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    Ratgeber

    Energiekosten-Erfassung » Optimierung Ihres Stromverbrauchs

    Neben Gas und Wasser machen die Energiekosten einen erheblichen Anteil der Lebenshaltungskosten für Privatpersonen aus und sind ebenso ein wichtiger Kostenfaktor in Unternehmen. Es lohnt sich daher für die Planung der Finanzen immer, den Energieverbrauch mit wenig Aufwand im Blick zu haben.

    Welche Möglichkeiten der Energiekosten-Erfassung es gibt und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.



    Warum ist eine Energiekosten-Erfassung sinnvoll?

    Mit steigenden Strompreisen wird es sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen immer wichtiger, den durchschnittlichen Verbrauch an Energie zu kennen.

    Die Höhe der Kosten bei künftigen Abrechnungen kann auf diese Weise geschätzt werden und wird so weniger zum Schock.

    Zudem kann das Wissen um den Energieverbrauch in verschiedenen Lebensbereichen wie Beleuchtung oder Multimedia helfen, Kostenfresser zu identifizieren und Einsparungen zu planen.

    Zunächst muss eine Analyse des tatsächlichen Energieverbrauchs erfolgen. Dieser sollte nicht nur über wenige Tage und Wochen, sondern über Monate stattfinden.

    Nur so lassen sich die durchschnittlichen Stromkosten auch in Abhängigkeit zur Jahreszeit mit den unterschiedlichen Temperaturen und Tageszeitlängen abschätzen.

    Wie die individuelle Nutzung von Energie aussieht, erheben entsprechende Messgeräte. Es stehen grundsätzlich zwei wichtige Hilfsmittel zur Verfügung:

    Energiekosten-Messgeräte für den einfachen und gehobenen Bedarf sowie professionelle Stromzähler.



    Was können Energiekosten-Messgeräte?

    Ihre Hauptaufgabe ist es, den aktuellen Energieverbrauch zu ermitteln. Viele Geräte bieten weitere Zusatzfunktionen wie eine Erfassung von Nennspannung, Wirkleistung und Wirkfaktor, Strom und Frequenz sowie CO2-Ausstoß. In der Praxis unterscheidet man die Messgeräte in zwei Unterarten.

    Zwischenstecker-Modelle

    Sie sind für Privathaushalte oder Büros die erste Wahl. Dank Plug-and-Play-Prinzip werden sie als Zwischenstecker in die Steckdose gesetzt.

    Danach wird das gewünschte Elektrogerät – eine Waschmaschine, ein Fernseher oder auch eine Workstation und Drucker – in das Messgerät gesteckt. Ab diesem Moment erfasst es den Stromverbrauch des Endgerätes.

    Es sind keine Vorkenntnisse nötig, um die Ergebnisse auszulesen. Oft besitzt das Messgerät ein eigenes Display, über das die wichtigsten Daten angezeigt werden.

    Alternativ gibt es Modelle, die dank WLAN mit einem externen Gerät wie dem Smartphone verbunden werden können.

    Mit der dazugehörigen App landen die Messergebnisse zu Energieeffizienz und Energiekosten auf dem Gerät.

    Auch eine Datenübertragung via Bluetooth und ein Datenlogger sind mögliche Features.

    Sehr beliebt: ins Gehäuse eingebaute Leuchtmittel. Sie zeigen als farbige LED-Ringe von Grün über Gelb bis Rot den aktuellen Verbrauch an.

    Prognosen zu Stromkosten

    Über einige Zwischenstecker-Modelle können Sie einen Stromtarif direkt im System hinterlegen und erhalten auf Basis dieser Werte Prognosen zu den Stromkosten. Teilweise können auch zwei Tarifeingaben vorgenommen werden, um unterschiedliche Varianten der Stromkosten zu berechnen.


    Geräte für den Verteilerkasten

    Soll nicht der Verbrauch eines einzelnen Gerätes ermittelt werden, gibt es Energiekosten-Messgeräte, die direkt am Verteilerkasten im Gebäude installiert werden.

    Das sorgt dafür, dass der gesamte Stromverbrauch bestimmt wird, was sowohl für Wohnhäuser als auch für die Industrie eine sinnvolle Maßnahme sein kann.

