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Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe bei Conrad kaufen – Schützen Sie Ihre wichtigsten Werkzeuge

Verätzungen, Verbrennungen und Schnittwunden sind die häufigsten Handverletzungen in Industrie und Handwerk. Sie sind äußerst schmerzhaft und machen es Betroffenen oft unmöglich, weiter in ihrem Beruf zu arbeiten. Die einzige Möglichkeit, sich zu schützen, besteht im Tragen hochwertiger Schutzhandschuhe. Welcher Handschuh am besten schützt, entscheidet sich nach dem jeweiligen Einsatzbereich. Hier erfahren Sie, wie Sie aus der Vielzahl von Modellen mit Hilfe von normgerechten Kennzeichnungen sowie an Hand von Materialien eine sichere Wahl treffen.

Warum Schutzhandschuhe von Worky, Honeywell & Co.?

Bei Conrad kennen wir die Probleme, die viele Handwerker und Industriearbeiter mit ihren Handschuhen haben. Sie bieten zwar Schutz, sind aber unhandlich und unflexibel. Besonders bei Feinarbeiten hat man einfach nicht genug Fingerspitzengefühl. Damit Sie jederzeit die volle Kontrolle über Ihr Werkzeug und Ihre Kleinstbauteile behalten, bietet Ihnen Conrad besonders elastische und anpassungsfähige Handschuhmodelle an.

Sie benötigen Arbeitshandschuhe für die Feinarbeit an mikroelektronischen Bauteilen? Dann sollten Sie sich einmal die Strickhandschuhe aus dem Conrad-Shop ansehen. Die Kombination aus Nylon und micro-foam-Nitrilbeschichtung sorgt bei Modellen wie den Worky Strickhandschuhen für einen idealen Nass- und Trockengriff. Oder brauchen Sie einen zuverlässigen Handschutz für die Arbeit am Sinterofen? Dann sind Hitzeschutzhandschuhe aus wärmeisolierenden Para-Aramid-Fasern und Carbon das Richtige für Sie.

Mit Schutzhandschuhen von Worky und KCL auf jede Gefahr vorbereitet sein

Ein kleiner Tipp für die Handschuhauswahl: Verzichten Sie auf vermeintliche Universallösungen. Es gibt keine Arbeitshandschuhe, in denen Ihre Hände vor allen Gefahren auf einmal geschützt sind. So mag ein Einmalhandschuh aus Nitril einen hervorragenden Schutz vor Säureverätzungen bieten und flexibel sein. Einer scharfen Säge hält er aber nicht stand. Ihre Hand wäre der Klinge schutzlos ausgeliefert. Hier würden wir Ihnen eher zu einem Schutzhandschuh aus Glasfaser mit PU-Beschichtung raten.

Daneben gibt es natürlich noch viele andere Anwendungsgebiete mit hohem Gefahrenpotenzial. Conrad bietet Ihnen deshalb ausschließlich Angebote von namhaften zertifizierten Herstellern wie KCL, Worky, Honeywell und North.

Diese Handschuhe schützen vor:

  • Einmalhandschuhe mit angerauter Oberfläche: Chemikalien, Hautverätzungen, Vergiftungen
  • Hitzeschutzhandschuhe: Verbrennungsschmerzen, Blasen, Nekrosen, Verkohlungen
  • Kälteschutzhandschuhe: Erfrierungen, Kälteverbrennungen
  • Lederhandschuhe, Kunststoffhandschuhe: Hautabrieb, Stoßverletzungen, Hautabschürfungen
  • Elektrikerhandschuhe: elektrischen Schlägen, Verbrennungen, Herzstillstand, Atemstillstand, Kammerflimmern
  • Strickhandschuhe: Schweiß auf empfindlichen Bauteilen (z. B. in der Mikroelektronik), Verschmutzung

 

Auf Nummer sicher gehen - mit DIN Normen und Piktogrammen

EU-Normen (EN) legen fest, über welche Eigenschaften Schutzhandschuhe in den unterschiedlichen Einsatzbereichen verfügen müssen und wie sie zu prüfen und zu kennzeichnen sind. So informieren u. a. einheitliche Piktogramme den Nutzer über die unterschiedlichen Leistungsmerkmale seiner Handschuhe. Ein Beispiel hierfür zeigt die nebenstehende Abbildung.

