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Inspektionskameras - Damit haben Sie überall den Durchblick

Inspektionskameras werden verwendet, um das Innere von Rohren oder Hohlräumen zu untersuchen. Mit besonders dünnen und flexiblen Sonden ist es sogar möglich, das Innenleben von Motoren und Maschinen zu inspizieren. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche Einsatzgebiete es für eine Inspektionskamera gibt, wie sie funktioniert und was Sie beim Kauf beachten sollten.



Wo werden Inspektionskameras eingesetzt?

Wenn früher ein Leck in der Kanalisation festgestellt wurde, rückte umgehend ein Bauunternehmen mit schwerem Gerät an. Dann wurden Straßen gesperrt und Gräben ausgehoben, in der Hoffnung, dass man die undichte Stelle möglichst schnell findet. Entsprechend hoch waren die Kosten für solche Maßnahmen. 

Bevor heute ein Bagger zur Tat schreitet, führen Spezialisten eine Inspektion des Rohres mit einer Kamera durch und identifizieren millimetergenau das Leck im Rohr. Statt lange Gräben auszuheben, kann punktgenau ein Loch gegraben werden, um die Leckage zu beseitigen. Die Kosten eines solchen Einsatzes können durch den Einsatz einer Inspektionskamera drastisch gesenkt werden. Aber nicht nur in der Kanalisation erweist sich diese spezielle Art von Endoskop-Kamera als nützlich.


Eine Video-Inspektionskamera eignet sich, abhängig von Durchmesser und Schutzart, auch für die Inspektion von Rohren, Kaminen und Lüftungsanlagen in Wohn- und Bürogebäuden. 

Häufig genutzt wird die Kamera-Inspektion zudem im Maschinenbau oder im Kfz-Bereich. Mit einer dünnen Sonde ist es möglich, in Maschinen und Motoren hineinzusehen, ohne dass vorher aufwendige Demontagearbeiten nötig wären. Auch die Hohlräume einer Karosserie sind mit einem Kamerakopf einsehbar. Nach einem Unfallschaden kann sich ein Gutachter so auch an schwer zugänglichen Stellen einen Eindruck vom entstandenen Schaden machen.



Wie ist eine Inspektionskamera aufgebaut?

Eine Inspektionskamera besteht aus einem Kabel, an dessen Kamerakopf sich eine kleine IP67-Mini-Farbkamera sowie eine LED-Beleuchtung befindet. Bei vielen Inspektionskameras ist es möglich, dass der Kamerakopf in alle Richtungen abgewinkelt wird. Auf diese Weise sind selbst verwinkelte Passagen optimal einsehbar

Das von der Kamera aufgenommene Bild wird auf einem kleinen Display ausgegeben. Dieser Bildschirm ist bei kompakten Geräten direkt im Bedienteil und bei größeren Inspektionskameras in einem eigenen Gehäuse untergebracht. 

Damit das Signal von der Kamera zum Display gelangt, befindet sich im Kabel ein ganzes Bündel Glasfasern. Die Anzahl der Fasern ist für die maximale Auflösung ausschlaggebend, da jede einzelne Glasfaser für einen digitalisierten Bildpunkt zuständig ist. Das ist auch der Grund, warum Inspektionskameras meist nur über eine relativ geringe Auflösung verfügen. Bei 320 x 240 Pixel sind bereits 76.800 Fasern nötig, während das Faserbündel bei 640 x 480 Pixel sogar auf über 300.000 anwächst. Höhere Auflösungen sind grundsätzlich kein Problem, allerdings wird das Kabel dann entsprechend dick und die Flexibilität der Leitung nimmt ab. Besonders dünne und flexible Sonden sind daher nicht mit einer hohen nativen Auflösung kombinierbar.


Wenn die Kamera über eine integrierte Zoom-Funktion verfügt, können untersuchte Objekte noch einmal deutlich vergrößert auf dem Display dargestellt werden. 

Die meisten Inspektionskameras geben dem Anwender die Möglichkeit, Videos oder Standbilder auf einer SD-Karte oder Micro-SD-Karte aufzuzeichnen. Auf diese Weise lassen sich die durchgeführten Arbeiten optimal dokumentieren

Auch bei eventuellen Leitungsschäden in einer Leichtbauwand muss zur Untersuchung lediglich ein kleines Loch für die Sonde gebohrt werden; ein komplettes Öffnen der Wand ist für eine Überprüfung nicht mehr nötigt. Wenn ein Schaden entdeckt wurde, genügt in den meisten Fällen eine kleine Öffnung, um ihn zu reparieren. Das spart jede Menge Aufwand und Kosten.



