Wissenswertes zu Lernbausätzen und Experimentierkästen

Vielen Schülerinnen und Schülern fällt das Lernen leichter, wenn sie erworbenes theoretisches Wissen unmittelbar praktisch anwenden können. Das gilt nicht nur für den Nachwuchs, sondern auch für wissbegierige Erwachsene. Mithilfe von Lernbaukästen und Experimentierkästen gestaltet sich das Lernen in Bereichen wie Technik und Elektronik abwechslungsreich und einprägsam, egal ob zu Hause oder in der Schule.

Was sind Lernbausätze und Experimentierkästen?

Lernbausätze und Experimentierkästen sind vorgefertigte Bastel- und Testsets, die dazu dienen, komplexe Themenfelder und Unterrichtsfächer wie Elektronik und Technik anhand praktischer Übungen zu veranschaulichen. Klassische Unterrichts- und Lehrkonzepte gehen oft mit langen Theorieeinheiten einher. Die Dichte an Informationen macht es für einige Schülerinnen und Schüler schwer, Zugang zu anspruchsvollen Themen wie Technik oder Elektronik zu finden und sich kürzlich Erlerntes dauerhaft zu merken.
Lernbausätze vermitteln Wissen, indem sie weitreichende Themenfelder anhand einer sehr konkreten Anwendung erklären. Durch den Bau einer funktionierenden Mühle für eine Fensterbank lernen Wissbegierige beispielsweise grundlegende Prinzipien und Aspekte der Wind-Energie, ohne sich durch endlose Kapitel eines Physiklehrbuches wälzen zu müssen. Dazu enthalten Bausätze alle nötigen Einzelteile einer vergleichsweise einfachen Konstruktion beziehungsweise eines Gerätes und eine dazugehörige Anleitung für den Aufbau.

Experimentierkästen verfolgen das gleiche Ziel. Auch sie sind dazu konzipiert, theoretisches Wissen portioniert und nachvollziehbar zu veranschaulichen. Allerdings legen sie den Fokus in geringerem Maße auf die Beschaffenheit einer Konstruktion und ihrer Einzelteile. Stattdessen sollen die Forscher-Sets zum Experimentieren einladen, damit alte und junge Wissbegierige durch Eigenbeteiligung abstrakte Prinzipien der Natur entdecken.

Welcher Arten von Bausätzen und Kästen zum Experimentieren gibt es?

Bausätze sind eine Zusammenstellung vorgefertigter Einzelteile, die mithilfe einer Anleitung zusammengebaut werden. Dadurch gewähren sie Einblick in die Funktionsweise technischer Prozesse und Apparate. Ein klassisches Beispiel für solche Kits sind Roboter Bausätze, zum Beispiel für motorisierte Arme oder kleine Fahrzeuge. Viele dieser Lernbausätze beinhalten für die Robotik typische Komponenten wie Motoren, Platinen, Getriebe, Metallgestelle und Plastikabdeckungen. Werden alle Teile korrekt zusammengefügt, ergeben sie am Ende einen voll funktionsfähigen Roboter, der sich für verschiedene Aufgaben verwenden lässt. Viele Hersteller bieten über darüber hinaus Roboter Bausatz Zubehör an. Damit lassen sich Aufbau und Funktionsweise einiger Roboter erweitern und weitere Aspekte des Fachgebiets erlernen.

Experimentierkästen, Lernpakete und Baubücher überschneiden sich inhaltlich in gewisser Weise mit Lernbausätzen. Insbesondere Lernpakete ähneln ihnen insofern, als der Aufbau eines bestimmten Apparates zentraler Bestandteil des Angebots ist. Experimentierkästen und Baubücher weisen jedoch klare Unterschiede auf. Bei Experimentierkästen handelt es sich um relativ einfach aufzubauende Sets zum Experimentieren. Der Gebrauch des fertigen Kastens ist bedeutender als seine Konstruktion. Mit Chemiebaukästen können Schülerinnen und Schüler beispielsweise unter Anleitung chemische Reaktionen auslösen, um sich mit den Grundlagen der Chemie vertraut zu machen. Andere Experimentierkästen legen mehr Wert auf Beobachtungsgabe als auf Partizipation, zum Beispiel solche mit Bezug zur Natur wie Insektenhotels.
Baubücher sind dagegen erweiterte Nachschlagewerke. Ihnen sind kleinere Bauteile und Komponenten beigefügt, mit denen Leserinnen und Leser den geschilderten Stoff unmittelbar praktisch nachvollziehen können. Durch ihr kompaktes Format sind sie bei weitem nicht so umfangreich oder Komplex wie andere Lernbausätze und Experimentierkästen zu ähnlichen Themen. Im Gegenzug führen sie etwas tiefer in den Stoff zu Themen wie Elektronik und Technik ein.