DIN EN 388: Vier Prüfungen für Arbeitshandschuhe gegen mechanische Beanspruchungen

  1. Ziffer: Abriebfestigkeit (Leistungsstufen 1-4)
  2. Ziffer: Schnittfestigkeit (Leistungsstufen 1-5)
  3. Ziffer: Weiterreißfestigkeit (Leistungsstufen 1-4)
  4. Ziffer: Durchstichfestigkeit (Leistungsstufen 1-4)
 

Die Ergebnisse der einzelnen Tests sind in der aufgeführten Reihenfolge als Leistungskennziffern (hier: 4124) neben dem Piktogramm angegeben. Dabei stellen die Ziffern 4 bzw. 5 die höchsten Leistungsstufen dar. So besteht z. B. bei diesem Handschuh ein hoher Schutz vor Abrieb und bei Stichen, aber nur eine niedrige Schnittsicherheit.

Welcher Schutzhandschuh für welchen Einsatzbereich?

Arbeitshandschuhe für mechanische Beanspruchungen

Leistungsstufe

0 1 2 3 4 5
Abriebfestigkeit (Zyklen) <100 100 500 2.000 8.000 -
Schnittfestigkeit (Faktor) <1.2 1.2 2.5 5.0 10.0 20.0
Weiterreißfestigkeit (Newton) <10 10 25 50 75 -
Durchstichfestigkeit (Newton) <20 20 60 100 150 -
DIN EN 388

DIN EN 511: Arbeitshandschuhe gegen Kälte

Gilt für Arbeitshandschuhe, die vor lonvektiver Kälte und/oder Kontaktkälte bis -50°C schützen. Außerdem wird die Wasserundurchlässigkeit geprüft. Kennzeichnung: Grad und Umfang des Schutzes werden durch das Piktrogramm mit drei Leistungsstufen gekennzeichnet:

  • Schutz vor Konvektionskälte (1 = niedrigstes Level, 4 = höchstes Level)
  • Schutz vor Kontaktkälte (1 = niedrigstes Level, 4 = höchstes Level)
  • Wasserundurchlässigkeit (Level 0 = durchlässig nach 30 Minuten, Level 1 = durchlässig nach mehr als 30 Minuten)

DIN EN 12477: Arbeitshandschuhe für Schweißer

Die Unterteilung erfolgt entsprechend der Anforderungen in 2 Ausführungen:

  • Ausführung A: geringe Fingerfertigkeit (mit hohen anderen Anforderungen)
  • Ausführung B: hohe Fingerfertigkeit (mit geringen anderen Anforderungen)

Die besonderen Anforderungen und die Einstufungen werden nach folgenden Prüfkriterien ermittelt:

Anforderungen Mindestleistungsstufen    
  EN Ausführung A Ausführung B
Abriebbeständigkeit EN 388 2 (500 Zyklen) 1 (100 Zyklen)
Fallschnittbeständigkeit EN 388 1 (Index 1.2) 1 (Index 1.2)
Weiterreißbeständigkeit EN 388 2 (25 N) 1 (10 N)
Einstichbeständigkeit EN 388 2 (60 N) 1 (20 N)
Brennverhalten EN 407 3 2
Kontaktwärmebeständigkeit EN 407 1 (Temp. 100°C) 1 (Temp. 100°C)
Konvektionswärmebeständigkeit EN 407 2 (HTI ≥ 7) 0
Beständigkeit gn. kleine Spritzer geschmolzenen Metalls EN 407 3 (25 Tropfen) 2 (15 Tropfen)
Fingerfertigkeit prEN 420:1998 1 (kl. Durchmesser 11mm) 4  (kl. Durchmesser 6,5mm)

 

Handschuhgrößen

Nach DIN EN 420 sind folgende Handschuhgrößen, abhängig von den Abmessungen der Hand festgelegt.

