibt, desto eher wirst du in den nächsten Jahren und Jahrzehnten von Software und Hardware abgelöst.

So mancher wird vielleicht mit Blick auf die Videos in diesem Artikel abwinken und meinen, das sei alles noch lange hin. Aber wie man an manchen Beispielen sieht, ist die Geschwindigkeit der Entwicklung enorm. Im Video zu Spot beispielsweise sieht man die verschiedenen Generationen nebeneinander und die Fortschritte sind atemberaubend – und werden in den nächsten Jahren sogar noch beschleunigt weitergehen.

Auf der anderen Seite sehe ich hier zugleich jede Menge Chancen. Roboter, die uns im Alltag unterstützen, vor allem wenn wir selbst im hohen Alter nicht mehr alles allein erledigen können. Roboter, die uns wie nimmermüde Assistenten stets zur Seite stehen. Roboter, die Menschen in Katastrophengebieten helfen. Roboter, die mit uns zum Mars fliegen.

Ich bin mir sehr sicher, dass Roboter verschiedenster Art noch zu meiner Lebenszeit Teil des Alltags und des Straßenbilds werden. Es wird viele Diskussionen darüber geben und auch erbitterten Widerstand. Aber ich persönlich glaube, dass wir am Ende davon profitieren.