Kaufkriterien für Inspektionskameras

Da es sich bei Inspektionskameras mit eingebauter LED-Beleuchtung um mobile Geräte handelt, ist die Stromversorgung in der Regel auch über proprietäre Akkus oder AA-Batterien möglich. Achten Sie bei einem Kauf daher auf eine ausreichende Laufzeit, um vernünftig arbeiten zu können. 

Neben der Auflösung von Kamera und Display ist die Länge der Sonde von besonderer Bedeutung. Typische Längen liegen zwischen 900 Millimetern bis hin zu über 40 Metern. Wenn die Inspektionskamera hauptsächlich für die Überprüfung von Motoren und Maschinen eingesetzt werden soll, ist eine möglichst dünne und flexible Sonde wichtiger als eine große Länge. Steht dagegen die Inspektion von Rohren im Vordergrund, muss die Länge der Sonde entsprechend dimensioniert sein. 

Eine eingebaute Beleuchtung gehört bei einer guten Inspektionskamera zum Standard. Dabei sollten Sie aufgrund der höheren Resistenz gegenüber Stößen LEDs den Vorzug vor konventionellen Leuchtmitteln geben.


Es muss aber nicht immer eine teure Profi-Endoskop-Kamera sein: Für viele Zwecke ist bereits ein USB-Endoskop ausreichend. Ein solches Gerät wird entweder an einem Notebook oder direkt an einem Smartphone angeschlossen. Entsprechende Inspektionskameras sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung und die Stromversorgung erfolgt direkt über die USB-Schnittstelle. 

Bereits mit recht günstigen Modellen lässt sich eine TV-Inspektion vieler schwer zugänglicher Stellen durchführen. Die Ausleuchtung der Umgebung erfolgt wie bei Profi-Modellen mit integrierten LEDs. Je nach Einsatzzweck sollten Sie gegebenenfalls zu einer wasserdichten Akku-Inspektionskamera greifen. 

Eine Endoskop-Kamera, die auch im Industriellen-Bereich einsetzbar ist, erfordert meist eine entsprechende Schutzart. Abhängig von der Umgebung, in der die Kamera verwendet wird, ist zudem eine Resistenz gegen Säuren, Benzin, Öl oder hohe Temperaturen erforderlich. Falls Sie Videoaufnahmen oder Standbilder der Untersuchung anfertigen möchten, sollten Sie zu einer Endoskop-Kamera greifen, bei der die Aufnahmen auf einer Micro-SD-Karte abgelegt werden.



Unser Praxistipp: Durchmesser Kamerakopf beachten

Mit zunehmender Länge des Kabels sinkt die Lichtausbeute, daher muss der Durchmesser des Kamerakopfes mit der Kabellänge größer werden

Bis zu einer Länge von 1,5 Metern ist ein Durchmesser von 6 Millimetern ausreichend. Bis 10 Meter muss der Durchmesser 9 Millimetern betragen. Bei allen Längen darüber sind Kameraköpfe mit einem Durchmesser von 25 bis 31 Millimetern erforderlich.



Häufig gestellte Fragen zu Inspektionskameras

Kann ich mein Videoskop auch an einen externen Monitor anschließen?

Viele Geräte bieten eine solche Funktion. Realisiert wird die Verbindung in der Regel über USB-Kabel, HDMI oder einen AV-Ausgang.

Was kostet eine Inspektionskamera?

Der Preis für eine gute Endoskop-Kamera ist maßgeblich von deren Funktionsumfang und den technischen Spezifikationen abhängig. Eine brauchbare USB-Inspektionskamera, die zusammen mit einem Smartphone verwendet werden kann, erhalten Sie bereits für unter 50 Euro. Professionelle Handgeräte liegen je nach Ausstattung und Sonden-Länge bei 200 bis 1000 Euro. Geräte, welche für die Inspektion von Kanälen geeignet sind und die über besonders lange Sonden verfügen, sind in der Regel im etwas höheren vierstelligen Preissegment verortet.

  


Ein Must-Have für jeden Werkzeugkasten

In den Werkzeugkasten eines Installateurs gehört verschiedenstes Equipment,  darunter auch Inspektionskameras! Warum die kleinen Kameras in Ihren Werkzeugkasten gehören, erfahren Sie in unserem Ratgeber!

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