Sind Sie Geschäftskunde?
Diese Einstellung passt das Produktsortiment und die Preise an Ihre Bedürfnisse an.
Ja
Nein

Ratgeber

Netzwerktester: Das Hilfsmittel für Installationen

Fehler in einer Ethernet-Verkabelung aufzuspüren, kann ein aufwendiges und zeitintensives Unterfangen sein. Glücklicherweise gibt es spezielle Testgeräte, die diese komplexe Aufgabe deutlich vereinfachen. Lesen Sie in unserem Ratgeber, welche Arten von Netzwerk-Testern es gibt und welches Tests Sie mit ihnen durchführen können.


Wozu werden Netzwerktester benötigt?

Das Aufgabengebiet eines Netzwerktesters ist klar definiert: Überall wo eine Neuinstallation durchgeführt wurde, macht der Einsatz eines solchen Gerätes nicht nur Sinn, sondern ist sogar zwingend notwendig. Nur so lässt sich nach Abschluss der Arbeiten testen, ob die verlegten Leitungen den Anforderungen entsprechen. Die ermittelten Messwerte fließen in die Projektdokumentation ein und ermöglichen dem ausführenden Unternehmen, jederzeit den Nachweis zu erbringen, dass die bestellten Leistungen erbracht wurden.

Auch bei einer bereits vorhandenen Netzwerk-Infrastruktur ist ein Netzwerk-Tester ein hilfreiches Werkzeug für den im Unternehmen angesiedelten IT-Support. Fehler, beispielsweise ein defektes Patch-Kabel, lassen sich innerhalb kürzester Zeit aufspüren. Ausfallzeiten können so deutlich reduziert und Geld eingespart werden.


Welche Arten von Netzwerk-Testern gibt es?

Es wird grundsätzlich zwischen Kabelzertifizierungs-, Kabelqualifizierungs- und Kabelverifizierungs-Testern unterschieden:

Kabelqualifizierungs-Tester

Kabelqualifizierungs-Tester sind primär für die Netzwerk-Analyse in bereits bestehenden Ethernet-Netzwerken gedacht. Mithilfe eines solchen Testers lässt sich feststellen, ob eine Leitung, inklusive der Patchkabel, die geforderte Netzwerkgeschwindigkeit für Fast-Ethernet, Voice over IP oder Gigabit-Ethernet nach einem Umbau oder einer Erweiterung des Netzwerks noch erreichen kann. Ebenfalls kann man testen, ob eine vorhandene Verkabelung auch mit einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit genutzt werden kann. Viele Geräte ermöglichen zudem das Testen auf Länge, offene Schaltkreise sowie Kurzschlüsse und vertauschte Paare. Durch eine sogenannte Wiremap können Fehler grafisch auf dem Display des Testers dargestellt werden.

Verifizierungs-Tester

Mit einem Verifizierungs-Tester kann festgestellt werden, ob ein fehlerhaftes oder nicht angeschlossenes Kabel für Störungen im Netzwerk verantwortlich ist. Auch lassen sich Switch-Ports hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Spannung (PoE) testen. Hochwertige Geräte ermöglichen dabei eine grafische Darstellung der spannungsführenden Adern. Ebenfalls möglich sind diverse Kabeltests, mit denen sich kurzgeschlossene oder gekreuzte Drähte schnell auffinden lassen.

Kabelzertifizierungs-Tester

Ob eine Netzwerkverkabelung die Spezifikationen der ISO- oder TIA-Kategorie erfüllt, kann dagegen mithilfe eines Kabelzertifizierungs-Testers eruiert werden.


Häufige auftretende Fehler im Netzwerk

Die vermutlich häufigste Ursache für Probleme bei der Netzwerkverbindung ist physikalischer Natur und betrifft gleichermaßen Verkabelung und Netzwerk-Hardware, wie zum Beispiel Switches. Entsprechende Probleme können sich bei der Geschwindigkeit oder der Stabilität der Netzwerk-Verbindung negativ bemerkbar machen. Eine regelmäßige Kontrolle der Hardware ist daher dringend anzuraten. Beim Netzwerkkabel können vertauschte Adern oder ein Kabelbruch zu unerwünschten Nebenwirkungen oder einem Totalausfall der Verbindung führen.

