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Internetausfall – Was tun, wenn der DSL-Anschluss versagt

Internetausfall – Was tun, wenn der DSL-Anschluss versagt
Internetausfall: der absolute Horror! Aber es gibt Möglichkeiten, dem zu begegnen und wieder online zu sein. (Bild: „offline terminal 🙁“ von Steven Depolo, Lizenz: CC BY 2.0)

Internetausfall: der absolute Horror! Aber es gibt Möglichkeiten, dem zu begegnen und wieder online zu sein. Mobiles Web: wir kommen!

Angenommen das Internet fällt aus und wir sind von der digitalen Welt abgeschnitten. Kein Facebook, kein Google Maps und schon gar kein Onlineshopping.

"Du hast keine Freunde mehr, weißt nicht wohin und gemütliches Einkaufen ist auch passé. Das ist doch kein Leben!"

Mögliche Ursachen: Mal ist es ein riesiger Schiffsanker, der eines der transnationalen Internetkabel beschädigt. Das ist tatsächlich passiert. Ein anderes Mal ist es die ländliche Gegend, in der noch keine Highspeed-Glasfaserkabel liegen – was manche dann als Neuland bezeichnen würden.

Internetausfall – Was tun, wenn der DSL-Anschluss versagt
Das Internet ist längst nicht mehr ein bloßes Unterhaltungsmedium. Für viele Menschen ist das Netz mittlerweile die zentrale Informationsquelle. (Screenshot: Youtube.com „Internetausfall“ von Hijuga)

Eines vorab:

"Keine Sorge, ein Internetausfall ist kein Weltuntergang. Das Leben geht weiter. Wer sich trotz solcher digitalen Katastrophen und virtuellen Widrigkeiten mit dem World Wide Web vernetzen möchte, kann auf verschiedene Alternativen zurückgreifen: Tethering, Surfsticks und mobile Hotspots."

Tethering: Das Smartphone als Funkmodem

Tethering ist die etwas komplizierte Umschreibung für das Anschließen eines Smartphones an einen PC, Laptop, PDA oder Tablet zum Zwecke einer Internetverbindung. Das Telefon fungiert wie ein Modem, indem es die Signale umwandelt (moduliert) und ein Endgerät mit dem mobilen Internet verbindet. Genau genommen ist im Smartphone ein Funkmodem verbaut, das das Endgerät mit dem Mobilfunknetz so verknüpft, dass Signalgeber und Signalnehmer sich gegenseitig verstehen. Sie kommunizieren digital miteinander, was unter anderem die Störanfälligkeit reduziert. Je nach Übertragungsstandard und Tarif sind Datenübertragungsraten von mehreren Megabytes pro Sekunde möglich.

Die Art und Weise wie das Smartphone mit dem Endgerät verbunden wird, wirkt sich ebenfalls auf die Datenübertragungsrate aus. Optionen wie Bluetooth, USB oder Infrarot stehen zur Auswahl.

  • Theoretisch können mit Bluetooth bis zu 3MBit/s übertragen werden. Unterm Strich sind es meist 1MBit/s, weil nicht alle Bluetooth-Verbindungen auf dem neuesten Stand sind.

  • Eine Infrarot-Schnittstelle kann bis zu 4MBit/s übertragen – je nach Bauart.

  • Eine USB 2.0-Schnittstelle transportiert bis zu 480 Mbit/s.

Das heißt: Wenn Tethering per USB betrieben wird, ist die Datenübertragungsrate theoretisch am höchsten. Praktisch jedoch sind der Tarif, die Netzabdeckung und die Eigenschaften des Smartphones nicht zu unterschätzen. Übrigens: Es gibt am Markt auch Drittanbieter-Apps, die Tethering ermöglichen. Und das Verfahren funktioniert auch in die andere Richtung, wenn das Smartphone die Internetverbindung des Endgerätes mitbenutzen soll (Reverse Tethering).

Surfsticks: Die Hardware zum Mitnehmen

Ein Surfstick ist ein Adapter für den Mobil-Internetzugang, der auch als UMTS-Sticks oder UMTS-Modem bezeichnet wird. Das Peripheriegerät wird einfach in die USB-Buchse des Endgerätes gesteckt und so konfiguriert, dass das Endgerät sich über das mobile Internet mit dem Provider verbindet. Zur Datenübertragung dient das UMTS-Netz des Anbieters.

