Wissenswertes zu Ladegeräten

Was haben ein Smartphone, eine Kamera und ein Auto gemeinsam? Damit sie funktionieren, benötigen sie eine wiederaufladbare Batterie beziehungsweise einen Akku. Wie Sie das richtige Akku-Ladegerät finden und auf welche Kriterien Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Ladegeräte im Überblick

Es gibt heutzutage eine umfangreiche Auswahl vieler verschiedener Akku-Ladegeräte. Da den Überblick zu behalten, kann ganz schön knifflig sein. Um Ihnen die Suche nach dem richtigen Modell für Ihre Zwecke zu erleichtern, stellen wir Ihnen die wichtigsten Arten von Ladegeräten zunächst einmal kurz vor.

Ein Ladegerät für das Handy hat vermutlich jeder zuhause: Diese kompakten Steckerladegeräte können Smartphones, Tablets und andere kompatible Geräte über Micro-USB oder USB-C schnell wieder aufladen. Als praktisch insbesondere unterwegs, wenn keine Steckdose in der Nähe ist, erweist sich eine Powerbank, mit der Sie Ihr Mobiltelefon oder andere Geräte ebenfalls aufladen können. Dabei handelt es sich um einen kompakten Akku, der unterwegs als Handy-Ladegerät oder für sonstige mobile Endgeräte fungiert. Aktuelle Mobiltelefone lassen sich zudem drahtlos mit einem Induktionsladegerät mit Strom versorgen. USB-Ladegeräte erlauben das Laden von einem oder mehreren Geräten über USB-Kabel. Es gibt sie als Stecker-, Tisch- und Einbaugeräte. Ebenfalls erhältlich sind spezielle Kfz-Adapter, die beispielsweise das Laden eines Smartphones im Auto ermöglichen, falls dort kein USB-Anschluss vorhanden ist.

Doch damit ist die Auswahl lange nicht erschöpft. Wenn Sie in Ihrer Wohnung beispielsweise eine Wanduhr mit Micro-AAA-Akku verwenden, benötigen Sie einen sogenannten Rundzellen-Lader. Je nach Modell können diese Geräte Akkus verschiedener Größe wie zum Beispiel Mignon AA oder AAA Micro laden. Sie benötigen dann nur ein Akku-Ladegerät für alle im Haushalt eingesetzten Ni-MH/Ni-CD Akkus.

Viele Kameras besitzen spezielle Akkus, für die es auch besondere Ladegeräte gibt, die für eine zuverlässige und schonende Aufladung der Energiezelle sorgen. Ältere Produkte der Firma Apple benötigen ebenfalls proprietäre Ladeadapter. Dies trifft beispielsweise auf Geräte mit 30-poligem- oder Magsafe-Stecker zu. Neuere Modelle setzen dagegen auf den USB-C-Standard und sind nicht mehr zwangsläufig auf ein Ladegerät von Apple angewiesen. Auch für mit Akku betriebenes Werkzeug gibt es die passenden Akku-Ladegeräte. Hochwertige Maschinen enthalten in der Regel langlebige Lithium-Ionen-Akkus, die meist herstellerspezifische Ladestationen erfordern.

Nicht zu vergessen: Ladegeräte für Kfz und Lkw-Batterien und Batterieladesysteme. In Fahrzeugen werden gewöhnlich Blei-Säure-Akkus verbaut, die mit einem mit Krokodilklemmen versehenen Ladekabel aufgeladen werden. Bleiakku-Refresher können die Kapazität der Batterie nach längerem Gebrauch wieder vergrößern, indem Sulfatablagerungen gemindert werden. Für abseits von Fahrzeugen verwendete Batterien sind spezielle Bleiakku-Ladegeräte erhältlich.

Im Trend liegen darüber hinaus kompakte Brennstoffzellen, die über USB angeschlossene Geräte aufladen können. Der Strom wird mit Wasserstoff oder Methanol erzeugt. Besonders umweltschonend sind daneben Solarladegeräte. Sie besitzen eine großformatige integrierte Batterie, die durch Sonnenenergie gespeist wird und im aufgeladenen Zustand andere Geräte mit Energie versorgen kann. Ein thermoelektrischer Generator erzeugt elektrische Energie auf Basis des sogenannten Seebeck-Effekts. Dabei werden in der Grundplatte mehrere thermoelektrische Module verbaut. Mit der Erhitzung der Grundplatte wird durch die Temperaturdifferenz zu dem darüber liegenden Behälter, der mit Wasser befüllt ist, die Elektrizität erzeugt. Zu guter Letzt sind noch verschiedene universell einsetzbare Lade- und Entladegeräte sowie modellspezifische Modellbau-Ladegeräte erhältlich. Außerdem finden Sie in unserem Shop eine große Auswahl an Zubehör für Ladegeräte.