Die Abmessungen der Hand werden bestimmt durch: 

  • Umfang der Hand - gemessen 2 cm oberhalb der Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger
  • Länge der Hand (Abstand zwischen der Linie am Handgelenk und der Spitze des Mittelfingers)

 

Handschuhgröße Englische Größe Handmaße   Handschuhmindestlänge
    Umfang Länge  
6 XS 152 160 220
7 S 178 171 230
8 M 203 182 240
9 L 229 192 250
10 XL 254 204 260
11 XXL 279 215 270
Handschuhgröße ermitteln

Bitte beachten Sie, dass die Maße, je nach Schnittführung, Material, Lieferant und Produktionsland leicht differieren können. Die hier angegebenen Maße dienen als Richtmaße. Sollten Sie mit Ihren Körpermaßen zwischen zwei Größen liegen, wählen Sie zur Sicherheit die größere von Beiden, damit der Handschuh nicht zu klein ist.

Die Qual der Wahl beim Material

Die Qual der Wahl beim Material

Gegen welche Risiken Arbeitshandschuhe schützen, hängt vor allem von ihrem Material ab. Je nach Anwendung kann Kunststoff, Gummi, Textilfaser, Leder, Metall oder eine Kombination dieser Stoffe die richtige Wahl sein. Neben der erforderlichen Schutzwirkung sollte auch auf die ergonomischen Eigenschaften wie Fingerbeweglichkeit, Rutschfestigkeit und Innenausstattung von Handschuhen geachtet werden: Denn umso höher der Tragekomfort, desto konsequenter werden Arbeitshandschuhe in der Praxis auch wirklich verwendet.

Zahlen und Fakten

Material Eigenschaften Anwendungsbereich
Textil
  • Optimales Tragegefühl
  • Flexibel
  • Atmungsaktiv
  • Naturfaser: mechanisch und thermisch nicht sehr belastbar
  • Chemiefaser: hohe Festigkeit sowie gute mechanische und thermische Eigenschaften
  • Feinarbeiten
  • Trockene Arbeiten
Leder
  • Sehr widerstandsfähig
  • Atmungsaktiv
  • Feuchtigkeitsabweisend
  • Öl- und Fettbeständig
  • Hite- und kälteisolierend
  • Handwerk, Industrie, Maschinenbau, Montage- und Schweißarbeiten, Holzverarbeitung, Automobilbau, Feinarbeiten
  • Heiße Gegenstände (bei entsprechendem Innenfutter)
Gummi
  • Flüssigkeits- und luftundurchlässig
  • Reißfest und widerstandsfähig (bei entsprechenden Gewebeeinlagen)
  • Laugen, Säuren, Nässe
  • Feinarbeiten (bei geringer Materialstärke)
  • Leicht ätzende anorganische Stoffe (z.B. Zement)
Naturlatex
  • Besonders elastisch und reißfest
  • Hoher Abrieb- und Nässeschutz
  • Feinarbeiten
  • Handwerk, Haushalt, Hobby, Sanitärtechnik, medizinische Versorgung
PVC
  • Äußerst flexibel
  • Abrieb- und Schnittfest
  • Laugen, Säuren, Nässe
  • Feinarbeiten (bei geringer Materialstärke)
  • Leicht ätzende anorganische Stoffe (z.B. Zement)
Nitril
  • Sehr hohe Abrieb-, Rutsch- und Durchstichfestigkeit
  • Beim Umgang mit Kohlenwasserstoffderivaten
  • Bergbau, Forstwirtschaft, Gartenbetrieb, Hobby, Hoch- und Tiefbau, Industrie, Maschinenbau, Sanitärtechnik, Straßenbau

 

Einweghandschuhe - Undurchlässige Alleskönner

Einweghandschuhe

Auch Gummi-Handschuhe sind weitgehend flüssigkeitsdicht. Zudem sind sie bedingt gasundurchlässig und schützen vor reizenden oder leicht ätzenden anorganischen Stoffen wie z. B. Zement. Zusätzliche Gewebeeinlagen führen zu einer erhöhten Reißfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen scharfe und spitze Gegenstände. Eine geringe Materialdicke ist wiederum ideal für Tätigkeiten, die uneingeschränktes Tastgefühl erfordern.

