Wissenswertes über eBook-Reader

Sie sind schmal, in etwa so groß wie ein Taschenbuch und bieten die Möglichkeit, die komplette Büchersammlung stets bei sich zu tragen: eBook-Reader sind eine praktische Alternative für gedruckte Bücher. Was die elektronischen Lesegeräte können und worauf es beim Kauf ankommt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Wissenswertes zu eBook-Readern 

Als eBook-Reader (alternativ: E-Book Reader) werden Lesegeräte für elektronische Bücher (eBooks oder E-Books), Magazine oder Zeitungen (ePaper oder E-Paper) bezeichnet. Sie eignen sich ideal für Menschen, die gerne und viel lesen – nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs. Ein eBook-Reader bietet die Möglichkeit, jederzeit auf die eigene Sammlung an Lesestoff zuzugreifen oder neue Lektüre hinzuzufügen. Dank internem Speicher und Cloud-Anbindung können favorisierte Bücher abgespeichert und zu jeder Gelegenheit abgerufen werden. eBook-Reader sind handlich, wenige Millimeter dick und bringen ein geringes Gewicht auf die Waage, so dass Sie Ihre Bibliothek stets bei sich tragen können.

Zwar können eBooks prinzipiell auch auf Smartphones oder Tablets gelesen werden, teils mithilfe spezieller Lese-Apps, doch eBook-Reader sind für diesen Zweck besser geeignet. Im Vergleich zu Smartphones und Tablets haben eBook-Reader im Regelfall einen deutlich geringeren Energiebedarf. Ihr Akku hält mitunter wochenlang. Die Geräte sind speziell für das Lesen konzipiert und die Displays vieler Modelle kommen optisch dem Papier sehr nahe. Ganz nebenbei bleiben Ihnen sämtliche Ablenkungen durch Apps, Nachrichten und Emails auf einem eBook-Reader erspart – Sie können sich also voll und ganz aufs Lesen fokussieren.

Lesen auf dem eReader – von damals bis heute

Manch ein Bücherwurm schwört auf das klassisch gedruckte Buch mit seinem unverwechselbaren Geruch, seiner angenehmen Haptik und dem Rascheln, das die Seiten beim Umblättern erzeugen.. Doch eBook-Reader bieten Vorteile, die gedruckte Bücher nicht aufweisen:

Wenn Sie auf einem eReader ein Buch lesen, entscheiden Sie über Schriftgröße und Zeilenabstand. Ihr Lesestand wird automatisch gespeichert – legen Sie das eBook einmal zur Seite und greifen zum späteren Zeitpunkt wieder darauf zurück, können Sie nahtlos weiterlesen, ohne lang nach der Stelle, an der Sie stehengeblieben sind, suchen oder ein Lesezeichen nutzen zu müssen. Beim Lesen fremdsprachiger Bücher oder beim Studieren von Fachliteratur können Sie sich integrierte Wörterbücher zunutze machen, um Vokabeln beziehungsweise Definitionen nachzuschlagen. Eine Volltextsuche erweist sich insbesondere dann als nützlich, wenn Sie sich über bestimmte Begriffe informieren oder beispielsweise in literarischen Werken Figuren oder Handlungsorte schnell ausfindig machen möchten. Darüber hinaus können Sie Textstellen markieren oder Notizen einfügen.

Um eBooks, eMagazine oder ePaper auf Ihrem Lesegerät sehen zu können, müssen Sie sie vorab kaufen und auf den eReader laden. Das erledigen Sie zum Beispiel via WLAN. Einige Reader sind auch in der Lage, eine Mobilfunkverbindung herzustellen. Je nach Hersteller werden unterschiedliche eBook-Formate unterstützt, darunter AZW/AZW3, TXT, PDF, MOBI, PRC nativ, HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP (nach Konvertierung) oder das ePub-Format.

Die Anfänge des Readers für elektronisch gespeicherte Bücher reichen weit zurück: Der Data Discman war eines der eBook-Geräte, das Sony im Jahr 1991 auf den Markt brachte. Hierfür erschienen damals Nachschlagewerke und Wörterbücher. In den Jahren 1998 und 1999 wurde auf der Frankfurter Buchmesse das Rocket eBook von NuvoMedia präsentiert, im Jahr 2000 erfolgte der Verkaufsstart des Readers mit LCD in Deutschland, aber nur drei Jahre später wurde der Verkauf weltweit eingestellt. Im Jahr 2006 erschienen erste eReader auf Basis von elektronischem Papier, als dessen Marktführer sich E Ink etablierte. Die Technologie ermöglicht eine sehr kontrastreiche Darstellung von Texten und eine Auflösung, die inzwischen Print-Qualität erreicht hat. Auch bei direktem Lichteinfall auf das Display ist die Lesbarkeit sehr gut.

Der Grundstein für das elektronische Papier wurde bereits in den 1970er Jahren mit Gyricon gelegt. Es setzte sich damals aus statisch geladenen, zweifarbigen Kügelchen zusammen. Die Displays moderner eBook-Reader basieren auf der Elektrophorese: Unterschiedlich geladene Kügelchen in Schwarz und Weiß befinden sich in einer öligen Flüssigkeit. Wird eine elektrische Ladung von außen zugesetzt, erscheinen gezielt die schwarzen oder weißen Kügelchen auf der sichtbaren Fläche des Mediums. In der Folge sehen Sie Buchstaben, Bilder oder eben „blankes elektronisches Papier“. Das Besondere an der E-Papier-Technologie: Strom wird nicht zur Darstellung der Bildpunkte benötigt, sondern lediglich zur Änderung des Bildes, wie es etwa beim Umblättern der Fall ist. So kommt es, dass die Akkulaufzeit von eBook-Readern die der Tablets oder Smartphones deutlich übersteigt.

