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2-polige Spannungsprüfer

Ein Spannungsprüfer ist ein elektrisches Prüfgerät zum Feststellen der Spannungslosigkeit einer elektrischen Anlage. Gemäß VDE-Norm 0682, Teil 401, ist ein 2-poliger Spannungsprüfer das einzig zulässige ...

    

     

Was ist ein 2-poliger Spannungsprüfer?

Ein Spannungsprüfer ist ein elektrisches Prüfgerät zum Feststellen der Spannungslosigkeit einer elektrischen Anlage. Gemäß VDE-Norm 0682, Teil 401, ist ein 2-poliger Spannungsprüfer das einzig zulässige Prüfinstrument zur Erfüllung der Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes.

Die an einer elektrischen Anlage/Installation tätige Person muss durch geeignete Mess-/Prüfmittel wie den Spannungsprüfer die allpolige Spannungsfreiheit feststellen und damit prüfen, ob durch elektrische Geräte noch Restspannung vorhanden ist oder sogar versehentlich die falsche Leitung freigeschaltet wurde.

Bei Spannungsprüfern für Anlagen bis 1 Kilovolt (kV) handelt es sich um zweipolige Ausführungen mit verschiedenen Anzeigevarianten und integriertem Funktionstest. Eine vorhandene Spannung wird entweder durch eine aufleuchtende Glimmlampe, durch ein Messgerät oder durch Leuchtdioden angezeigt. Mit vielen Geräten lässt sich zudem die Spannungshöhe der Anlage ermitteln. 

Welche 2-poligen Spannungsprüfer gibt es?

Die Spannungsprüfer dieser Bauart bieten unterschiedliche Ausstattungen für Prüfmöglichkeiten an, die über das reine Prüfen der Spannungslosigkeit hinausgehen: 

  • die Anzeige des Prüfergebnisses der Spannungsprüfung mittels LED- oder LCD-Anzeige. Prüfer mit Zeigerinstrumenten sind nicht mehr vertreten.

  • einpolige Phasenprüfung

  • optische und akustische Durchgangsprüfung

  • zweipolige Drehfeldrichtungsanzeige, keine „3. Hand“ erforderlich

  • zuschaltbare Last (Lastprüfer) mittels zwei Drucktasten, definierte Auslösung eines FI-Schutzschalters

  • automatische Erkennung von Gleich-/Wechselspannung, Polaritätserkennung

  • Schutzart bis IP 64, spritzwassergeschützt und staubdicht

  • mit Kalibrierungs- und Prüfzeichen, Messkategorien und Schutzarten bezeichnet

  • Messspitzenschutz, zum Teil in unverlierbarer Ausführung, zur Verminderung der Verletzungsgefahr

  • beleuchtete Prüfspitzen

  • einrastender oder magnetisch gesicherter Abstand der Prüfspitzen von 19 Millimetern zur Einhand-Prüfung an Standard-Steckdosen

Folgende Prüfzeichen weisen die 2-poligen Spannungsprüfer im Angebot von Conrad auf:

  • TÜV: Technischer Überwachungsverein. Eingetragene Vereine, die als technische Prüforganisation Sicherheitskontrollen durchführen, die meist durch staatliche Gesetze oder Anordnungen vorgeschrieben sind
  • CE: Kennzeichnung, die vom Hersteller in eigenem Ermessen aufzubringen ist und mittels der er zum Ausdruck bringt, dass er die besonderen Anforderungen an das von ihm vertriebene Produkt kennt und dass selbiges diesen entspricht.
  • VDE: Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e. V. ist ein 1893 gegründeter technisch-wissenschaftlicher Verband in Deutschland.
  •  CSA: Unabhängige Normungsorganisation aus Kanada (ehemals Canadian Standards Association).

