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Wissenswertes zu Poliermaschinen

Wenn Metalllegierungen, Kunststoffe oder Holz auf Hochglanz gebracht werden sollen, kommen Poliermaschinen zum Einsatz. Mit diesen elektrisch betriebenen Geräten erledigen Sie Polituraufgaben ohne großen Kraftaufwand. Wissenswertes über Polierer und ihre Besonderheiten erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Poliermaschinen zur Glättung von Oberflächen

Egal, ob Sie Lack wieder zum Glänzen bringen oder kleine bis mittelschwere Kratzer beseitigen möchten – mit einer Poliermaschine sind Sie für solche Arbeiten ideal ausgestattet. Dennoch ist bei der Politur mit einem speziell dafür konzipierten Gerät Vorsicht geboten, denn um die besten Ergebnisse zu erzielen, müssen Sie im Umgang mit der Maschine geübt sein. Um ein makelloses Finish auf der Oberfläche zu erzeugen, ist ein sicheres Händchen im Umgang mit der Maschine besonders wichtig. Vor allem dann, wenn die Arbeiten an dem geliebten Auto oder anderen empfindlichen Oberflächen erfolgen. 

Ob Auto-Poliermaschine für den Privatgebrauch oder Profi-Poliermaschine für den beruflichen Alltag: Die Geräte sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Neben kompakten Handgeräten mit einem Polierteller gibt es Maschinen, die mit einem stabilen Fuß ausgestattet sind und über zwei Teller verfügen. Der Vorteil eines Polierbocks: Hier können Sie Polierscheiben aus zwei unterschiedlichen Materialien anbringen. Im Regelfall wird an der einen Seite eine Feuerscheibe beispielsweise aus Hartfilz befestigt, auf die Schmirgel aufgetragen wird. Bei diesem Arbeitsschritt entfernen Sie grobe Unebenheiten. Danach ist die aus mehreren Stoffscheiben bestehende Schwabbelscheibe an der Reihe, mit der Sie Ihre Werkstücke abschließend aufbereiten.

Vor- und Nachteile von Rotations- und Exzenter-Poliermaschinen

Polierer lassen sich nicht nur nach ihrer Bauweise unterscheiden, sondern auch nach dem Polierertyp. Grundsätzlich existieren zwei Arten: Exzenter-Poliermaschinen und Rotationspoliermaschinen. Letztere eignen sich ideal, um selbst tiefere Kratze zu beseitigen. Zumeist handelt es sich um Profi-Poliermaschinen, da dieser Gerätetyp mit hohen Geschwindigkeiten arbeitet, eine hohe Abtragleistung aufbringt und es beim Polieren zu einer höheren Temperaturentwicklung kommt. Aufgrund dieser Eigenschaften sind die Rotationspoliermaschinen, deren Teller sich gleichmäßig um die eigene Achse drehen, nicht für Anfänger gedacht. Ein falsches Handling der Maschine kann durchaus zur Entstehung von Hologrammen führen.

Mit der Exzenter-Poliermaschine ist das Risiko, bei der Politur Hologramme zu erzeugen, deutlich geringer. Dafür bringen diese Maschinen eine niedrigere Polierleistung mit und sind primär zur Entfernung kleiner bis mittlerer Kratzer oder zum Versiegeln konzipiert. Mit einem Exzenter-Gerät mit guter Leistung erreichen Sie dennoch zufriedenstellende Ergebnisse. Ihre Bewegungen führt die Maschine ellipsenförmig aus, wobei es zu einer vergleichsweise niedrigen Temperaturentwicklung kommt. Unerfahrenen Anwendern fällt die Handhabung einer Exzenter-Poliermaschine deutlich einfacher als der Gebrauch einer Rotationspoliermaschine. 

Neben elektrisch betriebenen Rotations- und Exzenter-Geräten gibt es Modelle, die mit Luftdruck arbeiten und für die ein Kompressor benötigt wird. Solche Geräte sind im privaten Bereich aber nur selten vorzufinden.

Poliermaschinen im Einsatz – Die wichtigsten Anwendungsbereiche

Geräte für die Politur werden in vielen verschiedenen Bereichen genutzt, besonders häufig jedoch in der Automobilbranche. Ob in professionellen Werkstätten oder in der Garage nebenan: Mit Auto-Poliermaschinen beseitigen Sie kleine Schäden am Lack und können matten Oberflächen wieder mehr Glanz verleihen. Idealerweise wird in diesem Bereich zu kompakten und leichten Akku-Poliermaschinen gegriffen. Sie sind nicht nur flexibel, sondern erlauben aufgrund ihres geringen Gewichts auch langwierigere Polituren am Auto, ohne dass Ihnen dabei allzu viel Mühe entsteht.

Daneben werden Poliermaschinen in all ihren erhältlichen Ausführungen genutzt, um zum Beispiel:

  • Metall zu reinigen und zu polieren,
  • Holz und lackierte Oberflächen schonend aufzubereiten,
  • Steinflächen zu reinigen,
  • Oberflächen zu versiegeln,
  • je nach Modell leichte, mittlere bis starke Kratzer zu entfernen,
  • Hologramme und Waschanlagenspuren zu beseitigen,
  • Oberflächen aus Aluminium, Messing oder Edelstahl zu bearbeiten.

