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Ratgeber

WLAN-Sticks – Unkompliziert surfen

WLAN-Sticks eignen sich ideal zum Aufrüsten von Desktop-PCs und Tablets, denen ein integriertes WLAN-Modul fehlt oder die im Hinblick auf die WLAN-Geschwindigkeit unter ihren Möglichkeiten bleiben. Sie sind einfach zu installieren und schon zu günstigen Preisen erhältlich. Wie WLAN-Sticks funktionieren und worauf man beim Kauf achten sollte, verraten wir in unserem Ratgeber.



Was sind WLAN-Sticks?

Die meisten modernen Laptops, Netbooks, Tablets und Desktop-Rechner verfügen in aller Regel über integrierte Hardware, die eine WLAN-Verbindung möglich macht. Bei Modellen, die schon ein paar Jahre älter sind, ist das allerdings nicht zwangsläufig der Fall. 

Fehlt ein internes WLAN-Modul, ist ein WLAN-Stick eine praktische Option, um mit einem Rechner dennoch kabellos online gehen zu können. Bei einem WLAN-Stick handelt es sich um einen Adapter mit USB-Anschluss, der einfach in einen USB-Port am Computer oder einem vergleichbaren Endgerät angeschlossen wird. Die Installation ist denkbar einfach und erfordert keinerlei technisches Know-how.

WLAN-Sticks sind auch für solche Geräte interessant, die zwar über ein eingebautes WLAN-Modul verfügen, dessen Übertragungsraten aber zu gering ausfallen. Ein WLAN-Stick kann den Datentransfer erhöhen und auf diese Weise für eine schnellere Surfgeschwindigkeit sorgen. Allerdings ist kein höheres WLAN-Tempo möglich, als die Übertragungsrate des vorhandenen Wi-Fi es zulässt.



So funktionieren WLAN-Sticks

Wer kabellosen Internetzugriff haben möchte, braucht zwei Dinge: einen WLAN-Router und ein WLAN-fähiges Endgerät. Der Router verbindet sich mit dem Internet und baut ein WLAN (Wireless Local Area Network) auf. Dabei handelt es sich um ein lokales Funknetzwerk, das auf Basis eines bestimmten WLAN-Standards (IEEE 802.11 b/g/n/a/ac) funktioniert. Damit ein Computer über die Funkverbindung kommunizieren kann, benötigt er ein WLAN-Modul oder alternativ einen WLAN-Stick, der die Funksignale empfängt.

Ein WLAN-Stick stellt eine Hardware-Komponente dar und ist meist bauseits mit entsprechenden Treibern ausgestattet. Diese werden vom Betriebssystem in der Regel automatisch erkannt und eingespielt, sobald Sie den Stick in die USB-Buchse stecken. Hat der Rechner die Hardware identifiziert, verfahren Sie genauso wie mit Endgeräten, die ein integriertes WLAN-Modul haben: Sie lassen sich die verfügbaren Netzwerke anzeigen, wählen Ihres aus und loggen sich mit dem Passwort ein.



Diese Varianten von WLAN-Sticks gibt es

WLAN-Sticks sind in mehreren Varianten und mit verschiedenen Spezifikationen erhältlich. Für den Empfang des Funksignals sind sie entweder mit einer internen oder mit einer externen Antenne ausgestattet, die sich mitunter ausklappen oder sogar abnehmen und an anderer Stelle platzieren lässt. WLAN-Adapter mit externen Antennen bieten meist eine größere Reichweite und sind die richtige Wahl, wenn das WLAN-Signal im Haus eher schwach ist oder man sich eine besonders stabile WLAN-Verbindung wünscht.

Darüber hinaus werden WLAN-Sticks mit unterschiedlichen USB-Anschlüssen angeboten. Gängig sind USB 2.0 und USB 3.0. In dem Zusammenhang muss man wissen, dass USB 3.0 als neuerer Standard eine höhere Übertragungsrate als USB 2.0 ermöglicht. Demzufolge lässt sich mit einem Stick, der über einen USB-3.0-Anschluss verfügt, eine schnellere Internetverbindung realisieren.

Voraussetzung ist allerdings, dass eine USB-3.0-Schnittstelle am PC, Laptop oder Tablet vorhanden ist. Zwar kann ein USB-3.0-Stick auch an einem USB-2.0-Port betrieben werden, da eine Abwärtskompatibilität besteht, allerdings ist es dann nicht möglich, die volle Geschwindigkeit zu nutzen.

Des Weiteren unterscheiden sich WLAN-Sticks im Hinblick auf den unterstützten WLAN-Standard und Frequenzbereich (2,4 oder 5 GHz). Abhängig davon, welcher Standard mit welchem Frequenzbereich kombiniert wird, ergeben sich verschiedene Übertragungsraten. Derzeit am gebräuchlichsten sind die Standards IEEE 802.11n und IEEE 802.11ac. IEEE 802.11n ist der ältere Standard und funktioniert sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Bereich.

Er wird in vielen Heimnetzwerken genutzt und erreicht eine Geschwindigkeit von 150 bis 300 Mbit/s. Der Standard IEEE 802.11ac arbeitet auf dem 5-GHz-Band und erzielt eine maximale Datenrate von bis zu 1300 Mbit/s.

Der neueste WLAN-Standard ist Wi-Fi 6 (IEEE 802.11ax). WLAN-Adapter, die diesen Standard unterstützen, sind bereits vereinzelt erhältlich. Hierüber ist eine WLAN-Geschwindigkeit von bis zu 1800 Mbit/s möglich.



