Kompakt und leistungsstark: Desktop-PCs für alle Ansprüche

Trotz der zunehmenden Verbreitung tragbarer Computer wie Laptops und Tablets gehören Desktop PCs im professionellen und privaten Bereich nach wie vor bei vielen Menschen zur Standardausrüstung. Worin die Vorteile moderner Desktop-Computer bestehen und was es beim Kauf zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Was ist ein Desktop PC?

Der Begriff „Desktop PC“ (alternativ „Desktop-Computer“ oder einfach nur „Desktop“) hat in den vergangenen Jahrzehnten einen Bedeutungswandel erlebt. Wörtlich genommen bezeichnet ein Desktop PC einen Personal Computer (PC), der auf dem Schreibtisch steht (englisch desktop: "Schreibtisch" beziehungsweise "Schreibtischoberfläche"). Tatsächlich handelte es sich ursprünglich um Computer in Gehäusen, die kompakt genug waren, um liegend oder stehend direkt auf dem Tisch platziert werden zu können. Auch heute noch gilt diese Bedeutung, allerdings hat sich eine gewisse Verwässerung eingestellt, was den Gebrauch des Wortes angeht. Ist heute von einem Desktop PC die Rede, ist allgemein ein PC in einem Gehäuse gemeint, der am Schreibtisch genutzt wird – ob er darauf oder darunter steht, ist unerheblich. Auch größere Tower-PCs werden demnach als Desktop PCs bezeichnet. Schwebt Ihnen ein klassischer stationärer PC in einem Gehäuse vor, handelt es sich demnach um einen Desktop-Computer.

Vorteile von Desktop-Rechnern

Desktop PCs sind als Computer für Arbeit und Freizeit weit verbreitet. Zwar gibt es schon lange Stimmen, die das baldige Aussterben der stationären Rechner heraufbeschwören, aber wie es so schön heißt: Totgesagte leben länger. PCs für den Schreibtisch, ob Mini PC oder großer Tower, haben im Vergleich zu Notebooks einige Vorteile, so dass ihre Daseinsberechtigung bis auf Weiteres nicht in Gefahr sein dürfte.

Dazu zählt die bequeme Handhabung. Das Set-up mit PC, Monitoren und weiterer Peripherie wie Tastatur und Maus lässt sich frei nach den individuellen Vorlieben zusammenstellen. Zwar ist es grundsätzlich auch möglich, zusätzliche Eingabegeräte und Monitore an einen Laptop anzuschließen, jedoch sind die Anschlussmöglichkeiten in der Regel weniger umfangreich, zudem bleibt das Notebook das zentrale Arbeitsgerät, das irgendwo zwischen all der anderen Technik untergebracht werden muss. Ein Desktop-PC kann versteckt unter dem Schreibtisch platziert werden oder ein unauffälliges Plätzchen unter oder neben dem Monitor finden und stört somit nicht.

Des Weiteren sind Desktop PCs langlebiger – in zweierlei Hinsicht. Geht eine verbaute Hardware-Komponente kaputt, kann man sie mit ein wenig Know-how einfach austauschen oder austauschen lassen – beim Notebook gestaltet sich das schwierig bis unmöglich. Außerdem können selbst ältere Desktops für neue Herausforderungen wie anspruchsvolle Software fit gemacht werden, indem man sie mit besserer Hardware ausrüstet.

Wer sich ein wenig mit Computern auskennt und genaue Vorstellungen davon hat, was er von seinem Computer erwartet, kann sich seinen PC komplett selbst zusammenstellen. Auch das geht bei Notebooks nicht. Alternativ kaufen Sie einen Fertig-PC, dessen Spezifikationen zu Ihren Bedürfnissen passen. Viele Hersteller geben in der Produktbeschreibung Hinweise darauf, für welche Einsatzgebiete ein Desktop PC geeignet ist. So finden auch Laien schnell den für sie passenden Computer.

Für viele Gamer ist der PC sowieso das Nonplusultra in Sachen Spieleplattform. Zwar gibt es sehr leistungsstarke Gaming-Notebooks, doch bieten Gaming PCs mehr Flexibilität, was die Ausstattung angeht. Nachrüsten ist unkompliziert möglich, so dass das Gerät lange Zeit genutzt werden kann, um grafisch und technisch anspruchsvolle Games zocken zu können.