Polierer kaufen: Darauf sollten Sie achten!

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Kaufkriterien für Poliergeräte im Überblick:

Maschinentyp – Hand- oder Tischgerät, Rotations- oder Exzenterpoliermaschine:

Bevor Sie eine Poliermaschine erwerben, sollten Sie sich über das zukünftige Einsatzgebiet Gedanken machen. Wird das Gerät zum Polieren einzelner Werkstücke benötigt oder beabsichtigen Sie, den Lack Ihres Autos zu bearbeiten? Je nach vorgesehener Anwendung greifen Sie entweder zum Polierbock oder zu einem Handgerät. Sind Sie geübt im Umgang mit einer rotierenden Maschine und wissen, worauf es bei der Politur ankommt? Falls nicht, so sollten Sie als Einsteiger bei den Handgeräten vorzugsweise zu einem Exzenter-Modell greifen, um beispielsweise den Lack Ihres Autos nicht versehentlich zu schädigen. 

Sicherer Stand:

Ein stabiles Gehäuse, das für einen sicheren Stand sorgt und bestenfalls mit einer Schraubzwinge am Tisch fixiert werden kann, ist für das sichere Arbeiten am Polierbock wichtig.

Kabellänge:

Bei Handgeräten, die als Auto-Poliermaschinen Verwendung finden, sollte die Kabellänge nicht zu kurz ausfallen, damit Sie komfortabel und flexibel die gesamte Karosserie bearbeiten können. Bei Akku-Poliermaschinen rückt die Kabellänge in den Hintergrund; hier sollte das Augenmerk auf einem leistungsstarken Akku liegen.

Leistung:

Mit einem leistungsstarken Modell geht die Arbeit leichter von der Hand. Greifen Sie zu einem Poliergerät mit schwacher Leistung, erreichen Sie nur schwer das gewünschte Ergebnis.

Drehzahl:

Eine regulierbare Drehzahl ist insbesondere für Anfänger ein wichtiges Kaufkriterium. Bei Ihren ersten Versuchen können Sie im niedrigen Drehzahlbereich starten und diesen Schritt für Schritt erhöhen. So machen Sie sich mit der Funktionsweise der Geräte in Ruhe vertraut.

Durchmesser der Polierteller:

Größer ist nicht gleich besser. Oftmals erreichen Sie mit zu groß gestalteten Poliertellern verwinkelte Stellen nicht oder nur sehr mühsam, was sich vor allem beim Polieren des Lacks Ihres Autos als ungünstig erweist.  

Zubehör:

Ob Synthetik-Polierhauben, Politur, Schwabbel- oder Feuerscheibe – einigen Maschinen liegt passendes Zubehör anbei, spezielle Poliermittel und -aufsätze müssen jedoch in den meisten Fällen separat erworben werden.

Unser Praxistipp: Den richtigen Umgang mit der Poliermaschine üben 

Anfängern raten wir, zu einer Exzenter-Poliermaschine zu greifen. Diese Modelle sind einsteigerfreundlich. Schäden am Lack oder Ihren Werkstücken beugen Sie so von vornherein vor. Bevor Sie jedoch mit dem Gerät direkt kostbare Werkstücke bearbeiten, sollten Sie sich mit der Funktionsweise, den verschiedenen Polierhauben, der Politur sowie der regulierbaren Drehzahl vertraut machen. Durch ungeschickten Umgang mit der Maschine können Sie irreparable Schäden verursachen. Arbeiten Sie zunächst nur mit leichtem Druck und verharren Sie mit der Maschine nicht zu lange auf einer Stelle.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Poliermaschinen

Welches Poliermittel ist am besten geeignet?

Welche Kombination von Polierpad und Politur am besten geeignet ist, hängt vom jeweiligen zu bearbeitenden Untergrund ab. 

Wie beugt man möglichen Schäden vor?

Eine hohe Drehzahl bedeutet nicht gleichzeitig, dass Sie schneller mit dem Polieren fertig werden. Gleiches gilt für den Druck, mit dem Sie arbeiten. Um eine Oberfläche möglichst schonend zu polieren, sollten Sie am besten mit geringer Drehzahl und gleichmäßigem, aber nicht zu starkem Druck beginnen. 

Sind vorbereitende Maßnahmen für die Politur notwendig?

Vor dem Polieren kommt die Reinigung. Egal ob Auto oder ein besonders Werkstück: Entfernen Sie sämtlichen Schmutz gründlich, bevor Sie mit dem Polieren beginnen. Wenn Sie sichergestellt haben, dass die Oberfläche gut gereinigt ist, können Sie mit Ihrer Arbeit starten.

Welche Polierscheibe wird zuerst verwendet?

Auch das ist stark vom zu bearbeitenden Material abhängig, daher sollten Sie vor dem Polieren das notwendige Zubehör gegebenenfalls separat erwerben. Beim ersten Arbeitsschritt wird zumeist zur Polierscheibe aus Hartfilz gegriffen, für den letzten Feinschliff kommen Scheiben aus feinerem, weicherem Material infrage.

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