Surfsticks: Die Hardware zum Mitnehmen
Surfsticks bieten praktischen, überall verfügbaren Internet-Zugang. (Bild: Screenshot YouTube „https://www.youtube.com/watch?v=2z2rTJ0yAk8“ von nordrheintv)

Das bedeutet auch, dass die Datenübertragungsrate von dem verwendeten Verfahren abhängig ist. Die meisten Surfsticks sind sogenannte Dual-Mode-Geräte: Sie können ins GSM-Netz wechseln, wenn kein UMTS-Signal empfangen wird. Aktuelle Surfsticks nutzen den Übertragungsstandard HSDPA mit bis zu 8 Mbit/s, einige Geräte sind sogar schon mit LTE ausgestattet.

Theoretisch sind mit LTE Übertragungsraten von bis zu 150 Mbit/s möglich. Jedoch gibt es auch hier Einschränkungen: Wie schnell der Netzzugang ist, bestimmt der Empfang in dem jeweiligen Mobilfunknetz. Soll heißen: LTE ist in Ballungsgebieten oft kein Problem, in ländlichen Regionen sieht das ganz anders aus, da hier noch keine großflächige Netzabdeckung gegeben ist. Der Surfstick würde dann HSDPA oder GSM nutzen, um sich einzuwählen. Surfsticks sind nicht notwendigerweise Peripheriegeräte. Ein UMTS-Modem kann bereits in Endgeräten integriert sein – zum Beispiel als Plug & Play-Variante in Form einer PC Card.

Surfsticks: Die Hardware zum Mitnehmen
Surfsticks unterstützen heute mindestens UMTS oder HSDPA mit 3,6 oder 7,2 Mbit/s. (Screenshot: youtube.com/RingoDühmke )

Beim Kauf eines Laptops kann man auf die Hardwareausstattung achten und Kosten sparen. Empfehlenswert ist auch, sich den Tarif des Netzanbieters genauer anzuschauen. Manche Betreiber drosseln den Internetzugang (Metered Services) und rechnen nach Nutzungsvolumen ab. Für Wenignutzer eine willkommene Alternative. Wer allerdings häufig mobil ins Netz gehen möchte, wird bei den Vertragskonditionen fündig: Die meisten Netzanbieter informieren dich ausgiebig über mobile Netzzugänge und bieten spezielle Angebote für unterschiedliche Nutzungsszenarien an. Beispielsweise eine Datenflatrate für Vielnutzer – inklusive Surfstick.

Mehr Internet für mehr Nutzer: Mobile Hotspots und MIFI-Router

In Sachen Hardware und mobiler Internetzugang ist alles gesagt? Nein, nicht ganz. Eine Option verbleibt und sie muss von anderen Netzzugängen unterschieden werden. Genau genommen wird bei dieser Variante ein kleines WLAN-Netz installiert, das mehr kann als ein Surfstick oder ein eingebautes Funkmodem im Smartphone. Denn ein mobiler Hotspot versorgt gleich mehrere Geräte mit Internetzugang – auch solche, die nicht über die entsprechende Hardware verfügen, um mobil ins Netz zu gehen. So ist es machbar, mehrere Laptops, Tablets und Smartphones gleichzeitig anzuschließen. Darüber hinaus stellen mobile Hotspots bei Anmeldevorgängen verschlüsselte Verbindungen her und übertragen die Daten per SSL-Standard. Wer noch mehr Sicherheit will, kann eine VPN-Verbindung installieren.

Mobile Hotspots lassen sich entweder auf einem Endgerät mit geeigneter Hardware aufsetzen. Dann unterscheidet sich der Netzzugang nicht vom Tethering. Oder sie werden als eigenständiges Gerät dazugekauft. Diese sogenannten Mobile WLAN Hotspots, auch MiFi Router haben ein paar interessante Eigenschaften, die das Gerät für den mobilen Einsatz geradezu prädestinieren. Smartphones sind üblicherweise nicht auf den daurerhaften Betrieb eines mobilen Hotspots ausgelegt:

"Sie besitzen kleinere Akkus und bringen nicht die Sende- und Empfangsleistung eines eigenständigen Gerätes. Soll heißen: Ein mobiler Hotspot als Hardwarelösung eignet sich insbesondere für Vielnutzer von mobilem Internet. Im Ausland ist das ungemein praktisch."

In Regionen, in denen die Netzabdeckung ausbaufähig ist, können mobile Hotspots etwas mehr aus der Datenverbindung herausholen – vorausgesetzt es wird ein Mobilfunksignal empfangen.

Die Evolution der Netze: Von EDGE über UMTS zu LTE

Alle Alternativen für den Internetzugang sind mit derselben Problematik behaftet:

"Der Datendurchsatz ist praktisch vom Netzbetreiber und der Netzabdeckung abhängig: In Ballungsgebieten ist ein guter Empfang überhaupt kein Problem – selbst mit LTE. Anders schaut es fernab der Großstadt aus: Wer hier mit Tethering ins Netz gehen will, muss mit niedrigen Datenraten rechnen. Das Laden einer Website dauert dann mal länger als es einem lieb ist."