Natürlich haben auch Notebooks ihre Vorteile gegenüber Desktops. In erster Linie betrifft das den Umstand, dass sie leicht tragbar und unterwegs nutzbar sind. Welche Art von Computer der richtige ist, hängt im Wesentlichen von den individuellen Präferenzen ab.

 

Gaming PC oder Bürorechner: Welcher Desktop PC ist der richtige für mich?

Möchten Sie sich einen neuen Desktop PC kaufen, werden Sie in unserem Onlineshop fündig. Wir bieten eine große Auswahl an PCs in verschiedenen Bauformen und Leistungsklassen. Die Frage, welcher PC für Sie geeignet ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, da das davon abhängt, wofür Sie ihn verwenden möchten, auf welche Ausstattung Sie Wert legen und wie hoch Ihr Budget ausfällt. Grob unterscheiden kann man Desktops in Office-PCs beziehungsweise Arbeitscomputer und Multimedia- beziehungsweise Gaming PCs. Bei letzteren handelt es sich um Computer, die mit leistungsstarker Hardware ausgestattet sind und es ermöglichen, Programme zu nutzen, die hohe Anforderungen an die Hardware-Spezifikationen des PCs stellen. Gaming PCs finden Sie bei uns in einer gesonderten Kategorie, während Sie im Bereich der Desktop-Rechner vor allem Modelle für den Büroalltag beziehungsweise die private Nutzung wenig anspruchsvoller Anwendungen finden, zum Beispiel für Office-Programme, E-Mails und Internet. Moderne Desktops für Arbeitszwecke sind in der Regel in der Lage, Games und andere Software abzuspielen, sofern es sich nicht um Anwendungen handelt, die allzu viel Prozessor- oder Grafikkarten-Power voraussetzen.

Unser Praxistipp: GB, GHz, CPU, OS? PC-Auswahl ohne Fachkenntnisse

Für reine Anwender, bei denen Angaben wie Intel, GB RAM, Quad-Core, 256 GB SSD, GHz oder AMD Ryzen nur ein ahnungsloses Schulterzucken auslösen, kann es hilfreich sein, sich die Software-seitigen Systemvoraussetzungen der Programme, die sie nutzen möchten, anzuschauen und diese mit den Angaben in den PC-Spezifikationen abzugleichen. So bekommt man ein Gefühl dafür, ob der anvisierte PC leistungsstark genug oder zu schwachbrüstig ist, ohne tatsächlich verstehen zu müssen, was es mit Dingen wie RAM in GB, Taktfrequenz in GHz, CPU und dergleichen auf sich hat.

Kaufkriterien für Desktop PCs – worauf kommt es an?

Ob Gamer PC, kleiner Mini für die Heimarbeit oder funktionale PC-Systeme fürs Büro – nicht jeder hat Lust oder die nötigen Kenntnisse, um sich einen eigenen PC mit allen Hardware-Komponenten selbst zusammenzustellen. Das muss auch nicht sein, da der PC-Markt eine große Auswahl an Fertig-Computern bereithält, die alle Ansprüche abdeckt. In unserem Shop finden Sie zum Beispiel HP PCs sowie Modelle anderer bekannter Hersteller und Marken wie Lenovo, Acer und Dell. Doch worauf genau gilt es beim Kauf zu achten? Schauen wir uns die wichtigsten Auswahlkriterien – abgesehen vom bereits angesprochenen Einsatzzweck – einmal an:

Festplattenspeicher und Arbeitsspeicher

Selbst Desktops im niedrigen Preissegment bieten heutzutage ausreichend Speicherplatz, um jede Menge Dokumente, Bilder, Videos und Programme abspeichern zu können. Festplatten sind in Fertig-PCs bereits enthalten, wobei sich ein genauer Blick lohnt, welche Arten von Speichermedien verbaut sind und wie viel Speicher sie konkret bieten. Grundsätzlich zu unterscheiden sind HDDs (Hard Drive Disks bzw. magnetische Festplattenlaufwerke) und SSDs (Solid State Disks), die nicht selten in Kombination vorhanden sind. Sowohl eine HDD als auch eine SSD im PC zu haben, ist deshalb praktisch, weil die Vorteile beider Datenspeicher genutzt werden können. SSDs lassen ein schnelles Schreiben und Lesen der Daten zu und sind praktisch verschleißfrei, während HDDs große Speichermengen zur Verfügung stellen können und vergleichsweise günstig sind. Bietet der Rechner beispielsweise eine 256 GB SSD und eine 500 GB HDD oder gar eine 1 TB HDD, werden Sie so schnell nicht an Ihre „Speichergrenzen“ stoßen. Sollte es doch soweit kommen, sind 500 GB Festplatten (HDD) und sogar Varianten mit mehreren TB verhältnismäßig günstig erhältlich und nachrüstbar.

