Ratgeber

Over Ear Kopfhörer » Angenehmer Klang für Ihre Ohren

Beim Joggen Musik hören, in der Bahn ein Hörbuch genießen, als DJ im Club oder als Musiker im Tonstudio konzentriert arbeiten: In all diesen Fällen sind Kopfhörer mit einem angenehmen Klang gefragt. Neben On-Ears und In-Ears gibt es Over-Ear-Kopfhörer.

Was diese von anderen unterscheidet und welche Kaufkriterien eine Rolle spielen, fassen wir in unserem Ratgeber für Sie zusammen.



Was sind Over-Ear-Kopfhörer?

Over-Ears werden auch als ohrumschließende Kopfhörer bezeichnet, denn ihr Hauptmerkmal ist, dass sie die gesamte Ohrmuschel umgeben. Entsprechend besitzen diese Modelle große Polster für das rechte und linke Ohr. Die beiden Seiten sind meist mit einem verstellbaren Bügel verbunden, es gibt aber auch Modelle mit Kopfband.

Durch ihre Konstruktion sind diese Kopfhörer vergleichsweise groß und schwer. Bis zu 400 Gramm Eigengewicht sind durchaus möglich. Der Tragekomfort ist jedoch durch hochwertige Polster angenehm und der Sitz beim Sport fest.



Was ist der Unterschied zwischen In-Ear-, On-Ear- und Over-Ear-Kopfhörer?

In Abgrenzung zu Over-Ear-Kopfhörern liegen On-Ear-Modelle mit vergleichsweise kleinen und auch dünneren Polstern nur auf den Ohrmuscheln. Da die Ohren nicht komplett umschlossen werden, wird der erzeugte Klang teils nach außen abgegeben. Das kann auf der einen Seite Mitmenschen stören, ist bei einer geringen Lautstärke der Musik aber auch von Vorteil, da Umgebungsgeräusche wie der Straßenverkehr besser gehört werden können.
Sowohl On-Ear- als auch Over-Ear-Modelle unterscheiden sich deutlich von In Ear Kopfhörer. Letztere werden in den Gehörgang eingesetzt. Musik wird dadurch intensiver und die Kopfhörer sind vor allem als True-Wireless-Modelle sehr portabel. Doch nicht jede Person empfindet den Sitz direkt im Gehörgang als angenehm.

Sind Over-Ear-Kopfhörer besser für die Ohren?

Vor allem im Vergleich zu In-Ears sind sowohl On-Ear- als auch Over-Ear-Modelle besser, da der Schall nicht direkt im Gehörgang produziert wird. Das reduziert die Gefahr für eine Schädigung der sogenannten Haarzellen im Ohr. Allerdings sollte bei allen Kopfhörer-Modellen darauf geachtet werden, dass die Lautstärke nicht zu hoch eingestellt wird. Ab 85 Dezibel kann es bei häufigem Hören zu Tinnitus und Hörminderungen kommen.



Wie funktionieren Over Ear Kopfhörer?

Die meisten Over-Ear-Kopfhörer nutzen zur Schallerzeugung die sogenannte dynamische Schallwandlung. In den Hörmuscheln sind kleine Lautsprecher mit einer Membran. Diese Membran wird durch das Zusammenspiel aus einer Spule und einem Magneten in Schwingung versetzt und erzeugt den wahrnehmbaren Schall. Kopfhörer aus dem Bereich des Profi-Equipments erzeugen den Klang alternativ über die elektrostatische Schallwandlung. Eine Membranfolie und zwei Gitterelektroden werden durch Hochspannung angesteuert und die Folie erzeugt bei ihrer Schwingung eine sehr hohe Tonqualität.

Unabhängig davon, welche Methode zur Schallerzeugung zum Einsatz kommt, müssen die Signale vom MP3-Player, dem Smartphone oder einem anderen Abspielgerät an die Kopfhörer übertragen werden. Man unterscheidet Modelle mit und ohne Kabel.

Kabelgebundene Kopfhörer besitzen einen klassischen Anschluss für Klinke oder USB-A beziehungsweise USB-C. Die Audiosignale werden über das Kabel übertragen, was Vor- und Nachteile hat. Die Nutzer sind in ihrer Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt und es existiert die Gefahr für Kabelbruch. Dafür ist die Signalübertragung stabiler und da ohne Verluste übertragen wird, ist ein guter Klang wie bei einer professionellen Hi-Fi-Anlage die Norm. Ebenfalls ein großer Vorteil: Mit kabelgebundenen Kopfhörern ist die Stromversorgung kein Problem, da die Energie vom Wiedergabegerät bereitgestellt wird.

