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Tipps rund ums Drachensteigen

Die letzten sonnigen Tage haben uns den Herbstanfang som­merlich versüßt. Doch der Herbst bleibt trotzdem die typische Jahres­zeit, in der farbenfrohe und be­ein­druck­ende Gebilde und Gefährte an windreichen Tagen in den Himmel steigen. Dazu habe ich die richtige Ausrüstung und einige Tipps für Euch parat.

Mit dem passenden Einsteigermodell
Mit dem passenden Einsteigermodell kommt Euer Kind erst richtig in Fahrt...

Einsteigermodelle für bunten Spaß im Freien für Kinder ab 3 Jahren sind Einleinerdrachen mit verschiedenen Motiven, einfachem Aufbau und daher schnell start­bereit.

Anspruchsvollere Drachenfans kommen mit Sportlenkdrachen mit zwei Leinen auf ihre Kosten. Dabei gibt es die weit verbreitete Deltaform mit Gestängen aus Kohlefaser oder ähnlichen leichten Materialien und die Lenkmatten ohne Gestänge. Vierleinerdrachen sind für die Profis, die Wettbewerbe fliegen oder sich mit dem Drachen auf Skiern, geländefähigen Boards bzw. Buggys über die Landschaft ziehen lassen.


Wo darf ich meinen Drachen steigen lassen?

Das Drachensteigen ist nicht gesondert gesetzlich geregelt. Grundsätzlich gilt, wie auch für den RC-Modellflug, dass nicht über verbautem Gebiet, Menschenansammlungen oder militärischen und industriellen Anlagen geflogen/gesteuert werden darf. Ab 150 Meter Höhe sieht alles wieder anders aus, denn dann ist der Flugbetrieb der Flugsicherung zu melden (ich erinnere mich an den Niederösterreicher, der 2010 seinen Drachen über diese Höhe hinaus in die Einflugschneise des Wiener Flughafens steigen ließ).

Hält man sich also an die genannten Regeln und wahrt ausreichend Sicherheitsabstand zu Bäumen, baulichen Anlagen oder Personen kann jede öffentliche freie Fläche für Start, Flug und Landung herangezogen werden. Freie private Grundstücke dürfen nur überflogen werden, doch wie das beim Drachen eben manchmal so ist, landet er auch mal dort, wo er nicht soll. Meine Erfahrung ist, dass es auf gemähten Wiesen keine Beschwerden gibt. Ein frischer Acker, hohes Gras (bevor der Bauer zum Mähen kommt) oder bepflanzte Felder sind logischerweise kein Platz für einen Drachenlenker.

Profis mit den Sportlenkdrachen.
... und die Profis mit den Sportlenkdrachen.

Tipps, worauf man achten sollte

Dass man nicht in der Nähe von Stromleitungen den Drachen in den Himmel schickt, wis­sen wir alle. Wenn es der Platz erlaubt, stellt man sich beim Einleinersteigen so auf, dass ein abgerissener Drache nicht gleich in einen Fluss fällt oder sich in einen Baumwipfel parkt. Zweileiner-Drachen werden in der Luft zu beeindruckenden Geschossen. Deren Bau­teile, wie z.B. Kohlefaserstäbe können dabei zu schweren Verletzungen führen – der Sicher­heitsabstand zu Passanten etc. ist daher enorm wichtig! Lenkmatten benötigen kein Gestänge und sind somit ungefährlicher, sollten jedoch trotzdem mit Rücksicht ge­steuert werden. Allgemein sollte man beim Einsatz von größeren Matten oder Drachen auf festen Stand und entsprechendes Schuhwerk achten – mit Flip-Flops auf der nassen Wiese geht also gar nicht Für längere Drachenflüge zahlt sich entsprechendes Drachen-Zubehör wie z. B. Handschlaufen auf alle Fälle aus

Vereine und Meisterschaften im Drachensteigen

Die Drachenszene in Deutschland und bei mir in Österreich lebt, doch Meisterschaften gibt es nur auf internationaler Ebene. Im In- und Ausland finden regelmäßig zahlreiche “Drachen­feste” zum gemeinsamen Drachensteigen und Präsentieren der Drachen statt. Und Drachenflieger wie der Drachenclub Hannover oder die “Drachenbändiger“ beschäftigen sich mit dem Drachensport und sind immer auf der Suche nach neuen Mitstreitern.

Viel Spaß im Herbst!

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