Auch bei der Konfiguration kann es zu Schwierigkeiten kommen: Regelmäßig treten Probleme bei der Adressierung auf, wenn MAC- oder IP-Adressen nicht korrekt gesetzt werden. Weitere Fehlerquellen sind falsch konfigurierte Dienste wie DHCP beziehungsweise DNS sowie nicht korrekt verbundene Subnetze. Auch bei der Socket-Adressierung werden oft falsche Angaben gemacht, die die Verbindung zu Netzwerk und Internet verhindern.


Worauf muss ich beim Kauf von Netzwerk-Hardware achten?

Meiden Sie grundsätzlich billige Netzwerkkabel und verwenden Sie stattdessen hochwertige Kabel von Markenherstellern. So ist sichergestellt, dass die angegebenen Spezifikationen auch tatsächlich eingehalten werden. Gleiches gilt für die im Netzwerk eingesetzte Hardware: Nutzen Sie niemals Switches, die für den Einsatz in Heimnetzen vorgesehen sind, für kritische Unternehmensnetzwerke. Diese verrichten in den eigenen vier Wänden sehr gute Dienste, werden der Belastung in einem Firmennetzwerk aber vermutlich nicht lange standhalten. Die Qualität eines hochbelastbaren und performanten Netzwerks ist immer nur so hoch wie die Qualität der verwendeten Komponenten. Das beginnt beim Kabel und hört noch lange nicht beim Patchfeld im Serverschrank auf.

Auch bei einem Netzwerk-Tester ist die Qualität ein wichtiges Kriterium. Besonders gute und hochwertige Geräte kosten dabei schnell einen fünfstelligen Betrag. Häufig sind allerdings auch schon günstigere Modelle ausreichend. Vor einem Kauf muss der Einsatzzweck des Gerätes genau definiert werden, um im Anschluss einen Tester auszuwählen, der konkret die dafür nötigen Funktionen bietet.


      

Unser Praxistipp: Vorkonfektionierte Netzwerkkabel verwenden

Beim Anbringen von RJ45-Steckern an ein Netzwerkkabel kann einiges schiefgehen. Solche Fehler fallen leider nicht sofort auf, sondern zeigen sich in der Regel erst, wenn das Kabel im Netzwerk eingesetzt wird. Um das Risiko zu vermeiden, greifen Sie besser zu bereits vorkonfektionierten Kabeln.


FAQ – häufig gestellte Fragen zu Netzwerk-Hardware

Was ist der Unterschied zwischen einem Hub und einem Switch?

Ein Hub leitet alle ankommenden Daten an alle angeschlossenen Geräte weiter. Im Vergleich dazu kann ein Switch Daten nicht nur empfangen, sondern sie auch über Uni- oder Multicast an angeschlossene Systeme im Netz weiterleiten. 

Was ist ein Router?

Einen Router hat mittlerweile sicher jeder im Wohnzimmer stehen, um eine Internetverbindung aufzubauen. Der Router dient dazu, unterschiedliche Netzwerke miteinander zu verbinden. Diese können verschiedene Architekturen oder Protokolle aufweisen. Letztlich entscheidet der Router auch, welche Routen für ein Datenpaket zur Verfügung stehen und welche davon die schnellste ist. Das Gerät ist in einem Netzwerk der neuralgische Punkt schlechthin, ein schlecht gesicherter Router macht die angeschlossene Infrastruktur angreifbar und sensible gespeicherte Informationen für Hacker zugänglich.  

Conrad Electronic SE benötigt für einzelne Datennutzungen Ihre Einwilligung, um die Funktion der Website zu gewährleisten und Ihnen unter anderem Informationen zu Ihren Interessen anzuzeigen. Mit Klick auf "Zustimmen" geben Sie Ihre Einwilligung dazu. Ausführliche Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Sie haben jederzeit die Möglichkeit Ihre Zustimmung in der Datenschutzerklärung zurück zu nehmen.
Ablehnen
Zustimmen