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Faszination Fernsteuerung

Unsere Modellbau-Tekkies sind in allen Elementen zuhause: zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Hobbykeller.

Peter Bräutigam, Georg Berndt und Irene Bauhaus sind begeisterte Modellflieger. In jeder freien Minute lassen sie Hubschrauber, Quadrocopter oder Gleitschirme aufsteigen. Als Mitglieder des Adrenalin Actionteams von Conrad erklären sie Neueinsteigern und Interessierten, wie das Hobby Modellbau funktioniert.

Erst ist nur ein Summen zu hören, dann beginnt sich der Rotor zu drehen. Immer schneller – bis der Hubschrauber knatternd abhebt. Er zieht rasante Kreise, wechselt abrupt die Richtung, dreht sich um die eigene Achse, schraubt sich so schnell nach oben, dass das Auge kaum folgen kann – und setzt schließlich zu einem Sturzflug an. So wild und hektisch das auch wirken mag: Der Pilot hat die Ruhe weg, scheint voll konzentriert. Er fängt den Hubschrauber kurz vor dem Boden ab und zieht ihn wieder gen Himmel. Allerdings sitzt Georg Berndt dabei nicht im Cockpit, sondern steht lässig auf dem Boden. Mit kaum merklichen Bewegungen an den Hebeln der Fernbedienung bringt der 31-Jährige seinen T-Rex 700 noch schnell dazu, einen Looping zu vollführen, bevor er ihn sanft zu Boden gleiten lässt. „Ich bin schon seit dem fünften Lebensjahr mit dem Modellfliegervirus infiziert,“ erzählt Berndt. „Der erste Kontakt lief über meinen Vater, danach hat mich die Faszination nicht mehr losgelassen.“ Das Modell, das er gerade geflogen hat, gehört zur größten regulären Baugröße – gekennzeichnet durch die rund 700 Millimeter langen Hauptrotorblätter.

Eine Frage der richtigen Einstellung: Echte Modellsportler helfen sich vor und nach den Rennen gegenseitig.

Eine Szene, zwei Disziplinen: spektakulärer Kunstflug vs. originalgetreuer Nachbau

„Unabhängig von der Größe gibt es unter den Helifans zwei Kategorien,“ sagt Berndt. Die einen fliegen wie er im sogenannten „3D-Bereich“ und sind auf Kunstfliegen eingestellt – so spektakulär und extrem wie möglich. „Da wird auch viel getunt und nach den neuesten und besten Materialien gesucht, die Optik spielt nur eine untergeordnete Rolle.“ Gerade liege Carbon im Trend: extrem leicht und trotzdem sehr stabil. Im Gegensatz dazu geht es den „Scalern“ darum, ihre Flugmodelle so originalgetreu wie möglich und mit viel Liebe zum Detail auszustatten. „bis hin zu den Sonnenbrillen der selbst gebastelten Pilotenfiguren im Cockpit.“

"Wer beim Modellfliegen mit dem Heli drei Sekunden nicht aufpasst, legt einen Crash hin und braucht Ersatzteile."

Egal ob „3D“ oder „Scale“: Die meisten Modellflugfans sind locker in Vereinen organisiert. Jeder kommt, wann er Lust und Zeit hat. So wie Georg Berndt, der seinen Kunstflug gerade auf dem Platz der Modellflugfreunde Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz absolviert hat. „Bei uns sind alle Altersklassen vertreten, von Kindern bis zu Senioren.“ Die Geschlechterstruktur ist weniger vielfältig: Neben Berndt steht eine junge Frau mit langen lockigen Haaren – Irene Bauhaus, das einzige weibliche Vereinsmitglied. Georg Berndt und Irene Bauhaus sind gleich alt, fliegen beide einen T-Rex  700- und sind seit viereinhalb Jahren ein Paar. „Kennengelernt haben wir uns hier auf dem Flugplatz“, sagt Bauhaus. Auch sie ist über ihren Vater zum Modellfliegen gekommen. „Ich fliege allerdings nicht 3D wie Georg, sondern eher klassischen Kunstflug, also Loopings, Rollen, Turns – das normale Standardprogramm.“

"Der Wald ist ein perfektes Trainingsgelände für Drohnenprofis: „Wie ein Riesenslalom in der Luft.“