WLAN-Sticks vs. Surfsticks

WLAN-Sticks mit Surfsticks zu verwechseln, kann leicht passieren, da sie beide das Surfen im Internet ermöglichen, sich optisch ähneln und über eine USB-Schnittstelle installiert werden. Es handelt sich allerdings um unterschiedliche Arten von Hardware. 

Während WLAN-Sticks Adapter bzw. ausgelagerte Netzwerkmodule darstellen, ist ein Surfstick zusätzlich mit einem Router ausgestattet. WLAN-Sticks benötigen dagegen einen externen Router, mit dem sie kommunizieren können. Anders ausgedrückt: Mithilfe eines Surfsticks können Sie ohne bestehende WLAN-Verbindung online gehen, während Sie mit einem WLAN-Stick auf ein bereits bestehendes, drahtloses Netzwerk zugreifen. Surfsticks bauen über UMTS (das Mobilfunknetz) sofort eine Internetverbindung auf. Sie eignen sich gut für unterwegs, wenn kein WLAN vorhanden ist, über das Sie mit Ihrem Laptop oder Netbook online gehen können.



Kaufkriterien für WLAN-Sticks – worauf kommt es an?

Beim Kauf von WLAN-Sticks spielen Kompatibilitäten eine entscheidende Rolle. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass der WLAN-Adapter mit dem Betriebssystem des Rechners, Notebooks oder Tablets kompatibel ist. Während die meisten Sticks mit Microsoft Windows problemlos funktionieren, sieht es bei Apples MacOS schon anders aus. Darüber hinaus ist zu prüfen, mit welchem WLAN-Standard und auf welchem Frequenzband der Router arbeitet.

Der Adapter muss für den vorhandenen Frequenzbereich ausgelegt sein. Nutzen Router und Stick unterschiedliche Frequenzbänder, können sie nicht zusammenarbeiten. Praktisch sind WLAN-Adapter in Dual-Band-Ausführung, die das 2,4-GHz- und 5-GHz-Band gleichermaßen abdecken. Dual-Band-Sticks sind zwar etwas teurer, allerdings kann man sie weiterverwenden, wenn sich der Frequenzbereich ändern sollte.

Um das Netzwerk vor Fremdzugriff schützen zu können, muss ein WLAN-Stick alle aktuellen Sicherheitsstandards erfüllen. WPA3 ist das Protokoll, das derzeit die größte Sicherheit bietet, wird aber noch nicht von allen Access Points unterstützt. Nichtsdestoweniger gibt es bereits WLAN-Sticks, die mit WPA3 kompatibel sind. Die nächstsichere Option ist WPA2. Die Vorgängerversionen WPA und WEP sind veraltet und sollten nicht mehr genutzt werden.



Unser Praxistipp: Energiesparmodus vermeiden

Wenn ein Rechner in den Energiesparmodus wechselt, um im Fall eines Laptops beispielsweise den Akku zu schonen, wird häufig auch die Verbindung zum WLAN-USB-Stick unterbrochen ­– und damit einhergehend die Internetverbindung. Das kann während eines Downloads ein Nachteil sein. Umgehen können Sie das Problem, indem Sie den Stromsparmodus speziell für USB-Geräte manuell über die Systemsteuerung ausschalten.



FAQ – häufig gestellte Fragen zu WLAN-Sticks

Was ist besser? Eine WLAN-Stick oder eine WLAN-Karte?

Im Fall von Desktop-Rechnern besteht die Möglichkeit, WLAN-Module in Form von WLAN-Karten einzubauen. Der Vorteil ist, dass eine fest installierte Karte nicht versehentlich entfernt werden oder verlorengehen kann. Außerdem haben WLAN-Karten meist eine höhere Reichweite, die sich mithilfe austauschbarer Antennen anpassen lässt.

Allerdings verfügen ältere Rechner unter Umständen nicht über den erforderlichen Steckplatz auf dem Motherboard. USB-WLAN-Adapter sind flexibler einsetzbar und können nach Bedarf an verschiedenen Geräten verwendet werden. Sie benötigen lediglich einen USB-Port. Der Empfang kann jedoch, je nach Antenne, etwas schlechter sein als bei einer Karte.

Welche Faktoren wirken sich auf die WLAN-Übertragungsgeschwindigkeit aus?

Es gibt Faktoren, die die Übertragungsgeschwindigkeit negativ beeinflussen können. In einem Drahtlosnetzwerk konkurrieren immer alle darin befindlichen Geräte um die verfügbare Bandbreite. Je mehr Geräte gleichzeitig darauf zugreifen, umso schlechter ist die Übertragung.

Außerdem können Wände, andere physikalische Hindernisse und elektronische Geräte das Funknetzwerk stören. Wenn Sie derlei Fehlerquellen ausgeschlossen haben und trotzdem noch Probleme mit der Geschwindigkeit haben, versuchen Sie, auf einen anderen Kanal zu wechseln.

Was mache ich, wenn mein PC den Treiber des WLAN-Sticks nicht erkennt?

In den meisten Fällen geht die Treiberinstallation automatisch vonstatten. Falls das nicht passiert, doppelklicken Sie auf das Symbol des WLAN-Sticks (bei Windows-Rechnern im Explorer zu finden), um die Installation zu initiieren.

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