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Druck-Messgeräte

Druckmessgeräte – auch Manometer genannt – ermitteln und zeigen oder dokumentieren die physikalische Größe Druck einer Flüssigkeit oder eines Gases/Gasgemisches an ...

     

     

Was sind Druckmessgeräte?

Druckmessgeräte – auch Manometer genannt – ermitteln und zeigen oder dokumentieren die physikalische Größe Druck einer Flüssigkeit oder eines Gases/Gasgemisches an, entweder im Verhältnis zu seiner Umgebung oder als Absolutwert. Die Einheit des Drucks ist Pascal (Abkürzung Pa) oder Bar. In der Praxis werden Bar-Werte für höheren und Pascal-Werte für geringeren Druck verwendet.

Umrechnungstabelle mit ausgewählten Werten von Pascal zu Bar:

Pascal

Hektopascal

Millibar

Bar

1 Pa

0,01 hPa

0,01 mbar

0,00001 bar

100 Pa

1 hPa

1 mbar

0,001 bar

10.000 Pa

100 hPa

100 mbar

0,1 bar

1.000.000 Pa

10.000 hPa (1 MPa)

10.000 mbar

10 bar

Viele Geräte, die Sie im Shop von Conrad finden, sind umschaltbar auf andere Druckmesseinheiten und die imperialen Einheiten wie Pfund per Quadrat-Inch (psi), Quecksilbersäule in mm (mmHg) oder Inch (inHg), Wassersäule in cm (cmH2O) oder Fuß (ftH2O).

Wie funktionieren Druckmessgeräte?

Zum Messen des Drucks nimmt ein Messfühler den Druck auf und leitet ihn auf mechanischem oder elektronischem Wege an ein Anzeigegerät weiter. Zur Erfassung des Drucks gibt es verschiedene Systeme, die physikalische Größen auswerten, die durch Druckänderungen an elektrischen Bauelementen auftreten. Das können sein:

Widerstandsänderungen durch Dehnung, auch piezoresistive Messung genannt: Veränderbare Widerstände sind an der Druckmessmembran angebracht und ändern ihren Wert durch Dehnung oder Stauchung.

Spannungsänderungen durch Piezoeffekte: Die Druckveränderung erzeugt durch eine Ladungstrennung eine elektrische Spannung in einem Kristall.

Kapazitätsänderungen: Zwei Platten, ähnlich einem Kondensator, verändern ihren Abstand zueinander, wobei sich der Kapazitätswert ändert.

Induktivitätsänderung: Ein Magnetanker verändert seine Lage gegenüber Spulen, wodurch sich der Induktivitätswert ändert.

Der sogenannte Hall-Effekt: Er beschreibt Änderungen in einem Leiter, der sich in einem Magnetfeld befindet, das durch Druckausübung verändert wird.

Ältere Druckmessgeräte sind rein mechanisch konstruiert, wie Barometer, Rohr- oder Plattenfeldmanometer. Diese Bauformen finden bei den in unserem Shop verfügbaren Geräten keine Anwendung mehr.

Die Bauausführung eines Druckmessgerätes hängt unter anderem von den zu beurteilenden Medien ab, denn die Messelemente dürfen nicht durch chemische Einflüsse oder Reaktionen beschädigt werden. Weiterhin gibt es Geräte für den stationären Betrieb und mobile Messgeräte. Einige Modelle haben eine magnetische Rückseite, um sie temporär an magnetisch haftenden Oberflächen befestigen zu können. Zudem gibt es Druckmessgeräte, die für den Anschluss externer Sensoren ausgelegt sind, so dass damit verschiedene Druckmessaufgaben erledigt werden können. Viele Geräte verfügen über Schnittstellen, die eine Weiterverarbeitung und/oder Aufzeichnung der Messwerte mittels eines angeschlossenen PCs ermöglichen.

Im Angebot von Conrad sind hochqualitative Druckmessgeräte für verschiedene Einsatzgebiete erhältlich, die nach diversen Kriterien ausgewählt werden können:

Messgrößen: beschreibt die zu messenden Medien wie Flüssigkeiten, nicht aggressive und korrosive Gase (einschließlich Luft)

Druckverhältnis: Absoluter Druck beschreibt den Druck gegenüber einem absoluten Vakuum, während der relative Druck immer gegenüber dem Druck der Umgebung gemessen wird.