Kabellose Kopfhörer nutzen als Übertragungstechnologie einen Funk-Standard, meist Bluetooth. Ohne Kabel entsteht ein hoher Tragekomfort mit mehr Bewegungsfreiheit und Kabelbruch ist kein Thema mehr. Die Bluetooth-Reichweite hängt vom Modell ab. Günstige Varianten erhalten das Bluetooth-Signal für fünf bis zehn Meter. Bessere Kopfhörer können mit Bluetooth 25 Meter und mehr abdecken. Eine Bluetooth-Verbindung kann allerdings schnell durch Störquellen abbrechen. Um ein Bluetooth-Signal zu empfangen, müssen die Kopfhörer außerdem eine eigene Energiequelle besitzen. Entsprechend sind Akkus eingebaut und Laufzeit sowie Ladezeit müssen beachtet werden. Günstige Bluetooth-Kopfhörer schaffen sechs, Profi-Bluetooth-Hörer bis zu 40 Stunden Akku-Laufzeit.



Welche Bauweisen der Over-Ear-Kopfhörer gibt es?

Beim Blick ins Detail unterscheiden sich Over-Ear-Kopfhörer nicht nur in Bezug auf die Signalübertragung. Es gibt eine geschlossene und eine offene Bauweise. Beide umschließen die Ohren komplett, doch bei geschlossener Bauweise sorgt der Aufbau nahezu für eine Schallisolierung. Die meisten Umgebungsgeräusche bleiben außen vor und der Klang der Musik wird entsprechend intensiver wahrgenommen. Man spricht in diesem Zusammenhang von passiver Noise-Cancelling-Funktion. Offene Over-Ear-Kopfhörer punkten hingegen mit einer besseren Belüftung der Ohren und erzeugen durch ihre Bauweise einen sehr räumlichen Klang. In Tonstudios werden sie deswegen bevorzugt.

Was bedeutet Noise Cancelling?

Noise Cancelling ist die Unterdrückung störender Geräusche und kann aktiv (Active Noise Cancelling, kurz ANC) oder passiv (Passive Noise Cancelling, kurz PNC) geschehen. Im Gegensatz zu passiven Noise-Cancelling-Kopfhörern, bei denen allein die Bauart der Hörer für eine Schalldämpfung der Umgebung sorgt, besitzen ANC-Kopfhörer integrierte Mikrofone, die Geräusche aus der Umgebung registrieren, einen passenden Antischall erzeugen und so die Störquellen als aktive Geräuschunterdrückung für das menschliche Hörvermögen ausblenden.



Worauf gilt es bei Over-Ears zu achten?

Um einen guten Klang zu erhalten, spielt nicht nur die Noise Cancelling Funktion eine Rolle. Over-Ear-Kopfhörer sollten eine hohe Impedanz besitzen. Die Klangqualität bei 20 Ohm unterscheidet sich deutlich von der bei 250 Ohm.

Ebenfalls wichtig ist der abgedeckte Frequenzbereich. Für einen natürlichen Klang sollte er den Hörbereich des Menschen ungefähr abdecken und zwischen 20 und 20.000 Hertz liegen.

Ein weiteres Kriterium ist der Schalldruck. Er wird in Dezibel angegeben und zeigt an, wie laut die Geräte werden können. Für die Gesundheit sollten 90 Dezibel nicht überschritten werden.

Wer im Tonstudio oder als DJ öfter mit nur einem Ohr die Ausgabe aus dem Hörer wahrnehmen möchte, wählt Modelle mit nach oben wegklappbaren Ohrmuscheln. Für mobile Reisen lohnen sich außerdem Over-Ear-Kopfhörer, die faltbar sind.

Beim Einsatz im Gaming-Sektor empfehlen sich zudem Modelle, die als Gaming-Headset konzipiert sind. Meist sind diese kabelgebunden und nutzen das Kabel für Mikrofon und Steuerung. Die Headset-Funktion ist natürlich auch im Alltag sinnvoll, wenn über das Smartphone ein Anruf eingeht.

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