Vom verfügbaren Speicherplatz ist der Arbeitsspeicher (RAM: Random-Access Memory) zu unterscheiden. Vereinfacht ausgedrückt wird dieser Speicher benötigt, um Daten aktuell laufender Prozesse zwischenzuspeichern und somit schnell abrufbar zu machen. Ist nicht genug RAM vorhanden, kann das dazu führen, dass das ganze System ins Stocken gerät – der PC lahmt. Ein Computer mit 8 GB RAM ist in der Lage, mehr Prozesse gleichzeitig beziehungsweise anspruchsvollere Anwendungen zu bewältigen als ein Rechner mit 4 GB RAM. Für den normalen Office-Bedarf sind 4 GB RAM normalerweise ausreichend, sollen aber moderne, grafisch und technisch aufwendige Spiele flüssig dargestellt werden, sind 8 GB RAM anzuraten. Falls Sie über Angaben wie 4 GB DDR4-RAM stoßen: Das bezeichnet eine neuere RAM-Generation, die eine höhere Taktung, also schnellere Übertragungsraten bietet als der Vorgänger DDR3. DDR-SDRAM steht für Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory.

Prozessor – AMD oder Intel?

Der Hauptprozessor des PCs (Central Processing Unit, kurz: CPU) spielt eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, die Leistung des Computers einzuordnen. Es handelt sich sozusagen um das Herzstück des Rechners. In der Regel ist entweder ein Prozessor von Intel oder AMD verbaut, wobei beide Hersteller eine große Bandbreite an CPUs im Portfolio haben. Zu beachten ist einerseits die Angabe zur Taktfrequenz in GHz, die Aufschluss darüber gibt, wie viele Berechnungen pro Sekunde der Prozessor erledigen kann. Andererseits gilt es auf die Anzahl der Kerne (Cores) zu achten. Sind mehrere Kerne (zum Beispiel 4 im Falle eines Quad-Cores, 2 im Fall eines Dual-Cores) vorhanden, kann die Arbeitslast „geteilt“ werden, das heißt, mehr Aufgaben können gleichzeitig abgearbeitet werden. Wie effizient das funktioniert, hängt noch von weiteren Faktoren ab, doch kann man generell sagen, dass eine hohe Zahl bei der Taktfrequenz und bei den Kernen vorteilhaft ist. AMD (zum Beispiel mit CPUs der Serie AMD Ryzen) und Intel (mit Intel Cores mehrerer Generationen) dominieren den Markt, vor allem Prozessoren von Intel sind in sehr vielen Fertig-PCs und All-in-One-PCs verbaut. Die Marke ist für den durchschnittlichen Nutzer wenig von Belang; wichtig sind die angesprochenen Spezifikationen der CPUs.

Schnittstellen für interne und externe Hardware

Falls Sie möglicherweise vorhaben, Ihren Desktop PC künftig selbst aufzurüsten, lohnt sich ein Blick auf das verbaute Mainboard und dessen Möglichkeiten zur Installation interner Bauteile. Ansonsten sind im Wesentlichen die Anschlussmöglichkeiten am PC-Gehäuse für Peripheriegeräte und Netzwerk-Schnittstellen relevant. Je nachdem, welche Monitore angeschlossen werden sollen, sind beispielsweise HDMI-, VGA-, und/oder DVI-Anschlüsse nötig, außerdem sollten ausreichend USB-Schnittstellen (USB 2.0 und USB 3.0) vorhanden sein – am besten an der Vorder- und Rückseite des Gehäuses. Darüber hinaus dürfen Klinkenbuchsen für Headsets und Mikrofone und eine Schnittstelle für LAN nicht fehlen.