Druckmessbereich: von - 7.000 bis + 7.000 bar (entspricht - 700 bis + 700 Megapascal)

Kalibrierung: DAkkS, ISO oder Werksstandard (ohne Zertifizierung)

Messgenauigkeit: von 0,002 bar bis 2 % Messtoleranz

Besonderheiten: Ausstattung mit Edelstahlsensoren, integrierten Datenloggern zur Langzeitüberwachung sowie Höhen- und Temperaturmessfunktionen, magnetischer Rückseite

Für die angebotenen Druckmessgeräte gibt es ausführliche Datenblätter, die exakte Aussagen zu allen technischen Parametern, anschließbarem Zubehör und verfügbaren Mess-Modi bereithalten. Diese stehen Ihnen auf der jeweiligen Produktseite im Conrad-Shop zum Download zur Verfügung. 

Einsatzbereiche für Druckmessgeräte 

Druckmessgeräte werden eingesetzt, um

die Belastung von druckführenden Behältern und Leitungen zu prüfen oder dauerhaft zu überwachen

bei Unter- beziehungsweise Überdruck zu warnen oder deswegen Prozesse zu verändern beziehungsweise zu regulieren, ab- oder zuzuschalten, die Einfluss auf den Druck haben

Geräte für die Abgabe oder Aufnahme eines Mediums unter Druck zu kalibrieren oder zu überprüfen, zum Beispiel eine Reifenfüllanlage einer Tankstelle

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Druckmessgeräten

Was ist beim Einsatz von Druckmessgeräten zu beachten?

Bei der Arbeit mit Medien unter Druck ist immer auf Sicherheit zu achten. Vor dem Verbinden oder Trennen von Druckmessgeräten mit der Messstelle sollte Druckfreiheit gewährleistet sein. Das kann durch zwischengeschaltete Ventile oder vorherige Druckfreimachung der Leitung oder des Behälters erfolgen.

Wie lange hält ein Druckmessgerät?

Die Lebensdauer beträgt zirka zehn Jahre, ist aber im Detail von vielen Faktoren abhängig. Dazu gehören Einsatzhäufigkeit, Umweltbelastungen am Einsatzort sowie Aufbewahrung und Pflege des Gerätes. Weiterhin spielt die Kompatibilität der Auswerte-Software mit den gängigen PC-Systemen eine Rolle. Es gibt Hersteller, die bei jährlicher Wartung der Druckmessgeräte durch den Hersteller eine Funktionsgarantie bis zu 15 Jahren geben.

Wie kann ich ein defektes Druckmessgerät erkennen?

Eine fehlende Anzeige im Display weist in den meisten Fällen auf eine nicht funktionierende Stromversorgung hin.

Aufgrund von mechanischem Verschleiß können die Messanschlüsse oder -adapter sowie die Anschlüsse für Prüfleitungen und -sensoren undicht werden, so dass das zu messende Medium (hörbar und/oder sichtbar) entweicht.

Bei einer nicht funktionierenden Schnittstelle zum PC: Überprüfen Sie die Kompatibilität des Druckmessgerätes mit der verwendeten Software beziehungsweise dem Betriebssystem des PCs und ob der Anschluss verschmutzt/oxidiert ist.

Ausgewählte Hersteller und Marken

Beha Amprobe: Die bekannte deutsche Marke BEHA und das amerikanische Amprobe produzieren diverse Messgeräte. Firmensitz ist in Glottertal.

Extech ist seit 1971 auf Test- und Messgeräte für professionelle Anwendungen und für den Heimwerkerbereich spezialisiert. Hauptsitz ist im US-Bundesstaat New Hampshire.

Fluke ist ein weltweit agierendes US-amerikanisches Industrieunternehmen, das elektronische Messgeräte herstellt. 

GHM Greisinger: Arbeitet seit 1980 in Regenstauf unter dem Dach der GHM Group an der Entwicklung und Produktion von Mess- und Regelgeräten sowie zugehöriger Sensorik.

Laserliner produziert Messgeräte für den professionellen und Heimwerkerbereich mit Firmensitz in Arnsberg.

Testo entwickelt und baut seit 1957 Mess- und Testgeräte für unterschiedlichste Anwendungen in Lenzkirch.

 
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