Wissenswertes zu E-Bike-Akkus & Ladegeräte

Um den Antrieb eines Elektrofahrrads sicherzustellen, ist ein Akku erforderlich, der die nötige Energie dafür bereitstellt. Zu diesem Zweck kommen spezielle E-Bike-Akkus zum Einsatz, die in verschiedenen Bauarten und Leistungsklassen angeboten werden. Was E-Bike-Akkus konkret auszeichnet und was es beim Kauf zu beachten gilt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Allgemeines zu E-Bikes und E-Bike-Akkus

E-Bikes sind mittlerweile keine seltene Erscheinung mehr auf deutschen Straßen. Die Anzahl der in der Bundesrepublik verkauften Exemplare hat sich zwischen den Jahren 2012 und 2016 mehr als verdoppelt. Dass die Nachfrage an E-Bikes steigt, liegt darin begründet, dass sie im Vergleich zu einem Fahrrad mit bloßem Pedalantrieb einen entscheidenden Vorteil bieten: den Elektromotor. Dieser dient zur Unterstützung, wenn beispielsweise Steigungen überwunden werden müssen oder wenn Ihnen während längerer Touren schlichtweg die Puste ausgeht. 

Damit der Elektromotor mit Energie versorgt werden kann, sind E-Bikes mit einer sogenannten Traktionsbatterie ausgestattet. Sie stellt die erforderliche elektrische Leistung zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Akkumulator, der beispielsweise auf Nickel-Cadmium, Nickel-Metallhydrid oder Lithium-Ionen basieren kann. Die Lebensdauer eines Akkus ist begrenzt, gerade wenn es sich um ein Exemplar der älteren Generation handelt. Lässt die Leistung eines E-Bike-Akkus nach, erkennt man das in der Regel an einem schwächeren Antrieb, einem aussetzenden Motor oder daran, dass der Akku häufiger nachgeladen werden muss. In dem Fall muss ein E-Bike-Ersatzakku her, um die Funktionstüchtigkeit des E-Bikes wiederherzustellen. In unserem Onlineshop finden Sie Fahrrad-Akkus und Ladegeräte verschiedener Hersteller, unter denen Sie mit Sicherheit einen adäquaten Ersatz für Ihren Original-Akku finden.

Kapazität und Reichweite von E-Bike-Akkus

Die Reichweite eines Akkus ist für Nutzer eines E-Bikes ein wichtiger Faktor, schließlich ist die elektrische Unterstützung nur so lange gewährleistet, wie der Motor mit Energie versorgt wird. Gerade bei längeren Touren ist es ärgerlich, wenn der Antrieb schon nach der Hälfte der zurückgelegten Kilometer ausfällt, erst recht, wenn der anstrengende Streckenteil noch bevorsteht.

Akku-Kapazität und Reichweite stehen in Beziehung zueinander, denn wie lange ein vollgeladener Akku hält, hängt davon ab, wie viel Energie er zur Verfügung stellen kann (und muss). Die Kapazität, also das Energiespeichervermögen eines Akkus, wird in der Regel in Wattstunden (Wh) angegeben. Dabei handelt es sich um die Energiemenge, die ein Akku pro Stunde abgibt. Die Kapazität eines Akkus ist das Produkt aus elektrischer Spannung (angegeben in Volt/V) und Nennladung (angegeben in Amperestunden/Ah). Grundsätzlich lässt sich sagen: Je höher die Kapazität in Wattstunden ist, desto höher ist die Reichweite.

