JavaScript deaktiviert! Das Abschicken einer Bestellung ist bei deaktiviertem JavaScript leider NICHT möglich!
Es stehen Ihnen nicht alle Shopfunktionalitäten zur Verfügung. Bitte kontrollieren Sie Ihre Interneteinstellungen. Für ein optimales Einkaufserlebnis empfehlen wir, JavaScript zu aktivieren. Bei Fragen: webmaster@conrad.de
{{#unless user.loggedIn}} {{#xif " digitalData.page.category.pageType !== 'checkout_confirmation' " }}
{{/xif}} {{/unless}}

Die Elektrobuggy-Familie

Zwei Generationen, eine gemeinsame Leidenschaft: Adrenalin.

Der 9-Jährige Kenny Bender ist in der Automodellbau-Szene zu einer kleinen Berühmtheit avanciert: Gemeinsam mit seinem Vater David geht er europaweit bei Rennen an den Start – und misst sich dabei regelmäßig mit Erwachsenen.

Kenny liebt es, Rennen zu fahren. Die Atmosphäre in den Pits, das Zusammensein mit Freunden und bekannten Rennfahrern. Die Rennstrecke ist genau sein Ding. Nichts geht über ein Rennwochenende zusammen mit seinem Vater David Bender. Riesenspaß zu haben, steht an erster Stelle. Und vielleicht auch voller Stolz mit einem verdienten Pokal nach der Siegerehrung nach Hause zu fahren.

Vater-Sohn-Team, unterstützt von mehreren Sponsoren

In jeder freien Minute sind die beiden in der RC-Modellbau-Szene aktiv. Die Abkürzung „RC“ steht für „remote controlled“. Während andere in ihrer Freizeit bevorzugt Flugzeuge, Hubschrauber oder Schiffe fernsteuern, sind die Benders auf Elektro-Offroad-Wagen mit Vier- oder Zweiradantrieb spezialisiert. Dabei gehen sie nicht nur bundesweit, sondern auch international bei Rennen an den Start.

Nicht nur bei den Benders, auch allgemein verbindet das RC-Car-Hobby die Generationen: „Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche fahren die gleichen Rennen“, erklärt David Bender. „Bei der Endauswertung werden sie dann aber noch einmal separat gelistet.“ In der Juniorenklasse bis 13 Jahre gehört Kenny Bender schon jetzt zu den besten Piloten in Deutschland. Längst sind die Firmen der Szene auf das Vater-Sohn-Duo aufmerksam geworden. Auf den blauen Kapuzenpullis der Benders sind Name und Logo ihres Hauptsponsors XRAY zu sehen – eines der beiden wichtigsten RC-Car-Hersteller.

Vater und Sohn sind ein eingespieltes Team. Sie helfen sich gegenseitig als Fahrer und als Mechaniker in ihrer „Boxengasse“.

Fotoaufnahmen für den Modellbau-Katalog

Am heutigen Tag ist Familie Bender aus ihrem Heimatort in Schleswig-Holstein nach Hamburg gereist. Vater David und Sohn Kenny stehen vor einer alten Industriehalle im Osten der Stadt. Dort werden sie im Auftrag von Conrad Electronic fotografiert – als „Models“ für den neuen Modellbau-Katalog. Als über dem erwähnten Sandhügel Regenwolken aufziehen, wechselt das Team nach drinnen. Kurz vor der nächsten Fotosession bringt David Bender auf den Punkt, was man als RC-Pilot mitbringen sollte: „Du musst ein gutes Reaktionsvermögen haben, du musst dein Auto und sein Feedback fühlen und verstehen können, und du musst in Rennsituationen intuitiv richtig handeln.“ Ebenso wichtig sei es aber auch, die Elektrobuggys vorzubereiten und zu reparieren. Seine Tekkie-Ader habe er schon früh entdeckt, erzählt Vater Bender: „Als 5-Jähriger, beim Spielen mit Lego-Technik.“ Auch beruflich hat er Tag für Tag mit Technik zu tun: Der 32-Jährige arbeitet für ein Flugzeugbau-Unternehmen. Zur RC-Car-Szene ist David Bender vor zehn Jahren gestoßen: „Nachdem ich einen Werbespot für Monstertrucks gesehen hatte.“

,,Ein guter RC-Pilot muss seinen Buggy fühlen und verstehen können."

