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Trimmpotentiometer, kurz Trimmer genannt, fungieren als elektrische Widerstände in Schaltungen, die in der Regel nur einmal – beim Einbau – eingestellt werden. In unserem Ratgeber finden Sie detaillierte Informationen zu Aufbau und Funktionsweise von Trimmpotentiometern sowie eine Übersicht über verschiedene Ausführungen und Kaufkriterien.

Wissenswertes zu Trimmpotentiometer

Was sind Trimmpotentiometer und wie sind sie aufgebaut?

Was sind Trimmpotentiometer und wie sind sie aufgebaut?

Generell handelt es sich bei Potentiometern um verstellbare elektrische Widerstände. Sie gehören zu den passiven Bauelementen und werden benutzt, um Regelvorgänge in elektrischen und elektronischen Anlagen zu verwirklichen. Von anderen Potentiometern, beispielsweise zur Lautstärkeregelung, unterscheiden sich Trimmpotentiometer dadurch, dass sie in der Regel nicht von außen zugänglich sind und somit auch nicht einfach von Hand mit einem Drehknopf verstellt werden können. 

Trimmpotentiometern werden benutzt, um elektronische Schaltungen abzugleichen, zum Beispiel, um ein elektronisches Netzteil auf eine gewünschte Ausgangsspannung einzustellen und diese zu halten. Dazu werden die Trimmer mit einem Werkzeug, meist einem Schraubendreher, auf den nötigen Wert eingestellt.

Trimmpotentiometer können auf zweierlei Art aufgebaut sein:

  • Eine kreisförmig angeordnete Widerstandsschicht wird vom Schleifer überstrichen, an dem der eingestellte Widerstand abgegriffen wird. Bei dieser Bauart sind Drehwinkel bis zu 300 Grad erreichbar.
  • Der Schleifer überstreicht eine gerade Widerstandsschicht und wird mit einer Spindel auf den gewünschten Wert eingestellt. Zu erkennen sind diese Bauelemente unter anderem daran, dass sie eine Drehwinkelangabe deutlich über 360 Grad (zum Beispiel einen Drehwinkel bis zu 9.000 Grad; das entspricht 25 vollen Umdrehungen) aufweisen.
Was sind Trimmpotentiometer und wie sind sie aufgebaut?

Die gesamte Konstruktion ist in einem Gehäuse untergebracht, um das Trimmpotentiometer vor Verschmutzung zu schützen. Es gibt gekapselte und sogar abgedichtete Ausführungen, die je nach Umgebungsbedingungen zum Einsatz kommen. Die Anschlüsse werden aus dem Gehäuse so herausgeführt, dass sie für verschiedene Löttechniken geeignet sind.

Das eigentliche Widerstandsmaterial hat großen Einfluss auf die Leistung und Haltbarkeit des Trimmers. Verwendet werden unter anderem die klassische Kohleschicht, sogenanntes Leitplastik und Cermet. Letzteres ist ein zusammengesetztes Wort aus den englischen Wörtern „ceramic“ und „metal“. Dabei handelt es sich um Verbundwerkstoffe mit einer besonders hohen Härte und Verschleißfestigkeit.

Beim Verlauf der Widerstandskennlinie gibt es zwei Varianten:

linear
Der Widerstandswert ändert sich proportional zum Drehwinkel.

logarithmisch
Der Widerstandswert ändert sich anfangs nur wenig, dann wird der Widerstandswert pro Grad Drehwinkel immer größer und umgekehrt.

Zur Bedienung wird vom Schleifer eine (meist sehr kurze) Achse aus dem Potentiometer herausgeführt, an deren Ende das Bedienelement sitzt – hier in der Regel ein Schlitz- oder Kreuzschraubenkopf für Schraubendreher. Einige Achsen von Trimmpotentiometern sind dafür ausgelegt, von einem Motor verstellt werden zu können.