Die Reichweite eines Akkus ist jedoch nicht allein abhängig von seiner Kapazität, sondern wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Das kann beispielsweise das Gewicht des Fahrers sein, die Topographie der Strecke (oft bei E-Mountainbikes relevant), die Windrichtung, der Reifendruck, das eigene Fahrverhalten (häufiges Anhalten vs. flüssiges Fahren) und vieles mehr. Auch der Unterstützungsmodus, der während der Fahrt gewählt wird, hat Auswirkungen auf die Reichweite. Die Firma Bosch stellt online einen sogenannten Reichweiten-Assistenten zur Verfügung, der die Reichweite eines E-Bikes anhand verschiedener Parameter berechnet. Dazu zählen die Durchschnittsgeschwindigkeit, der jeweilige Fahrmodus, die Trittfrequenz und das Gewicht von Nutzer, Fahrer und Gepäck. Solcherlei Berechnungen können eine erste Orientierung bieten, sind aber dennoch eher als Schätzwerte zu verstehen.

E-Bike-Akkus auf Lithium-Ionen-Basis 

Die Akku-Technologie hat in den vergangenen Jahren einen großen Entwicklungssprung gemacht und leistungsstarke Ausführungen hervorgebracht. Dazu zählen in erster Linie Lithium-Ionen-Akkus (kurz: Li-Ion-Akkus), die mittlerweile fast nur noch angeboten werden. Sie sind leicht, haben eine hohe Energiedichte und eine lange Lebensdauer. Im Gegensatz zu Nickelcadmium-Akkus der älteren Generation sind Li-Ion-Akkus keinem Memory-Effekt unterworfen. Darunter versteht man einen Kapazitätsverlust, der durch häufige Teilentladungen entsteht. 

Zu beachten ist allerdings, dass Lithium-Ionen-Akkus keiner Tiefentladung ausgesetzt werden dürfen, da die Zellen sonst irreversiblen Schaden davontragen könnten. Das gleiche gilt für Lithium-Polymer-Akkus, einer Variante von Li-Ion-Akkus. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass E-Bike-Akkus jeder Bauart auch während der Lagerung ein gewisses Maß an Energie verlieren. Der Ladezustand sollte also regelmäßig überprüft werden.

Kaufkriterien für E-Bike-Akkus – worauf kommt es an?

Wer sich einen neuen Akku für sein E-Bike zulegen möchte, muss darauf achten, dass die Kompatibilität mit dem Fahrrad gewährleistet ist. In diesem Zusammenhang gilt es das Antriebssystem zu berücksichtigen. Um einen kompatiblen Ersatz-Akku zu finden, müssen der Herstellername und die erforderliche Spannung bekannt sein. Wichtig ist außerdem, dass der Akku in die entsprechende Halterung am Elektrofahrrad passt. Das ist deswegen relevant, weil Akkus nicht bei jedem E-Bike an der gleichen Stelle angebracht sind. Manche befinden sich am Rahmen des Fahrrads, andere am Gepäckträger. Aus diesem Grund werden E-Bike-Akkus (beispielsweise die Powerpacks von Bosch) in beiden Varianten angeboten.

Die Akku-Kapazität und damit verbunden die Reichweite spielen ebenfalls eine große Rolle beim Kauf. Zwar bieten größere Akkus mehr Speicher und halten dadurch eine längere Strecke, das bedeutet aber nicht, dass größer automatisch besser ist. Zu bedenken ist nämlich, dass ein Akku mit zunehmender Größe schwerer und in der Regel auch teurer ist. Es empfiehlt sich, eine Ausführung zu wählen, die den eigenen Fahrgewohnheiten am besten entspricht. Zur Orientierung: Eine Akku-Kapazität von 300 Wh genügt in der Regel für Gelegenheitsfahrer, die ihr Bike für Fahrten in der Stadt und kleinere Ausflüge nutzen. E-Bike-Akkus mit 500 Wh Kapazität sind hingegen die bessere Wahl, wenn Sie lange Touren mit viel Fahrgewicht planen und Strecken mit vielen Steigungen bewältigen. Für E-Biker, die viel unterwegs sind, lohnt sich eventuell die Anschaffung eines zweiten Akkus, der als Austausch-Akku fungiert.

