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    Ratgeber

    ISDN-Telefone » Weiterhin guter Standard für Unternehmen

    Das ISDN-Telefon ist ausgestorben? Das stimmt so nicht. Der internationale Standard für das digitale Telekommunikationsnetz ist weiterhin verbreitet und bietet gerade für Unternehmen echte Vorteile.

    Was bedeutet das Kürzel? Wie werden ISDN-Telefone vernetzt und welche Funktionen stehen nach der Einrichtung der Telefonanlage offen? Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen.



    Was ist ein ISDN-Telefon?

    Das Kürzel ISDN steht für „Integrated Services Digital Network“. Das ist eine Technik, die sich in den 1980er-Jahren immer stärker gegen die analoge Telefonie durchsetzte. Statt Gespräche über einen analogen Telefonanschluss zu übertragen, nutzen ISDN-Geräte das digitale Netzwerk. Die Kommunikation wurde dadurch rausch- und insgesamt verlustfreier. Schnell hatte das Analogtelefon daher ausgedient.

    Nicht nur ermöglichten ISDN-Anschlüsse aber eine bessere Sprachqualität. Ferner war es zum ersten Mal möglich, mehrere Gespräche gleichzeitig zu verbinden. Mit Analogtelefonen war das bis dahin nicht möglich, was Telefonkonferenzen undenkbar gemacht hatte.

    Auch andere Daten konnten über ISDN nun schneller übermittelt werden, beispielsweise über die Einbindung von Anrufbeantwortern oder Faxgeräten. Dieser Vorzug revolutionierte die Arbeitsweise vieler Firmen.

    Betraten zum Ausklang des 20. Jahrhunderts viele Menschen über die ISDN-Telefonanlage erstmals auch das Internet, hat sich dieser Schwerpunkt inzwischen verschoben. Das ISDN-Telefon ist heute noch im Einsatz, bekam im Bereich der Internet-Telefonie jedoch Konkurrenz durch DSL. In den meisten Regionen hat sich DSL als Standard durchgesetzt, da es schneller arbeitet als ISDN. Abseits der herkömmlichen Internetnutzung ist ISDN jedoch nicht komplett verdrängt worden, da sie im Bereich der Telefonie eigene Vorzüge bietet.



    Wie funktioniert ISDN?

    Im Vergleich zu analogen Geräten bieten Telefone mit ISDN einen großen Leistungsumfang. Der entscheidende Vorteil: Mehrere Dienste können parallel über einen ISDN-Anschluss genutzt werden. Dafür bedarf das System aber erst einer Installation vor Ort. 

    Das Herzstück ist dabei der ISDN-Basisanschluss. Von hier aus geht die Schnittstelle S₀-Bus ab, an der eine Vierdraht-Verkabelung anliegt. Dabei ist jeweils eine Doppelader pro Kommunikationsrichtung vorgesehen – also zum Senden und Empfangen.

    Nicht zu verwechseln: S₀-Bus versus S0-Schnittstelle

    Nahezu identisch geschrieben wird die S0-Schnittstelle. Ausgesprochen als „S-Null-Schnittstelle“ handelt es sich dabei aber um eine andere Schnittstelle, die im Bauwesen im Rahmen der Gebäudeautomatisierung zum Einsatz kommt.

    Die Schnittstelle S₀-Bus versetzt Unternehmen in die Lage, interne Telefone kostenfrei miteinander zu verbinden. So können Sie innerhalb einer Telefonanlage ohne weitere Gebühren kostenfrei telefonieren.

    Es gibt praktische Kombidosen, über die Sie sowohl analoge Endgeräte als auch DSL- und ISDN-Geräte verbinden können. Dabei müssen Sie aber nicht länger mehrere Dosen installieren, was Platz und Geld spart.

