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Ratgeber

Funkrauchmelder » Frühzeitiger Alarm bei Feuer und Rauch

Sowohl für Privatpersonen in Wohnungen und Häusern als auch für Betriebe gilt die Brandschutz-Norm DIN EN 14604. Sie benötigen daher zertifizierte Rauchmelder in einer Vielzahl von Räumen. Für eine moderne Vernetzung wird oft auf Funkrauchmelder gesetzt.

Wie funktionieren die Funk-Modelle und auf welche Funktionen ist für die höchstmögliche Sicherheit zu achten? Unser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick.



Was ist ein Funkrauchmelder?

Rauchmelder sind kleine Geräte, die direkt an der Decke angebracht werden. Sie verfügen über Sensoren, mit denen Sie Rauch registrieren. Tritt dieser Fall ein, gibt ein Rauchmelder einen Alarm von sich. Da Rauch in vielen Fällen ein Warnsignal für Feuer im Haus ist, kann der ausgelöste Alarm warnen und Leben retten. Das akustische Signal muss entsprechend laut sein.

Die meisten Rauchmelder arbeiten dafür mit 85 Dezibel. Diese Lautstärke entspricht in etwa einer Hauptverkehrsstraße, wobei der Alarm eine schrille Tonhöhe wählt und damit sehr durchdringend ist. Auch schlafende Menschen sollen davon sofort geweckt werden

Natürlich bedeutet nicht jede Rauchentwicklung zugleich einen Brand. Vor allem im Badezimmer und in der Küche wird Rauch durch Wasserdampf erzeugt. In diesen Räumen werden daher auch keine Rauchmelder aufgehängt.

Viele Haushalte und Unternehmen entscheiden sich für Rauchwarnmelder, die mit einer Funktechnik untereinander vernetzt sind. Sobald ein Melder das Auftreten von Rauch bemerkt, setzt er nicht nur selbst einen Alarm ab, sondern gibt das Signal an vernetzte Funkrauchmelder weiter.

Dies erhöht die Sicherheit, da in einem großen Haus selbst bei einem Brand im Keller die Funkrauchmelder im Dachgeschoss reagieren werden.

Gut zu wissen: DIN 14676

Seit 2018 gibt es außerdem die Norm DIN 14676. Sie erläutert technische Vorgaben, die befolgt werden sollten, jedoch anders als die Brandschutz-Norm DIN EN 14604 nicht unmittelbar bindend sind.



Wie arbeiten Funkrauchmelder?

Um Rauch in einem Raum zu registrieren, verfügen die Melder im Inneren über einen optischen Sensor. Im Detail arbeitet der Rauchwarnmelder wie folgt:

  • Ein kleines Kästchen dient als optische Kammer und ist mit einer Infrarot-LED bestückt.

  • Die LED sendet ein Prüflicht aus.

  • Das Prüflicht wird in Richtung eines Sensors abgegeben, doch ein Labyrinth aus Kunststoffplättchen verhindert im Normalfall, dass das Licht den Sensor trifft.

  • Kommt es zu einer hohen Rauchentwicklung im Melder, sorgen die Rauchpartikel für eine breite Streuung des Prüflichtes. Es erreicht daher trotz Labyrinth den Sensor.

  • Dieser löst den Alarm aus.

Die optischen Rauchmelder werden auch als fotoelektrische Melder bezeichnet.

Seltener im Einsatz sind thermo-optische Rauchwarnmelder. In diesem Fall wird nicht nur Rauch registriert, sondern zugleich der Anstieg der Umgebungstemperatur. Die zusätzlichen Thermosensoren bringen ein Plus an Sicherheit.

Man spricht bei der Kombination aus LED-Prüflicht und Thermosensoren von Bi-Sensor-Prozessor-Technologie. Es gibt jedoch auch rein thermische Melder, die Hitzemelder genannt werden.


Stromversorgung von Funkrauchmeldern

Die Technologie benötigt eine permanente Versorgung mit Energie. Es gibt netzbetriebene Rauchmelder, deutlich pragmatischer und daher weit verbreitet sind jedoch Modelle mit Batterie.

Viele Funkrauchmelder nutzen entweder Lithium-Batterien oder 9 V-Block-Batterien. Lithium-Batterien sind am häufigsten im Einsatz, da sie viele Jahre am Stück zuverlässig Energie liefern. Je nach Modell halten sie mindestens fünf bis zehn Jahre.