Kaufkriterien für eBook-Reader - worauf kommt es an?

Wer sich einen neuen eReader anschaffen möchte, hat die Qual der Wahl. Viele Hersteller bieten ihre Geräte gleich in mehreren Ausführungen an, darunter auch Amazon mit seinen Kindle-Modellen. Entscheiden Sie sich für ein Amazon Kindle, so sind Sie auf den herstellereigenen Shop als Bezugsquelle angewiesen. Neben einem Touch-Display verfügen die Amazon-Kindle-Geräte, aber auch die eReader anderer Hersteller, oftmals über Tasten zum bequemen Weiterblättern. Sowohl Kindle-Modelle von Amazon als auch andere eBook-Reader ermöglichen ein automatisches Speichern erworbener eBooks in der Cloud.

Viele deutsche Buchhändler agieren gemeinsam in der tolino Allianz und bietet Nutzern von tolino die Möglichkeit, auf die Shops der teilnehmenden Händler zuzugreifen. Zugang zu den Hotspots der Deutschen Telekom AG ist übrigens inklusive, so dass Sie mit einem tolino-eBook-Reader auch unterwegs neue Lektüre laden können. 
Weitere Kriterien, die beim Kauf von eBook-Readern eine Rollen spielen, sind:

Größe, Gewicht, Display: Die meisten Geräte messen in der Bildschirmdiagonale zwischen 6 und 10 Zoll und wiegen meist nicht mehr als 300 Gramm. Wer auf eine größere Darstellung der Schrift angewiesen ist, sollte zu einem größeren Display greifen. Der Großteil aktueller eBook-Reader verfügt über E-Ink-Displays, auf denen die Lektüre wie auf Zeitungspapier gedruckt wirkt. Neben Schwarz und Weiß geben aktuelle eReader auch verschiedene Grautöne wieder. HD-Displays erzielen bei Readern meist keinen ausschlaggebenden Qualitätsunterschied. 

Kompatible Formate: Wer gerne in Bibliotheken stöbert und sich Bücher ausleiht, muss als Besitzer eines eBook-Readers nicht darauf verzichten. Viele eReader sind mit dem häufig verwendeten ePub-Format der Leihbibliotheken kompatibel – mit Ausnahme der Kindle-Geräte von Amazon.

Speicherart: Bei einigen Modellen haben Sie die Möglichkeit, Ihren Speicher mit einer Speicherkarte zu erweitern. Zwingend nötig ist das dank Cloud-Anbindung aber nicht. Darüber hinaus nehmen die meisten eBooks nur wenig Speicherplatz in Anspruch.

Beleuchtung: Ein Display mit optimaler Auflösung und ohne Spiegeleffekte ist bei eBook-Readern wichtig, ebenso wie das integrierte Licht: Wer abends vor dem Einschlafen noch ein Kapitel lesen möchte, profitiert von einem individuell verstellbaren Frontlicht. Mit integrierter Beleuchtung können Sie auch Ihrer Lektüre auf einem eReader mit einem Display mit elektronischem Papier nachgehen.

WLAN und Mobilfunk: Um einen Reader mit neuen eBooks zu bestücken, ist meist nur eine WLAN-Verbindung erforderlich. Einige Hersteller, darunter auch Amazon mit seinem Kindle, bieten darüber hinaus eReader mit Mobilfunk-Modul an. Entscheiden Sie sich für Letzteres, können Sie elektronische Bücher jederzeit und überall herunterladen – Mobilfunkverbindung vorausgesetzt. 

Weitere Features: Wer nicht nur lesen, sondern auch Zusatz-Features nutzen möchte, der sollte beim Kauf überprüfen, ob beispielsweise Wörterbücher und Übersetzungsfunktionen verfügbar sind oder etwa das Lesen im Querformat möglich ist. Wenn Sie Ihrer Lektüre am Strand, in der Badewanne oder am Pool nachgehen möchten, lohnt sich die Anschaffung eines wasserdichten eBook-Lesegeräts.

Unser Praxistipp: Ghosting-Effekt reduzieren

Beim Lesen kann es vorkommen, dass Sie Rückstände bisheriger Texte wahrnehmen. Zwar verhindern die meisten eBook-Reader diesen sogenannten Ghosting-Effekt, sollten Sie dennoch Fragmente vorheriger Seiten wahrnehmen, können Sie den Bildschirm auffrischen lassen. Das ist meist manuell über die Einstellungen möglich.

 

FAQ – häufig gestellte Fragen zu eBook-Readern

Dürfen eBooks weiterverkauft werden?

Der Weiterverkauf von eBooks ist nicht ohne Weiteres möglich. Viele Verlage und Autoren schützen ihre Werke vor unerlaubter Vervielfältigung mit DRM, dem Digital Rights Management. Der Urheber entscheidet, was Sie mit dem erworbenen eBook machen dürfen – beispielsweise ausleihen, weitergeben oder kopieren. Wenn Sie auf Ihrem eBook-Reader von Bibliotheken ausgeliehene eBooks lesen möchten, benötigen Sie in den meisten Fällen ein DRM-fähiges Gerät, das ePub-Formate erkennt. Kindle-Geräte von Amazon verfügen übrigens über einen eigenen Kopierschutz, daher kann es sein, dass Sie eBooks der Onleihe Ihrer Bibliothek auf einem Kindle nicht lesen können.   

Welches Zubehör wird für eBook-Geräte benötigt?

Zubehör benötigen Sie für Ihren Reader nicht, jedoch ist eine Schutzhülle empfehlenswert, um Kratzer und andere Schäden am Display zu vermeiden. 

 

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