Die Bezeichnung der Bauteile unterliegt einem Schlüssel. Der kann von Hersteller zu Hersteller verschieden sein und ist in den meisten Datenblättern erklärt.
Ein Beispiel: Das Trimmpotentiometer der Firma Bourns trägt die Bezeichnung 3362P-1-254LF, was im Einzelnen bedeutet:

  • 3362 – Bauart
  • P – Ausführung
  • 1 – Standardprodukt
  • 254 – Widerstandscode laut einer Liste des Herstellers, entspricht hier 250 Kiloohm
  • LF – Ausführung des elektrischen Anschlusses, hier verzinnt

Die Daten der Hersteller geben noch eine Vielzahl weiterer elektrischer und mechanischer Kennzahlen her. Dazu gehören die Toleranz des Widerstandswertes, die elektrische Belastbarkeit, das zum Verdrehen nötige Drehmoment, das Eigengewicht, die Lager- und Betriebstemperaturen und die mechanische Widerstandsfähigkeit (Schock, Vibration) des Bauelements.

Welche Trimmpotentiometer finden Sie bei Conrad?

Wesentliche Selektionsmerkmale in unserem Onlineshop sind technischer Natur:

  • Widerstandsverlauf: linear (oder nicht)
  • Drehwinkel (mechanisch und elektrisch): von 200 bis 9.000 Grad. Alle mechanischen Drehwinkel über 310 Grad sind Ausführungen mit Spindeln.
  • Kategorie: zusätzlich zu den bereits beschriebenen Materialien können Sie hier nach Präzisions- und Spindeltrimmern und einem Trimmer-Sortiment selektieren.
  • Anschluss: Beschreibt die Einbaumöglichkeiten für definierte Leiterplatten-Raster (Print), die industrielle Technologie SMD und als bedrahtete Trimmer zum Verlöten auf Leiterplatten (THT für „Through Hole Technology“, zu Deutsch: „Durchsteckmontage“).
  • Betätigungsart: Beschreibt die Lage des Betätigungselement mit „oben“ und „seitlich“
  • Belastbarkeit: von 0,1 bis 1 Watt
  • Widerstand: 10 Ohm bis 5 Megaohm
  • Besonderheiten: die Ganganzahl bei Spindeltrimmern (bis 28), geschützte und Miniaturausführungen.

Kaufkriterien für Trimmpotentiometer

Wesentliche Kennzahlen sind die Präzision der angegebenen Widerstandwerte und Toleranzen. Sehr geringe Toleranzen gehen in der Regel mit einem höheren Preis einher.

Wenn Sie mit der Entwicklung von neuen Geräten befasst sind, helfen Ihnen die Datenblätter der Anbieter, das für den gewünschten Einsatzbereich exakt passende Trimmpotentiometer zu finden. Die Selektionsmöglichkeiten in unserem Shop bieten Ihnen dazu vorab eine gute Orientierung.

Worauf sollten Sie beim Einsatz von Trimmpotentiometern achten?

Trimmpotentiometer werden im Inneren von elektrotechnischen und elektronischen Geräten eingesetzt. Bevor Sie dort Einstellungen vornehmen oder Bauelemente auswechseln, machen Sie sich genau mit dem Gerät vertraut. Beachten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit dazu ebenfalls die detaillierten Beschreibungen in der Bedienungsanleitung.

Achten Sie darauf, dass Geräte von der Netzspannung getrennt sind, bevor Sie sie öffnen. Vor dem erneuten Anschließen an das Stromnetz sollte der Geräte-Schalter auf „AUS“ stehen.

Setzen Sie eine Löttechnik ein, die sowohl das Bauelement als auch die Montageumgebung (Leiterplatte) vor Beschädigung schützt. Das betrifft vor allem Gefahren durch thermische Belastungen.

Defekte Trimmpotentiometer sind Elektroschrott und gehören in öffentliche Sammelstellen. Sie dürfen nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden.

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