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Wissenswertes zu Steckklemmen

Viele Elektroinstallationen können nur hergestellt werden, wenn geeignete Verbindungsklemmen zur Verfügung stehen. Verschiedene Installationen fordern unterschiedliche Klemmen.

Neben Lüsterklemmen, Schraub- und Dosenklemmen sind Steckklemmen weit verbreitet. Wie diese funktionieren und wann sie überwiegend im Einsatz sind, erfahren Sie in diesem Ratgeber.



Was versteht man unter Steckklemmen?

Wie auch andere Verbindungsklemmen dienen Steckklemmen dem Zweck, diverse Kabel sowie Leiter zu verbinden. Diese Verbindung soll zwar stabil, jedoch flexibel bleiben. Es ist also vorgesehen, mit wenigen Handgriffen die Installation aufzuheben beziehungsweise zu verändern.

Die Arbeit mit Steckklemmen ist schraubenlos, denn wie der Name es bereits vermuten lässt, müssen die Verbindungsklemmen nur gesteckt werden. Die Verwendung ist also einfacher und schneller, weshalb Klemmen dieser Form weit verbreitet sind.

Bevor sie zum Standard wurden, wurden vor allem Schraubklemmen genutzt. Diese nannte man auch Gummiklemmen. Mit dem richtigen Werkzeug waren sie schnell auf- und wieder abgebaut. Alternativ sieht man zudem noch Verbindungsdosenklemmen, kurz Dosenklemmen.

 



Wie funktionieren Steckklemmen?

Grundsätzlich lassen sich eindrähtige und flexible Leiter unterscheiden. Erstere sind für massive Leitungen gedacht, die entsprechend starr verlegt werden. Wo eine bewegliche Verlegung möglich oder notwendig ist, kommen flexible Konstruktionen zum Einsatz. Sie werden in Abgrenzung zu eindrähtigen Leitern auch mehrdrahtige Leiter genannt.

Oft können Klemmen für beide Leiterarten genutzt werden. Die Hersteller geben in diesem Fall die minimalen und maximalen Durchmesser der Leiter an.



Wie läuft die Montage ab?

Der für die Verbindung vorgesehene Leiter wird auf circa 10 Millimeter abisoliert und in die Steckklemmen eingeführt. Der Verlauf sollte in jedem Fall so gerade wie möglich erfolgen.

Für eine sichere Verbindung erfolgt das Einführen, bis ein leichter Widerstand zu spüren ist. So gehen Sie sicher, dass der Leiter komplett an der Klemmstelle anliegt.

Hochwertige Modelle besitzen stets eine sogenannte Prüföffnung. In Steckrichtung betrachtet, befindet sie sich an der oberen Seite. Sie erlaubt es, ein Prüfgerät einzuführen. Dessen Prüfspitze kann feststellen, ob der Anschluss sauber ist.

Teilweise liegt auch ein transparentes Gehäuse vor, wodurch die Führung der Kabel leicht mit bloßem Auge zu sehen ist. Ist eine Klemme transparent, hat dies den Vorteil, dass ein schiefes Einführen oder ein zu zaghaftes Arbeiten ohne Berührung des Anschlagpunktes sofort auffällt. Transparente Modelle sind daher sowohl im Privathaushalt, wo oft weniger Erfahrung vorhanden ist, als auch für gewerbliche Zwecke, wenn eine schnelle Überprüfung Zeit und Kosten spart, zu empfehlen.

Der richtige Leiter

Hersteller geben an, für welchen Leitertyp ein Modell geeignet ist. N-Leiter sind die Neutralleiter und klassischerweise in der Farbe blau gehalten. PE-Leiter sind Schutzleiter und meist gelb. Neutralleiter führen Strom, da sie den vom Außenleiter kommenden Strom zurückführen, um den Stromkreis zu schließen. Schutzleiter sind im Regelbetrieb stromlos. Sie haben eine Sicherheitsfunktion.



Wie werden die Klemmen bei Bedarf wieder gelöst?

Soll die elektrische Konstruktion verändert werden, sind die Verbindungsklemmen sehr einfach wieder zu lösen. Sie benötigen kein Werkzeug für die Demontage, sondern lediglich etwas Feingefühl. Es genügt, die Klemme in einer Hand zu halten und mit der anderen Hand einen leichten Zug aufzubauen. Wird der Leiter zusätzlich hin und her gedreht, löst sich die Verbindung.

Ideal für eine bequeme De- und Installation sind zudem Verbindungsklemmen mit Hebel. Über eine Griffmulde kann zielsicherer gearbeitet werden.



Welche Vorteile bringen Steckklemmen?

Es gibt eine Reihe von Vorzügen, die für diese Form der Verbindungsklemme sprechen und letztlich auch den Siegeszug der Steckklemme bei Elektroinstallationen begründen.

  • Die Konstruktionen sind meist sehr platzsparend, etwa in der Bauform der Micro-Verbindungsdosenklemmen.

  • Für den Anschluss sind keine weiteren Werkzeuge notwendig.

  • Meist sind die Klemmen nicht nur steckbar, sondern auch modular aufgebaut.

  • Durch Vorkonfektionierung wird bei der Montage Zeit gespart.

  • Bei Bedarf müssen nur einzelne Baugruppen und nicht gesamte Installationen ausgetauscht werden.

  • Viele Hersteller haben einen Fehlsteckschutz implementiert, sodass die Anwendung einfacher ist.

  • Eine Prüföffnung erlaubt die schnelle Funktionskontrolle.

  • Ein Berührungsschutz bewahrt Anwender vor einem elektrischen Schlag.



Wofür werden Steckklemmen genutzt?

Diese Form der Installationsklemme kommen meist dann zum Einsatz, wenn Schaltanlagen aufgebaut werden. Dabei kann es sich um große und komplexe Anlagen wie beispielsweise in der Bahntechnik handeln.

Anwendung finden sie aber auch für Leiter in der Haus- und Gebäudeinstallation. Sie werden für Bürogebäude und Werkshallen ebenso benötigt wie für das Eigenheim oder Häuser mit mehreren Wohnungen.

Bei klassischen Installationen sitzen sie in einer Verteilerdose, die entweder als Aufputz oder Unterputz realisiert ist. Häufig werden die fertigen Elektroinstallationen auch in die Hohlwand eines Raums integriert. Alternativ befindet sich die Konstruktion in einem Verteilerschrank.

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