Die 5- beziehungsweise 10-Jahres-Batterien werden von den Herstellern fest verbaut. 9 V-Block-Batterien müssen hingegen nach zwölf bis 24 Monaten ausgetauscht werden.

Gut zu wissen: CE-Kennung, VdS-Siegel und Q-Label

Es gibt eine Reihe von Zertifizierungen und Prüfsiegeln. Die CE-Kennung zeigt an, dass die Prüfung nach DIN EN 14604 erfolgreich war. Diese CE-Zertifizierung muss ein Rauchmelder immer besitzen.

Trägt ein Rauchmelder zusätzlich das VdS-Siegel, wurde er von der unabhängigen Schadenverhütung GmbH geprüft und erfüllt erhöhte Leistungsmerkmale.

Auch das Q-Label baut auf der CE-Kennzeichnung auf. Rauchwarnmelder mit Q-Label erfüllen strengste Sicherheitsvorgaben.



Welche Kaufkriterien sind für die Melder wichtig?

Um Funkrauchmelder effektiv im Haus beziehungsweise in der Wohnung einzusetzen, sollten Sie auf eine Reihe von Merkmalen achten.

Anzahl der vernetzbaren Funkrauchmelder

Funkrauchmelder besitzen ein integriertes Funkmodul. Vor dem Kauf sollten Sie sich darüber informieren, wie viele Funkrauchmelder insgesamt vernetzt werden können. Die mögliche Anzahl der vernetzbaren Melder variiert je nach Hersteller und Produktlinie.

Teilweise ist es nur möglich, zwei Funkrauchmelder miteinander zu verbinden. Andere Modelle ermöglichen die Verknüpfung von bis zu 50 Rauchmeldern. Hier werden verschiedene Zielgruppen angesprochen: In einer Wohnung genügen wenige Rauchmelder, um den Alarm mit Sicherheit für alle hörbar erklingen zu lassen. In einem weitläufigen Firmengebäude sollten deutlich mehr Funkrauchmelder vernetzt sein.

Unser Praxistipp:

Es empfiehlt sich, Funkrauchmelder direkt im Set zu kaufen. Wer später einzelne Rauchwarnmelder in das Funk-System nachrüsten möchte, sollte Funkrauchmelder vom selben Anbieter wählen.


Repeater-Funktion der Funkrauchmelder

Je größer das Gebäude, desto sinnvoller sind Rauchmelder mit einem Repeater. Dabei handelt es sich um Verstärker, die zu einem Plus der Reichweite für das Funksignal führen.

Die Repeater-Funktion lohnt sich auch in kleineren Gebäuden mit starken Betonwänden oder Decken und Böden mit Metallanteilen. Das Funksignal kann in diesen Fällen bereits auf kürzeren Distanzen gestört werden.


Befestigungsart

Funkrauchmelder können klassisch mittels Dübel und Schrauben an der Decke befestigt werden. Beliebter sind jedoch Modelle mit Magnetbefestigung.

Setzen Rauchmelder nicht auf die Schraubmontage, kommen sie mit Klebepads. Jedes Pad besitzt eine klebende und eine magnetische Seite. Die Klebeseiten werden jeweils an das Gerät und an die Decke geklebt.


Vernetzung über eine Zentrale

Praktisch ist es, wenn Rauchwarnmelder über eine Zentrale vernetzt sind. Das lohnt sich für Wohnungen weniger, jedoch für Bürogebäude, Lagerhallen und Ferienhausanlagen.

Der Funk wird nicht nur von Rauchmelder zu Rauchmelder weitergegeben, sondern ein Brand wird an die Meldezentrale übermittelt. Je nach Einstellung kann die Warnung auch an mobile Geräte weitergeleitet werden.


Weitere Ausstattungsmerkmale

Folgende Kriterien sind ebenfalls interessant für mehr Komfort bei der Nutzung:

  • Modelle mit Testtaste, um die Funktionalität zu überprüfen

  • Stummschaltefunktion, um bei Fehlalarm den Ton zu beenden

  • Warnsignal bei sinkender Batterieleistung

  • automatische Schmutzkompensation

  • Geräte ohne blinkendes LED-Licht (empfehlenswert für Schlafräume)

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