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Ratgeber

RFID-Schutz » Schutz der persönlichen Daten

Die Digitalisierung hat die Menschheit in vielen Bereichen vorangebracht. Mit ihr steigt jedoch auch die Verantwortung für den sicheren Umgang mit persönlichen Daten. Seit 2010 etwa sind sensible Daten auf dem RFID-Chip der Personalausweise gespeichert und das kontaktlose Bezahlen mit der EC-Karte bedeutet auch, dass ohne entsprechende Abschirmung Unbefugte die Daten auslesen könnten.

Es gilt daher, sich mit RFID als Technologie und dem RFID-Schutz auseinanderzusetzen. Unser Ratgeber führt Sie in die Grundlagen ein und macht mit einer kurzen Übersicht verständlich, wie Sie einem unbefugten Auslesen entgegenwirken.



Was bedeutet RFID?

Die RFID-Technologie ist inzwischen in fast jeder Geldbörse angekommen. Das Kürzel steht für „radio-frequency identification“, also eine Identifizierung über elektromagnetische Wellen. Das beschreibt, wie Daten von einem System auf ein anderes übertragen werden, etwa beim kontaktlosen Bezahlen mit der Kreditkarte.

Die Kommunikation erfolgt dabei im Regelfall über einen Chip im Inneren einer Karte. Ein Lesegerät empfängt die Daten und verarbeitet sie entsprechend.

Dabei kann der Kontakt aktiv oder passiv sein:

Aktive Übertragung

Ein RFID-Chip kann aktiv Daten übermitteln. Dafür besitzt er eine eigene Stromversorgung und sendet seine Informationen über Strecken von mehreren Metern aus.
 

Passive Übertragung

Die meisten RFID-Karten nutzen keine eigene Stromquelle, sondern sind passiv. Ein Lesegerät in ihrer Nähe erzeugt ein elektromagnetisches Feld und damit kurzzeitig genügend Energie für die Datenübertragung. Die Distanz zur Auslese darf daher nur sehr gering sein.


NFC als eine Form der RFID-Technik

Häufig werden die Abkürzungen NFC und RFID synonym benutzt. Das ist nicht ganz korrekt. Bei NFC handelt es sich lediglich um eine Unterform innerhalb der RFID-Technologie.

NFC steht für „Near Field Communication“ und stellt eine besondere RFID-Kopplungsmethode dar. Als Nahfeldkommunikation basiert sie auf RFID-Protokollen und ist eine Zwei-Wege-Kopplungsmethode. Die sensiblen Daten auf einem NFC-Chip können ausgelesen und zugleich können Informationen auf den Chip geschrieben werden.

RFID-Signale auf diese Weise zu übertragen, wird beispielsweise in Smartphones genutzt. Sie verfügen über NFC-Chips und können unter anderem für das bargeldlose Bezahlen genutzt werden.



Was ist ein RFID-Schutz?

So praktisch RFID für EC- und Kreditkarte oder den Personalausweis geworden ist – es war gleichzeitig wichtig, einen passenden Schutz zu entwickeln.

Die gespeicherten Daten auf dem RFID-Chip sollen nicht von Betrügern ausgelesen werden.

Es gibt tatsächlich Smartphone-Apps, die dieses Auslesen ermöglichen. Bereits Kleinkriminelle können so viel zu leicht an Daten von Personen kommen.

Es reicht, für wenige Sekunden nahe genug an deren Geldbörse zu gelangen, etwa bei einem fingierten Zusammenprall auf dem Gehweg oder auch beim Warten in einer Menschenmenge.


Der RFID-Schutz ist im Übrigen zugleich ein NFC-Schutz. Alle RFID-Arten nutzen exakt 13,56 MHz als Funkstandard.

Es wurden zwei Möglichkeiten entwickelt, um die Sicherheit der persönlichen Daten zu erhöhen. Beide zielen darauf ab, diese Frequenz zu blockieren. Doch wie funktioniert das im Detail?