 

Kunststoffschutzhandschuhe – Flüssigkeiten bleiben draußen

Bei dem Material Kunststoff wird unterschieden in Schutzhandschuhe aus Folie sowie aus Kunststoff mit Beschichtungsträger oder ohne Beschichtungsträger. Häufig kommen vernetzbare Elastomere (wie Kautschuk etc.) oder Thermoplaste (z. B. Polyvinylchlorid, Polyethylen) zum Einsatz. Der große Vorteil bei diesen Handschuhen ist, dass sie flüssigkeitsdicht und weitgehend beständig gegen Öle, Fette, Säuren und Lösungsmittel sind. Dadurch, dass sie oft ein sehr gutes Tastgefühl gewährleisten, eignen sie sich auch besonders gut für feinmotorische Tätigkeiten (z. B. im Handwerk oder der Automobilindustrie).

 Lederschutzhandschuhe – Perfekter Schutz

Schutzhandschuhe aus Leder isolieren grundsätzlich gut bei Hitze oder Kälte. Doch auch hier gibt es mehrere Varianten: Die obere Schicht gegerbter Tierhaut (z. B. vom Rind, Schwein) wird als Narben- bzw. Vollleder bezeichnet. Aufgrund seiner glatten, gleichmäßig weichen und feuchtigkeitsabweisenden Oberfläche ist es beständig gegen Öle und Fette, passgenau und sehr feinfühlig. Auch Nappaleder eignet sich besonders gut für feinmotorische Arbeiten, bei denen viel Fingerspitzengefühl gefragt ist, da es ebenfalls äußerst weich ist.

Die unter dem Vollleder liegende Lederschicht wird in mehrere Schichten aufgespalten und heißt daher Spaltleder. Durch seine dichtere Faserstruktur ist Spaltleder fester, aber nicht so weich wie Vollleder. Dieses raue Leder eignet sich daher eher für robuste Arbeiten, die Griffsicherheit erfordern. Allergiker sollten möglichst komfortables, feinfühliges Ziegen- oder Schafsleder tragen. Wer beim Arbeiten leicht schwitzt, greift am besten auf atmungsaktives und waschbares Synthetikleder zurück. Durch spezielle Zusatzbehandlungen - z. B. Beschichtung – lässt sich die Schutzwirkung von Lederhandschuhen weiter erhöhen.

Strickschutzhandschuhe - Alle Fäden in der Hand

Strickschutzhandschuhe

Bei Handschuhen aus Textil wird zwischen Natur- und Chemiefasern unterschieden. Schutzhandschuhe aus reinen Naturfasern wie Baumwolle sind sehr angenehm zu tragen und eignen sich perfekt für trockene Arbeiten. Wer sich jedoch vor thermischen oder mechanischen Belastungen schützen möchte, sollte besser zu den festeren Modellen aus oder mit Chemiefasern (z. B. Polyamid, Polyester oder Aramid) greifen.

 

Arbeitshandschuhe fachgerecht handhaben

Undichte oder kontaminierte Schutzhandschuhe können dazu führen, dass die Haut der Hände - oft umbemerkt - über einen längeren Zeitraum mit hautschädigenden Stoffen in Kontakt kommt. Handschuhe sind daher vor jeder Benutzung auf Beschädigungen und Verunreinigungen zu prüfen und gegebenenfalls zu entsorgen.Verschiedene Stoffe wie Latex oder Carbamate können Allergien verursachen. Textile Unterziehhandschuhe verringern diese Gefahr und verhindern zudem eine starke Schweißbildung, wodurch sie Hautaufweichungen vorbeugen. Für den Rund-um-Hautschutz sollten nach der Verwendung von Schutzhandschuhen stets Hautreinigungs- und Hautpflegemittel benutzt werden.

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Arbeitsschutz kann nicht warten. Ein Unfall kann jederzeit passieren und dann fällt ein kompetenter Mitarbeiter vielleicht für lange Zeit oder gar für immer aus. Lassen Sie es nicht soweit kommen und statten Sie sich und Ihre Mitarbeiter mit preisgünstigen Schutzhandschuhen wie den Griffy-Einmalhandschuhen aus. Bei einer Bestellung von 10 Paar bietet Ihnen Conrad gleich noch einen attraktiven Mengenrabatt.Tipp: Sollten Sie Fragen zu Schutzklassen oder geltenden Arbeitsschutznormen haben, wenden Sie sich einfach an unseren freundlichen Kundenservice. Hier hilft man Ihnen bei allen Fragen gern weiter.