Grenzenlose Freiheit unter den Wolken

An den Wochenenden und oft auch nach Feierabend verbringen die Helikopterfans jede freie Minute auf dem Flugplatz. Ob er schon mal darüber nachgedacht hat, einen „richtigen“ Flugschein zu machen? Georg Berndt schüttelt den Kopf: „Das Modellfliegen fasziniert mich viel mehr, denn solange ich einer gewissen Sorgfaltspflicht nachkomme, kann ich dabei tun und lassen, was ich will.“ Irene Bauhaus pflichtet ihm bei und erzählt, sie persönlich habe beim „echten“ Fliegen sogar ein bisschen Angst: „Es ist eben doch etwas anderes, ob man selbst die Kontrolle hat oder auf jemand anders angewiesen ist.“ In diesem Sinne finden die beiden ihre „grenzenlose Freiheit“ nicht über, sondern unter den Wolken. Wobei das Modellfliegen auf Flugplätzen ohnehin nur bis zu einer Höhe von 30 Metern erlaubt ist. Für höhere Aufstiege braucht man eine Sondergenehmigung.

Helikopter sind anspruchsvoller zu steuern als Flugzeuge

„Drachen, Flugzeuge, Quadrocopter – das habe ich auch alles schon ausprobiert und für gut befunden,“ sagt Georg Berndt. „Doch die Helis sind am anspruchsvollsten zu fliegen, und mir gefällt einfach diese Herausforderung. Ein Modellflugzeug ist viel mehr an aerodynamische Gesetze gebunden, das fliegt auch mal von allein ein Stück geradeaus.“ Für den Helikopter gelte hingegen: „Wer drei Sekunden nicht aufpasst, legt einen Crash hin und braucht Ersatzteile.“ Wobei das Modellbaupaar absolut in der Lage wäre, seine Helis selbst zu reparieren. Wie die meisten Gleichgesinnten im „Hobby der 99 Berufe“ haben sie Maker- und Tekkie-Fertigkeiten. „Man muss von allem ein wenig Ahnung haben“, erklärt Berndt, „Holzbearbeitung, Metallbearbeitung, Elektronik.“ Auch für Irene Bauhaus geht der Reiz ihres Hobbys über das reine Flugerlebnis hinaus: „Das Bauen und Basteln gehört mit dazu. Früher war es eher so, dass man alles selbst zusammengebaut hat, heute gibt es aber gerade für Einsteiger auch immer mehr startfertige Modelle, die zum Teil sogar günstiger sind als ein Bausatz.“

"Als Modellbauer muss man von allem ein wenig Ahnung haben, von der Holz- und Metallbearbeitung bis zur Elektronik."

Das Emblem unserer Conrad-Modellbau-Tekkies. Sie antworten auf die Fragen von Anfängern und Profis.

Bauhaus und Berndt „leben“ ihr Hobby, eine Teilnahme an den zahlreichen Wettbewerben – von „regional“ bis „Weltmeisterschaft“ – kommt jedoch nicht in Frage. „Ich kenne Modellsportler, die jeden Tag nach der Arbeit auf dem Platz stehen und pflichtbewusst üben, sei es beim Modellflug oder beim Racing mit Automodellen“, sagt Berndt. Für seine Freundin und ihn steht aber vor allem eines im Mittelpunkt: der Spaß. Modellbauer seien schon ein eigener Menschenschlag und im positiven Sinne verrückt, erzählt er. Schließlich sei das Hobby nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. „Andere kaufen sich einen neuen Wagen oder fahren oft im Urlaub, wir kaufen uns lieber zwei neue Helimodelle.“

Zu Besuch in der Modellbau-Tekkie-Werkstatt

Ortswechsel: Vom Vereinsflugplatz fahren Irene Bauhaus und Georg Berndt in die private Modellbauwerkstatt eines Freundes. Ein Treff der lokalen Szene. An der Wand hängen Dutzende Schraubenzieher, Zangen und Ersatzteilkästchen. Hier wird konstruiert, repariert und diskutiert. Heute ist auch ein Modellbaufan zu Gast, den sie beruflich fast täglich sehen: Peter Bräutigam arbeitet ebenso wie Bauhaus und Berndt bei Conrad, seinem Modellflughobby geht er jedoch in einem anderen, benachbarten Verein nach. „Natürlich besucht man sich manchmal gegenseitig auf den Plätzen,“ sagt der 55-Jährige. „Modellflieger sind eng vernetzt.“