Messkategorien für 2-polige Spannungsprüfer

Die Messkategorie gibt die zulässigen Anwendungsbereiche von Mess- und Prüfgeräten für die Anwendung im Bereich von Niederspannungsnetzen an. Die Einstufung der Messkategorie wird durch die IEC 61010-1 (Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte) festgelegt. Folgende Kategorien gibt es:

  • CAT I: Messungen an Stromkreisen, die keine direkte Verbindung zum Netz haben (Batteriebetrieb), dazu gehören zum Beispiel Geräte der Schutzklasse 3 (Betrieb mit Schutzkleinspannung), batteriebetriebene Geräte, PKW-Elektrik.
  • CAT II: Messungen an Stromkreisen, die eine direkte Verbindung mittels Stecker mit dem Niederspannungsnetz haben, wie Haushaltsgeräte und tragbare Elektrogeräte.
  • CAT III: Messungen innerhalb der Gebäudeinstallation (stationäre Verbraucher mit nicht steckbarem Anschluss, Verteileranschluss, fest eingebaute Geräte im Verteiler), beispielsweise Unterverteilung.
  • CAT IV: Messungen an der Quelle der Niederspannungsinstallation wie Zähler, Hauptanschluss, primärer Überstromschutz, Niederspannungs-Freileitungen oder am Hausanschlusskasten.

Die IP-Schutzarten der 2-poligen Spannungsprüfer bei Conrad

IP20 Geschützt gegen den Zugang mit einem Finger
IP40 Geschützt gegen den Zugang mit einem Draht
IP54 Vollständiger Schutz gegen Berührung und Schmutz gegen allseitiges Spritzwasser
IP64 Staubdicht, vollständiger Schutz gegen Berührung und Schmutz gegen allseitiges Spritzwasser
IP65 Staubdicht, vollständiger Schutz gegen Berührung und Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel

Kalibrierungsarten der 2-poligen Spannungsprüfer

  • Kalibrierung nach ISO: Für das hergestellte Produkt werden die qualitätsrelevanten Kenndaten mit kalibrierten Messinstrumenten nach der DIN EN ISO 9001:2015 gemessen.
  • Kalibrierung nach DAkks: Die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) ist die nationale Akkreditierungsstelle – eine privatwirtschaftliche Organisation, die hoheitliche Aufgaben wahrnimmt.
  • Kalibrierung nach Werksstandard: Hier wird das Gerät nach den eigenen Vorgaben des Herstellers kalibriert und keiner Kalibrierungsstelle vorgelegt.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu 2-polige Spannungsprüfern

Wer setzt 2-polige Spannungsprüfer ein?
Elektriker, Elektroinstallateure, Klimatechniker, Betriebsingenieure und Beratungsunternehmen im Bereich Netzqualität, die mit der Instandhaltung, dem Service und der Konstruktion aller Arten von Elektroinstallationen befasst sind, brauchen Spannungsprüfer. Die Geräte helfen Elektrikern bei der Prüfung, Fehlersuche, Analyse und Reparatur von Anlagen.

Welche Bedienungshinweise sind zu beachten?
Die eingesetzten Spannungsprüfer sind vor und nach Benutzung an einer definitiv spannungsführenden Quelle auf Funktionalität zu testen. Vorher, weil das Prüfgerät unter Umständen defekt sein könnte, und danach, weil es bei der Benutzung einen Defekt erlitten haben könnte.

Was ist bei den Batterien für 2-polige Spannungsprüfer zu beachten?
Ein Spannungsprüfer darf bei geöffnetem Batteriefach nicht benutzt werden. Außerdem darf der Spannungsprüfer bei ausgelaufenen Batterien nicht mehr verwendet werden.

Welche Besonderheiten sind bei der Verwendung von 2-poligen Spannungsprüfern zu beachten?
Als Besonderheit haben die beiden Handgriffe einiger Spannungsprüfer zur gemeinsamen Arretierung je 2 Neodym-Magnete, die ein stärkeres Magnetfeld als „gewöhnliche“ Magnete haben. Das erfordert einen Sicherheitsabstand zu allen Geräten und Gegenständen, die durch Magnetismus beschädigt werden können, wie:

  • Fernseher und Computer-Monitore
  • Kreditkarten und EC-Karten
  • Computer, Disketten und andere Datenträger
  • Video-Tapes
  • mechanische Uhren
  • Hörgeräte und Lautsprecher
  • Herzschrittmacher 

Was bedeutet die Abkürzung RCD bei FI-Schutzschaltern?
Die Abkürzung RCD steht für die englischsprachige Bezeichnung des FI-Schutzschalters: Residual Current Protective Device (Fehlerstrom-Schutzeinrichtung).

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