Unser Praxistipp: Mit der Praxis beginnen

Der große Vorteil von Lernbausätzen und Experimentierkästen ist, dass sie Wissbegierige ansprechen, die sich mit zu viel theoretischem Stoff schwertun. Deswegen kann es in Einzelfällen durchaus ratsam sein, sie nicht erst mit Lehrbüchern zu konfrontieren, sondern gleich mit einem spannenden Bausatz in einen Themenbereich einzuführen. So entsteht das Gefühl einer Überforderung erst gar nicht. Stattdessen entdecken Schülerinnen und Schüler spielerisch die Materie, machen sich mit ihr vertraut und erfahren ganz von allein einen spürbaren Wissens-Kick. Das macht beispielsweise ein Elektronik-Starter-Set zum Bau einer Rakete zur optimalen Vorbereitung für eine Unterrichtseinheit zu Schwerkraft, Trägheit und anderen Naturgesetzen.

FAQ - häufig gestellte Fragen zu Bausätzen zum Lernen und Experimentierkästen

Welcher Baukasten eignet sich am besten für meine Zwecke?

Ein erster Indikator für die Tauglichkeit eines attraktiven Experiments oder eines Lernpakets ist das Alter des Nutzers. Die Kits variieren stark in Komplexität, Anspruch und Umfang. Wer zum falschen Angebot greift, kann ein Kind überfordern oder einen Heranwachsenden unterfordern. Deshalb sind die meisten Produkte mit einer Altersempfehlung versehen, die in der Regel auf der Verpackung beziehungsweise auf der Produktseite in unserem Shop vermerkt ist. Darüber hinaus geben die Namen einiger Kits Auskunft über ihre vorgesehene Zielgruppe, Bezeichnungen wie "Schülerlabor Grundschule" oder der Zusatz "Starter-Set". Bei alledem handelt es sich aber nur um Empfehlungen. Entscheidend sind letztlich die Vorlieben und Erfahrungen der Schülerin oder des Schülers. So verlangen kurzweilige physikalische Versuche mit einem Experimentierkasten für Baumhaus-Abenteuer beispielsweise weniger Geduld ab als die Aufgabe, einen funktionstüchtigen Hydraulik-Arm zu konstruieren, obwohl beide Sets eine ähnliche Altersempfehlung haben.

Worauf ist bei dem Kauf von Bausätzen zum Lernen und Experimentierkästen zu achten?

Vor dem Kauf von Bausätzen oder Sets zum Experimentieren ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, für wen oder was sie vorgesehen sind. Natürlich spielt das Alter, der Lerntyp und das Interessengebiet der Schülerinnen und Schüler eine große Rolle. Abgesehen davon gibt es noch ein paar andere relevante Faktoren für eine Entscheidung. Zum einen setzen unterschiedliche Angebote unterschiedliches Zubehör voraus. Utensilien wie Batterien und Klebstoff sowie Werkzeug wie Lötkolben oder Hammer liegen einigen Sets nicht bei, obwohl sie für Sets zu Technik und Elektronik oftmals unabdingbar sind. Des Weiteren ist zu beachten, in welchem Rahmen beziehungsweise wie lange ein Set zum Einsatz kommen soll. Beim Aufbau einiger Baukästen werden Teile gelötet oder anderweitig fest verbaut, weshalb sie sich nicht mehr auseinanderbauen lassen, um sie ein zweites Mal zu verwenden. Viele Experimentierkästen bieten dagegen wiederholte Lernmöglichkeiten, wobei bestimmte Substanzen und Materialien im Laufe der Zeit gegebenenfalls nachgekauft werden müssen.

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