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DVB-S: TV Empfang über Satelliten

Damit ein Fernsehsatellit immer scheinbar „unverrückbar fest“ am Himmel steht, muss er sich mit der Erde mitdrehen. Also muss er in 24 Stunden einmal um die ganze Welt reisen und dabei immer die gleiche Höhe einhalten. Das geht nur auf einer kreisförmigen Flugbahn, die sich in 35.786 km Höhe über dem Äquator befindet. Auf dieser geostationären Flugbahn heben sich Erdanziehung und Fliehkraft gegenseitig auf, und sämtliche Fernsehsatelliten sind wie Perlen auf einer Kette auf dieser Flugbahn angeordnet.

TV Empfang über Satelliten
Satelliten Positionen

Die Positionen der einzelnen Satelliten beziehen sich auf dem senkrecht zum Äquator stehenden Nullmeridian, der 1884 definiert wurde und durch die Meridianebene der Sternwarte in Greenwich (einem Stadtteil von London) läuft. Bei den Satellitenpositionen werden nun der Winkel zum Nullmeridian und die Ausrichtung östlich (E) oder westlich (W) angegeben.

Schematischer Footprint

Deutschland befindet sich an seiner westlichen Grenze 6° und an seiner östlichen Grenze 15° östlich (E) des Nullmeridians. Demzufolge muss bei der Ausrichtung eines SAT-Spiegels die Position des Standortes berücksichtigt werden. Soll die Satellitengruppe Astra auf 19,2°E empfangen werden, muss der Spiegel je nach Aufbauort 13,2° bis 4,2° östlich von Süden ausgerichtet werden.

Wichtig: Egal welcher Satellit empfangen werden soll, es muss immer freie Sicht zum Satellit vorhanden sein, und man muss sich innerhalb der Empfangszone des Satelliten (Footprint) befinden.

Eine einfache Satelliten-Empfangsanlage für einen oder zwei Teilnehmer besteht in der Regel aus einem SAT-Spiegel, der als Reflektorfläche für die Satellitensignale dient. Vor dem Spiegel ist an einem Ausleger der LNB (Low Noice Blockconverter = rauscharmer Signalwandler) montiert, der als eigentliche Empfangsantenne fungiert. Anschließend wird die extrem hohe Frequenz der empfangenen Signale von 10,7 – 12,7 GHz nach unten auf ca. 900 – 2000 MHz konvertiert, damit sie über ein Koaxialkabel weitergeleitet werden können. Der SAT-Receiver im Wohnzimmer übernimmt dann die Umwandlung in Bild und Tonsignale sowie die erforderliche Programmumschaltung.

Bei größeren SAT-Anlagen werden zusätzlich Multischalter eingesetzt, die jedem Teilnehmer alle Empfangssignale (unteres und oberes Frequenzband sowie horizontal und vertikal polarisiert) zur Verfügung stellen. So kann jeder Teilnehmer unabhängig von den anderen eine individuelle Programmwahl treffen.