Der Hintergrund: Die Netzabdeckung unterscheidet sich regional – je nachdem welche Architektur verfügbar und wie weit der jeweilige Ausbau ist. Generell gilt: EDGE ist die Mindestvoraussetzung für mobiles Surfen. Besser sind UMTS, HSDPA oder gar LTE.

Aber was bedeuten diese umständlichen Abkürzungen? Das mobile Internet kann als kontinuierliche technische Entwicklung betrachtet werden: Der Netzausbau fand in Phasen statt; In jeder Phase wurden verschiedene Übertragungsstandards verwendet, die teilweise durch moderne Modulationsverfahren optimiert wurden. Den Anfang machte GPRS (General Packet Radio Service), das auf dem GSM-Standard (Global System for Mobile Communications) aufbaut. Anschließend wurde das Netz durch EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) erweitert. GPRS und EDGE werden zur zweiten Generation der Mobilfunkstandards gerechnet. Die erste Generation war das herkömmliche Handynetz, in dem noch keine Datenpakete verschickt werden konnten.

Auf EDGE folgte UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), das als Highspeed-Internet oder 3G (dritte Generation) bekannt ist. Das UMTS-Netz wurde mehrmals ergänzt. Die Standards HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) und HSPA+ (High Speed Packet Access Plus) stellen jeweils Verbesserungen in der Datenübertragungsrate dar. Das schnellste verfügbare Netz ist natürlich LTE (Long Term Evolution), aber hier ist der Netzausbau noch in vollem Gange und die Frequenzbänder unterscheiden sich (LTE 800, 1800 und 2600 MHZ). Bei der Wahl eines LTE-Tarifes und eines geeigneten Endgerätes sollten diese eine Rolle spielen.

Ein Übersicht über die Evolution des mobilen Internets mit Übertragungsraten:

  • GSM: 14,4 kbit/s Down- und Upstream

  • GPRS: Downstream 53,6 kbit/s; Up 26,8 kBit/s

  • EDGE: Downstream 220 kbit/s; Up 110 kbit/s

  • UMTS: 384 kbit/s Down- und Upstream

  • HSDPA: Je nach Gerät und Netz zwischen 1,8 Mbit/s und maximal 14,4 MBit/s Downstream; 384KBit/s Upstream

  • HSUPA: optimierter Upstream bis 5,8 MBit/s

  • HSPA+: Downstream bis 28 Mbit/s; Upstream bis 11 Mbit/s

  • LTE: Downstream bis 150 Mbit/s; maximal 50 Mbit/s im Upload

Fazit: Internetausfall ist keine Katastrophe

Wer durch seinen aktuellen Standort oder andere Widrigkeiten nicht mit der digitalen Welt verbunden ist, kann auf drei Alternativen zurückgreifen: Tethering, Surfsticks und mobile Hotspots. Jede Option hat Vor- und Nachteile und passt zu verschiedenen Nutzungsszenarien. Tethering funktioniert mit den meisten handelsüblichen Smartphones und ist einfach zu realisieren. Die Netzabdeckung, unterschiedliche Tarife beim Netzbetreiber sowie Akkuleistung und Sendestärke des Gerätes bestimmen die Leistungsfähigkeit dieser Alternative.

Surfsticks leeren zwar den Smartphone-Akku nicht, aber auch hier muss man auf die Netzabdeckung und die Konditionen des Netzbetreibers achten. Power-User können zudem mobile Hotspots auf ihrem Endgerät installieren oder sich gleich passende Hardware zulegen, um die Sende- und Empfangsleistung zu erhöhen. Wichtig für alle drei Optionen ist das Schlagwort Netzabdeckung: Je moderner der Übertragungsstandard ist, desto geringer ist die flächendeckende Netzabdeckung. Weitergehende Informationen und Übersichtskarten für Deutschland sind bei den Netzbetreibern erhältlich. Bei einem Anbieterwechsel hilft die Bundesnetzagentur; dort können auch Beschwerden eingereicht werden. Manchmal hilft das.

Ist das mobile Internet für euch auch Neuland oder kennt ihr euch schon ein wenig aus? Seid ihr auf eine der drei Alternativen angewiesen, weil ihr zufällig nicht in einer Großstadt und deren Einzugsgebiet wohnt? Habt ihr heiße Storys vom Internetausfall parat?