Wichtige Kriterien beim Kauf von Ladegeräten

Beim Kauf von Batterieladegeräten beziehungsweise Akku-Ladegeräten gibt es einiges zu beachten. So sind Ladegeräte gewöhnlich untereinander nicht kompatibel; ein Li-Ion Ladegerät kann zum Beispiel keinen Blei-Säure-Akku laden. Sie benötigen zwingend ein Akku-Ladegerät, das zu den von Ihnen verwendeten Akku-Typen passt. Weiterhin ist auf einen ausreichenden Ladestrom zu achten; dies gilt speziell für Schnell-Ladegeräte für Handys. Bei Rundzellen-Ladegeräten sollte darauf geachtet werden, dass die benötigte Akku-Größe unterstützt wird und ausreichend Ladeplätze bereitstehen. Wenn Endgeräte mit eingebautem Akku aufgeladen werden sollen, benötigen Sie passende Adapter-Kabel (Micro-USB, USB-C etc.), um Ihr Tablet oder Smartphone mit dem Ladegerät zu verbinden. Speziell bei älteren Geräten der Firma Apple kommen proprietäre Stecker zum Einsatz. Auch beim Funktionsumfang gibt es einiges zu berücksichtigen: Mobile Ladegeräte sollten zum Beispiel robust und gegen Spritzwasser geschützt sein, damit es unterwegs nicht zu einem Kurzschluss kommt.

Das Netzkabel muss so dimensioniert sein, dass das Ladegerät am vorgesehenen Standort verwendet werden kann. Informieren Sie sich, ob für Lkw oder Pkw Batterien eventuell spezielle Adapter erforderlich sind. Bei Ladegeräten für Modellbau-Akkus können spezielle Zusatzfunktionen wie Status-Displays sinnvoll sein. Wenn Sie Wert auf eine lange Lebensdauer Ihres Akku-Ladegerätes und Ihrer Batterien legen, sollten Sie zu einem intelligenten Ladegerät greifen. Im Gegensatz zu einfachen Ladegeräten überwachen diese den Ladevorgang und schalten automatisch ab, um ein Überladen der Batterien zu verhindern. Zusätzlich verfügen die intelligenten Modelle häufig über eine Akku-Defekt-Erkennung, ein integriertes LC-Display, das über Ladezustand und Ladestrom informiert oder zumindest über eine LED-Anzeige.

Unser Praxistipp: Smartphone Akkus richtig laden

Der Ladezustand Ihres Handys sollte bei Li-Ion-Akkus im Idealfall immer im Bereich zwischen 20 und 80 Prozent liegen, um den Verschleiß zu begrenzen. Zwar bleiben Lithium-Ionen-Akkus im Gegensatz zu NiCD-Akkus vom gefürchteten Memory Effekt verschont, dennoch weisen auch sie eine begrenzte Anzahl an Ladezyklen auf. Um den Handy-Akku zu schonen, sollten Sie zudem das Netzteil nach erfolgtem Ladevorgang aus der Steckdose ziehen.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Ladegeräten

Was versteht man unter Tiefenentladung?

Unter einer Tiefenentladung versteht man eine Entladung, die über das vorhergesehene Maß eines Akkus hinausgeht und stark unter die Nennspannung der Batterie abfällt. Viele aktuelle Geräte bieten zwar Schutzschaltungen, die für eine automatische Abschaltung sorgen, bevor eine Tiefenentladung stattfindet, jedoch längst nicht alle. Sie sollten daher ein mit Akku betriebenes Gerät niemals komplett entladen lassen. Speziell Lithium-Akkus können bereits nach einer Tiefenentladung irreparabel beschädigt sein. Grundsätzlich gilt: Egal, ob es sich um Blei-, Li-Ionen-, NiCd- oder NiMH Akkus handelt, eine Tiefenentladung gilt es zu vermeiden.

Wie lagere ich Akkus richtig?

Die richtige Lagerung eines Akkus ist vom Typ abhängig. Nicht genutzte Lithium-Ionen-Akkus sollten im Idealfall bei einem Ladezustand zwischen 30 bis 50 Prozent und an einem möglichst kühlen Ort aufbewahrt werden. Der Lebenszeit abträglich sind hohe Temperaturen und eine Lagerung im vollgeladenen Zustand. Auch Ni-MH und NiCD-Akkus sollten an einem kühlen Ort gelagert werden. Der Ladestand darf allerdings niedriger ausfallen, 30 bis 40 Prozent sind ideal. Aufgrund der schnelleren Selbstentladung ist bei einer längeren Lagerdauer ein Nachladen empfehlenswert, um eine Tiefenentladung zu vermeiden. Dagegen sollten Bleiakkus immer voll aufgeladen sein. Auch in diesem Fall findet eine kontinuierliche Selbstentladung statt, was ein gelegentliches Nachladen bei längerer Lagerung erforderlich macht.

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