Viele Fahrrad-Akkus sind mit einem Batterie-Management-System (kurz: BMS) ausgestattet. Dabei handelt es sich um eine elektronische Steuerung, die das Laden und Entladen des Akkus überwacht. Ein BMS schützt vor Tiefentladungen auf der einen und Überspannungen auf der anderen Seite und sorgt somit für eine lange Lebensdauer des Akkus.

Um einen Akku aufzuladen, ist ein passendes Ladegerät erforderlich. Wer keine E-Bike-Ladestation in der Nähe hat und sein Ladegerät daher bei sich führen möchte, sollte darauf achten, dass es möglichst klein und leicht ist. In Situationen, in denen es mal schnell gehen muss, ist auch die Ladedauer relevant. Sogenannte Fast Charger (erhältlich bspw. für Bosch Powerpacks) sind Schnell-Ladegeräte, die den Akku innerhalb kürzester Zeit aufladen und somit lange Wartezeiten ersparen.

Unser Praxistipp: Akkus richtig pflegen und behandeln

Hitze und Kälte schaden jeder Art von Fahrrad-Akku, daher sollte das E-Bike an heißen Tagen an einem schattigen Platz und an kalten Tagen in einer Umgebung bei Zimmertemperatur abgestellt werden. Die optimale Temperatur für den Betrieb eines Akkus liegt bei etwa 15 bis 25 °C. Die Fahrweise hat ebenfalls Auswirkungen auf die Haltbarkeit eines Akkus: zu starkes Beschleunigen beim Anfahren und ein dauerhaftes Fahren auf höchster Unterstützungsstufe kosten viel Energie. Hier gilt es, mit dem Powermodus zu haushalten.

 

FAQ – häufig gestellte Fragen zu E-Bike-Akkus

Muss ein Ersatz-Akku vom gleichen Hersteller stammen wie das Original?

Nicht zwangsläufig, es ist aber empfehlenswert. Wenn Sie einen Akku vom gleichen Hersteller kaufen, von dem auch das Original stammt, können Sie eine gleichbleibende Qualität und eine uneingeschränkte Funktionalität erwarten. Das ist nicht der Fall, wenn Sie auf günstigere Repliken zurückgreifen. Hier kann man nicht genau sagen, ob die verarbeiteten Bauteile von guter Qualität sind. Wenn Sie sich für einen Ersatz-Akku von einem unbekannten Hersteller entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass er wenigstens einer CE-Prüfung unterzogen wurde. Mit einem CE-Zeichen geben Hersteller an, dass das Produkt die Sicherheitsrichtlinien gemäß EU-Verordnung 765/2008 erfüllt. Allerdings sei dazu gesagt, dass es sich bei einer CE-Kennzeichnung nicht um ein unabhängiges Zertifizierungszeichen handelt. 

Wie werden E-Bike-Akkus entsorgt?

E-Bike-Akkus dürfen genauso wie herkömmliche Batterien nicht im Hausmüll entsorgt werden. Es gibt kommunale Sammelstellen, in denen Sie Ihren Akku kostenfrei abgeben können, und auch manche Wertstoffhöfe nehmen Akkus und Batterien entgegen. Grundsätzlich ist jeder, der Industrie-Batterien vertreibt, zur Rücknahme selbiger verpflichtet. Verkauft Ihr Fahrradhändler E-Bike-Akkus, trifft das auch auf ihn zu. 

Was versteht man unter einem Ladezyklus?

Als Ladezkylus bezeichnet man die Wiederaufladezeit eines entladenen Akkus bis zur vollständigen Akku-Ladung. Ein Ladezyklus kann sich aus mehreren Teilladungen zusammensetzen. Veranschaulicht an einem Beispiel: Lädt man einen Fahrrad-Akku an Tag 1 von 30 auf 80%, also um 50%, auf und wiederholt den Vorgang an Tag 2, ist erst dann der vollständige Ladezyklus (50% + 50%) erreicht.

 

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