Aktive RFID-Blocker

Dieser Schutz setzt auf das Aussenden eines Störsignals. Damit wird die Frequenz von 13,56 MHz blockiert. Theoretisch ist es zwar möglich, das Signal zur illegalen Auslese zu umgehen, doch dafür benötigen Kriminelle eine teure Technik. Die meisten betreiben diesen Aufwand nicht und suchen lieber nach Personen, deren Karten keinen RFID-Schutz besitzen. Der Schutz ist daher relativ zuverlässig.

Allerdings kann ein aktiver RFID-Blocker sein Störsignal nur für einen Umkreis von circa 2,5 Zentimetern aufrechterhalten. Innerhalb der Geldbörse müssten daher theoretisch mehrere NFC-Blocker genutzt werden. Vor allem Geldbörsen, deren Fächer gestaffelt angeordnet sind, verteilen sich die Karten entsprechend auf einer größeren Fläche.

Gut zu wissen:

Ein aktiver Blocker für RFID-Chips benötigt zwar Strom, doch das bedeutet nicht, dass Sie ihn regelmäßig mit einem Netzteil laden oder Batterien austauschen müssen. Der benötigte Strom für das Störsignal wird mittels Induktion erzeugt. Wird ein unerwünschter Auslesevorgang gestartet, erzeugt der Vorgang automatisch genügend Energie, um das Störsignal zu aktivieren.


Passive RFID-Blocker

Alternativ kann zum Schutz von Kreditkarte, Personalausweis und Co. ein passiver Schutz benutzt werden. Eine Stromquelle ist in diesem Fall überhaupt nicht von Nöten. Benutzt wird eine RFID-Schutzhülle, die auf den ersten Blick wie eine einfache Ausweis- oder Kreditkarten-Hülle aussieht. Entscheidend ist hier das Material. 

RFID-Schutzhüllen bestehen aus einem Material, das aufgrund seiner Beschaffenheit die Frequenz von 13,56 MHz vollständig blockiert. Anders als bei einem aktiven Störsignal, welches prinzipiell umgangen werden könnte, genießen Karten in ihrer Schutzhülle beste Sicherheit.


Gibt es DIY RFID-Schutzhüllen?

Um die Karten in der Geldbörse vor unbefugtem Auslesen zu schützen, ist es prinzipiell tatsächlich möglich, einen eigenen Schutz für die RFID-Chips zu basteln. Alufolie ist aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften in der Lage, die entsprechende Funkfrequenz abzuschirmen. Theoretisch lässt sich daher mit der Folie eine kleine Hülle basteln und EC- oder Kreditkarte sowie Ausweis schützen.

In der Praxis sind die dünnen Aluhüllen beim Herausnehmen und Wegstecken der Karten allerdings schnell zerrissen.



Wie wichtig ist der RFID-Schutz?

Die kurze Antwort lautet: sehr wichtig. Immerhin geht es darum, die privaten Daten und nicht zuletzt den Zugang zu Bankkonten zu schützen.

Wird die Kreditkarte ausgelesen, kann schnell ein finanzieller Schaden entstehen. Und da auch der Personalausweis hierzulande einen RFID-Chip besitzt, können sensible persönliche Daten beim unautorisierten Auslesen gestohlen werden.

Die Investition in einen aktiven RFID-Blocker oder RFID-Schutzhüllen ist aufgrund der günstigen Preise eine überschaubare Ausgabe, die langfristig viel Ärger ersparen kann.

Die Wichtigkeit steigt noch einmal, weil auch das Smartphone ein Chip-Träger ist. Hier sind im Normalfall noch weitere persönliche Daten gespeichert, die geschützt werden sollten.

Da das Smartphone anders als Ausweis und Kreditkarte nicht in eine dünne Schutzhülle passt, gibt es für diesen Anwendungsfall passende Taschen.

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