Betriebssystem

Um den PC gleich in Betrieb nehmen zu können, wenn er bei Ihnen ankommt, sollten Sie darauf achten, dass bereits ein Betriebssystem (englisch: Operating System, kurz: OS) darauf installiert ist oder zumindest als Datenträger beiliegt. Windows ist das mit Abstand am häufigsten eingesetzte Betriebssystem auf Desktop PCs, wobei es natürlich auch Rechner mit anderem Betriebssystem als Windows gibt, zum Beispiel macOS, wenn es sich um einen Mac PC von Apple handelt. Entscheiden Sie sich für das OS von Microsoft, empfiehlt es sich, die jeweils aktuelle Version zu nutzen (Stand 2019 ist das Windows 10). In unserem Onlineshop finden Sie zudem eine Auswahl an PCs ohne Betriebssystem.

Preis

Die Preisspanne im Bereich der Desktop PCs ist sehr weit gefächert und reicht von niedrigen dreistelligen Beträgen für einfache Business-PCs, auf denen außer Office-Anwendungen kaum etwas laufen muss, bis hin zu High-End-Rechnern für Gaming. Ein gut ausgestatteter Gaming PC kann durchaus mit mehreren tausend Euro zu Buche schlagen, ist aber auch entsprechend leistungsfähig.

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Kriterien beziehungsweise Ausstattungsmerkmale, die für den einen oder anderen von Relevanz sein könnten. Beispielsweise kann das die Ausstattung mit optischen Laufwerken (CD- oder DVD-Laufwerke) oder eine Bestückung mit einer gesonderten Grafikkarte sein. Letztere ist bei vielen modernen Rechnern in Form einer Prozessorgrafikkarte integriert, da heutzutage selbst "einfache" Anwendungen grafisch aufwendiger sind als das früher der Fall war. Wollen Sie einen neuen, grafisch sehr anspruchsvollen Spiele-Blockbuster zocken, werden Sie aber eine zusätzliche Grafikkarte benötigen, zum Beispiel von NVIDIA oder AMD. Gaming PCs kommen in der Regel mit einer Grafikkarte, die ausreichend GPU-Power für Gaming mitbringt.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Desktop PCs

Wann sollte man sich einen neuen PC anschaffen?

Genügt Ihr alter Computer nicht mehr Ihren Ansprüchen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie tauschen Einzelkomponenten aus beziehungsweise rüsten weitere Hardware (wie eine zusätzliche SSD oder Extra-RAM) nach oder Sie schaffen sich gleich einen neuen Computer an. Letzteres ist dann empfehlenswert, wenn der alte PC so massive Upgrades erfordern würde, dass die Kosten für Einzelteile und ggf. die Gebühr für den Fachmann, der den Einbau vornimmt, über dem Preis eines neuen Computers liegen. Da es heutzutage schon für wenige hundert Euro recht gute Desktops für Freizeit und Büro gibt, lohnt sich ein Neukauf in vielen Fällen – insbesondere für Anwender, die sich nicht mit technischen Details beschäftigen wollen.

Wie nutze ich WLAN mit meinem Desktop PC?

Anders als Laptops verfügen Desktops nicht standardmäßig über integrierte WLAN-Empfänger, können aber leicht mit entsprechenden Adaptern ausgestattet werden. WLAN-Sticks lassen sich zum Beispiel einfach per USB-Anschluss in Betrieb nehmen. Ist ein PCI-Bus am PC vorhanden, können Sie alternativ eine WLAN-Karte mit Antennen verwenden, die fest am Mainboard installiert wird. Damit lassen sich mitunter höhere Reichweiten erzielen als mit Sticks.

Was ist ein All-in-One-Computer?

Damit werden manchmal fälschlicherweise fertige Desktops bezeichnet, die mit sämtlicher erforderlicher interner Hardware und mit einem Betriebssystem ausgestattet sind. Tatsächlich sind aber wirkliche All-in-One-Lösungen gemeint, die außerdem den Monitor umfassen. Solche Komplett-PCs inklusive Displays sind besonders platzsparend und gut für kleine Arbeitsplätze geeignet. Suchen Sie einen sehr kompakten Computer, lohnt sich auch ein Blick auf dedizierte Mini PCs, die sich durch sehr geringe Abmessungen auszeichnen.

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