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Flachsenker: Nützliche Helfer in Ihrer Werkstatt 

Flachsenker (DIN 373) werden verwendet, um Zylinderkopfschrauben, Sechskantschrauben oder Muttern bündig in die Werkstoffoberfläche einzusetzen. Ihr Senkwinkel beträgt 180 Grad und ist damit für ebene Senkungen konzipiert. Worauf Sie beim Kauf von Flachsenkern achten sollten und wie man ein ratterfreies Senken erreicht, erfahren Sie in unserem Ratgeber.


Das Wichtigste zu Flachsenkern im Überblick

Senker sind Werkzeuge, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn im bereits vorhandenen Bohrloch im oberen Bereich Material abgetragen werden muss. Das ist beispielsweise erforderlich, um eine Schraube so einzusetzen, dass sie bündig mit der Werkstückoberfläche abschließt. Durch das Abtragen erreichen Sie eine ebene Fläche und vermeiden, dass Schraubenköpfe aus dem Werkstück herausragen. Neben Kegelsenkern, die je nach Senkwinkel zum Entgraten oder kegelförmigen Versenken genutzt werden, erzeugen Sie mit Flachsenkern (Gütegrad fein oder mittel) 180-Grad-Senkungen. Mit einem Senkdurchmesser von bis zu 5 mm sind diese Werkzeuge im Regelfall mit zwei Hauptschneiden ausgestattet, Modelle mit größeren Durchmessern weisen zumeist drei Schneiden auf, manche verfügen auch über vier Schneiden.

In unserem Onlineshop finden Sie eine große Auswahl an Flach- oder Plansenkern, wie diese Art von Senkwerkzeug auch genannt wird, mit Zylinderschaft und festem Führungszapfen. Damit Sie das Senkwerkzeug problemlos führen können, wird der feste Führungszapfen in das Durchgangsloch der Bohrung eingesetzt. So gehen Sie sicher, dass Sie ein möglichst präzises Ergebnis erzielen. Die meisten Modelle eignen sich speziell für die Versenkung von Sechskantschrauben und -muttern sowie Zylinderkopfschrauben in Guss, Stahl oder Leichtmetallen. Flachsenker werden nach DIN 373 gefertigt, wodurch sichergestellt ist, dass sie zu genormten Schraubenköpfen passen.

1 = Schneide
2 = Nutprofil
3 = Führungszapfen


Ratterfreies Senken mit einem Flachsenker HSS DIN 373

Um ein ratterfreies Senken zu realisieren, sollten Sie grundsätzlich immer Schritt für Schritt vorgehen. Vermessen Sie im ersten Schritt den Kopfdurchmesser der Schraube mit einem Messschieber. Soll zusätzlich noch eine Unterlegscheibe verwendet werden, muss deren Dicke der Höhe des Schraubenkopfes aufgeschlagen werden. Wählen Sie anschließend den passenden Senker aus. Nun wird das Durchgangsloch gebohrt. Um die korrekte Tiefe der Senkung zu ermitteln, muss man die Höhe der Schraube kennen. Nun kann der Flachsenker DIN 373 HSS zum Einsatz kommen.


Wo liegen die Unterschiede zwischen Durchgangsloch und Gewindekernloch?

Im Handel sind Flachsenker nach DIN 373 erhältlich, die für Durchgangslöcher oder für Gewindekernlöcher geeignet sind. Wenn zwei übereinander liegende Werkstoffe (A & B) durch eine Schraube miteinander verbunden werden sollen, gibt es beim Durchgangsloch erst im unteren Material ein Gewinde. Bei einem Gewindekernloch besitzen dagegen beide Teile ein Gewinde. Dabei ist zu beachten, dass der Durchmesser des Zapfens bei einem Durchgangsloch immer größer als bei einem Gewindekernloch ist.

1 = Durchgangsloch
2 = Gewindekernloch


Flachsenker kaufen – Darauf sollten Sie achten!

Flachsenker (DIN 373) setzen sich aus dem zylindrischen Aufnahmeschaft, der Schneide mit Nutprofil sowie einem Führungszapfen zusammen. Während Sie bei Kegelsenkern speziell auf einen geeigneten Senkwinkel achten müssen, entfällt das bei den flachen Senkwerkzeugen, die für 180-Grad-Senkungen konzipiert wurden. Wählen Sie einen Senker, der für das zu bearbeitende Material geeignet ist. Eine sehr gute Option sind HSS-Flachsenker (Gütegrad fein oder mittel), die aufgrund ihrer Robustheit für diverse Materialien wie Metalle, Leichtmetalle, Guss, Holz oder Kunststoff verwendet werden können. Ebenfalls wichtig ist der passende Senker-Ø sowie der Gütegrad des Senkers. Dabei haben Sie die Wahl zwischen dem Gütegrad fein oder mittel.


Unser Praxistipp: Umdrehungsgeschwindigkeit beachten!

Häufig wird beim Anfertigen einer Senkung eine zu hohe Umdrehungsgeschwindigkeit gewählt. Das Resultat sind Abnutzungserscheinungen am Flachsenker (DIN 373) und eine ungenaue Senkung. Bei harten Materialien sollte die Drehzahl daher möglichst niedrig gewählt werden.


FAQ – häufig gestellte Fragen zu Flach- und Kegelsenkern

Was ist ein Flachsenker DIN 373 HSS?

Bei einem Flachsenker HSS DIN 373 handelt es sich um einen nach DIN 373 genormten Flachsenker, der aus HSS-Stahl besteht. HSS steht für High Speed Steel und definiert einen speziellen, hoch legierten Werkzeugstahl, der eine hohe Zähigkeit und einen hohen Verschleißwiderstand besitzt.

Welchen Senkwinkel muss ich auswählen? 

Zum Entgraten nutzen Sie mit einem Kegelsenker einen Winkel von 60°. Für Nietköpfe ist mit einem Kegelsenker ein Senkwinkel von 75° optimal. Bei Senkschrauben wählen Sie in Kombination mit einem Kegelsenker 90° und für die Senkung von Blechnieten 120°. Für das Senken von Zylinderkopfschrauben, Sechskantschrauben und Muttern nehmen Sie einen Flachsenker mit einem Winkel von 180°.

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