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Wissenswertes zu Druckreglern

Druckregler erzeugen einen bestimmten Ausgangsdruck. Dabei können sie schwankende Eingangsdrücke kompensieren. Meist handelt es sich bei Druckreglern um Druckminderer, die empfindliche Anlagenteile vor Schäden durch Überdruck schützen. In pneumatischen Systemen sind Druckregler oft anderen Komponenten wie beispielsweise Kompressoren vorgeordnet, wodurch diese mit einem kontinuierlichen Betriebsdruck versorgt werden.

Dazu werden Druckregler verwendet

Druckregler haben den Zweck, einen festgelegten Betriebsdruck bereitzustellen, beispielsweise für einen Kompressor.Im industriellen und handwerklichen Bereich gibt es Druckregler für pneumatische und für hydraulische Anwendungen, also sowohl für Gase als auch für Flüssigkeiten. Eingebaut werden Druckminderer direkt in die Leitungssysteme.


Eine große Gruppe innerhalb der Druckregler sind die Druckminderer. Hierbei handelt es sich um Armaturen, die bei unterschiedlich starkem Eingangsdruck für einen konstanten Ausgangsdruck sorgen. Sie können dementsprechend auch dazu dienen, Druckschwankungen auszugleichen.

Wird ein Druckregler exakt an die Anforderungen eines Systems angepasst, sind sehr präzise Einstellungen des Ausgangsdrucks möglich.


So funktionieren Druckregler

Die für Druckluftanwendungen verwendeten Regler arbeiten üblicherweise nach dem Kolbenprinzip:

  • In der Ausgangsposition ist der untere Dichtungssitz zunächst geschlossen, da sich Regler- und Vorsteuerkolben in oberer Endlage befinden.

  • Sobald der Druckluftanschluss geöffnet wird, gelangt Luft in das Ventil des Kolbendruckreglers, trifft auf den Reglerkolben und strömt über eine Verbindungsbohrung weiter in dessen Inneres bis hin zum Vorsteuerkolben. Dabei entsteht eine Kraft im Druckregler, die bewirkt, dass sich der Dichtungssitz öffnet, wodurch wiederum ein Durchfluss ermöglicht wird.

  • Durch Bewegung des Reglerkolbens, die auf unterschiedliche Druckverhältnisse zurückzuführen ist, wird der Druck schließlich reguliert.

  • Via Verbindungsbohrung kann überschüssige Luft abgegeben und der Druck im Regler abgebaut werden.


Das gibt es bei der Auswahl eines Druckreglers zu beachten

Ob ein bestimmter Druckregler Ihre Anforderung erfüllt, können Sie anhand der folgenden Kriterien prüfen:

Betriebsdruck

Das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines geeigneten Druckreglers ist der maximale Betriebsdruck. Hier sind zwei Werte relevant: Der Primärdruck am Eingang des Druckreglers und der Sekundärdruck, den der Regler an seinem Ausgang bereitstellt für nachfolgende Komponenten im Leitungssystem.


Unser Praxistipp:

Üblicherweise arbeiten Anlagen im Regelbereich zwischen 10 und 20 bar, wobei der Druck am Eingang eines Druckminderers selbstverständlich höher ausfällt als der geregelte Sekundärdruck am Ausgang.


Betriebstemperatur

Die zulässige Betriebstemperatur der angebotenen Druckregler finden Sie in den technischen Daten der jeweiligen Produkte. Sie muss unbedingt eingehalten werden, damit die Druckregelung zuverlässig funktioniert.


Durchflussmenge/ Durchflussrichtung

Auch die maximale Durchflussmenge ist zu beachten. Während kleiner Regler rund 7 Liter pro Sekunde passieren lassen, bieten Regler mit größeren Kapazitäten teils einen Durchfluss von über 100 Litern pro Sekunde.

Die Durchflussrichtung ist in der Regel gerade, es gibt aber auch Druckregler mit abzweigender Fließrichtung, also Verteiler.

 


Anschlussoptionen

Für die Installation des Druckreglers in das Leitungssystem Ihrer Anwendung benötigen Sie passende Anschlüsse. Beachten Sie hier unbedingt die Anschlussdimension des Innengewindes. Diese betragen 1/2“, 1/4“ und 1/8“. Es gibt außerdem Druckregler, die sich direkt in die Leitung integrieren lassen oder einen modularen Aufbau gestatten.

Als praktisch für die laufende Kontrolle des Betriebsdrucks erweisen sich Druckregler mit integriertem Manometer oder solche, die den Anschluss eines externen Manometers als Druckmessgerät ermöglichen. Empfehlenswert ist zudem eine Überdrucksicherung.


Unser Praxistipp: Energie sparen

Die Erzeugung von Druckluft benötigt Energie und verursacht entsprechend Kosten. Um zum Beispiel Strom für die Erzeugung von Druckluft einzusparen, können Sie prüfen, inwieweit es möglich ist, den Systemdruck ein wenig abzusenken. Viele Werkzeuge arbeiten bereits bei einem Druck von 6 bar einwandfrei, eine Standardeinstellung von 10 bar würde hier nur unnötig Energie verbrauchen.

Zu beachten ist auch, dass schon kleinste Löcher den Druck in der Leitung mindern. Der dadurch verlorene Druck müsste dann aufwendig vom Regler nachjustiert werden. Jedes Leck sollte schnellstmöglich gefunden und geschlossen werden. Pfeift und zischt es sogar, sollten sie die Anlage außer Betrieb nehmen und einen Wartungstechniker kommen lassen.


FAQ – häufig gestellte Fragen

Lassen sich zur Druckeinstellung auch Membrandruckregler verwenden?

Das ist durchaus möglich, sofern es sich um einen Druckbereich von etwa 6 bis 8 bar handelt. Bei Niederdruckanwendungen arbeiten Membrandruckregler sehr präzise. Hier drückt die Feder auf eine (schneller reagierende) Membran mit einem mittig platzierten Dichtungselement und nicht auf einen Kolben, wie es bei Kolbendruckreglern der Fall ist.

In welchen Temperaturbereichen arbeiten Druckregler zuverlässig?

Beachten Sie in jedem Fall die Herstellerhinweise zur maximalen Gerätetemperatur, um Schäden und Funktionsausfall des Druckreglers vorzubeugen. Gerätetemperaturen von unter -20 °C und über 80 °C sind nicht zu empfehlen. Viele Regler sind bei frostigen Temperaturen oder bei Temperaturen oberhalb von 60 °C nicht zugelassen, da sowohl die Betriebsmedien als auch die Materialien, aus denen der Druckregler besteht, ihre Eigenschaften bei starken Temperaturschwankungen zu sehr ändern würden, wodurch die gewünschte Druckregelung an Zuverlässigkeit verliert.

 

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