    Die Montage ist jedoch aufwendiger als bei Zwischensteckern und sollte von Fachkräften durchgeführt werden.

    Viele Modelle besitzen ein Display zum Ablesen der aktuellen Energiewerte. Damit Sie zum Ablesen der Energiekosten nicht immer zum Verteilerkasten gehen müssen, verfügen manche der Profi-Geräte zusätzlich über eine LAN-Schnittstelle. Auf diese Weise wird die Verbindung zu einem Rechner ermöglicht.



    Was leisten Stromzähler?

    Für eine exakte Erfassung und umfassende Analyse nutzen vor allem Unternehmen mit Liegenschaften und Gewerbeeinheiten sowie Produktionshallen professionelle Stromzähler. Diese erfassen die Energie in Kilowattstunden (kWh) und existieren als Wechselstromzähler oder Drehstromzähler.

    Wechselstromzähler

    Die Zähler summieren die elektrische Wirkleistung und errechnen anhand dieses Wertes, wie viel Energie geflossen ist. Wechselstromzähler können nur einen stromführenden Leiter (Phase) messen und das bis maximal 230 Volt. Damit sind sie ideal für Wohngebäude und Büroanlagen geeignet. Höhere Spannungen sind hier nicht gefragt.


    Drehstromzähler

    In Unternehmen, die beispielsweise Werkstätten unterhalten und mit schweren Maschinen arbeiten, liegen bei der Produktion oft höhere Spannungen an. Drehstromzähler können diese verarbeiten. Zugleich dürfen bis zu drei Phasen anliegen. In der Industrie sind diese Stromzähler die Norm.


    Smart Meter

    In alten Gebäuden sind noch sogenannte Ferraris-Wechselstromzähler im Einsatz, die mit einer mechanischen Drehscheibe arbeiten. In Neubauten sind inzwischen Smart Meter verpflichtend. Sie verfügen über ein digitales Display und die Möglichkeit zur Fernablesung. Smart Meter gibt es sowohl für Wechsel- als auch Drehstromzähler.



    Unser Praxistipp: Energiekosten sparen – So geht's!

    Mit der Hilfe von Messgeräten können Sie bares Geld sparen, denn eine Voraussetzung zum Stromsparen ist es, große Verbraucher zu kennen. Indem Sie die aufgezeichneten Daten analysieren, kommen Sie versteckten "Stromfressern" auf die Schliche und können entsprechend reagieren, indem Sie zum Beispiel energieeffizientere Modelle anschaffen. 

    Generell ist es vorteilhaft, sämtliche Geräte in Privathaushalten oder Unternehmen vollständig abzuschalten, wenn sie nicht in Gebrauch sind und nicht im Stand-by-Modus zu betreiben, da auch dieser Energie verbraucht. Ein weiterer Bereich, der viel Potenzial zum Stromsparen bietet, ist die Beleuchtung, sei es in Unternehmen oder zu Hause. Es zahlt sich beispielsweise aus, auf energiesparende LEDs umzusteigen, statt herkömmliche Glühbirnen zu verwenden. 



    Wann sollten Geräte zur Energiekosten-Erfassung geeicht sein?

    Wer nur für die private Kostenberechnung die eigenen Energiekosten sehen möchte, benötigt keine Eichung. Anders sieht es bei gewerblichem Gebrauch aus. Sobald Unternehmen die erhobenen Daten für die Energiekostenabrechnung einer Kostenstelle nutzen, müssen die Geräte eine sogenannte MID-Zulassung besitzen. Unter MID versteht man das europäische Mess- und Eichgesetz. MID-konforme Stromzähler haben rechtlichen Bestand vor Gericht.

    Ist ein Gerät bei Kauf geeicht, besteht eine Pflicht zur regelmäßigen Überprüfung der Messgenauigkeit. Insofern noch mechanische Zähler im Einsatz sind, erfolgt die nächste Eichung nach spätestens 16 Jahren. Bei einem Smart Meter wird der Zeitraum bei acht Jahren angesetzt, da die Elektronik empfindlicher ist.

    Wichtig hierbei: Der Zeitpunkt der Installation zählt als Startpunkt. Selbst wenn ein Zähler in der Praxis eine kürzere Einsatzzeit aufweist, da er zwischenzeitlich deaktiviert war, muss die Eichung zum festgelegten Termin erfolgen.