Bräutigam ist ebenfalls Besitzer eines T-Rex 700-Hubschraubers. Er hat aber auch schon viel mit Quadrocoptern experimentiert. „So ist zum Beispiel in meiner Freizeit der weltweit erste Spiegelkugel-Quadrocopter entstanden.“ Der Anlass: Ein Arbeitskollege brauchte für den Conrad-Stand auf der Musikmesse in Frankfurt einen spektakulären Lichteffekt. Etwas, das leuchtet, blinkt und fliegt. „Er wusste, dass ich bereits erfolgreich einen Quadrocopter mit Lauflicht und LEDs entwickelt hatte“, erzählt Bräutigam. So entstand – passend für eine Musikmesse – die Idee einer fliegenden Discokugel. „Ich habe einfach eine Plastikkugel zersägt und geschliffen und gemeinsam mit einem kleinen Getriebemotor unter dem Quadrocopter angebracht.“ Dazu musste er zunächst die spiralförmigen Spiegelelemente komplett entfernen und nach der Montage einzeln wieder aufkleben. An den Landebeinen des Quadrocopter justierte Bräutigam je zwei grüne LEDs. Ein aufwendiger Bastelspaß, der sich gelohnt hat: „Die Vorführung sorgt immer wieder für staunende Gesichter, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.“

Neben dem Quadrocopter-Fliegen hat Peter Bräutigam neuerdings auch ein Faible fürs Gleitschirmfliegen entwickelt – eine noch relativ neue Modellbaudisziplin. „Das Schöne beim Modellfliegen ist ja, dass man je nach Laune sowohl Aktion als auch Entspannung haben kann. Ich kann nach Feierabend bequem vom Gartenstuhl aus einen Quadrocopter durch die Luft steuern – oder stehend und mit hohem Pulsschlag einen mehrere Tausend Euro teuren Heli.“

Unser Expertentipp für unterwegs: Akkus kann man hervorragend an der Autobatterie aufladen!

Wenn Hobby und Beruf fließend ineinander übergehen

Irene Bauhaus, Georg Berndt und Peter Bräutigam sind über ihr Hobby zu Conrad Electronic gekommen, haben ihre Modellbauaffinität ausdrücklich in den Bewerbungen erwähnt. Bauhaus arbeitet in der Musterkoordination als Sachbearbeiterin, Berndt ist Modellbau-Mustertester und Bräutigam technischer Redakteur. Außerdem sind die drei Mitglieder des von ihrem Arbeitgeber ins Leben gerufenen und insgesamt elfköpfigen Adrenalin Actionteams, das bei öffentlichen Veranstaltungen die Faszination Modellbau durch Attraktionen und Mitmachaktionen erlebbar machen soll, so zum Beispiel bei den Conrad Adrenalintagen. Bräutigam ist dabei unter anderem für das Lehrer-Schüler-Fliegen mit dem Quadrocopter zuständig. Sein berühmtester Flugschüler war Horst Seehofer. „Ich bin wahrscheinlich einer der wenigen, die dem bayrischen Ministerpräsidenten sagen durften, was er zu tun hat – und bei denen er dann auch genau das getan hat.“

"Im Modellbau muss man sich für eine Disziplin entscheiden, sonst häuft man zu viele Dinge im Keller an."

Hier in der Werkstatt basteln die Modellbauenthusiasten an einigen Modellen für die kommenden Veranstaltungen herum: Quadrocopter, Geländebuggys, Rennboote. Danach geht es zum Testen auf ein in der Nähe gelegenes Außengelände. Peter Bräutigam steuert einen Geländebuggy. Die Fernbedienung in der Hand, lässt er ihn auf dem sandig-steinigen Untergrund in einer Pfütze die Kurve kratzen. Wasser und Schlamm wirbeln auf. Action! Ob er nicht doch zum Automodellbau wechseln will? Bräutigam reagiert trocken: „Als Modellbaufan muss man sich irgendwann einmal für eine Disziplin entscheiden, sonst wird die Modellvielfalt im Hobbykeller noch unübersichtlicher, als sie eh schon ist.“ Und dann berichtet er von seinem Hobbykeller. Auch wenn schon einige Modellflugzeuge, Quadrocopter, Helis und Gleitschirme vorhanden sind: Für einen attraktiven Neuzugang findet sich aber trotzdem immer noch ein freies Plätzchen. Genauso wie für Irene Bauhaus und Georg Berndt ist auch für Peter Bräutigam die Entscheidung längst gefallen: Fliegen! Nach der Arbeit, am Wochenende. So oft es geht. Freiheit unter den Wolken.

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