 

Anders als sein Vater ist Kenny Bender mit ferngesteuerten Autos aufgewachsen. „Diese frühe Erfahrung kann ein Erwachsener niemals aufholen“, sagt Bender Senior. „Schon mit zwei Jahren habe ich mein erstes RC-Car bekommen und fahre mit Fernsteuerung“, ergänzt er. „Und seit ich vier bin, fahre ich regelmäßig bei Rennen mit.“ Inzwischen kann Kenny seinen Vater auch bei der technischen Vorbereitung der Rennautos unterstützen. Das nimmt mindestens so viel Zeit in Anspruch wie das eigentliche Fahren. David Bender erzählt: „Wenn ich mich nicht täusche, war gestern einer der wenigen Tage, an denen wir uns gar nicht mit unseren Buggys beschäftigt haben.“ Er schaut Kenny an. „Oder?“
Kenny widerspricht: „Aber wir haben doch die Dämpfer erneuert.“
David: „Ach ja, stimmt, gestern Abend.“
Kenny: „Die Autos auseinandergebaut und sauber gemacht.“
David: „Instandsetzung, neues Öl rein.“
Kenny: „Die Akkus neu aufgeladen.“
Vater und Sohn, vereint in der Faszination für ferngesteuerte Offroad-Cars.

 

In einem Team mit dem Weltmeister

Früh übt sich: Seit den frühen Kindertagen fährt Kenny RC-Cars. Dabei hilft eine erneuerbare Energie: der Spaß.

Die Benders sind ein eingespieltes Team. Sie reisen zu Events durch ganz Deutschland und halb Europa und sind in der Szene bekannt wie bunte Hunde. „Man trifft immer wieder die gleichen Leute“, erzählt Kenny. Sein Idol ist 4WD-Weltmeister Bruno Coelho, der ebenfalls für das Team XRAY antritt. „Den habe ich auch schon oft live gesehen.“ Noch kann Kenny sich nicht mit ihm verständigen. Coelho ist Portugiese. „Der spricht mit den anderen Fahrern meistens in Englisch.“Tatsächlich treten David und Kenny Bender in der „Euro Offroad Serie“ (EOS) bei denselben Wettkämpfen wie die Weltbesten an. Profis wie Coelho, die von ihrem Sport leben können, gebe es weltweit um die hundert, schätzt David Bender. Er selbst habe zu spät angefangen, um auf deren Niveau zu fahren. Aber Kenny könne es durchaus schaffen. Kennys Ziel: so viel üben wie möglich – und dann erst mal versuchen, Deutscher Juniorenmeister zu werden. Riesenspaß zu haben steht dabei immer an erster Stelle. „Aber natürlich bin ich sehr stolz, wenn ich nach einem Rennen mit einem Pokal nach Hause fahre.“

 

Vater unterstützt Sohn, Sohn überholt Vater

 

Das RC-Car-Fahren ist kein günstiges Hobby. Ein guter Offroad-Wagen kostet um die 1000 Euro. Durch ihre Sponsoren können die Benders einen großen Teil der Kosten decken. Sohn Kenny fährt meist das neuere der beiden familieneigenen Modelle. Vater David möchte ihn so gut wie möglich unterstützen – ohne Druck aufzubauen. „Der Spaß muss im Mittelpunkt stehen.“ Der Spaß scheint ein Erfolgsfaktor zu sein „Bei den letzten Rennen war Kenny immer vor mir im Ziel“, erzählt David stolz. „Und ich habe ihn nicht absichtlich vorbeigelassen.

“Dass Vater und Sohn im gleichen Sport erfolgreich sind: Das gibt es öfters. Dass Vater und Sohn bei den gleichen Wettkämpfen aktiv sind und gegen die Weltspitze antreten: Das gibt es vermutlich nur im RC-Racing. Und dass Vater und Sohn im gleichen Team mit dem Weltmeister fahren: Das gibt es definitiv nur bei David und Kenny Bender. Als das Fotoshooting am frühen Abend vorbei ist, müssen die beiden sich beeilen: Sie haben sich in der örtlichen RC-Car-Halle ihrer Heimatgemeinde verabredet. „Wir wollen noch ein bisschen trainieren.“

Neue Modelle werden jedes Mal auf Herz und Nieren getestet. Da kennt Kenny keine Gnade.