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Ratgeber

Aufputzsteckdosen » Einfachere Installation der Steckdosen

Aufputzsteckdosen sind in privaten Kellern und Garagen, auf dem Balkon und der Terrasse unverzichtbar. Im Businessbereich kommen sie in Werkstätten, Waschräumen und weiteren Feuchträumen zum Einsatz.

Was Aufputz- von Unterputz-Steckdosen unterscheidet und welche Kaufkriterien wichtig sind, zeigt unser Conrad-Ratgeber.



Was ist eine Aufputz-Steckdose?

Anders als Unterputz-Steckdosen, die in der Wand verbaut werden, sitzen Aufputz-Steckdosen auf der Wand. Daher muss für ihre Installation nicht ins Bauwerk eingegriffen werden. Das spart im Vergleich zur Unterputzverlegung Arbeitsaufwand und Kosten.

Zur Befestigung werden meist einfache Verschraubungen benutzt. In seltenen Fällen bieten Hersteller Klebeverbindungen für die Oberflächenmontage.

Da sie nicht im Unterputz sitzen, sind Aufputzsteckdosen bei gleicher Funktion optisch auffallender. Je nach Modell kann es sich um einzelne Steckdosen oder Mehrfachsteckdosen handeln. Letztere erinnern optisch an klassische Steckdosenleisten, sind aber an der Wand befestigt.

Wichtig ist die Unterscheidung in Modelle mit und ohne Klappdeckel. Sowohl im Außenbereich als auch in Feuchträumen und Werkstätten empfehlen sich Aufputzsteckdosen mit Deckel.

Dieser wird nur bei Bedarf aufgeklappt und sitzt ansonsten als Schutz vor der Steckdose. Dank Klappdeckel können Wasser, Staub, Späne und andere Partikel besser ferngehalten werden.



Installation: Welche Kabel sind für Aufputz-Steckdosen nötig?

Auch wenn sich die Montage an der Wand einfacher gestaltet, ist für die Installation wie auch beim Unterputz eine Elektrofachkraft gefragt.

Der Anschluss erfolgt im Normalfall über das Installationskabel NYM-J 3x1,5 Millimeter. Die 1,5 Millimeter geben den Leitungsquerschnitt an, die Zahl drei steht für die Anzahl der Leiter: Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter.

Für eine eindeutige Zuordnung bei der Installation sind die Leiter im Kabel farblich eindeutig voneinander abgegrenzt.

Der Außenleiter ist im Regelfall braun oder schwarz gefärbt, während der Neutralleiter in blauer Farbe gehalten ist. Der Schutzleiter hebt sich von beiden durch eine grüne oder gelbliche Färbung ab.



Welche Kaufkriterien sind bei Aufputzsteckdosen wichtig?

Um die passenden Aufputz-Modelle zu finden, gilt es vorab einige Kaufkriterien zu beachten.

An erster Stelle steht die Frage nach der Anzahl pro Installation. Sie müssen sich entscheiden, ob eine Einfach- oder Mehrfachsteckdose gefragt ist. Das Angebot variiert zwischen einem und vier Steckdosenplätzen pro Installation.

Wichtig ist, ob die Steckdose über zusätzliche Elemente wie eine Cat6-Buchse oder einen Anschluss für USB verfügen soll. In diesen Fällen kann ein Aufputz-Platz für mehr als nur die Stromversorgung genutzt werden.


Werden Aufputz-Modelle in Mehrzweckhallen eingesetzt, sollte zudem auf die Sicherheit nach DIN 18032 - 3 geachtet werden. Diese Norm regelt die Eigenschaften im Hinblick auf die Ballwurfsicherheit.

Sie besagt, dass Bauelemente wie Decken, Leuchten und Steckdosen nicht durch Ballwürfe beschädigt werden dürfen. Der Kunststoff einer Steckdosenleiste darf sich nicht verformen oder gar zerstört werden.

Gut zu wissen: Noch mehr Sicherheit

Fast immer werden Sie Schutzkontak-Steckdosen finden. Sie besitzen oben und unten je mittig sichtbare Schutzkontakte. Sinnvoll ist es, auf einen erhöhten Berührungsschutz als Ausstattungsmerkmal zu setzen, um die Gefahr für Unfälle zu verringern. Anbieter geben für ihre Modelle an, ob dieser Schutz integriert ist.


Zu den Kaufkriterien gehört auch die Farbe der Steckdosen. Da sie nicht im Unterputz verlegt werden, sondern als Aufputz gut sichtbar sind, werden dezente Farbgebungen bevorzugt. Neben schwarzem und weißem Kunststoff gibt es ebenfalls graue oder transparente Modelle.


Ein weiteres Kriterium ist die Wahl zwischen Modellen mit und ohne Schalter.

Die meisten Modelle arbeiten ohne Schalter. Ist jedoch ein Schalter verbaut, erlaubt dieser eine Wechselschaltung, um Verbraucherelemente wie eine Leuchte nur über das Betätigen des Schalters ein- oder auszuschalten.



Indoor und outdoor: Welche Schutzart braucht die Steckdose?

Häufig werden die folgenden Fragen gestellt: Können indoor und outdoor die gleichen Aufputz-Modelle genutzt werden? Und wann braucht man Feuchtraum-Steckdosen?

Im ersten Moment liegt der Gedanke nahe, dass Innenräume immer gleich zu behandeln sind.

Fakt ist jedoch, dass Zimmer mit erhöhter Luftfeuchte wie Badezimmer anderen Bedingungen als Wohnbereiche unterliegen. Im Außenbereich kommen Witterungsschwankungen hinzu.

Nicht jede Steckdose für die Aufputz-Montage darf im Außenbereich oder im Feuchtraum genutzt werden. Um für alle Bereiche die passende Steckdose im Aufputz zu installieren, muss vorab auf die Schutzart geachtet werden.

Liegt lediglich die Schutzart IP20 vor, sollte die Steckdose ausnahmslos in Wohnräumen und geschlossenen Aufenthaltsbereichen genutzt werden, da IP20 keinerlei Schutz vor Wasser bietet.

Die Mindestanforderung an Feuchtraum-Steckdosen und Feuchtraum-Schalter ist IP44. IP44 bringt einen allseitigen Schutz vor Spritzwasser mit sich.

In Badezimmer, Küche, Wäscheraum und Co. ist IP44 daher ideal. Da diese Schutzart auch feste Fremdkörper mit weniger als 1 Millimeter Durchmesser abhält, wird IP44 ebenfalls in der Garage und in Werkstätten empfohlen.

Für den Außenbereich kann IP44 allerdings zu wenig sein. Neben dem Schutz vor allseitigem Spritzwasser bietet IP54 daher eine staubgeschützte Konstruktion und sollte outdoor bevorzugt werden.

Praxistipp für Gemeinschaftsräume

Werden Geräte in Feuchträumen, Werkstätten oder anderen Bereichen genutzt, zu denen verschiedene Personen Zugang haben, können Aufputzsteckdosen mit abschließbarem Deckel genutzt werden.

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