    Egal ob über ein schnurloses oder schnurgebundenes Telefon: ISDN lässt sich über die entsprechenden Verteiler auch in eine bestehende Internet- und Telefonanlage vor Ort integrieren

    Telefone mit ISDN an einen Router anzuschließen, ist gängige Praxis. Über den ISDN-Port am Router werden die Geräte zum Teil der Anlage.



    Welche Funktionen bietet ISDN dem Anwender?

    Wer einen ISDN-Mehrgeräteanschluss nutzt, kann zehn Rufnummern ins System aufnehmen. Abgekürzt wird dies mit MSN für „Multiple Subscriber Number“. Das ist von enormem Vorteil für Unternehmen, die analoge Geräte vernetzt wissen möchten. Denn damit können Sie ohne großen Aufwand interne Konferenzen führen.

    Neben der Nummernanzeige auf dem Display können Sie unterschiedliche Klingeltöne für individuelle Anrufer festlegen. Damit wird Ihnen bereits akustisch angezeigt, welcher Ihrer registrierten Kontakte gerade anruft.

    Darüber hinaus erfolgt auf Wunsch auch eine Rufumleitung, die weltweit erfolgen und natürlich auch schnurlose ISDN-Telefone im Mobilnetz als Zielnummer definieren kann.

    Auch eine Anklopfen-Funktion ist Teil vieler Anlagen. Diese signalisiert Ihnen während eines laufenden Gesprächs, dass gerade eine andere Person anruft. Über die Funktion Rückruf kann ein ISDN-Telefon zudem Rückmeldung erstatten, wenn ein gewählter Anschluss wieder frei ist. Allein über das Abnehmen des Hörers wird dann eine Verbindung aufgebaut.

    Nicht nur Telefone, Anrufbeantworter und Faxgeräte eignen sich derweil für das Netzwerk. Auch eine Türsprechanlage kann beispielsweise über das System einbezogen werden. Klingelt es am Eingang, erfolgt eine Weiterleitung des Signals ans Telefon, das ein Gespräch aufbaut. Mittels Tastenkombination kann dann selbst der Türöffner vom Schreibtisch aus betätigt werden.

    Begriffserklärung: Schnurloses Telefon/DECT-Telefon

    Wer schnurlos telefonieren möchte, nutzt ein DECT-Telefon. DECT steht für „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“ und nutzt Funktechnik. Über Funk kann das schnurlose Universal-Mobilteil mit der DECT-Basis kommunizieren. Die dabei auftretende Strahlung wird über einen ECO-Modus reduziert.



    Wann lohnt sich der Einsatz von ISDN?

    Für Privatpersonen oder im Home-Office ist ISDN nicht mehr besonders relevant. Zuhause eignet es sich maximal als Familiennetzwerk, über das Sie beispielsweise aus der Küche im Kinderzimmer anrufen und den Nachwuchs zum Abendessen rufen können.

    Fakt ist, dass bis 2020 ein Großteil der schnurgebundenen und schnurlosen Telefone auf IP-Telefonie umgestellt wurde. IP-Anschlüsse setzen auf die Internet-Protokoll-Telefonie. Synonym ist auch VoIP bekannt – das steht für „Voice over IP“ und ermöglicht eine Sprachübertragung über das Internet. Dass dies aber auch klassisches Surfen, E-Mails und Fernsehempfang ermöglicht, betont die Abkürzung All-IP.

    Gerade für Unternehmen kann es sich dennoch lohnen, in Teilen weiterhin auf ISDN zu setzen. Werden zudem noch ISDN-fähige Geräte im gesamten Firmengebäude genutzt, kann die Umstellung aufwendig und kostenintensiv ausfallen.

    Fazit: Für den schnellen Zugang zum Internet ist ISDN zwar lange nicht mehr die erste Wahl, doch der sonstige Leistungsumfang kann sich immer noch sehen lassen. Gerade in puncto Telefonie und firmeninterne Vernetzung kann so ein Anschluss immer noch waschechte Vorteile in Ihr Unternehmen bringen.

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